CH159037A - Verfahren zur Herstellung eines neutrallöslichen Gemisches von Komplexsalzen des dreiwertigen Antimons. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neutrallöslichen Gemisches von Komplexsalzen des dreiwertigen Antimons.

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CH159037A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     IlersteRung    eines     neutrallöslichen    Gemisches von Komplexsalzen  des dreiwertigen Antimons.    Es wurde gefunden,     dass    neutrale wasser  lösliche Komplexsalze des dreiwertigen An  timons mit     aliphatischen        Polyoxydicarbon-          säuren,    wie insbesondere Zuckersäure oder       Schleimsäure,    dargestellt werden können.  



  Zur Herstellung der neutralen Komplex  salze kann man Antimonoxyd oder     Antimon-          hydroxyd    auf die betreffenden Säuren in Ge  genwart von soviel an Alkali     bezw.    einer ge  eigneten Stickstoffbase zur Einwirkung bringen,       dass    zum     Schluss    eine neutrale Lösung vor  liegt.  



  Man kann auch von sauren Komplex  salzen ausgehen und diese neutralisieren.  Das     Antimonhydroxyd    kann auch in statu  nascendi angewendet werden, indem man  z. B. eine alkoholisch     wässrige    Lösung von       Antimontrichlorid    und der     Polyoxykarbon-          säure    neutralisiert,     bezw.    zu einer alkalischen  Lösung der     Polyoxykarbonsäure.    Antimon-         trichlorid    hinzufügt. Die letzteren Arbeits  weisen haben sich in vielen Fällen als be  sonders zweckmässig erwiesen.

   Das beschrie  bene Verfahren ist in seiner Wirkung durch  aus     überrasobend,    da bekanntlich die sauer  reagierende     Brechweinsteinlösung    beim Neu  tralisieren Antimonoxyd ausscheidet.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Gewinnung eines       neutrallösliehen        Komplexsalzgemisches    des  dreiwertigen Antimons mit zuckersaurem       Kalium-Natrium.    Dieses Verfahren ist da  durch gekennzeichnet,     dass    man     Antimon-          hydroxyd,    saures zuckersaures Kalium und  soviel     Natronlatige,        dass    eine neutrale     End-          reaktion    entsteht, aufeinander einwirken     lässt.     Man gelangt so zu einem farblosen Pulver,  ,das leicht mit neutraler Reaktion in Wasser  gelöst werden kann.  



  Die Lösung bleibt bei Zusatz von ver  dünnter Natronlauge klar. Aus der mit Wein-           säure    angesäuerten Lösung fällt     Schwefel-          wasserstoff        Antimonsulfid    aus. Es soll vor  nehmlich z. B. als Injektionspräparat bei  Infektionskrankheiten therapeutische Anwen  dung finden, kann aber auch als Zwischen  produkt und für andere technische Zwecke  angewandt werden.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>10</B>     gr    saures zuckersaures Kali werden  in<B>25</B> cm' Wasser und<B>32</B>     ems   <B>6</B> norm. Na  tronlauge gelöst. Zu dieser Lösung gibt man  unter Rühren und Erwärmen eine Lösung  von<B>9,5</B>     Antimontrichlorid    in<B>25</B>     (-m3    Methyl  alkohol. Der sieh bildende Niederschlag löst  sich beim Erwärmen bald auf. Man filtriert  und fällt aus der     nentralen        bezw.    neutrali  sierten Lösung das gebildete Komplexsalz  durch Einrühren in<B>1</B> Liter Methylalkohol  aus.

   Nach dem Abtrennen und Trocknen er  hält man etwa<B>15</B>     gr    eines farblosen Pulvers,  das leicht mit neutraler Reaktion in Wasser       z.        B.        zu        einer        7,5%igen        gewebsisotonischen     Lösung gelöst werden kann. Die Lösung  bleibt auf Zusatz von verdünnter     Natronlatige     klar. Aus der mit Weinsäure angesäuerten  Lösung wird durch Schwefelwasserstoff     Anti-          monsulfid    ausgefällt.  



  Der     Antimongehalt    des so erhältlichen       Produktes        Je        nach        beträgt        den        Mengenverhältnissen,        zirka        28%   <B>'</B>     in        denen     die     Antimonverbindung    einerseits und die       Zuckersätireverbindung    anderseits zur An  wendung gelangen, kann man     Komplexsalz-          gemische    erhalten, die zwar stets die gleichen  Verbindungen in stets gleicher qualitativer  Zusammensetzung enthalten,

   bei denen<B>je-</B>  doch der     Antimongehalt,    berechnet auf das  gesamte Präparat in gewissen Grenzen  schwanken kann.  



  Die für die praktische Verwendung des  Produktes massgeblichen Eigenschaften werden  durch die vorerwähnten     Variierungsnuancen     in der quantitativen Zusammensetzung des       Komplexsalzgemisches    nicht verändert.  



  So kann man mit einem     Überschuss    an       Antimonchlorid    auch Produkte von höherem       Autimongehalt    erhalten, so z. B. mit<B>15</B>     gr            Antimontrichlorid    und entsprechend mehr  Natronlauge ein Produkt mit einem     Anti-          mongehalt    von etwa     381/o,    das sich leicht       z.        B.        zu        10%        in        Wasser        löst.     



  Nimmt man in obigem Beispiel nur 4,5     gi-          Antimonchlorid    und entsprechend weniger  Natronlauge, so erhält man ein Produkt mit       etwa        18%        Antimon        in        einer        Ausbeute        von     etwa<B>12,5</B>     gr,    das ebenfalls leicht in Wasser  löslich ist.  



  Bei den vorstehend ausgeführten Arbeits  weisen entsteht     Antimonhydroxyd    aus dem  angewendeten     Aritimontrichlorid    durch den  Zusatz der Natronlauge gleichsam in statu       naseendi    und wird gleich von dem zucker  sauren Salz aufgenommen.  



  Das Verfahren     lässt    sich auch ohne<B>Ab-</B>  änderung des chemischen Reaktionsvorganges  dergestalt ausführen,     dass        Antimonhydroxyd     in einer     wässrigen    Lösung von saurem zucker  saurem Kalium unter Zusatz von soviel Na  tronlauge unter Erwärmen gelöst wird,     dass     eine neutrale     Endreaktion    entsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neutral- löslichen Gemisches von Komplexsalzen des dreiwertigen Antimons, dadurch gekennzeich net, dass man Antimonhydroxyd, saures zuckersaures Kalium und so viel Natronlauge, dass eine neutrale Endreaktion entsteht, auf einander einwirken lässt. Der neue Körper ist ein farbloses Pulver, das leicht mit neu traler Reaktion in Wasser gelöst werden kann. Die Lösung bleibt bei Zusatz von ver dünnter Natronlauge klar. Aus der mit Wein säure angesäuerten Lösung fällt Schwefel wasserstoff Antimonsulfid aus.
    TINTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Antimonhy- droxyd verwendet, das aus Antimontrichlorid bei Gegenwart von Zuckersäure gebildet wurde.
CH159037D 1929-12-12 1930-11-28 Verfahren zur Herstellung eines neutrallöslichen Gemisches von Komplexsalzen des dreiwertigen Antimons. CH159037A (de)

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