CH188769A - Verfahren zur Darstellung von 5-Methyl-2-carbäthoxyamino-d-ribaminobenzol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 5-Methyl-2-carbäthoxyamino-d-ribaminobenzol.

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CH188769A
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methyl
ribaminobenzene
carbäthoxyamino
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aminobenzene
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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      Verfahren    zur Darstellung von     6-3fethyl-2-carbäthogyamino-d-ribaminobenzol.       Es wurde gefunden, dass man     N-Aryl-          g1ukamine    leicht und mit sehr     guter    Aus  beute     gewinnen    kann,     wenn    man     Monosee;

      in  Gegenwart von     primären    Aminen der     Ben-          zolreihe    und einem Nickelkatalysator der       Hydrierung    unterwirft, wobei die Monosee  zweckmässig in Lösung mit dem Amin auf  erhöhte Temperatur (etwa 90     bis    140') un  ter Druck erhitzt werden.  



       N-Arylglukamine    sind bisher im Schrift  tum nicht beschrieben worden. In der fran  zösischen Patentschrift 770294 ist die Dar  stellung von     Methylglukamin    durch Erhitzen  von Glukose und wässerigem     ethylamin    un  ter Druck in Gegenwart von     Wasserstoff    und  einem     Hydrierungskatalysator        erwähnt.    Fer  ner ist     bekannt,

          Oxyaldehyde    oder     Oxyketöne     und     aliphatische    oder hydroaromatische       Amine    in Anwesenheit von Platin als     Kata-          lysator    mit Wasserstoff zu behandeln, wo  durch     Aminoalkohole        entstehen        (Skita,        B.e-          riehte    der Deutschen Chemischen Gesellschaft    61 [1928], Seite 1692; britische     Patentschrift     318617).

   In diesen Veröffentlichungen wer  den als     Beispiele    unter anderem die Umset  zung von     Arabinose    und von     Mannose    mit       Cyclohexylamin    angeführt. Die     britische    Pa  tentschrift 313617 enthält weiter noch An  gaben über die Anwendung der     Umsetzung     auf     Aldol    und     Anilin    (Beispiel 9).  



  Aus dem Verhalten der     aliphatischen    oder       hydroaromatischen    Amine gegenüber Mono  see bei der     katalytischen;    Hydrierung konnte  keineswegs auf ein analoges Verhalten der  aromatischen     Amine    geschlossen werden.

    Nach     Untersuchungen    von     Lobry    de     Bruyn          (Pec.    de     trav.        chim.,        Pays        Bas        XIV    [1893],  Seite 98 und 134) bildet Zucker mit     aliphati-          schen    Aminen, vorzugsweise mit     Ammoniak,     verhältnismässig leicht,     Iminoverbindungen,     deren     Hydrierbarkeit    zu     Aminen    erwartet  werden konnte.  



  Demgegenüber ist die Natur der Verbin  dungen aus     Monosee,    insbesondere Glukose      mit aromatischen Aminen, wie Anilin,     Tolui-          din    und dergleichen, bis jetzt durchaus zwei  felhaft geblieben. v.     Euler    (Zeit-sehr. für       physiol.        Chem.    155 [1926], Seite 259) glaubt  sie als Schiffsehe Basen ansprechen zu müs  sen;

   auf ihr Vorliegen wird von ihm jedoch  nur aus der beobachteten Änderung der opti  schen Drehung geschlossen, feste Produkte  hat dieser Forscher nicht hergestellt.     Came-          ron        (Journ.        americ.        chem.        Soc.    48 [1926],  Seite 2233 und 2737) erhielt aus denselben  Ausgangsstoffen nur höher molekulare  gefärbte Kondensationsprodukte.

       Amadori          (Chem.    Zentralblatt [1931] I, Seite 3109,  und [1931]     1I,    Seite 41) konnte feste kristal  lisierte     Kondensationsprodukte    erzielen, die  er zum Teil als Schiffsehe Basen, zum Teil  als     glykosidartige    Verbindungen auffasst.  Alle diese von     Amadori    beschriebenen Stoffe  sind von geringer Beständigkeit und leicht       hydrolysierbar.     



  Zu welchen Endprodukten die kata  lytische     Hydrierung    von     Monosen    bei Gegen  wart von aromatischen Aminen führen würde,  konnte aus dem     bis    jetzt bekannten Verhal  ten der Glukose nicht     vorausgesehen    werden,       denn    einerseits ist es zweifelhaft, ob die aro  matischen Amine mit     Monosen    zu Schiffsehen  Basen zusammentreten, anderseits war infolge  der leichten     Hydrolysierbarkeit    der beschrie  benen Verbindungen anzunehmen, dass bei der  zur Hydrierung erforderlichen hohen Tempe  ratur überhaupt nur die     Ausgangsstoffe     (Zucker und Amin) vorhanden sein würden.

    Auch konnten     glukosidartige        Verbindungen     entstehen oder höher molekulare, möglicher  weise hydrierte     Kondensationsprodukte.    Im  Falle nur teilweiser Hydrolyse     bezw.    eines  unvollständigen Zusammentrittes der Kom  ponenten musste es wahrscheinlicher erschei  nen, dass der Zucker als solcher reduziert  würde.  



  Auch aus dem Gelingen der Umsetzung  nach     Skita    bei     Aldol    und Anilin kann nicht  auf ein     entsprechendes    Verhalten der Zucker  geschlossen werden.     Aldol    und Anilin kon  densieren leicht zum normal zusammengesetz  ten     Anil    (Berichte der Deutschen Chemischen    Gesellschaft 27 [1894, Seite 1292), das sich  gut reduzieren lässt. Die Anwendung dieser  Umsetzung auf Zucker und aromatische  Amine führt indessen nicht zum Erfolg.  



  Bei der Nachprüfung des Verfahrens der  britischen Patentschrift<B>31,3617</B> konnte die  Bildung des beschriebenen Amins aus     Aldol     und Anilin bestätigt werden. Dagegen trat  bei Ersatz des     Aldols    durch Glukose die Bil  dung des zu erwartenden     Phenylglukamins     nicht ein. Weder bei saurer, noch bei neutra  ler Reaktion der Reaktionsflüssigkeit wurde  Wasserstoff aufgenommen, selbst nicht bei  20     Atm.    Wasserstoffdruck; bei alkalischer  Reaktion wurde nur die Glukose zum     Sorbit     reduziert.

   Die Aufarbeitung des Reaktions  produktes ergab, dass<B>91%</B> des Anilins un  verändert geblieben waren, bei einem zweiten  Versuch mit     p-Toluidin    statt Anilin konnten  sogar 94 % des     Toluidins    unverändert zurück  genommen werden. Nach dem Ergebnis der  Versuche mit Platin als Katalysator muss es  überraschen, dass bei Verwendung von Nickel  als Katalysator     N-Arylglukamine    in so glat  ter Umsetzung entstehen.  



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung von 5  Methyl-2-carbä.thoxya-mino-d-ribaminobenzol,  welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man       d-Ribose    in Gegenwart von     5-Methyl-2-          carbäthoxyamino    -     aminobenzol    und einem  Nickelkatalysator bei erhöhter Temperatur  unter Druck hydriert.  



  Das     5-lhlethyl-2-carbäthoxyamino-d-rib-          aminobenzol    bildet farblose Kristalle vom  Schmelzpunkt 150 , die in Wasser und Alko  hol wenig, in Benzol und in Äther unlöslich  und in verdünnten Mineralsäuren leicht lös  lich sind. Es stellt ein     Zwischenprodukt    für  die Gewinnung von Arzneimitteln dar.  



       Beispiel:     150 Gewichtsteile     d-Ribose    und 196 Ge  wichtsteile     5-Methyl-2-carbäthoxyamino-ami-          nobenzol    werden in 800 Gewichtsteilen was  serfreiem Methylalkohol bis zum Eintritt  homogener Lösung gekocht. Anschliessend  wird nach Zugabe von 10     Gewichtsteilen         Nickelkatalysator bei 90 bis<B>100</B>   und 20 bis  25     Atm.    im     Autoklaven    mit     Wasserstoff    be  handelt, bis die Wasserstoffaufnahme 2 Ge  wichtsteile beträgt.

   Das vom Katalysator  getrennte Filtrat     wird    im Vakuum bis zur  beginnenden Kristallisation eingeengt und  mit dem gleichen Volumen trockenen Äthers  zur völligen     Abscheidung    des     1-11Iethyl-4-          carbäthoxyamino-    5     --d-ribaminobenzols    ver  setzt. Dieses bildet farblose Nadeln vom  Schmelzpunkt<B>150'.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 5-Methyl- 2 - carbäthoxyamino - @d - ribaminobenzol, da- durch gekennzeichnet, dass man d-Ribose in Gegenwart von 5-Methyl-2-carbäthoxyamino- aminobenzol und einem Nickelkatalysator bei erhöhter Temperatur unter Druck hydriert. Das 5-Methyl-2-carbäthoxyamino-d-rib- aminobenzol bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 150 , die in Wasser und Alko hol wenig,
    in Benzol und in Äther urilöslich und in verdünnten Mineralsäuren leicht lös lich sind. Es stellt ein Zwischenprodukt für die Gewinnung von Arzneimitteln dar.
CH188769D 1934-11-08 1935-09-16 Verfahren zur Darstellung von 5-Methyl-2-carbäthoxyamino-d-ribaminobenzol. CH188769A (de)

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