CH173524A - Glühkathodenentladungsapparat. - Google Patents
Glühkathodenentladungsapparat.Info
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Description
Glühkathodenentladungsapparato I)ie Erfindung bezieht sich auf Ent ladungsapparate mit Quecksilberdampffül- lung und mit. einer fremdgeheizten Glüh- kathode mit hoher Stromdichte (zum Beispiel A/cm=), sowie mit einer oder mehreren Anoden. Für den Betrieb solcher Glüh kathodenentladungsapparate mit hoher Be- 1 < istung ist es zur Verhütung der Zerstörung der Glühkathode notwendig, in der Nähe der Kathode die Dampfdichte wesentlich höher zu halten als an den übrigen Stellen des Ent ladungsapparates.
Man hat bereits vor geschlagen, der Kathode Quecksilberdampf zuzuführen. Die Zuführung des Quecksilber dampfes erfolgt hier durch Anblasen der Glühkathode, wobei die Dampfdichte nicht gleichmässig über die Fläche der Kathode verteilt ist. Die gebräuchlichste Form der Glühkathode ist die Stabkathode oder die Hohlkathode mit konzentrischen Metallwän den, die das Aktivierungsmaterial als Belag tragen. Die Heizung der Glühkathode er folgt mittelbar durch eine Heizspirale oder unmittelbar dadurch, dass die Kathode selbst als Heizwiderstand benutzt wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Glühkathodenentladungsapparat mit einer oder mehreren Anoden und Quecksilber- da,mpffüllung, sowie einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte und einer Einrichtung zur Erzeugung hoher Dampfdichte in der Nähe der Kathode, bei dem erfindungsgemäss die Glühkathode aus mindestens einem Elektronen emittierenden Hohlkörper aus einem Metall von über 21000'C Schmelztemperatur und mindestens einem im Innenraum dieses Hohlkörpers angeordne ten stabförmigen Körper aus einem Material von über 2000' C Schmelzpunkt gebildet ist,
wobei letzterer als Brausenkörper für ausser halb des Entladungsapparates erzeugten und der Kathode zugeführten Quecksilberdampf dient.
In .der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung schematisch unter Weg lassung der für das Verständnis der Erfin- dun-- unwesentlichen Konstruktionsteile an einem Entladeapparat mit Metallgehäuse in Fig. 1 bis 4 dargestellt.
Mit a ist das Eisengehäuse des Entlade gefässes bezeichnet, das in der bei Gleich richtern bekannten Weise einen Quecksilber sumpf b an .der tiefsten Stelle des Gehäuses enthält und in den am Gehäuse kondensiertes Quecksilber zurückfliesst. Der Quecksilber sumpf kann in bekannter Weise gekühlt werden, ebenso der,Stromzuführungsbolzen g bezw. sein Kopfteil.
Die Glühkathode be steht aus einem doppelmanteligen aktivierten Hohlkörper e aus schwer schmelzbarem Me tall, das heisst einem Metall von über 2000 C Schmelztemperatur, wie Wolfram, Molybdän etc. und dem Stabkörper c aus einem schwer schmelzbaren aktivierten Material (z. B. Gra phit, Molybdän, Wolfram etc.), der Heiz- spirale d, dem Eisenbolzen g mit breitem Kopfteil für die Stromzufuhr und dem Ab leitungsbolzen h.
Letztere sind durch den Quecksilbersumpf und das Metallgehäuse iso liert hindurchgeführt und gegen das Gehäuse abgedichtet. Das beheizbare Quecksilber gefäss i ausserhalb des Entladungsgefässes steht mit dem Quecksilbersumpf durch das Rohr k in kommunizierender Verbindung und über die Rohre<I>m,</I> n mit der Längsbohrung im Stabkörper c. Mit u sind den Stabkörper c auer durchsetzende Bohrungen bezeichnet, die mit der Längsbohrung t in Verbindung stehen und in beliebiger Anordnung auf der Mantelfläche des Stabkörpers oder einem Teil desselben endigen, so dass dieser Körper die Form einer Brause erhält.
Das Rohr n aus Quarz steht mit dem Eisenrohr in in längsbeweglicher Verbindung, so dass ein Bruch des Quarzrohres infolge von Wärme dehnungen vermieden ist. Mit o ist ein Ein satz im Quecksilbersumpf b bezeichnet, der das Eindringen von Schmutzteilchen in das Gefäss i verhindert. p ist die Heizspirale für letzteres. r ist ein Abscheider für Queck silbertropfen aus dem im Gefäss i erzeugten Quecksilberdampfstrom. Dieser Abscheider kann auch in der Leitung m liegen und gege benenfalls ein Sieb sein.
Der .durch Beheizung des Quecksilbers im Gefäss i erzeuge Quecksilberdampf ge langt über die Rohre<I>m,</I> n in die Bohrung<I>t,</I> des Stabkörpers c und strömt über die Quer bohrungen u wie aus einer Brause hervor, so dass sowohl der Hohlkörper e, als auch der Stabkörper c auf ihrer emittierenden Ober fläche mit einer gleichmässigen Quecksilber dampfwolke eingehüllt sind. Die Anzahl der Querbohrungen u und ihre Neigung zur Längsbohrung t kann beliebig gewählt wer den.
Man kann den Querbohrungen bei Ver wendung einer stehenden Glühkathode eine gegen den: Fuss geneigte Richtung geben, wie dargestellt. Es ist ohne weiteres möglich, den aktivierten Stabkörper wegzulassen, und in nerhalb eines aktivierten Hohlkörpers einen lediglich als Brause für die Zuführung von Quecksilberdampf dienenden Stabkörper aus schwer schmelzbarem Material einzubauen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 kann ferner der doppelwandige zylindrische Hohlkörper an seinem obern Rand abgeschlos sen sein und die zu innerst liegende Zylinder fläche desselben kann ebenso wie der Stab körper als Träger von Aktivierungsmaterial dienen, während die zu äusserst liegende Zylinderwandfläche lediglich Strahlungs schutz ist.
Es ist natürlich ohne weiteres möglich, auch die zu äusserst.liegende Wand fläche des Hohlkörpers zu aktivieren. Es be steht weiter die Möglichkeit, den Hohlkörper erst während des Betriebes von der Sta.b- kathode her mit Aktivierungsmaterial zu beaufschlagen. In diesem Fall ist der Stab körper c als Träger des Aktivierungsmate- rials ausgebildet. Der Stabkörper kann einen. Vorrat von Aktivierungsmaterial besitzen, der während des Betriebes freigegeben wird.
Dabei kann man den Stabkörper aus schwer schmelzbarem Material., zum Beispiel mit Vorratsräumen für das Aktivierungsmaterial versehen. Besteht dabei der Stabkörper aus Graphit, so kann es zweckmässig sein, ihn mit einer Hülle aus Wolfram, Molybdän usw. zu versehen, um zu verhüten, dass.durch das im Betrieb stark poröse Graphit mehr Aktivie- rungsmaterial diffundiert, als nötig ist.
Bei einem Stabkörper aus Wolfram, Molybdän usw. kann dem im Vorratsraum untergebrach ten Aktivierungsmaterial Graphit beigemischt werden.
Durch die Ausbildung des Stabkörpers c als Brause für den Quecksilberdampf wird demnach eine gleichmässige Dampfdichte um die Kathode herum erzeugt, so dass die Emis sion ebenfalls gleichmässig auf der Kathoden fläche verteilt ist. Die Belastung der Ka thode ist also an allen Stellen gleichmässig, so dass die Lebensdauer der Glühkathode und damit des Entladeapparates erhöht ist. Zur Verbesserung der Blasung ist es zweckmässig, dass das Rückführungsrohr k, vom Queck silbersumpf zum heizbaren Quecksilber behälter i eine solche Höhe bat, dass ein Quecksilberdampfdruck von einigen Zenti meter Höhe erzielt werden kann.
An Stelle eines Stabkörpers können für die Beherrschung grosser Ströme mehrere Stabkörper innerhalb eines Hohlkörpers un tergebracht und so gruppiert sein, dass die Dampfdichte in der Nähe der emittierenden Oberflächen gleichmässig gross wird und die innerste Zylindermantelfläche ei des Hohl körpers gleichmässig mit Aktivierungsmate- rial beaufschlagt wird.
Die Anordnung kann auch, wie in Fig. 2 im Grundriss dargestellt, so getroffen werden, dass ein zentraler Stab körper cl von einem Hohlkörper ei umgeben ist, und dass konzentrisch zum letzteren ein doppelmanteliger Hohlkörper e liegt, wobei im Zwischenraum zwischen ei und e weitere Stabkörper cgleichmässig verteilt angeordnet sind.
Um auch die innern Zylindermantel flä,chen des doppelmanteligen Hohlkörpers e durch den Stabkörper mit Aktivierungsmate- iial beaufschlagen zu können, das heisst emis sionsfähig zu machen, versieht man die innere Zwischenwand e, mit Durchbrechungen oder Löchern z, wie in Fig. 2 dargestellt. Hierbei muss der doppelwandige Hohlkörper am obern Ende offen sein. Der aus dem Stabkörper austretende Quecksilberdampf tritt nun auch zwischen die Wände, und Strom, sowie Dampf treten aus den offenen Enden des Hohlkörpers heraus.
Dabei ist zu beachten, .dass der Dampfaustritt aus dem von der Hohlkathode eingeschlossenen Emis sionsraum möglichst gering ist, um einen grossen Unterschied zwischen der Dampf dichte im Emissionsraum gegenüber derjeni gen im Entladeraum zu erzielen. Anderseits darf jedoch die Austrittsöffnung nicht so weit verringert werden, dass zum Beispiel der Spannungsabfall über die Ionisierungsspan- nung des Quecksilbers steigt.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Glühkathode, bei der im Innern des Hohl körpers c eine Querwand f aus Wolfram, Molybdän ete. vorgesehen ist, die einerseits den Emissionsraum begrenzt und anderseits den Kopfteil der Stromzuführung gegen die hohe Temperatur schützt.
Der doppelmantelige Hohlkörper kann schliesslich auch, wie in Fig. 4 dargestellt, als Brause ausgebildet sein, indem, die glocken artigen Doppelmäntel ei, e., auf ihren Zy- lindermantelflächen sowohl als auch auf ihren Bodenflächen mit Löchern oder Durchbre- chungen z versehen werden. Die Löscher z werden gegeneinander versetzt, um den von der stabförmigen Brausenkathode in den brausenartigen Hohlkörper eintretenden Dampf am Austritt aus der letzteren mög lichst zu begrenzen.
Bei dieser Kathoden form tritt der Strom und der Dampf brausen artig aus den Hohlkörpern heraus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Glühkathodenentladungsapparat mit einer oder mehreren Anoden und Q.uecksilber- dampffüllung, sowie einer fremdgeheizten Glühkathode mit hoher Stromdichte und einer Einrichtung zur Erzeugung hoher Dampf dichte in unmittelbarer Nähe der Glüh- kathode, dadurch gekennzeichnet,dass die Glühkathode aus mindestens einem Elek tronen emittierenden Hohlkörper aus einem Metall von über 2000' C Schmelztemperatur und mindestens einem im Innenraum dieses Hohlkörpers angeordneten stabförmigen Kör per aus Material von über 2000' C Schmelz temperatur gebildet ist, wobei letzterer als Brausenkörper für den ausserhalb des Ent ladungsapparates erzeugten Quecksilber dampf dient. UNTERANSPRüCHE 1. Glühkathodenentladungsapparat nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Hohlkörper als der stab- förmige Körper behufs Beförderung der Elektronenemission aktiviert sind.?. Glühkathodenentladungsapparatnach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabkörper einen Vorrat von Aktivierungsmaterial in besonderen Hohl räumen trägt, und dass dieser Vorrat dazu dient, den metallischen Hohlkörper im Betrieb mit Aktivierungsmaterial zu be- aufschlagen. 3. Glühkathodenentladungsapparatnach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum des Hohlkörpers eine Mehrzahl Stabkörper gleichmässig verteilt angeordnet ist..1. Glühlz-athodenentladungsapparat nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zentraler Stabkörper mit Brause und Vorrat von Aktivierungsmaterial von einem Hohlzylinder umgeben ist und dass konzentrisch zu diesem ein doppelmante- liger Hohlkörper und im Zwischenraum zwischen dem Hohlzylinder und dem Hohlkörper weitere Stabkörper gleich mässig verteilt angeordnet sind.5. Glühkathodenentladungsapparat nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelmantelig ausgebildete Hohlkörper an seinem Stirnende offen und dessen innere Zylinderwand auf der emittierenden Länge mit Löchern ver sehen ist. 6. Glühkathodenentladungsapparat nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelmantelig ausgebildete Hohlkörper aus zwei in einandergeschobe- nen Glocken besteht, deren äussere und in nere Zylinderwände und Böden mit Löchern versehen sind.7. Glühkathodenentladungsapparat nach Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher auf den Zylinder- und Bodenflächen .der Glocken gegeneinander versetzt sind. B. Glühkathodenentladungsapparat nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Hohlkörper eine Querwand aus Metall von über 2000 C Schmelztempera tur vorgesehen ist, die die unterhalb davon liegenden Teile gegen die hohe Tempera tur schützt und die Emission begrenzt. 9. Glühkafhodenentladungsapparat nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Glühkathode tragende Bolzen gekühlt wird.10. Glühkathodenentladungsapparat nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der stabförmige Körper eine Längs bohrung besitzt, und dass mit der Längs bohrung Querbohrungen in Verbindung stehen, die auf der Mantelfläche des Stab körpers münden. 11. Glühkathodenentladungsapparat nach Un teranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass: die Längsbohrung über ein Rohr mit einem ausserhalb des Entladungsapparates liegenden beheizten Quecksilberbehälter in Verbindung steht, der mit einem Quecksilbersumpf im Entladegefäss über ein Rücklaufrohr kommuniziert.12. Glühkathodenentladungsapparat nach Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücklaufrohr eine solche Höhe hat, dass ein Quecksilberdampfdruck von einigen Zentimeter Höhe erzielt werden kann. 13. Glühkathodenentladungsapparat nach, Pa tentanspruch mit Eisengehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Ürlüh- kathode, als auch die Zuführungen zur Heizwicklung derselben gegen das Ge häuse und den Quecksilbersumpf isoliert und gegen das Gehäuse vakuumdicht hin durchgeführt sind.
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