CH229565A - Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Mottenschutzmittel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Mottenschutzmittel.

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CH229565A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Mottenschutzmittel.    Die Herstellung von     -#,Tasserlöslichen    Mot  tenschutzmitteln durch Umsetzung von Mot  tenschutzmitteln, die mindestens eine freie,       phenolische        Hydroxylgruppe    aufweisen, mit  einseitigen Halogeniden von     Sulfocarbon-          sKuren        ist    bekannt, doch glaubte man bisher,  dass diese Reaktion, wie es zum Beispiel in       den.        schweiz.    Patenten Nr. 214561, 218260  und 218261 beschrieben wurde, in Anwesen  heit säurebindender Mittel durchgeführt wer  den müsse.  



  Vorliegende Erfindung bezieht sich auf       eine    Verbesserung     bezw.        Vereinfachung    die  ses Verfahrens zur Herstellung wasserlös  licher Mottenschutzmittel, indem man die  Reaktion ohne     Mitverwendung    säurebinden  der     M;+4el,    wie zum     Beispiel    einer organi  schen Base, bei erhöhter Temperatur durch  ft:rt.  



  Das übliche Verfahren zur Herstellung  wasserlöslicher Ester aus     wasserunlöslichen          Mottenschutzmitteln        mit        wenigstens    einer    freien     phenolischen        Hydroxylgruppe    besteht,  wie schon gesagt, darin, dass man solche Mot  tenschutzmittel     mit    den Halogeniden aroma  tischer     Sulfocarbonsäuren    in einem wasser  freien Lösungsmittel unter Zufügung einer       organischen    Base, insbesondere     Pyridin    oder  dessen Homologen, zur     Bindung    der abge  spaltenen Säure umsetzt.

   Die Notwendigkeit  der     Mitverwendung    einer organischen Base,  zum Beispiel     Pyridin,    macht dieses Verfah  ren teuer, da das     Pyridin    nicht ohne     Verlust          zurückgewonnen    werden kann.  



  Bei der Durchführung des erfindungs  gemässen     Verfahrens    kann man die Umset  zung der wasserunlöslichen     Mottenschutz-          mittel    der     gekennzeichneten        Art    mit den ein  seitigen Halogeniden aromatischer     Sulfo-          carbonsäuren    gegebenenfalls in Gegenwart       eines        inerten        Lösungsmittels        imd    gegebenen  falls unter     Zusatz    eines     Katalysators    vorneh  men.

       Als        Katalysator    haben sich     Amine    als  geeignet erwiesen. die jedoch nur in kata-           lytischen        !Mengen    zugesetzt werden, so dass  deren säurebindende Wirkung vernachlässigt  werden kann. Zur Durchführung der Reak  tion ist die Anwendung erhöhter Tempera  turen notwendig. Hierbei wird Halogenwas  serstoff abgespalten. Die im einzelnen einzu  haltenden Temperaturen richten sich nach  den zur Verwendung gelangenden Ausgangs  materialien. Arbeitet man in organischen  Lösungsmitteln, dann benutzt man zweck  mässig solche, die oberhalb 100  C sieden, da  die Reaktion im allgemeinen erst bei Tem  peraturen über<B>100'</B> C mit genügender Ge  schwindigkeit verläuft.

   Durch die Behand  lung der wasserunlöslichen Mottenschutz  mittel mit den einseitigen Halogeniden aro  matischer     Sulfocarbonsäuren    werden die     phe-          nolischen        Hydroxylgruppen    ganz oder teil  weise verestert und dadurch die Wasserlös  lichkeit herbeigeführt.  



  Als Ausgangsstoffe für das vorliegende  Verfahren kommen alle Arten von wasser  unlöslichen, mindestens eine freie     phenolische          Hydroxylgruppe    besitzenden Mottenschutz  mittel in Frage, zum Beispiel     Phenole,        Naph-          thole,        Oxyverbindungen,    die sich vom     Di-          phenyl-Diphenylmetha.n    oder     Triphenyl-          methan        ableiten    lassen, und andere.

   Die  Wirksamkeit der Ausgangsverbindungen  wird durch die Umsetzung im allgemeinen  nicht beeinflusst, in einigen Fällen hat sieh  auch eine Wirksamkeitssteigerung herausge  stellt.  



  Einseitige     Halogenide    von     Sulfoearbon-          säuren,    die für das vorliegende Verfahren in  Frage kommen, sind zum Beispiel solche, die  sich von     Sulfobenzoesäure,        Sulfosa,licy    l  säure,     Sulfophtha.lsäure,        Diphenylcarbon-          säuresulfosäuren,        aliphatischen        Sulfocarbon-          säuren    sowie deren     Substitutionsprodukten     ableiten.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Mot  tenschutzmittel ziehen nicht nur aus saurem,  sondern auch aus neutralem Bade auf die zu  behandelnden Waren auf und verleihen die  sen einen hervorragenden Schutz gegen den  Angriff tierischer Schädlinge, insbesondere  Mottenraupen. Die Fähigkeit, aus neutralem    Bade aufzuziehen, machen sie besonders für  die mottenechte Ausrüstung von     Wolle-Zell-          wolle-Mischgeweben    geeignet, die in vielen  Fällen vorteilhaft neutral gefärbt werden.

    Sie     unterscheiden    sich durch diese Eigen  schaft, aus neutraler Flotte mit voller Wirk  samkeit auf die Faser zu ziehen, von den be  kannten Mottenschutzmitteln (zum Beispiel  des     DRP.    Nr. 530219 vom Typ der     2.2'-          Dioxy-    3 . 3'-5.     5'-tetrachlortriphenylmethan-          2'-sulfosäure),    die nur in saurer Flotte ange  wandt eine genügende Affinität zur tieri  schen Faser und Schutzwirkung besitzen.

      <I>Beispiel 1:</I>  45 Gewichtsteile     Benzoesäure    - 3 -     sulfo-          chlorid    werden mit 33 Gewichtsteilen 2.     2'-          Dioxy    - 3. 3'-5.     5'-        tetrachlordiphenylmethan          vermischt    und unter Rühren ein bis zwei  Stunden auf 160 bis 170  erhitzt. Hierbei  tritt     Salzsäureabspaltung    ein. Die erkaltete  Schmelze wird     gepulvert    und in Wasser ge  löst.

   Durch     Aussalzen    mit Kochsalz wird  wahrscheinlich das     Natronsalz    eines     Disulfo-          earbonsäureesters    obiger Verbindung erhalten.  <I>Beispiel 2:</I>  Lässt man nach Beispiel 1 2     Mol        Benzoe-          säure-3-sulfochlorid    auf 1     Mol        2.2'-Dioxy-          3    . 3'-5 .

       5'-4"-pentachlortriphenylmethan    ein  wirken, so erhält man nach dem Lösen des       Reaktionsproduktes    und     Aussalzen    mit Koch  salz wahrscheinlich das     Natronsalz    eines     Di-          sulfocarbonsäureesters    obiger Verbindung.  Das Produkt ist identisch mit der gemäss dem  Beispiel des Patentes Nr. 218260 erhältlichen  Verbindung.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man erhitzt eine Mischung aus 50 Ge  wichtsteilen     Salicylsäuresulfochlorid    und 45  Gewichtsteilen 2 . 2'-     Dioxy    - 3 . 3'- 5 . 5'-     4"-          pentachlortriphenylmethan    unter Rühren auf       1.50        bis    175 , bis eine herausgenommene  Probe wasserlöslich geworden ist. Durch  Lösen des     Reaktionsproduktes    in Wasser  und     Aussalzen    mit Kochsalz wird wahr  scheinlich das     Natronsalz    eines     Disulfoear-          bonsä.ureesters    erhalten.

        <I>Beispiel 4:</I>  Die Mischung aus 46 Gewichtsteilen     Ben-          zoesäure-3-sulfochlorid    und 48 Gewichts  teilen 2.     2'-Dioxy-3.3'-5    .     5'-3"-4"-hexachlor-          triphenylmethan        wird    in Gegenwart von 150  Gewichtsteilen     o-Dichlorbenzol    mehrere     Stun-          den    auf 170 bis 180  erhitzt.

   Nach dem Ab  destillieren des     Lösungsmittels    und Aufarbei  ten des Rückstandes gemäss Beispiel 3 erhält  man wahrscheinlich das     Natronsalz    eines     Di-          sulfocarbonsäureesters    obiger     Verbindung.     Das Produkt ist identisch mit dem gemäss  dem Beispiel des Patentes Nr. 218261 erhält  lichen.  



  <I>Beispiel 5:</I>       Man    erhitzt 45 Gewichtsteile     Benzoesäure-          3-sulfochlorid    zusammen mit 51 Gewichts  teilen 2.2'-Dioxy-3.3'-5.5'-2"-4"-5"-hepta-         chlortriphenylmethan    unter Rühren 2 Stun  den auf 175 . Durch Auflösen der Schmelze  in Wasser und     Aussalzen    mit Kochsalz wird  das     Natronsalz    des im Beispiel des     schweiz.     Patentes Nr. 214561 beschriebenen Produktes  erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Mottenschutzmittel, durch Umsetzung von Mottenschutzmitteln, die mindestens eine freie, phenolische Hydroxylgruppe aufweisen, mit einseitigen Halogeniden von Sulfocarbon- säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man in Abwesenheit säurebindender Mittel, bei er höhten Temperaturen arbeitet.
CH229565D 1938-10-18 1939-10-06 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Mottenschutzmittel. CH229565A (de)

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