CH176022A - Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes.

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CH176022A
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Aktiengesellschaft Chem Heyden
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Heyden Chem Fab
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  Verfahren zur Darstellung     eines    Kondensationsproduktes.    Es wurde gefunden, dass gewissen a- oder       y-Derivaten    des     Pyridins    in Form ihrer       duaternären    Salze eine bisher unbekannte  Kondensationsfähigkeit gegenüber Stoffen  mit beweglichen, an Kohlenstoff gebundenen  Wasserstoffatomen zukommt.  



  Diese Erkenntnis benützt die vorliegende  Erfindung. Das den Gegenstand der Erfin  dung bildende Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     2-Chlorpyridin    mit  einem     Methylester    behandelt, das Reaktions  produkt bei     Gegenwart    von Kondensations  mitteln mit     Malonsäurediäthylester    umsetzt  und das so erhaltene     Kondensationsprodukt     mit Alkalien behandelt.

   Durch die Behand-         lung    mit dem     Malonsäurcester    vereinigt sich  das in     N-Stellung        methylierte        Halogenpyri-          din    mit dem     Malonsäureester,        unter    Austritt  von Halogenwasserstoff und unter Austritt  eines weiteren     Wasserstoffatomes    des     Malon-          säureesters,    zusammen mit dem Säurerest des  angewendeten     Methylesters,    zu einem neuen  Kondensationsprodukt, nämlich einer stark  gelbgefärbten ölförmigen Base,

   welche mit       Pikrinsäure    ein kristallinisch erstarrendes       Pikrat    liefert. Dieses gibt nach     Umkristalli-          sieren    aus Alkohol derbe gelbe     Kristalle    vom  F. 95 bis 96  . Der Reaktionsverlauf lässt  sich durch die folgenden Formeln veran  schaulichen.

    
EMI0001.0027     
    
EMI0002.0001     
    In diesen Formeln bedeutet X den nicht in  die endgültige Verbindung übergehenden  Rest des angewendeten     Methylesters,    zum  Beispiel     -0S02-OCH..,    wenn man     Dime-          thylsulfat,    also den     Methylester    der     Methyl-          schwefelsäure,    oder -J, wenn man     Jod-          methyl,    also den     Methylester    der     Jodwasser-          stoffsäure,    angelagert hatte.  



  <I>Beispiel:</I>  25     gr        2-Chlorpyridin    werden tropfen  weise mit     2;8        gr        Dimethylsulfat    versetzt,  dann noch eine Stunde auf dem Wasserbad  erwärmt. Die- zähe Masse wird in 20 cm'  absolutem Äthylalkohol .aufgenommen und  tropfenweise unter gutem Rühren in     .eine    Lö  sung von 10,5     gr    Natrium in 150 cm' abso  lutem Alkohol,     :die    mit 35     gr        Malonsäure-          diäthylester    vermischt ist, einfliessen gelas  sen.

   Die Lösung färbt sich beim Eintropfen  der     quaternären    Verbindung sofort intensiv  gelb. Nach dem Vermischen wird noch eine  Stunde auf dem Wasserbad gekocht, dann  vom Alkohol abgedampft, in Wasser auf  genommen,     mit    starker Lauge versetzt und  erschöpfend mit viel Benzol ausgezogen. Das  Benzol nimmt das gebildete Kondensations  produkt mit intensiv gelber Farbe auf. Es  wird daraus     mit    einer     benzolischen    Lösung  von     Pikrinsäure    als öliges, beim Reiben bald  kristallinisch erstarrendes     Pikrat    gefällt.    Nach zweimaliger Kristallisation aus Alko  hol bildet das     Pikrat    derbe gelbe Kristalle  vom F. 95 bis 96  .

   Die     Ausbeute    ist sehr  gut.  



  Wird das     Pikrat    mit Lauge versetzt und  mit Benzol     ausgeschüttelt,    so nimmt das Ben  zol die Base mit intensiv hellgelber Farbe  auf. Wasser löst die Base aus der Benzol  lösung fast farblos heraus.  



  Das Kondensationsprodukt gemäss vor  liegender Erfindung soll als Zwischenpro  dukt für die Herstellung von     Heilmitteln     und von Farbstoffen,     besonders    von solchen  zur     Sensibilisierung    von     Halogensilber-Emul-          sionen,    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Konden- sationspeoduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Chlorpyridin mit einem Methyl- ester behandelt, das Reaktionsprodukt bei Gegenwart von Kondensationsmitteln mit Malonsäurediäthylester umsetzt und das er haltene Kondensationsprodukt mit Alkalien behandelt. Die so erhaltene Base ist ein stark gelb gefärbtes 01; sie gibt mit Pikrinsäure ein bei 95 bis 96 schmelzendes Pikrat in Form derber gelber Kristalle.
CH176022D 1932-10-28 1933-10-28 Verfahren zur Darstellung eines Kondensationsproduktes. CH176022A (de)

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