CH160444A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.

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CH160444A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Kondensatlonsproduktes    der     Anthrachinonrelhe.       In dem Schweizer Patent     Nr.   <B>157657</B> ist  die Herstellung eines     dimalekulaxen        Um-          wandlungsproduktes    des     -XLethylenanthrens     beschrieben.  



  Dieses     Umwandlungsprodukt    wird nun       .-emäss    vorliegendem Patent als Ausgangs  produkt zur Herstellung eines neuen Konden  sationsproduktes der     Anthraehino-nreibe    be  nützt.  



  In der ersten Stufe des Verfahrens wird  das Ausgangsprodukt mit Oxydationsmitteln,  wie zum Beispiel     Hypochloritlösung,        Per-          manganat,        FerrieyankaIi-Lini    oder     Sulfuryl-          ehlo,rid,    behandelt, und zwar vorteilhaft in  Gegenwart eines geeigneten organischen Lö  sungsmittels, wobei     bemerkenswerterweise     auch Lösungsmittel verwandt werden kön  nen, die selbst     oxydierbar    sind.

   Bei Verwen  dung     alkaliealler    Oxydationsmittel kann man  auch vom     Methylenanthron    selbst ausgehen,  da diese Verbindung wahrscheinlich mittelst    Alkali das oben erwähnte     dimolekulare        Ans-          gangsprodukt    bildet.  



  Das last farblose Produkt dieser ersten  Reaktionsstufe     lässt    sieh durch     Umlösen    aus  organischen Lösungsmitteln schön kristalli  siert erhalten. Es ist in Alkalien unlöslich  und bildet in konzentrierter Schwefelsäure  eine gelbliche Lösung.  



  In der zweiten Stufe des     Verfahrehs    wird  das Produkt der ersten Stufe mit einem alka  lischen Kondensationsmittel, vorteilhaft in  Gegenwart eines organischen Lösungsmittels,  erhitzt.  



  Das Endprodukt dieser zweiten Stufe  wird dargestellt durch kleine rotviolette Kri  stalle von metallischem Glanz, die sich in den       übliehen    organischen Lösungsmitteln mit in  tensiv     rotvioletter    Fluoreszenz lösen. In kon  zentrierter     Schwefelsäure    sind sie mit grüner  Farbe löslich. Mit einem geeigneten Sub  strat vermischt-     o-eben    sie einen rotvioletten       el         Farblack, der sich durch vorzügliche     Licht-          eclitheit    auszeichnet.  



  Die chemische Konstitution sowohl des       Zwisehenproduktes    der ersten Stufe, als auch  des     Endproduktes    der zweiten Stufe ist noch  nicht bekannt.    <I>Beispiel<B>1:</B></I>  a)<B>10</B> Teile des     gemä-ss    Schweizer Patent       Nr.   <B>157657</B> erhältlichen     ("elben    Kondensa  tionsproduktes     (Sehmelzpunkt   <B>=</B> 254'<B>C</B>  nach Auskochen mit Eisessig) werden in  <B>90</B> Teilen Methanol     und   <B>1-0</B> Teilen Natron  lauge<B>33 '</B><I>B6</I> gelöst.<B>-</B> Man     lässt    hierauf bei  Siedetemperatur unter kräftigem Rühren  tropfenweise rasch eine etwa.

   14%     Chlo-r    ent  haltende     Hypochloritlösung    zulaufen, bis die       ursprünglieli    gelbliche Lösungsfarbe ver  schwunden- ist. Der abgeschiedene farblose  Niederschlag wird     abfiltriert,        alkalifrei        ge-          #vaschen   <B>-</B>und getrocknet.<B>-</B> Durch Behandeln  mit Benzol kann er von leichter löslichen  Verunreinigungen befreit werden.

       Dureh          Umkristallisieren    aus     Chlerbenzol    wird das  Produkt in     stäbehenförmigen    Kristallen er  halten, die sich in konzentrierter Schwefel  säure mit goldgelber Farbe lösen und bei     im-          gefähr   <B>260'</B>     C    unter Verdunkelung     sehmel-          7          zen.     <B><I>b)</I> 10</B> Teile des nach a erhaltenen Pro  duktes werden unter Rühren mit<B>30</B> Teilen       Ätzkali    und 7a Teilen     Athylalkohol    auf un  gefähr<B>90' C</B> erhitzt..

   Die Flüssigkeit wird  zuerst     ro-tviolett,    später blau. Wenn kein  Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist, trägt  man die Schmelze in Eiswasser ein und oxy  diert den sich zunächst teilweise in Form  eines blauen Reduktionsproduktes abschei  denden Niederschlag, zum Beispiel mit einer       Hypochloritlösung.    Die Farbe des Nieder  schlages schlägt hierbei nach     violettrot    um.  



  <I>Beispiel 2:</I>       a);   <B>10</B> Teile des im Beispiel<B>1</B> unter a ver  wendeten Ausgangsmaterials -werden in<B>90</B>  Teilen Methanol und<B>10</B> Teilen Natronlauge  <B>33 '</B> B6 gelöst und sofort bei Siedetempera  tur     uliter    kräftigem Rühren tropfenweise mit    einer warmen gesättigten Lösung von Ka  liumpermanganat versetzt, bis die     ursprüng-          lieli    gelbrote     Farbung    der Flüssigkeit     ver-          sc   <B>'</B>     hwunden    ist. Der abgeschiedene Nieder  schlag wird     abfiltriert.        alkalifrei    gewaschen.

    sauer gestellt und durch     Verrüliren    mit     Bi-          sulfit    von anhaftendem     BraLmstein    befreit.  Er kann wie in Beispiel<B>1</B> angegeben weiter  gereinigt werden und besitzt die dort ange  führten Eigenschaften. An Stelle von     Per-          manganat    kann mit gleichem Erfolg     aueb          Ferricyankalium    verwendet werden.  



  <B>b)</B> Durch Behandlung dieses Produktes  mit einem alkalischen     Kondensatiansmittel     nach Beispiel<B>1</B> unter<B>b</B> erhält man das     glei-          ehe    Endprodukt.  



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  a)<B>10</B> Teile des gemäss Schweizer Patent-,       #Nr.   <B>157657</B> erhältlichen Produktes werden  unter kräftigem Rühren in<B>30</B> Teile     Sulfuryl-          chlorid    eingetragen. Es tritt kräftige     Ent-          wie.klung    von Chlorwasserstoff ein und wäh  rend die gelben Kristalle des     Ausgangsmate-          ria.ls    rasch verschwinden, bildet sieh der kri  stallisierte Niederschlag einer farblosen Ver  bindung.

   Es wird noch etwa 1/2 Stunde  nachgerührt und die Flüssigkeit dann vom       Niederschla-        wetrennt.    Das chlorhaltige       zm   <B>km</B>       Rollprodukt    schmilzt bei etwa.<B>190 ' C</B> unter  Zersetzung. Durch Lösen in Chloroform und  Fällen der Lösung mit Äther kann die Ver  bindung schön kristallisiert in Form farb  loser     rhombiseller    Kristalle erhalten werden.  



  <B>b) 10</B> Teile dieses Produktes werden     zu-          sa,inmen    mit<B>50</B> Teilen     Ätzkali    und<B>50</B> Teilen  A     r        thylalkohol        unter        Rühren        langsam        auf     120'     C    erhitzt. Die Schmelze färbt sieh  hierbei zunächst violett, dann blau. Es wird  solange bei 1210<B>'</B>     -erührt,    bis kein unverän  dertes Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist.

    Hierauf     träct    man die Schmelze unter Rüh  ren in Eiswasser ein und trennt den     ab-          DIeschiedenen    Farbstoff von der Flüssigkeit.  Der so erhaltene, Farbstoff, der gegebenen  falls von     haloo,enhalt-iI.en    Verunreinigungen  e     ZD    t'  befreit werden     muss,    ist identisch mit dem       I'     gemäss Beispiel<B>1</B> und 2. erhaltenen Farbstoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinon- reihe, dadurch gekennzeichnet, dass man das gemäss Schweizer Patent Nr. <B>157657</B> erhal tene Produkt mit einem Oxydationsmittel be handelt und das so erhaltene Produkt der Behandlun-, mit einem alkalischen Ko#n#den- --zationsmittel unterwirft.
    Das Prodakt wird dargestellt durch kleine rotviolette Kristalle von metallischem Oberfläehenglanz, die sieh in den üblichen organisehen Lösungsmitteln mit intensiv rot violetter Fluoreszenz lösen. In konzentrierter Seh-wefelsäure sind sie mit urüner Farbe lös <B>t,</B> lich. Mit einem geeigneten Substrat ver- kn mischt geben sie einen rotvioletten Farblack, der sieh durch vorzügliche Lichtechtheit aus zeichnet.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Hypochlorit verwendet. <I>,2.</I> Verfahren nach Patentanspruali, dadurch gekennzeichnet, dass! man -als, Oxydations mittel Sulfurylclilorid verwendet.
CH160444D 1931-03-17 1932-03-12 Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. CH160444A (de)

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