Hochdruckdampferzeuger. Die Erfindung bezieht sich auf Hoch- druckdampferzeuger und besteht in einer Kombination eines Rohrstranges, dessen Länge mindestens<B>10,000</B> Mal grösser als der innere Rohrdurchmesser ist, mit einem die Strömungsschwingungen dämpfenden,- zwi schen dem dampferzeugenden Teil und den Verbrauchsstellen im Dampfweg eingesehal- teten Organ, dessen freier Durchflussquer- schnitt nach Massgabe des Druckes vor dem Organ so verändert wird,
dass bei zu- bezw. abnehmendem Dampfdruck sich ein zu- bezw. abnehmender Durchflussquerschnitt einstellt.
Es sind schon Dampferzeuger bekannt, bei denendae flüssige, Arbeitsmittel in einem kurzen Rohrstrang verdampft und überhitzt wird, wobei am Austritt aus dem Dampf erzeuger ein Organ angeordnet ist, welches, alg Drosselorgan ausgebildet, die Aufgabe hat, bei veränderlichem Dampfbedarf der Verbrauchsstellen den Druck im Dampf erzeuger zu vergleichmässigen, Durch die Wechselwirkung der Kombi nationsbestandteile wird über die Wirkun- gen der bekannten Dampferzeuger hinausder neuartige Effekt erzielt,
dass durch die Ver längerung des Rehrstranges einerseits Vor teile für den Verdampfungsvorgang erzielt werden, und dass- aber anderseits die mit der Verlängerung sich ergebenden Nachteile aus geschaltet werden. Die Verwendung eines Rohrstranges, dessen Länge grösser als der 10,000fache Wert des Durchmessers ist, er fordert eine Erhöhung der Geschwindigkeit, mit der das Arbeitsmittel durch den Rohr strang geführt wird, um zu verhindern, dass ,die Temperatur des Dampfes bei normaler Beheizung unzulässig hoch wird.
Durch die Erhöhung der Geschwindigkeit wird einer seits der Vorteil erzielt"dass die an den Rohr wandungen entstehenden Dampfblasen gleich nach ihrem Entstehen weggespült werden, wodurch Korrosionserscheinungen unterbun den werden. Ferner wird eine feine gleich mässige Mischung des Dampfes mit der Flüs sigkeit erreicht, wodurch der Wärmeüber gang von der Rohrwand an das; Arbeitsmittel vergleio'hmä,ssigt wird.
Anderseits wird aberdurclidie Verlänge rung des Rohrstranges und durch die Erhö- liung der Geschwindigkeit im Vergleich mit den bekannten Dampferzeugern mit kurzem Rohrstrang und mit geringer Strömungsge- soliwindigkeit nicht nur die, elastiselle Wir kung der Säule des Arbeitsmittels im Rohr strang, sondern auch die Elastizität des Roll- ress- selbst geäudert. Zufolge der elastischen Wirkungen ergeben sich, durch kleine Stö rungen verursacht, Schwingungen,
die ent sprechend der ausserordentlichen Länge des Rohrstranges eine grosse Schwingungsdauer und demzufolge grosse Amplituden aufweisen. Die Schwingungen werden dadurch ge dämpft, dass zwischen der Verdampfungszone und den dampfverbrauchenden Stellen ein Organ eingeschaltet ist, welches bei hohem Druck den Strömungswiderstand verkleinert u nd bei geringem Druck dagegen vergrössert, um,die Strömungdes Arbeitsmittels zu ver- gleichmäBigen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist auf der Zeichnung scheina- tisch daruestellt.
Diedurch die Speiseleitung<B>1</B> eingeführte Speiseflüssigkeit wird in dem aus den Zonen 2,<B>3</B> und 4 fortlaufend zusammengesetzten Rohrstran <B>g</B> verdampft und überhitzt. Der erzeugte Dampf strömt durch die Leitung<B>5</B> zu der Kraftmaschine <B>6</B> und wird in dieser unter Arbeitsleistung auf den Kondensator- ,druck entspannt.
Im Kondensator<B>7</B> wird der Abdampf der Kraftmasobine <B>6</B> 'kondensiert und -die> Flüssigkeit durch die Kondensat- pumpe <B>8</B> inden Speiseflüssigkeitsspeieher <B>9</B> gefördert, aus welchem die Speisepumpe<B>10</B> wiederdie notwendige Speiseflüssigkeit ent nimmt.
Zur Beheizung des Rohrstranges, dient die Feuerungsanlage <B>11.</B> Die bei der Verbren nung entstehenden Abgase strömen durch den Kanal 12 an weitere Verbrauchsstellen oder unmittelbar ins Freie.
Die Zonen 2,<B>3</B> und 4 sind derart hinter einander geschaftet"dass sie einen fortlaufen den Rohrstrang bilden, dem am einen Ende die Speiseflüssigkeit aus der Speiseleitung<B>1</B> zugeführt und am andern Ende der Dampf entnommen und in die Dampfleitung<B>5</B> gelei tet wir#d. Die ganze Länge des Rohrstranges zwischen dem Eintritt des Arbeitsmittels und dem Austritt des überhitzten Dampfes ist mindestens<B>10,000</B> Mal grösser als der innere Rohr-durchmesser. Eine solehe Länge be dingt, dass das Arbeitsmittel mit einer Ge schwindigkeit durchgeführt wird, beider an .den Rohrwandungen Dampfblasen nicht mehr hatten bleiben und Korrosionen daher vermie den werden.
.In der Dampfleitung<B>5,</B> zwischen dem dampferzeugenden Teil des Rohrstrauges und .den Verbrauchsstellen, das heisst der Kraft maschine<B>6,</B> ist ein Organ eingeschaltet, des sen freier Durchfluss-querschnitt nach Mass gabe des Dampfdruckes vordem Organ ver ändert wird. Ein Druckaufnehmer 14, der unter dem Einfluss des durch die Leitung<B>15</B> ausder Rohrzone 4 des Dampferzeugers über mittelten Druckes steht, steuert mittelst des Hebels<B>16-</B> und des Gestänges<B>17.</B>
Sobald in der Leitung<B>5</B> bei einer Be lastungszunahme ein Druckabfall stattfindet, wird dieser auf den Rührstrang des Dampf erzeugers übertragen und würde<B>-</B> falls das Organ<B>13</B> nicht angeordnet wäre<B>-</B> eine spon tane Verdampfung im Rohrstrang verur- sae,hen. Der Druckaufnehmer 14 wird<B>je-</B> doch durch die Druekverminderung in dem Sinne beeinflusst, dass er mittelst des Hebels <B>16</B> und des Gestänges<B>17</B> den freien Durch- flussquerschnitt des Organes'13 verkleinert, so dass der Dampf im Organ<B>13</B> gestaut -wird,
im Rohrstrang des Da.mpferzeugersdie Strö- mungsverhältnisse unabhängig vom Druck vor der Kraftmasehine <B>6</B> unverändert blei ben und daher die Verdampfungsvorgänge nicht gestört werden.
Umgekehrt wird bei einer Erhöhung des Dampfdruckes vor dem Organ<B>13</B> der Durch- flussquerschnitt vergrössert, so da3 der Dampf mit einer geringeren Stauung abgeleitet und die Druckerhöhung wieder ausgeglichen wird.
Durch eine von Hand zu steuernde Vor richtung<B>18</B> kann der vom Organ<B>13,</B> einzu- stellende Dampfdrupk den Betriebs- oder an dern Verhältnissen entsprechend gewählt werden. Die Vorrichtung 14 kann als ein facher Zylinder ausgebildet sein, der einen vom Dampfdruek belasteten Kolben enthält. Es können aber auch Steuerorgane und Servomotoren zwischengeschaltet sein, durch die gegebenenfalls nach jedem Regelvorgang der Dam ±druck bei allen Belastungsgraden <B>P</B> bl auf einen bestimmten unveränderlichen Wert zurüe,k"-eführt wird.
Es kann aber auch um gekehrt die Steuerung so eingestellt werden, dass <B>je</B> nach den vorliegenden Betriebsverhält nissen bei einer hohen Belastun ein anderer Druck als bei einer niedrigen Belastung ein- fre'stellt wird.