CH188515A - Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-4-d-arabinaminobenzol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-4-d-arabinaminobenzol.

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CH188515A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung von     1,2-Dimethyl-4-d-arabinaminobenzol.       Es wurde gefunden, dass man     N-Aryl-          glukamine    leicht und mit sehr guter Aus  beute     gewinnen    kann, wenn man     Monosen    in       Gegenwart    von primären Aminen der     Ben-          zolreihe    und einem Nickelkatalysator der       Hydrierung    unterwirft, wobei die     Monosen     zweckmässig in Lösung mit dem Amin auf  erhöhte Temperatur     (etwa    90 bis 1409 un  ter Druck erhitzt werden.  



       N-Arylglukamine    sind bisher im Schrift  tum nicht beschrieben worden. In der fran  zösischen Patentschrift 770294 ist die Dar  stellung von     Methylglukamin    durch Erhitzen  von Glukose und     wässerigem        Methylamin     unter Druck in Gegenwart von Wasserstoff  und einem     Hydrierungskatalysator        erwähnt.          Ferner    ist bekannt,

       Oxyaldehyde    oder     Oxy-          ketone    und     aliphatische    oder     hydroaroma-          tische    Amine in Anwesenheit von Platin als  Katalysator mit Wasserstoff zu behandeln,  wodurch     Aminoalkohole        entstehen,        (Skita,     Berichte der Deutschen     Chem.    Ges. 61  [1928], Seite 1692;

       britische    Patentschrift    813617).     In        diesen.        Veröffentlichungen    wer  den als Beispiele unter anderem die Umset  zung von     Arabinose    und von     Mannose    mit       Cyclohexylamin    angeführt. Die     britische     Patentschrift<B>313617</B> enthält weiter noch An  gaben über die     Anwendung    der Umsetzung  auf     Aldol    und     Anilin        (Beispiel    9).  



  Aus dem Verhalten der     aliphatischen     oder     hydroaromatischen        Amine    gegenüber       Monosen    bei der katalytischen     Hydrierung     konnte keineswegs auf ein analoges Verhal  ten der     aromatischen    Amine geschlossen wer  den.

   Nach Untersuchungen von     Lobry    de       Bruyn        (Rec.    de     trav.        chim.,        Pays        Bas    XIV       [1:893],    S. 98 und     134)    bildet Zucker mit       aliphatischen        Aminen,    vorzugsweise mit  Ammoniak,     verhältnismässig    leicht     Imino-          verbindungen,    deren     Hydrierbarkeit    zu Ami  nen     erwartet    werden konnte.  



  Demgegenüber ist die     Natur    der Verbin  dungen aus     Monosen,        insbesondere    Glukose  mit     aromatischen.    Aminen,     wie    Anilin,     Tolui-          din    und dergleichen,     bis    jetzt durchaus zwei.-           felhaft    geblieben. v.     Einer        (Zeitschr.    für       physiol.        Chem.    155 [1926], S. 259) glaubt  sie als Schiffsehe Basen ansprechen zu müs  sen;

   auf ihr Vorliegen     wird    von ihm jedoch  nur aus der beobachteten Änderung der     opti-          schen        Drehung    geschlossen, feste Produkte  hat dieser Forscher nicht hergestellt.     Came-          ron        (Journ.        americ.        chem.        Soc.    48 [1926],  S.     2233    und<B>2737)</B> erhielt aus denselben Aus  gangsstoffen nur höher molekulare gefärbte       Kondensationsprodukte.        Amadori        (Chem.     Zentralblatt [1931] I, S.

   3109, und [1931]       II,    S. 41.) konnte feste kristallisierte Konden  sationsprodukte erzielen, die er zum Teil als  Schiffsehe Basen, zum Teil als     glykosid-          artige        Verbindungen    auffasst. Alle diese von       Amadori        beschriebenen    Stoffe sind von ge  ringer Beständigkeit     und    leicht     hydrolysier-          bar.     



  Zu     welchen    Endprodukten die     katalytische          Hyärierung    von     Monosen    bei     Gegenwart    von  aromatischen     Aminen        führen    würde, konnte  aus dem bis jetzt     bekannten    Verhalten der       Glukose    nicht vorausgesehen     werden,        denn          einerseits    ist es zweifelhaft, ob die aroma  tischen     Amine        mit        1VIonosen    zu Schiffsehen  Basen     zusammentreten,

          anderseits    war infolge  der leichten     Hydrolysierbarkeit    der beschrie  benen     Verbindungen        anzunehmen,    dass bei der  zur     Hydrierung    erforderlichen hohen Tem  peratur überhaupt nur die     Ausgangsstoffe     (Zucker und     Amin)    vorhanden sein würden.

    Auch     konnten        glukosidartige    Verbindungen       entstehen    oder höher molekulare, möglicher  weise     hydrierte        Kondensationsprodukte.    Im  Falle nur     teilweiser    Hydrolyse     bezw.    eines  unvollständigen Zusammentrittes der Kom  ponenten     musste    es     wahrscheinlicher    erschei  nen, dass. der Zucker     als    solcher reduziert  würde.  



  Auch     aus    dem Gelingen der     Umsetzung     nach     Skita    bei     Al.dol        und    Anilin kann nicht  auf ein     entsprechendes    Verhalten der Zucker  geschlossen werden.     Aldol    und Anilin kon  densieren leicht zum normal zusammengesetz  ten     Anil    (Berichte der Deutschen     Chem.    Ges.  27     [1$94],    S. 1292), das sich gut reduzieren  lässt. Die     Anwendung    dieser     Umsetzung    auf    Zucker und aromatische     Amine    führt indes  sen nicht zum Erfolg.  



  Bei der Nachprüfung des     Verfahrens    der  britischen. Patentschrift<B>313617</B> konnte die  Bildung des beschriebenen     Amins    aus     Aldol          und    Anilin bestätigt werden.

   Dagegen trat  bei Ersatz des     Aldols    durch Glukose die Bil  dung des zu     erwartenden        Phenylglukamins     nicht ein.     Weder    bei     saurer,    noch bei neu  traler Reaktion der     Reaktionsflüssigkeit     wurde     Wasserstoff        aufgenommen,    selbst  nicht bei 20,     Atm.    Wasserstoffdruck; bei  alkalischer     Reaktion    würde nur die     Glukose     zum     Sorbit    reduziert.

   Die     Aufarbeitung    des       Reaktionsproduktes    ergab, dass     915'o'    des Ani  lins unverändert geblieben waren, bei einem       zureiten    Versuch     mit        p-Toluidin    statt Anilin       konnten    sogar 94% des     Toluidins    unverän  dert zurückgewonnen     werden.    Nach dem Er  gebnis der Versuche mit     Platin    als Katalysa  tor     muss    es     überraschen,

      dass bei Verwendung  von Nickel als Katalysator     N-Arylglukamine     in so     glatter    Umsetzung     entstehen.     



  Gegenstand der     vorliegenden    Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung von     1,2-          Dimethyl-4-,d-arabinaminobenzol,    welches da  durch gekennzeichnet ist, dass man     d-Ara-          binose    in Gegenwart von     1,2-Dimethyl-4-          aminobenzol    und einem Nickelkatalysator bei  erhöhter Temperatur     unter    Druck hydriert.  



  Das     1,2-Dimethyl-4-d-arabinaminobenzol     bildet farblose     Kristalle    vom     Schmelzpunkt     142', die in Wasser und Alkohol wenig, in  Benzol     und    Äther unlöslich und in verdünn  ten Mineralsäuren leicht löslich     sind.    Es     stellt     ein     Zwischenprodukt    für die     Gewinnung    von       Arzneimitteln    dar.

           Beispiel:     150 Gewichtsteile     d-Arabinose    und 12-1       Gewichtsteile    1,2- -     Dimethyl    - 4 -     aminobenzol          werden        mit    700:

       Gewichtsteilen        wasserfreiem          Methylalkohol-    2     Stunden        unter        Rückfluss     gekocht und die homogene     Lösung    danach im  Autoklauen nach Zugabe von 10 Gewichts  teilen Nickelkatalysator bei 90 bis<B>100'</B> und  15 bis 20     Atm.    Wasserstoff     bis    zur Auf  nahme von 2     Gewichtsteilen        Wasserstoff         hydriert. Das vom Katalysator befreite  Filtrat erstarrt beim Stehen in der     Kälte    voll  ständig.

   Durch     Kristallisation    aus absolu  tem Alkohol erhält man     1,2-Dimethyl-4-d-          arabinaminobenzol    als farblose Kristalle vom       Schmelzpunkt    142  .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dime- thyl-4-d-arabinaminobenzol, dadurch gekenn- zeichnet,.dass man d-Arabinose in Gegenwart von 1,2-Dimethyl-4-aminobenzol und einem Nickelkatalysator bei erhöhter Temperatur unter Druck hydriert. Das 1,2-Dimethyl-4-d-arbinaminobenzol bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt UP, die in Wasser und Alkohol wenig, in Benzol und Äther unlöslich und in verdünn ten Mineralsäuren leicht löslich sind.
    Es stellt ein Zwischenprodukt, für die Gewin nung von Arzneimitteln dar.
CH188515D 1934-11-08 1935-09-16 Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-4-d-arabinaminobenzol. CH188515A (de)

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