CH175123A - Hochdruck-Dampferzeuger mit mindestens zwei Temperaturaufnahmevorrichtungen. - Google Patents

Hochdruck-Dampferzeuger mit mindestens zwei Temperaturaufnahmevorrichtungen.

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CH175123A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22—STEAM GENERATION
    • F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B35/00—Control systems for steam boilers
    • F22B35/06—Control systems for steam boilers for steam boilers of forced-flow type
    • F22B35/10—Control systems for steam boilers for steam boilers of forced-flow type of once-through type
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22—STEAM GENERATION
    • F22G—SUPERHEATING OF STEAM
    • F22G5/00—Controlling superheat temperature
    • F22G5/20—Controlling superheat temperature by combined controlling procedures

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Description


      Hochdruck-Dampferzeuger    mit mindestens zwei     Temperaturaufnahmevorrichtungen.       Die Erfindung bezieht sich auf einen       Hochdruck-Dampferzeuger,    bei welchem das  Arbeitsmittel als Speiseflüssigkeit dem einen  Ende eines     Rohrsystems    zugeführt und am  andern Ende als überhitzter Dampf entnom  men wird und mindestens eine den Betrieb  beeinflussende Grösse durch mindestens zwei  vom Arbeitsmittel nacheinander beeinflusste       Temperaturaufnahmevorrichtungen    verändert  wird und     besteht    darin,

   dass eine     Tempe-          raturaufnahmevorrichtung    in der     Erhitzungs-          zone    des Rohrsystems und eine andere     Tem-          peraturaufnahmevorrichtung    in der Über  hitzungszone angeordnet ist.  



  Es wurde schon vorgeschlagen, Betriebs  grössen von     Röhrendampferzeugern    in Ab  hängigkeit von der Temperatur des über  hitzten Dampfes zu regeln. Beim Betrieb  zeigte sich der Nachteil,     da.ss    die Regelung  mit Verzögerungen     arbeitet,    weil das     Ar-          beitsmittel    zum Durchströmen des Rohr  stranges so viel     Zeit        benötigt,        da.ss    erst be  trächtliche Zeit nach der Veränderung der       Speiseflüssigkeitszufuhr    und der Wärme-    zufuhr die Vorgänge im     Überhitzer    beein  flusst werden.  



  Betriebsvorgänge in Abhängigkeit von  der Temperatur in der     Verdampfungszone     des Rohrstranges zu regeln, ist deshalb un  möglich, weil das Arbeitsmittel bei jedem  Betriebszustand     unverähderlich    die seinem  Druck entsprechende     Verdampfungstempera-          tur    aufweist.  



       ZÄreiter        wurde    schon in Vorschlag ge  bracht, um Verzögerungen der Regelung und  dadurch bedingte     Pendelungen    zu vermeiden,  die Betriebsgrössen in Abhängigkeit von der  Temperatur in der     Erhitzungszone,    da wo  das     Arbeitsmittel    noch den flüssigen Zustand  aufweist, zu regeln. Diese Regelung hat aber  wiederum den Nachteil, dass alle Betriebs  veränderungen, die nach der     Verdampfungs-          zone    im Rohrstrang sich einstellen, bei der  Regelung nicht berücksichtigt werden und  der Zustand des Dampfes nicht unveränder  lich bleibt.  



       Schliesslich    wurde auch noch vorgeschla  gen, zur Regelung von Betriebsgrössen meh-           rere    Temperaturaufnehmer im     Rohrstrang     nacheinander an verschiedenen Stellen der       Überhitzungszone    und gegebenenfalls der       Verdampfungszone    einzuschalten. Auch diese       Regelungsanordnung    weist den Nachteil auf,  dass die Vorgänge am Anfang des Rohr  stranges nicht berücksichtigt werden und die  Betriebsgrössen mit erheblicher Verzögerung  beeinflusst     werden,    so dass     wiederum    Schwan  kungen und     Pendelungen    in der Regelung  eintreten.  



  Wenn zur Regelung einer Betriebsgrösse  nicht nur die Temperatur des Arbeitsmittels  in der Überhitzungszone, sondern gleichzeitig  auch noch die Temperatur in der     Erhitzungs-          zone    herangezogen wird, werden Verzögerun  gen und daraus entstehende     Pendelungen    ver  mieden. Die Betriebsgrössen werden ohne       Verzögerung    den Veränderungen der Vor  gänge im Rohrstrang angepasst und zu glei  cher Zeit auch alle die Veränderungen der  Vorgänge     mitberücksichtigt,    welche sich  nachher in der     Verdampfungs-    und in der       Überhitzungszone    noch einstellen.

   Vorteil  hafterweise wird die vom flüssigen Arbeits  mittel beeinflusste     Temperaturaufnahmevor-          richtung    am Ende der     Erhitzungszone    und  die vom überhitzten Arbeitsmittel     beein-          flusste        Temperaturaufnahmevorrichtung    am  Anfang der Überhitzungszone angeordnet.  



  Die Erfindung ist mit Hilfe einiger in  der Zeichnung vereinfacht dargestellter Aus  führungsbeispiele näher erläutert.  



  Der in     Fig.    1     dargestellte    Dampferzeuger  besteht aus einem Rohrstrang, dem am     einen     Ende 1 die Speiseflüssigkeit mittelst der  Pumpe 2 zugeführt und der     überhitzte     Dampf am andern Ende 3 entnommen wird.  Von der Einführungsstelle 1 bis zu einer in  der ersten Hälfte des Rohrstranges gelegenen  Stelle 4 wird das Arbeitsmittel auf die     Ver-          dampfungstemperatur    erhitzt, in einem mitt  leren Abschnitt des Rohrstranges von der  Stelle 4 bis zu einer Stelle 5 verdampft und  schliesslich im restlichen Abschnitt zwischen  der Stelle 5 und der Stelle 3 überhitzt.  



  Zur Regelung der Dampftemperatur wird  an einer Stelle<B>6</B> der     Überhitzungszone    durch    die Pumpe 2' zusätzlich flüssiges Arbeits  mittel zugeführt. Die Menge des zusätzlichen  Arbeitsmittels wird mit Hilfe der Regelvor  richtung 7 nach Massgabe der mittelst eines  Aufnehmers 8 gemessenen Dampftemperatur.  der in der Dampfleitung 9 eingeschaltet ist,  verändert. Bei einer Erhöhung der Tempe  ratur wird die zusätzliche Flüssigkeitsmenge  vergrössert und umgekehrt bei einem Sinken  der Temperatur     verkleinert.     



  Die     Beheizung    des Rohrstranges erfolgt  durch den Brenner 1,0, dem durch die Lei  tung 11' der Brennstoff und durch die Lei  tung 11 die Verbrennungsluft zugeführt  wird. Die bei der Verbrennung entstehenden  Abgase strömen durch die Leitung<B>12</B> zu       weiteren    Verbrauchsstellen, beispielsweise       Wärmeaustauschern    oder     Abgasturbinen        ode     gegebenenfalls unmittelbar ins Freie. Die     \     Veränderung der durch den Brenner zu  geführten     Wärmemenge    kann beispielsweise  von Hand oder selbsttätig, nach Massgabe  einer Betriebsgrösse, beispielsweise der Be  lastung, erfolgen.  



  Zur Regelung der Speiseflüssigkeits  menge sind zwei     Temperaturaufnahmevor-          richtungen    13 und 14 herangezogen, von  denen die eine     Temperaturaufnahmevorrich-          tung    13 am Ende der     Erhitzungszone    und  die andere     Temperaturaufnahmevorrichtung     14 am Anfang der     Überhitzungszone    an  geordnet ist. Die Impulse der beiden Auf  nahmevorrichtungen werden durch die Lei  tungen 15     bezw.    16 auf eine Additionsvor  richtung 17 übertragen.

   In Abhängigkeit  von den vereinigten Impulsen wird dann das  die     Speiseflüssigkeitsmenge    beeinflussende  Regelorgan 18 in der     Speiseleitung    gesteuert.  Die     Additionsvorrichtung    kann Beispiels  weise durch einen     Steuerschieber    und einen  Servomotor gebildet sein, welche das in der  Speiseleitung angeordnete Regelorgan     1$    in  Abhängigkeit von den vereinigten Impulsen  beeinflussen.  



  Für den in     Fig.    1 dargestellten Dampf  erzeuger kann beispielsweise die Regelvor  richtung nach     Fig.2    gewählt werden. Die  beiden     Temperaturaufnahmevorrichtungen    13      und 14 sind an dem in     Fig.    2 nur teilweise  dargestellten Rohrstrang 20 des Dampf  erzeugers befestigt. Das die Speiseflüssig  keitsmenge regelnde Organ 18 ist in die in       Fig.    2 ebenfalls nur teilweise gezeichnete  Speiseleitung 21 eingeschaltet.  



  Die beiden Temperaturaufnehmer 13 und  14 sind gleich ausgebildet. Es werden die  zwischen den     Stellen    22 und 23 nach Mass  aa.be der Temperatur des durch den Rohr  strang 20 strömenden Dampfes erfolgenden  Längenausdehnungen zur Impulsgabe heran  gezogen. An der Stelle 22 ist am Rohrstrang  ein Stab aus einem Baustoff mit geringer  Wärmeausdehnung befestigt, während an der  andern Stelle 23 die die Temperaturimpulse  auf das Steueröl übermittelnde Vorrichtung  befestigt ist. An den Stab 24 ist ein Hebel  25     angelenkt,    der an einem Steuerschieber 26  und an einem Steuermotor 27     angelenkt,     gleichzeitig auch als Rückführung dient.  



  Durch die     Leitungen    28 und 29 wird dem       Temperaturaufnahmeorgan    Arbeitsöl von un  veränderlichem Druck zugeführt. Das über  schüssige 01 strömt durch eine Leitung 30  wieder zu einer Sammelstelle. Die     Tempe-          raturaufna.hmevorrichtung    13 ist durch eine  Leitung 31 und die     Temperaturaufnahmevor-          richtung    14 durch eine Leitung 32 mit der       Addiervorrichtung    17 verbunden.  



  Die beiden Temperaturaufnehmer 13 und  14 sind in Mittelstellung gezeichnet, das  heisst in einer Stellung, welche einem     Be-          barrungszustand    der Anlage entspricht, bei  dem keine Regelverstellungen     eintreten.     Steigt die Temperatur des Arbeitsmittels im  Rohrstrang 20, so dehnt sich die Strecke zwi  schen den Stellen 22 und 23 durch die Tem  peraturerhöhung aus, der Stab 24 erfährt  ,jedoch praktisch keine Veränderung, weil er  einen kleinen Temperaturkoeffizienten auf  weist. Der Schieber 26 wird deshalb bei vor  läufig noch unveränderter Lage des Motor  kolbens 27 nach aussen gezogen und der Weg  des Drucköls aus der Leitung 28 durch die  Bohrung 33 in den Zylinderraum 34 frei  gegeben.

   Der Motorkolben 27 wird deshalb  nach rechts gedrückt und durch den Hebel    25 auch der Steuerschieber 26 wieder in seine  ursprüngliche Mittellage zurückverstellt. So  bald durch die Rückführungsbewegung die  Verbindung zwischen der Leitung 28 und  der Bohrung 33 wieder unterbrochen ist,  wird kein weiterer Impuls erteilt, und der  Motorkolben 27 bleibt an der neuen Stelle  stehen.  



  Durch die Verschiebung des Motorkolbens  27 wird die Feder 34' gespannt und durch  die erhöhte Spannung der Steuerschieber 35  nach rechts gedrückt. Zwischen der Leitung  29 und der Bohrung 36 des Schiebers 35 ent  steht dann eine Verbindung, so dass die  Druckflüssigkeit in den Raum 37 und von  hier in die Leitung 31 gelangen kann. Der  Druck im Raum 37 steigt dann und übt auf  den Steuerschieber 35 wiederum eine erhöhte  Kraft nach links aus, so dass dieser verscho  ben wird, bis die Verbindung zwischen -der  Leitung 29 und der Bohrung 36 wieder  unterbrochen ist. Nach der Unterbrechung  der Verbindung verbleibt die Regelvorrich  tung dann wieder in Ruhe.  



  Fällt die Temperatur des     Arbeitsmittels     im Rohrstrang 20, so verkürzt sich auch die  Rohrstrecke     zwischen    den Stellen 22 und  23, der Steuerschieber 26 wird bei vorläufig  noch     unveränderter    Stellung des Motor  kolbens 27 nach rechts gedrückt und zwi  schen den Bohrungen 33 und 3,8 eine Ver  bindung hergestellt. Aus dem Zylinderraum  34 strömt die Flüssigkeit in das Innere des  Steuergehäuses und aus diesem durch die  Ablaufleitung 30 in den     Sammelbehälter.     Durch die Feder 34' wird dann der Steuer  kolben 27 nach links gedrückt und durch die  Rückführung des Hebels 25 auch der     Steuer-          schieber    26 wieder in seine Mittellage ver  schoben.

   In der Mittellage bleibt die Regel  vorrichtung in Ruhe.  



  Die Spannung der Feder 34' ist bei der  Verschiebung des Steuerkolbens 27 vermin  dert worden, so dass durch den im Raum 37  herrschenden Druck auch der     Kolben    36 nach  links verschoben wird. Dabei entsteht eine  Verbindung     zwischen    den Bohrungen 36 und  39, so dass aus dem Raum 3 7 und aus der           Leitung    31     Steuermittel    in den Innenraum  der Steuervorrichtung und von hier durch  die     Leitung    30 in den Sammelbehälter ab  fliessen kann. Der     Druck    im Raum 37 sinkt  dann, und durch die Feder 34' wird der  Schieber 35 nach rechts gedrückt, bis die  Verbindung zwischen den Bohrungen 36 und  39 wieder unterbrochen ist.  



  Es ergibt sich somit, dass die Druckver  änderung des     Steuermittels    in den     Leitungen     31     bezw.    32 verhältnisgleich den Verkür  zungen     bezw.    den Verlängerungen der Rohr  strecke     zwischen    den Stellen 22 und 23 sind  und somit letzten Endes verhältnisgleich den  durch die Vorrichtungen 13     bezw.    14 auf  genommenen Dampftemperaturen ausfallen.  



  Der Steuervorrichtung 17     wird    durch -die  Leitungen 40 und 41 Druckflüssigkeit von  unveränderlichem Druck zugeführt und die  überschüssige Flüssigkeit durch die Leitun  gen 42 und 43 wieder in den Sammelbehälter  geführt. Die von der Temperaturaufnahme  vorrichtung 13     erteilten    Impulse werden  durch die     Leitung    31 auf einen Steuer  schieber 44 geleitet, während die von der       Temperaturaufnahmevorrichtung    14 erteilten  Steuerimpulse über die Leitung 32 auf den  Kolben 45 geleitet werden.  



  Der Steuerdruck in der Leitung 32 wird       unmittelbar    auf den Kolben 45 übertragen,  welcher die Feder 46 in verhältnismässig  gleichem Masse spannt. Bei Erhöhung des  Druckes in der Leitung 32, das heisst Er  höhung der von der Vorrichtung 14 auf  genommenen Temperatur, wird der Steuer  schieber 47 nach unten gedrückt und der  durch die     Leitung    40 zugeführten Druck  flüssigkeit der Weg durch die Bohrung 48  in die     Leitung    49 freigegeben, so dass der  Steuerdruck in der Leitung 49 ansteigt. Um  gekehrt wird bei einem Sinken des Druckes  in der     Leitung    32 durch eine entsprechende       Regelbewegung    im umgekehrten Sinn der  Steuerdruck in der Leitung 49 in entspre  chendem Masse gesenkt.

   Der Druck in der       Leitung    49 verändert sich somit - voraus  gesetzt, dass durch die Aufnahmevorrichtung    13 keine Impulse     erteilt    werden - ver  hältnismässig     wie    der Druck in der Lei  tung 32.  



  Veränderungen des Druckes in der Lei  tung 31     wirken    auf den Steuerschieber 44;  eine Erhöhung des Druckes lässt den Steuer  schieber 44     ansteigen.    Aus der Leitung 40  wird der Druckflüssigkeit der Weg über die  Bohrungen 48 und 51 in die Leitung 52 frei  gegeben, wodurch die Kolben 53 und 54 an  gehoben werden. Durch die Rückführungs  bewegung über das Gestänge 55, den Hebel  56 und das -Gestänge 57 wird die Spannung  der Feder 58 erhöht, so dass der Kolben 44  wieder nach unten gedrückt und die Regel  bewegung rückgeführt wird, das heisst zum  Stillstand gelangt.

   Während der Aufwärts  bewegung des Kolbens 54 wird der Zylinder  raum 59 vergrössert und der Druck der  darin     befindlichen    Flüssigkeit nach Massgabe  der Drosselung durch die Bohrung 60 ver  kleinert. Die Druckverminderung wird über  die Bohrung 61 in den Zylinderraum 62  übertragen und somit der Kolben 63 nach  unten gezogen. Dadurch wird auch der  Steuerschieber 47 nach unten geschoben, so  dass aus der Leitung 40 über die Bohrung  48 der Weg freigegeben wird in die     Leitung     49; der Druck der Steuerflüssigkeit in der       Leitung    49 erhöht sich.  



  Nachdem der Kolben 54 wieder zum  Stillstand gelangt ist, wird der Inhalt des  Zylinderraumes 59 nicht mehr verändert, an  der Bohrung 60 entsteht keine Drosselung  mehr, so dass durch den Kolben 63 wieder  der ursprüngliche Druck auf den Steuer  schieber 47 ausgeübt wird.  



  Wird der Druck in der Leitung 31 er  niedrigt, so stellt sich eine entsprechende  Regelbewegung, jedoch mit umgekehrtem  Bewegungssinn ein, so dass die     Belastung    des  Steuerschiebers 47 durch den Kolben 63 wäh  rend des Regelvorganges     erniedrigt    wird und  somit auch der Druck in .der Leitung 49 vor  übergehend verkleinert wird. Der Steuer  schieber 44 sinkt dabei nach unten und gibt  aus der Leitung 52 den- Weg in die Ablauf-           bohrung    64 frei. Der Druck in der     Leitung     52 sinkt, die Kolben 53 und 54 fallen nach  unten. Dabei wird der Zylinderraum 59 ver  kleinert, an der Bohrung 60 tritt eine  Stauung ein, und durch die Druckerhöhung  in den Räumen 59 und 62 werden der Kol  ben 63 und der Steuerschieber 47 angehoben.

    Aus der Leitung 49 entsteht über die Boh  rung 64 eine Verbindung mit dem Ablauf,       sc        da.ss    der Druck in der     Leitung    49 gesenkt  wird.  



  Der Druck in der Leitung 49 verändert  sich somit - vorausgesetzt, dass durch die       Temperaturaufnahmevorrichtung    14 keine  Impulse erteilt werden - verhältnisgleich  mit dem ersten Differentialquotienten der  die Aufnahmevorrichtung 13 beeinflussenden       Temperaturfunktion.     



  Werden .durch beide     Temperaturaufnahme-          vorrichtungen    zugleich     Steuerimpulse    erteilt,  so werden sie durch die Kolben 45 und 46  addiert und deren Summe über die Leitung  49 auf den     Steuerschieber    65 übertragen,  welcher bei Erhöhung des Druckes den Weg  des     Druckmittels    aus .der Leitung 41 über  die Bohrung 66 in den Zylinderraum 67 frei  gibt und umgekehrt bei Druckerniedrigung  den Weg aus dem Zylinderraum 67 über die  Bohrung 68 in den Ablauf 43 freilegt. Bei  Druckerhöhung werden somit die Kolben 69  und 70 nach unten gedrückt und durch das  Gestänge 71 und den Hebel 72 der durch das  Ventil 73 freigegebene     Durchflussquerschnitt     vergrössert.  



  Bei Verschiebungen des Kolbens 69 wird  auch der Kolben 70 verschoben, so dass der  Druck im Zylinderraum 74 nach Massgabe  der Drosselung in der Bohrung 75 verändert  wird. Dadurch     wird    über den Kolben 7 6  eine vorübergehende, nachgiebige Rückfüh  rung der Regelbewegung erzielt. Bei Er  höhung des Druckes im Raum 67 wird der  Kolben 69 entgegen dem     Druck    im Raum 77  nach unten gedrückt. Umgekehrt drückt das  durch die Leitung 78 in den Raum 77 ein  geführte Druckmittel den     Kolben    69 nach  oben, sobald aus dem Raum 67 Flüssigkeit  in den Ablauf entweichen kann.

      Bei einer Erhöhung der Temperaturen im  Rohrstrang 20 wird somit das Regelorgan 18  für die Speiseflüssigkeit     in    einer Weise ver  stellt, dass die Speisemenge vergrössert wird.  Umgekehrt wird die Speisemenge verkleinert,  wenn die Temperaturen im Rohrstrang 20  sinken.  



  Die die Impulse addierende     Vorrichtung     kann so ausgebildet sein, dass die Impulse  der durch die Flüssigkeitstemperaturen be  einflussten Aufnahmevorrichtung einen aus  klingenden Einfluss auf die Regelung aus  üben und dass die von der in der     Über-          hitzungszone    angeordneten     Temperaturauf-          nahmevorrichtung    erteilten Impulse die  dauernden     Lastveränderungen    ausgleicht.

    Unter Umständen können dann die Impulse  des in der     Überhitzungszone    angeordneten  Temperaturaufnehmers über eine     Dämp-          fungsvorrichtung    auf die     Addiervorrichtung     übertragen werden, um kurzzeitige Verände  rungen, welche durch den in der     Erhitzungs-          zone    angeordneten Temperaturaufnehmer aus  zugleichen sind, von der     Einwirkung    über  den in der     Überhitzerzone    angeordneten Tem  peraturaufnehmer auszuschalten.  



  Das Rohrsystem des Dampferzeugers  kann, anstatt nur einen     einzigen    Rohrstrang  aufzuweisen, auch aus mehreren parallel zu  einander in der Form einer Harfe geschal  teten Rohrsträngen bestehen, denen am einen  Ende das     Arbeitsmittel    als Speiseflüssigkeit  zugeführt und am andern Ende als überhitz  ter Dampf entnommen wird. Gegebenenfalls  können .die parallel geschalteten Rohrstränge  an Stellen zwischen dem Eintritt und dem  Austritt im     Sammler    geführt werden, in wel  chen die einzelnen     Arbeitsmittelteilströme     miteinander vermischt werden, um einen  gleichmässigen Zustand herbeizuführen.

   Die       Sammelgefässe    können auch als     Flüssigkeits-          a.bscheider    ausgebildet sein. Die mit der  Speiseflüssigkeit mitgeführten -Verunreini  gungen können zusammen mit der abgeschie  denen Flüssigkeit aus dem     Rohrsystem    ent  fernt werden, bevor sie sich als Krusten oder       sonstwie    im Rohrsystem festhalten. Die zwi-      sehen den Sammelstellen gelegenen Rohr  harfen brauchen nicht unbedingt die gleiche  Anzahl von Teilsträngen aufzuweisen. Die  Teilstränge können auch durch Rohre ver  schiedenen Durchmessers gebildet sein.  



  Durch die     Temperaturaufnahmevorrich-          tungen    können auch andere Vorrichtungen  als     wie    nur die     Speiseregelungsvorrichtun-          gen        beinflusst    werden. Es können beispiels  weise die     Feuerung    des Dampferzeugers, das  heisst die     Brennstoffzufuhr        bezw.    die Luft  zufuhr oder die die Zugverhältnisse beein  flussenden     Vorrichtungen,        gesteuert    werden.  



  Der Dampferzeuger kann auch so aus  gebildet     sein,        dass    das     Arbeitsmittel    an einer  Stelle allein zugeführt wird und     eine    zusätz  liche Zuführung in die     Verdampfungszone          bezw.    in die     Überhitzungszone    nicht mehr  notwendig ist.  



  Die     Temperaturaufnahmevorrichtungen     können     grundsätzlich    an jeder Stelle der     Er-          hitzungszone        bezw.    der     Überhitzungszone    an  geordnet sein.

   Besondere Vorteile werden  aber erreicht, wenn sie am Ende der     Ver-          dampfungszone    und am Anfang der     über-          hitzungszone    angeordnet sind, weil durch  diese     Temperaturen    die im Rohrstrang sich  abspielenden     Verdampfungsvorgänge    genau  dargestellt sind     und    die Verdampfung damit  absolut gleichmässig gehalten werden kann.  



  Die einzelnen Zonen verschieben sich auch  bei Veränderungen der Last nicht wesentlich.  weil bei allen Lasten dem Dampferzeuger  das     Arbeitsmittel    mit dem gleichen Zustand  zugeführt und mit dem gleichen Zustand ent  nommen wird und die     Beheizung    des Rohr  stranges im gleichen Masse verändert wird  wie die Menge des zu verdampfenden Ar  beitsmittels.

   Messungen der     Temperatur    und  des Wärmeinhaltes haben ergeben, dass die  Zonen scharf voneinander getrennt     sind,    ins  besondere     dann,    wenn ein Rohrstrang im  Vergleich zum lichten Rohrdurchmesser eine  sehr grosse Länge aufweist und das Arbeits  mittel     mit    hoher Geschwindigkeit durch den  Rohrstrang     strömt.    Wenn     beispielsweise    die  Länge des Rohrstranges rund 10,000 Mal    grösser als der Durchmesser gewählt wird,  sind bei den üblichen Belastungen der  Heizfläche Strömungsgeschwindigkeiten von  2     m/sek.    und noch mehr für die Flüssigkeit  und von ungefähr 50     m/sek.    für den Dampf  notwendig,

   um das Arbeitsmittel bis zur Er  reichung des Endzustandes durch die ganze  Länge des Rohrstranges hindurch geführt zu  haben.  



  Bei solchen Geschwindigkeiten findet eine  so starke Turbulenz statt, dass über den     Quer-          schnitt    des Rohrstranges keine wesentlichen  Temperaturunterschiede mehr festgestellt  werden können und über die Länge des  Rohrstranges die Temperatur des Arbeits  mittels ausserhalb der     Verdampfungszone     gleichmässig     ansteigt.    Beim normalen Be  triebszustand ist es dann nicht möglich, dass  in der     Verdampfungszone    noch Flüssigkeit   vorhanden ist, welche die Siedetemperatur  noch nicht erreicht hat, und dass in der Über  hitzungszone noch Flüssigkeit sich befindet.

    Die Grenzen     zwischen    den drei Zonen lassen  sich sowohl rechnerisch, als auch versuchs  mässig bestimmen, so dass die     Temperatur-          aufnahmevorricUtungen    bei Bedarf genau am  Ende der     Erhitzungszone    und genau am An  fang der Überhitzungszone angeordnet wer  den können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochdruck-Dampferzeuger, bei welchem das Arbeitsmittel als Speiseflüssigkeit dem einen Ende eines Rohrsystems zugeführt und am andern Ende als überhitzter Dampf ent nommen wird und mindestens eine den Be trieb beeinflussende Grösse durch mindestens zwei vom Arbeitsmittel nacheinander be einflusste Temperaturaufnahmevorrichtungen verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturaufnahmevorrichtung in der Erhitzungszone des Rohrsystems und eine an dere Temperaturaufnahmevorrichtung in der Überhitzungszone angeordnet ist.
    ÜNTERANSPRüCHE 1. Hochdruck-Dampferzeuger nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vom flüssigen Arbeitsmittel beein- flnssteTemperaturaufna.hmevorrichtung am Ende der Erhitzungszone angeordnet ist.
    ?. Hochdruck-Dampferzeuger nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vom überhitzten Arbeitsmittel beeinflusste Temperaturaufnahmevorrichtung am An fang der Merhitzungszone angeordnet ist.
CH175123D 1934-04-28 1934-04-28 Hochdruck-Dampferzeuger mit mindestens zwei Temperaturaufnahmevorrichtungen. CH175123A (de)

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