CH188768A - Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-2-carbäthoxyamino-5-d-ribaminobenzol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-2-carbäthoxyamino-5-d-ribaminobenzol.

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CH188768A
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ribaminobenzene
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carbethoxyamino
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung von     1,2-Diinethyl=2-carbäthogyamino-5-d-ribaminobenzol.       Es wurde gefunden,     dass,    man     N-Aryl-          glukamine    leicht und mit sehr guter Aus  beute     gev-innen    kann,     wenn    man     Monosen    in       Cxegenwart    von     primären    Aminen der     Ben-          zolreihe    und einem Nickelkatalysator der  Hydrierung unterwirft, wobei die     Monosen     zweckmässig in Lösung mit dem Amin auf  erhöhte Temperatur (etwa 90 bis 140') un  ter Druck erhitzt werden.  



       N-Arylglukamine    sind bisher im Schrift  tum nicht beschrieben worden. In der fran  zösischen Patentschrift 770.294 ist die Dar  stellung von     1Zethylglukamin    durch Erhitzen  von     Glukose    und wässerigem     Methylamin          unter    Druck in Gegenwart von     Wasserstoff     und einem     Hydrierungskatalysator    erwähnt.

    Ferner ist bekannt,     Oxyaldehyde    oder     Oxy-          ketone    und     aliphatische    oder     hydroaroma-          tische    Amine in     Anwesenheit    von Platin als       Katalysator    mit     -Wasserstoff    zu behandeln,  wodurch     Aminoalkohole    entstehen     (Skita,     Berichte der Deutschen     Chem.    Ges. 61    [192,8, Seite 1692;

   britische Patentschrift       313617).        In    diesen Veröffentlichungen wer  den als     Beispiele    unter anderem die Umset  zung von     Arabinose    und von     Mannose    mit       Cyclohexylamin    angeführt. Die britische  Patentschrift 313617 enthält weiter noch An  gaben über die Anwendung der Umsetzung  auf     Aldol    und     Anilin    (Beispiel 9).  



  Aus dem Verhalten der     aliphatischen    oder  hydroaromatischen Amine gegenüber Mono  see bei der katalytischen Hydrierung konnte  keineswegs auf ein analoges Verhalten der  aromatischen     Amine    geschlossen werden.  Nach     Untersuchungen    von     Lobry    de     Bruyn          (Ree.    de trau.

       chim.,        Pays        Bas    XIV     [189M,     Seite 98 und 134) bildet Zucker mit     alipha-          tischen    Aminen, vorzugsweise mit Ammo  niak,     verhältnismässig    leicht     Iminoverbiadun-          gen,    deren     Hydrierbarkeit    zu Aminen erwar  tet werden konnte.  



  Demgegenüber ist die Natur der Verbin  dungen aus Monosee, insbesondere Glukose      mit aromatischen Aminen, wie Anilin,     Tolui-          din    und dergleichen, bis jetzt durchaus zwei  felhaft geblieben. v.     Euler        (Zeitschr.    für       physiol.        Chem.    155 [1926, Seite 259) glaubt  sie als     Schiffsche    Basen ansprechen zu Müs  sen;

   auf ihr Vorliegen wird von ihm jedoch  nur aus der beobachteten Änderung der opti  schen Drehung geschlossen,     feste    Produkte  hat dieser Forscher nicht hergestellt.     Came-          ron        (Journ.        amerie.        chem.        Soc.    48:

       [192B,     Seite 2233     und    2737) erhielt aus denselben  Ausgangsstoffen nur höher molekulare  gefärbte Kondensationsprodukte.     Amadori          (Chem.    Zentralblatt     [1931_]        1-,    Seite 31.09,  und [1931]     1I,    Seite 41) konnte feste kristal  lisierte     Kondensationsprodukte    erzielen, die  er zum Teil als     Schiffsche    Basen, zum Teil  als     glykosidartige    Verbindungen auffasst.

    Alle diese von     Amadori    beschriebenen Stoffe  sind von geringer     Beständigkeit    und leicht       hydrolysierbar.     



  Zu welchen Endprodukten die kata  lytische Hydrierung von     Monosen    bei Ge  genwart von aromatischen Aminen     führen     würde, konnte aus dem     bis    ,jetzt     bekannten     Verhalten der Glukose nicht vorausgesehen  werden, denn einerseits ist es     zweifelhaft,    ob  die aromatischen Amine mit     Monosen    zu       Schiffschen    Basen zusammentreten, ander  seits war infolge der leichten     Hydrolysierbar-          keit    der beschriebenen     Verbindungen    anzu  nehmen,

   dass bei der zur     Hydrierung    erfor  derlichen hohen Temperatur überhaupt nur  die Ausgangsstoffe (Zucker und Amin) vor  handen sein würden. Auch     konnten        glukosid-          artige    Verbindungen entstehen oder höher  molekulare, möglicherweise hydrierte Kon  densationsprodukte. Im Falle nur teilweiser  Hydrolyse     bezw.    eines unvollständigen Zu  sammentrittes der     Komponenten    musste es  wahrscheinlicher erscheinen, dass der Zucker  als solcher reduziert würde.  



  Auch aus dem Gelingen der Umsetzung  nach     Skita    bei     Aldol    und Anilin kann nicht  auf ein entsprechendes Verhalten der Zucker  geschlossen werden.     Aldol    und Anilin     kon-          densieren    leicht zum normal zusammengesetz  ten     Anil    (Berichte der Deutschen     Chem.    Ges.    2,7 [18941, Seite 1292), das sieh gut redu  zieren     lässt.    Die Anwendung dieser Umset  zung auf Zucker und aromatische Amine  führt indessen nicht zum Erfolg.  



  Bei der Nachprüfung des     Verfahrens    der  britischen     Patentsehrift    313617 konnte die  Bildung des beschriebenen Amins aus     Aldol     und     Anlin    bestätigt werden. Dagegen trat  bei Ersatz des     Aldols    durch Glukose die Bil  dung des zu erwartenden     Phenylglukamins     nicht ein. Weder bei saurer, noch bei neu  traler Reaktion der     Reaktionsflüssigkeit     wurde Wasserstoff aufgenommen, selbst  nicht bei 20     Atm.    Wasserstoffdruck; bei  alkalischer Reaktion wurde nur die Glukose  zum     Sorbit    reduziert.

   Die Aufarbeitung des       Reaktionsproduktes    ergab, dass     9170    des Ani  lins unverändert geblieben waren, bei einem  zweiten Versuch mit     p-Tolui:din    statt Anilin  könnten sogar     94%    des     Toluidins    unverän  dert zurückgewonnen werden. Nach dem Er  gebnis der Versuche mit Platin als Kataly  sator muss es überraschen, dass bei Verwen  dung von     Nickel    als Katalysator     N-Aryl-          gIukamine    in so glatter Umsetzung entstehen.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung von 1,2  Dimethyl-4-     carbäthoxyamino-    5-     d-ribamino-          benzol,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man     d-R,ibose    in     Gegenwart    von     1,2-          Dimethyl-    4-     carbäthoxyamino    - 5 -     aminobenzol     und einem Nickelkatalysator bei erhöhter  Temperatur unter Druck     hydriert.     



  Das     1,2-Dimethyl-4-carbäthoxyamino-5-d-          ribaminobenzol    bildet farblose Kristalle vom  Schmelzpunkt<B>170',</B> die in Wasser und  Alkohol wenig, in Benzol und in Äther un  löslich und in verdünnten Mineralsäuren  leicht löslich sind. Es stellt ein Zwischen  produkt für die Gewinnung von Arzneimit  teln dar.  



  <I>Beispiel:</I>  150     Gewichtsteile        d-Ribose    und 208 Ge  wichtsteile     1,2-Dimethyl-4-carbäthoxyamino-          5-aminobenzol    werden mit 800 Gewichtstei  len wasserfreiem Methylalkohol bis zum Ein  tritt     homögener    Lösung gekocht. Dann wird  im Autoklauen mit 10 Gewichtsteilen Nickel-           katalysator    versetzt.     Bei    90 bis 100   und 20  bis 25     Atm.    Wasserstoff werden 2     Gewichts-          teile    Wasserstoff aufgenommen.

   Das vom  Katalysator befreite Filtrat wird im Vakuum  auf die Hälfte     des    Anfangsvolumens     einga-          engt    und in der Kälte mit dem gleichen Vo  lumen trockenen Äthers versetzt.     1,2-Di-          methyl-4-carbäthoxyamino-    5     -d-ribaminoben-          zol    kristallisiert hierbei in Form weisser  Nadeln vom Schmelzpunkt<B>170'</B> aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 1,2-Di- inethyl- 4 -carbäthoxyamino- 5 -d -ribaminoben- zol, dadurch gekennzeichnet, dass man d-Ribose in Gegenwart von 1.2-Dimethyl-4- carbäthoxyamino-5-aminobenzol und einem Nickelkatalysator bei erhöhter Temperatur unter Druck hydriert.
    Das 1,2-Dimethyl-4-carbäthoxyamino-5-d- ribaminobenzol bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 170 , die in Wasser und Alko hol wenig, in Benzol und in Äther unlöslich und in verdünnten Mineralsäuren leicht lös lich sind. Es stellt ein Zwischenprodukt für die Gewinnung von Arzneimitteln dar.
CH188768D 1934-11-08 1935-09-16 Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-2-carbäthoxyamino-5-d-ribaminobenzol. CH188768A (de)

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