CH180404A - Verfahren zur Darstellung einer aromatischen Stickstoffverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer aromatischen Stickstoffverbindung.

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CH180404A
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bisulfite
aromatic nitrogen
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C215/00Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C215/74Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton
    • C07C215/76Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton of the same non-condensed six-membered aromatic ring
    • C07C215/82Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton of the same non-condensed six-membered aromatic ring having the nitrogen atom of at least one of the amino groups further bound to a carbon atom of another six-membered aromatic ring

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Description


  Verfahren zur Darstellung einer aromatischen     Stickstoffverbindung.       Es ist bekannt, dass viele aromatische       Hydroxyverbindungen    mit     Bisulfiten    wie  Alkali- oder     Ammoniumbisulfiten    Anlage  rungsprodukte bilden, die befähigt sind, mit       aliphatischen    oder aromatischen Aminen zu  reagieren. Auf diese Weise werden aus den  aromatischen     Hydroxyverbindungen    die ent  sprechenden aromatischen     Aminoverbindun-          gen    erhalten.

   Das bekannte Verfahren wird  durch Erhitzen der Reaktionskomponenten       (Bisulfit        -f-    aromatische     Hydroxyverbindung          -f-    Amin) in einem wässerigen Medium mit  oder ohne Anwendung von Druck ausgeübt.  



  In manchen Fällen, wie zum Beispiel bei  der Umsetzung von     fl-Naphthol    mit     Phenyl-          hydrazin    liefert das bekannte Verfahren be  friedigende Ausbeuten. In vielen andern  Fällen, wie insbesondere in der Reihe der       a-Naphthole,    war es jedoch bisher nicht mög  lich, auf dem bekannten Wege aromatische       Hydroxyverbindungen    in die entsprechenden       Aminoverbindungen    zu überführen (ver  gleiche zum Beispiel     Bucherer,    Lehrbuch der  Farbenchemie 1921, Seite 194.)    Es wurde nun gefunden, dass sich aroma  tische     Aminoverbindungen    mit sehr guter,

   in  vielen Fällen nahezu quantitativer Ausbeute  darstellen lassen, wenn man     Bisulfitanlage-          rungsprodukte    von     Hydroxyverbindungen     der     Benzolreihe    oder von     a-Hydroxyverbin-          dungen    der Naphthalin- und     Anthracenreihe     mit     Aminoverbindungen,    zweckmässig bei  höherer Temperatur derart umsetzt,     dass    die       Bisulfitanlagerungsprodukte    in Form der  freien Säuren auf die     Aminobasen    einwir  ken.

   Vorteilhaft arbeitet man so, dass man  ein Salz der     Aminoverbindung,    wie zum Bei  spiel das salzsaure Salz, mit den Salzen der       Bisulfitanlagerungsverbindungen    umsetzt.  



       Sä-mtliehe        Bisulfitanlagerungsprodukte     sind für das vorliegende Verfahren als Aus  gangsstoffe mit Erfolg verwendbar. Sie wer  den nach     bekannten    Verfahren erhalten oder  beispielsweise dadurch, dass man die ent  sprechenden Ausgangsstoffe mit der acht  bis zehnfachen Menge     Bisul.fitlauge        (33    bis  40'     Be)    zum Beispiel 5 bis 10 Stunden oder  länger unter Rühren und     Rückfluss    kocht.      Beim Abkühlen kristallisieren die Anlage  rungsprodukte aus oder lassen sich durch  Zugabe von     Natriumchlorid    abscheiden, oder  durch andere geeignete Weise, zum Beispiel  durch Eindampfen, isolieren.  



  Man kann das Verfahren derart ausfüh  ren, dass man die     Bisulfitanlagerungspro-          dukte    abtrennt und dann mit dem Salz einer       Aminoverbindung    in molekularem Mengen  verhältnis auf höhere Temperatur. vorzugs  weise auf Temperaturen     zwischen    etwa  <B><I>100'</I></B> C und etwa 2100' C erhitzt, wobei die  Temperatur vorteilhaft allmählich innerhalb  der genannten Temperaturgrenzen erhöht  wird.

   Man kann auch in der Weise verfahr       ren,,    dass man die Umsetzung zwischen dem       Bisulfitanlagerungsprodukt    der aromatischen       Hydroxyverbindung    und dem Salz der     Ami-          noverbindung    in Gegenwart eines über<B>1,00'</B>  siedenden     Verdünnungsmittels,    wie zum Bei  spiel Chlorbenzol, Glyzerin,     Dimethylanilin     usw. durchführt.  



  Bei der Ausarbeitung des Verfahrens  wurde gefunden, dass sich wahrscheinlich zu  nächst das     Bisulfitanlagerungsprodukt    der  aromatischen     Hydroxyverbindung    mit der       Aminoverbindung    salzartig vereinigt. Dieser  Vorgang kann     beispielsweise    durch die fol  gende Gleichung ausgedrückt werden:  
EMI0002.0017     
    Die Bildung dieses Produktes     tritt    bei Ge  genwart von     Bisulfit    nicht ein.  



       In    dem oben beschriebenen Verfahren  geht infolge des     Erhitzens    auf höhere Tem  peratur das salzartige     Anlagerungsprodukt     unter Abspaltung von     S0_    und Wasser so  fort in die aromatische     Aminoverbindung     über. Wenn man die     Umsetzung    zwischen  der     Bisulfitverbindung    und dem Salz der       Aminoverbindung    jedoch bei tieferer Tem  peratur, wie zum Beispiel beim Arbeiten in  wässeriger Lösung vornimmt, gelingt es in  vielen Fällen, das salzartige Anlagerungs-    Produkt abzutrennen.

   Durch Erhitzen des  salzartigen     Anlagerungsproduktes    wird dann  ebenfalls die aromatische     Aminoverbindung     erhalten.  



       Man    kann aber auch in. der Weise verfah  ren, dass man die     Bisulfitanlagerungspro-          dukte    in der bekannten Weise in wässeriger  Lösung erzeugt und, ohne sie abzutrennen.  mit den Salzen der Basen. zum Beispiel salz  saurem Anilin. umsetzt. Dabei ist zu be  achten, dass das überschüssige     Bisulfit    neu  tralisiert oder durch Säuren     entfernt    wer  den muss, da sonst ein zu grosser Überschuss  an Base notwendig ist; ferner muss in die  sem Falle vorteilhaft unter Anwendung von  Druck gearbeitet werden.  



       Gegenstand    vorliegenden Hauptpatentes  ist ein Verfahren zur Darstellung einer aro  matischen Stickstoffverbindung, welches da  durch gekennzeichnet ist, dass man die     Bisul-          fitanlagerungsverbindung    der     2.8-Diöxy-3-          naphthoesäure    mit salzsaurem     Para-amino-          anisol    in Gegenwart eines Verdünnungsmit  tels erhitzt.  



  <I>Beispiel:</I>  31 Gewichtsteile des     Natriumsalzes    der Bi  sulfitverbindung der ? .     8-Dioxy-3-naphtoe-          säure    werden mit 16 Gerichtsteilen salzsau  rem     p-Aminoanisol    gemischt und in 2.50 Ge  wichtsteilen Glyzerin     M;    Stunde bei 140 bis  170   C geschmolzen, wobei lebhaft schwef  lige Säure entweicht.

   Nach dem Abkühlen  und Verdünnen mit Wasser erhält man 25       Gewichtsteile    eines hellgelben Körpers der  Formel  
EMI0002.0048     
    der sich in verdünnter, heisser     Sodalösung     löst, durch Ansäuern wieder ausfällt, mit           Eisenehlorid    die typische Reaktion auf       o-Oxycarbonsäuren    liefert und     finit        diazotier-          ten    Basen zu gedeckten     Farbtönen    kuppelt.  Die neue Verbindung soll zur Darstellung       von    Farbstoffen Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer aroma tischen Stickstoffverbindung, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Bisulfitanlage- rungsv erbindung der ? . 8-Dioxy-3-naphtoe- säure mit salzsaurem Para-aminoanisol in G@egenwart eines Verdünnungsmittels erhitzt. Die neue. Verbindung löst sieh in verdünnter heisser Sodalösung und wird durch Ansäuern -ieder ausgefällt.
    Mit Eisenchlorid gibt sie die typische Reaktion auf o-Oxycarbonsäure und kuppelt mit diazotierten Basen zu ge deckten Farbtönen. UNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verdün nungsmittel Glyzerin verwendet. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktions komponenten in Glyzerin 1% Stunde bei 140 bis<B>170</B> C verschmilzt.
CH180404D 1934-12-19 1934-12-19 Verfahren zur Darstellung einer aromatischen Stickstoffverbindung. CH180404A (de)

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