CH159153A - Verfahren zur Herstellung eines nichtfärbenden Thioderivates des Phenols. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines nichtfärbenden Thioderivates des Phenols.

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CH159153A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines     niehtfärbenden        Thioderivates    des Phenols.    Es ist bekannt, dass durch     Einwirkung    von       Halogenschwefelverbindungen,        wie    Chlor  schwefel, auf     Phenole,    deren Homologe und       Substitutionsprodukte,    sowie     Naphtole,    harz  artige Kondensationsprodukte entstehen, wel  che ohne oder mit Nachbehandlung durch       Alkalisulfite,    starke Schwefelsäure oder son  stige Oxydationsmittel wie Luft, Wasser  stoffsuperoxyd usw.

   aus schwach alkalischen  Lösungen farblos auf     Gespinstfasern    und  Substrate, wie Tonerde usw., aufziehen und  basische Farbstoffe :darauf fixieren.  



  Es     wurde        nun        gefunden,    dass neue, nicht  färbende, metallhaltige Kondensationspro  dukte mit viel stärkerem     Fixiervermögen     entstehen, wenn man die Einwirkung des  Chlorschwefels auf die     Phenole    und     Naph-          tole    bei Gegenwart von Zinn, Antimon oder  ihren Verbindungen vor sich gehen lässt.  



  Dass bei diesen Reaktionen die genannten  Metalle und Metallverbindungen mit den       Thioderivaten    während deren Bildung Ver-         bindungen    eingehen, ist überraschend,     umso-          mehr    noch. als bisher bei Umsetzungen von  organischen Verbindungen mit Chlorschwefel  zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen  oder nichtfärbenden     Thioderivaten    noch nie  mals Metalle oder Metallverbindungen zu  gesetzt worden sind.

   Es war auch nicht vor  auszusehen, ob die nach dem vorliegenden  Verfahren erhältlichen metallhaltigen     Thio-          derivate    überhaupt eine andere Wirkung zei  gen würden als die bei Abwesenheit von Zinn  oder Antimon oder deren Verbindungen aus  Chlorschwefel und     Phenolen    erhältlichen  Verbindungen.  



  Als Zusätze von Metallen und Metall  verbindungen können bei. der Reaktion ver  wendet werden: Zinn,     Zinnchlorün    Zinn  chlorid,     Natriumstannat,    Antimon, Antimon  trichlorid, komplexe Zinn- und     Antimon-          verbindungen,    Oxyde dieser Metalle usw.  



  Es wurde weiter gefunden, dass man Pro  dukte von ähnlichen Eigenschaften erhält,      wenn man zunächst in bekannter Weise  durch Einwirkung von     Halogenschwefel-          v        erbindungen    auf     Phenole,    deren Homologe       und        Substitutionsprodukte,    oder     Naphtole,     die nichtfärbenden     Thioderivate    herstellt und  diese dann mit Zinn oder     Antimon    oder  Zinn- oder     Antimonverbindungen    behandelt.  



  Die Umsetzung zu den Harzen kann in  derselben Weise. vorgenommen werden wie  bei den bereits     bekannten    Verfahren, zum  Beispiel mit oder, ohne Zusatz von Wasser,       Lösungsmitteln,    Beschleunigern, wie zum  Beispiel Jod usw. Darauf können .die ent  standenen Harze in Alkalien gelöst     werden.     Die Mengenverhältnisse der     Phenole,    des  Chlorschwefels und der     Metallverbindumgen     usw. können in     weiten    Grenzen schwanken.

    Die Nachbehandlung mit     Alkalisulfiten,          Oxydationsmitteln,    starker Schwefelsäure;  kann ebenfalls wie bei den bekannten Nach  behandlungen der     CTilorschwefelharze    durch  geführt werden.  



  Die neuen     Kondensationsprodukte,    die  wie die bekannten auch zum Gerben usw.  verwendet werden     können,    sind zugleich zum       Reser-"zeren    von Seide und von Wolle in der       Halbwollfärberei    gegenüber     substantiven     Baumwollfarbstoffen geeignet, was bei den       Kondensationsprodukten    aus     Phenolen    und  Chlorschwefel ohne die genannten Zusätze in  viel geringerem Masse der Fall ist.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines nichtfärbenden       Thioderivates    des Phenols, das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man auf Phenol eine       Halogenschwefelverbindung    in Gegenwart  einer     Zinnverbindung        einwirken    lässt.  



  Das erhaltene Produkt ist in Form     seiner          Alkalisalze    wasserlöslich und wird aus dieser       Lösung    durch verdünnte Säuren gefällt. Es  kann direkt als Beize und     Reservierungs-          mittel    verwendet werden. Das     Reservierungs-          vermögen    zum Beispiel ist sehr stark und  nicht von der     Temperatur    des Färbebades       abhängig.     



  <I>Beispiele:</I>  1. 54     Gewichtsteile    Phenol werden ge  schmolzen. Zu -der Schmelze     lässt    man lang-         sam    eine Mischung von 50 Gewichtsteilen  Chlorschwefel und 20 Gewichtsteilen Zinn  tetrachlorid     zutropfen.    Man rührt in der  Wärme (bei etwa 50 bis 100   C) noch einige  Zeit nach und gibt langsam 100     C,'ev-iehts-          teile        35%ige    Natronlauge zu.     Das,o    erhal  tene Produkt ist wasserlöslich und kann  direkt als Beize und     Reservierungsmittel    ver  wendet werden.

   Das     Reservierungsvermögen     zum Beispiel ist sehr stark und nicht von  der Temperatur des Färbebades abhängig.  



  2. In 54 Gewichtsteilen geschmolzenem  Phenol werden 20 Gewichtsteile     Zinnchlorür          suspendiert.    Man lässt 70 Gewichtsteile  Chlorschwefel     zutropfen,    rührt in     derWärme     (bei einer Temperatur von etwa 50 bis  100   C) noch einige Zeit nach     und    gibt lang  sam 100 Gewichtsteile 35     %ige    Natronlauge  zu.     Alsdann        wird    die Masse noch 30 Stun  den unter     Rückfluss    gekocht und getrocknet.  Die Eigenschaften des erhaltenen Produktes  entsprechen denen des Produktes nach Bei  spiel 1.  



  3. Die im Beispiel 2 beschriebene Reak  tion kann derart ausgeführt werden, dass man  das Gemisch nach dem Zusatz der Natron  lauge noch etwa 10 Stunden im Backofen auf  160 bis 170   C erhitzt.  



  4.     Man    lässt     Zinnchlorür,    Phenol und  Chlorschwefel,     wie    im Beispiel 2 beschrie  ben, aufeinander reagieren. Nach dem Zu  tropfen der Natronlauge wird die Masse lang  sam in 200 Gewichtsteile siedendes     Tetra-          hydronaphtalin    eingetropft und gleichzeitig  das Wasser     abclestilliert.    Alsdann wird noch  1.5 Stunden unter     Rüekfluss    weiter erhitzt.  Das so erhaltene graue Produkt ist in Was  ser löslich.  



  5. In .54 Gewichtsteilen geschmolzenen  Phenols werden 20 Gewichtsteile     Zinnchlorür     kristallisiert verteilt; zu dem Gemisch wer  den langsam 70 Gewichtsteile     Schwefel-          dichlorid        zugetropft.    Die Masse     wird    noch  einige Zeit nachgerührt; dann tropft man  105 Gewichtsteile     32%ige    Natronlauge hin  zu, kocht 15 Stunden am     Rückfluss    und  trocknet. Die Eigenschaften des erhaltenen      Produktes sind ähnlich wie die des nach Bei  spiel 1 erhaltenen Produktes.  



  6. 54 Gewichtsteile Phenol werden     ge-          chmoIzen    und mit 20 Gewichtsteilen kristal  lisiertem     Zinnchlorür    verrührt. Zu dem Ge  misch werden 50 Gewichtsteile Chlorschwefel       zugetropft.    Nachdem die Masse     einige    Zeit  in der Wärme nachgerührt ist, lässt man  eine Lösung von 70 Gewichtsteilen Soda  (oder eine entsprechende Menge Natrium  phosphat oder Natronlauge und Natrium  phosphat     etc.)    in<B>150</B> Gewichtsteilen Was  ser langsam zulaufen. Man kocht nun zirka  20 Stunden am     Rückfluss,    lässt abkühlen,  trennt das harzartige Produkt von der über  stehenden Flüssigkeit ab und     trocknet    es.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines nicht färbenden Thioderivates des Phenols, da- durch gekennzeichnet, dass man auf Phenol eine Halogenschwefelverbindung in Gegen wart einer Zinnverbindung einwirken lässt. Das erhaltene Produkt ist in Form sei ner Alkalisalze wasserlöslich und wird aus dieser Lösung durch verdünnte Säuren ge fällt. Es kann direkt als Beize und Reser- vierungsmittel verwendet werden. Das Reser- vierungsvermögen zum Beispiel ist sehr stark und nicht von der Temperatur des Färbe bades abhängig.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlorschwefel zu einer Suspension von Phenol und Zinnchlorür in der Wärme zutropfen lässt.
CH159153D 1931-01-26 1932-01-25 Verfahren zur Herstellung eines nichtfärbenden Thioderivates des Phenols. CH159153A (de)

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