CH151680A - Verfahren zur Darstellung eines Pentachloranthrachinonakridons. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Pentachloranthrachinonakridons.

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CH151680A
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  Verfahren zur     Darstellun,    eines     PentachloranthrachinonalKridons.       Es ist bekannt, dass     Chloranthrachinon-          akridone    entstehen, wenn man     1-Anilido-2-          methy        lanthrachinon    in einem geeigneten Lö  sungsmittel mit chlorierend wirkenden Mit  teln bei Temperaturen zwischen 150 und  <B>170'</B> C behandelt. Die Reaktion kann bei  Verwendung von     Trichlorbenzol    auch in An  zvesenheit von Salzsäure bindenden     Mitteln,     zum Beispiel Soda, oder auch in     Gegenwart     von Nasser ausgeführt werden.

   Dabei er  hielt man Gemische von Tetra- und     Penta-          ebloranthrachinonakridon.     



  Es hat sich nun gezeigt, dass man ein  neues wertvolles Produkt erhält, wenn man       1-A.nilido-2-methylanthrachinon    in Abwesen  heit von Salzsäure bindenden Mitteln und  von     ZVasser,    in indifferenten     Lösungsmitteln     so lange mit Chlor oder chlorabgebenden Mit  teln behandelt, bis sich aus dem     Reaktions-          -emisch    ein Produkt abscheiden lässt, das  durch     Verseifung    ein     Chloranthrachinon-          akridon    mit einem Gehalt von mehr als 5,    vorzugsweise 6 Atomen Chlor liefert,

   den da  bei entstandenen Farbstoff mit reduzierenden  Mitteln behandelt und auf die erhaltene       Leukoverbindung    des Farbstoffes ein Oxy  dationsmittel einwirken lässt. Die     Chlorie-          rung    führt man beispielsweise unter Aus  schluss von Feuchtigkeit, zweckmässig bei  Temperaturen über 170   C, aus und lässt die  Reaktion möglichst rasch vor sich gehen, was  zum Beispiel unter Anwendung eines Reak  tionsgefässes mit einer grossen Zahl     Gas-          zuführungsdüsen    geschehen kann.  



  Das entstandene Produkt ist meist orange  gefärbt und scheidet sich bei geeigneter       Konzentration    beim Abkühlen aus dem Re  aktionsgemisch in Kristallen aus; es stellt  im wesentlichen ein     Hexachlorsubstitutions-          produkt    des     Anthrachinonakridonketochlo-          rides    (I) oder des     Anthrachinonchlorakridins          (II)    von vermutlich     folgender    Konstitution  dar;

      
EMI0002.0001     
    Mit verseifenden Mitteln lässt es sich  leicht in das entsprechende, im wesentlichen       hexachlorierte        Anthrachinonaki-idon    über  führen, das ein wertvoller roter     Küpenfarb-          stoff    ist und die eingangs erwähnten Pro  dukte in     bezug    auf ihre     färberischen    Eigen  schaften übertrifft.

   Wenn man jedoch das  erhaltene     1-Iexachloranthrachinonakridon    bei  zirka 55   C mit     Natriumhydrosulfit    behan  delt, so entsteht durch Entzug von Chlor ein       Pentachloranthrachinonakridon,    welches von  dem oben erwähnten     Pentachloranthrachinon-          akridon    verschieden ist. Die so erhaltenen  Färbungen zeichnen sich durch eine in der       Anthrachinonakridonreihe    bisher unbekannte  Reinheit der Nuance aus, welche im Gebiete  der     Küpenfarbstoffe    bisher nur von den  Farbstoffen der     Thioindigoklasse    erreicht  wurde.  



  Der Farbstoff, den man aus der bei 55   C  hergestellten     Küpe    durch Oxydation mit  Luft oder zum Beispiel mit     Natriumhypo-          chlorit        zurückerhält,    besitzt die sehr vorteil  hafte Eigenschaft, in der kalten und in der  warmen     Küpe    Färbungen von     praktisch     gleicher Reinheit zu erzeugen.  



  Den gleichen Effekt erzielt man, wenn  man :den Farbstoff bei gewöhnlicher Tempe  ratur     verküpt,    die     Küpe    einige     Stunden     stehen lässt und darauf den Farbstoff in der  soeben beschriebenen Weise isoliert. Man  kann auch andere Reduktionsmittel,     zuin     Beispiel     Zinnchlorür,    verwenden und in  organischen     Medien;    zum Beispiel     Trichlor-          benzol    oder Phenol, arbeiten.  



  Da das aus dem     Hexachloranthrachinon-          akridon    in der     Küpe    gebildete Reaktions  produkt sich zum grössten Teil abscheidet, ist    es möglich, auch aus solchen     Chlorierungs-          produkten    des     Anilido:methylanthrachinons,     welche neben     Hexa.chloranthrachinonakridon          noch        Anthrachinonakridone    mit geringerem  Chlorgehalt enthalten, den reinen Farbstoff  durch Absaugen :der     Leukoverbindung    zu  isolieren.

   Die Oxydation der     Leukoverbin-          .dung    vom Farbstoff erfolgt schon an der  Luft, schneller mit     Natriumhypochlorit    oder  mit     Kalium'bichromat    bei Gegenwart von  verdünnter Schwefelsäure.         Beispiel   <I>1:</I>  125 Gewichtsteils     1-Anilida-2-methyl-          anthrachinon    werden mit zirka 900 Gewichts  teilen     Trichlorbenzol    so lange zum Sieden er  hitzt, bis die letzten Spuren Wasser entfernt  sind. Alsdann lässt man auf 175   C ab  kühlen und leitet innerhalb von zirka     G     Stunden zirka 250 Gewichtsteile Chlor ein.

    Die Reaktion vollzieht sich unter Wärme  entwicklung, so dass die     Temperatur    auf 185  bis 190   C steigt.  



  Nach Beendigung der     Chlorierung        wird     das Reaktionsgemisch allmählich im Laufe  von zirka 4 Stunden auf 214'C     erwärmt     und zirka 2     Stunden    lang bei dieser Tem  peratur gehalten. Die     Salzsäureentwicklung     hat dann nahezu     aufgehört.    Man lässt er  kalten, saugt die zu einem Kristallbrei er  starrte Schmelze ab     und    wäscht mit     Tri-          chlorbenzol    nach. Das so erhaltene orange  farbene Produkt zeigt unter dem Mikroskop  orangegelbe lange Prismen.

   Es löst sich in       konzentrierter    Schwefelsäure mit roter, in  heissem Nitrobenzol mit orangegelber Farbe.  Seinem Chlorgehalt nach ist es offenbar ein       Hexachloranthrachino,nchlorakridin.         Beim Lösen in konzentrierter     Schwefel-          -;äure    tritt     Verseifung    zum     Anthrachinon-          akridonküpenfarbstoff    ein, ebenso bei langem  Erhitzen mit Wasser.

   Wird daher das iso  lierte Reaktionsgemisch mit Wasserdampf  abgeblasen,     zweckmässig    unter Zusatz von  Soda, so erfolgt schon hierbei die Umwand  lung in den     Anthrachinonakridonküpenfarb-          stoff.    Er wird getrocknet und durch Lösen  in konzentrierter Schwefelsäure und Wieder  ausfällen mit Wasser in die zum Färben  geeignete Form gebracht. Das Produkt ent  spricht der Analyse nach einem     Hexachlor-          anthrachinonakridon.    Es löst sich in kon  zentrierter Schwefelsäure und in heissem       Nitrobenzol    mit roter Farbe.

   Auf Baum  wolle erhält man aus der     violetten,    55   C       warmen        Küpe    ein ausserordentlich leuch  tendes, echtes Rot.  



  Zwecks Entziehung eines Chloratoms       küpt    man ihn zum Beispiel in folgender  Weise um: 10 Teile Farbstoff werden mit       -1.000    Teilen Wasser und 25 Teilen Natron  lauge von 40'B6 und mit 15 Teilen     Hydro-          sulfit    in einer halben Stunde auf 55   C er  wärmt und die Temperatur eine halbe Stunde  lang dabei gehalten. Der Farbstoff geht mit  violetter Farbe in Lösung, worauf eine teil  weise Ausscheidung erfolgt. Man bläst nun  Luft bis zur vollständigen Ausfällung des  Farbstoffes ein.

   Statt die     Küpe    mit Luft  zu behandeln, kann man ihr auch zirka 40  Teile     Natriumhypochloritlösung    zusetzen und  darnach zirka 1 Stunde lang bei zirka<B>70'</B> C  rühren.     Alsdann    wird     abfiltriert,    neutral  gewaschen und in der üblichen Weise auf  gearbeitet.

   Zur weiteren     Reinigung    kann das  Produkt noch aus     Trichlorbenzol    umkristalli  siert     werden.    Die Analyse entspricht nun  mehr einem     Pentachloranthrachinonakridon.       <I>Beispiel 2:</I>  75 Teile     Hexachloranthrachinonakridon,     erhalten nach Beispiel 1, werden in Form  einer 10 ö     igen        Paste    mit 6000 Teilen Wasser,  75 Teilen     1Tydrosulfit    und 150 Teilen Na  tronlauge unter Ausschluss von Luft mehrere  Stunden lang     gerührt.    Zuerst entsteht eine    violette     Küpe,    aus der sich sehr bald das  Reaktionsprodukt abzuscheiden beginnt.

   Es  wird abgesaugt, mit Wasser neutral ge  waschen und getrocknet.  



  50 Teile des so erhaltenen Produktes wer  den in 500 Teilen konzentrierter Schwefel  säure gelöst. Die Lösung lässt man darauf  unter schnellem     Rühren    in eine Lösung von'  10 Teilen     Kaliumbichromat    in 1500 Teilen  Wasser innerhalb von zirka 2 Stunden zu  laufen, so dass die Temperatur nicht über  <B>30'C</B> steigt.     Alsdann        erwärmt    man auf  <B>60'C</B> und lässt unter Rühren wieder ab  kühlen. Das Reaktionsprodukt wird ab  gesaugt, neutral gewaschen und in die Form  der handelsüblichen Paste gebracht. Es färbt  stärker und noch ein wenig reiner als das  Produkt des Beispiels 1.

   Der Farbstoff lässt  sich aus     Trichlorbenzol        umkristallisieren    und  entspricht der Analyse nach einem     Penta-          chloranthrachinonakridon.        Seine    Lösung in       konzentrierter    Schwefelsäure ist orangerot.  Bei zirka einstündigem Kochen mit     Dialkyl-          anilin    verliert das Produkt ein Atom Chlor  und verwandelt sich in einen orangegelb  bis braun färbenden     Küpenfarbstoff,    der  bei Einwirkung von chlorierenden Mitteln  in     Pentaehloranthrachinonakridon    zurückver  wandelt werden kann.

      <I>Beispiel 3:</I>    8 Teile eines Farbstoffes, welcher ausser       Hexachloranthrachinonakridon    auch noch       Anthrachinonakridone    mit     geringerem    Chlor  gehalt enthält, und welcher erhalten werden  kann, wenn man die im Beispiel 1 beschrie  bene     Chlorierung    des     Anilidomethylanthra-          chinons    unter     milderen    Bedingungen aus  führt, werden mit 2500 Teilen Wasser, 14  Teilen     Hydrosulfit    und 22 Teilen Natron  lauge von 40       Be    innerhalb einer halben  Stunde auf 50   C erwärmt und die Tempera  tur zirka 45 Minuten lang gehalten.

   Der  Farbstoff geht zuerst in Lösung, sehr bald  aber beginnt eine Ausscheidung, welche am  Ende der Operation warm abgesaugt und  mit kaltem Wasser neutral gewaschen wird.      Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser wie  der aufgenommen und unter Rühren mit  Luft oder mit     Natriumhypochlorit    oder mit       Natriumbichromat    in der in Beispiel 2 be  schriebenen Weise behandelt. Gewünschten  falls kann der so erhaltene Farbstoff noch       ai?s        Trichlorbenzol    umkristallisiert werden.  Er färbt schon aus kalter     Küpe    ebenso rein  wie das Produkt des Beispiels     1..     



       Beispiel        J:     10 Teile     Hexachloranthrachinonal-#ridon     werden in 70 Teilen     Trichlorbenzol    mit zirka  10 Teilen     Zinnchlorür    etwa 4 Stunden     ila.ng     gekocht. Nach dem Erkalten wird das Reak  tionsprodukt abgesaugt, mit     Trichlorbenzol     und Benzol gewaschen und darauf mit Salz  säure extrahiert.

   Es kann aus     Triehlorbenzol     umkristallisiert werden, seine     Analysenwerte     entsprechen einem     Pentachloranthrachinon-          akridon.    Man bringt den Farbstoff durch       Umfällen    aus konzentrierter Schwefelsäure  in feine Verteilung und erhält beim Färben  aus der kalten     Hydrosulfitküpe    ebenso reine  Färbung wie mit den Produkten der vorigen  Beispiele.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen Penta.ehloranthrachinonakridons, dadurch ge kennzeichnet, dass man 1-Anilido-2-metlii,.-1- anthrachinona,kridon, in Abwesenheit von salzsäurebindenden Mitteln und von Wasser, in indifferenten Lösungsmitteln so lange mit Chlor behandelt, bis sich aus dem Reaktions gemisch ein Produkt abscheiden lässt, das durch Verseifung ein Chloranthrachinon- akridon mit .einem Gehalt von mehr als 5 ;
    Atomen Chlor liefert, den dabei entstandenen Farbstoff mit reduzierenden Mitteln behan delt und auf die erhaltene Leukoverbindung des Farbstoffes ein Oxydationsmittel ein wirken lässt. Der Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangeroter Farbe und färbt Baumwolle aus violetter güpe in leuch tend roten Tönen. UNTERA<B>N</B>SPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Chlor ver wendet, das aus einem chlorabgebenden Mit tel entwickelt wurde.
CH151680D 1929-10-19 1930-10-04 Verfahren zur Darstellung eines Pentachloranthrachinonakridons. CH151680A (de)

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