CH191244A - Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.

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CH191244A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines     filmbildenden        Mittels.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines filmbilden  den     Mittels,    das     darin        besteht,    dass man ein  durch Kondensation von Phenol und Formal  dehyd und nachträgliche     Hydrierung    des       Kondensationsproduktes    erhaltenes Kunst  harz mit     Phthalsäureanhydrid    umsetzt.

   Das       Kondensationsprodukt        .aus    Phenol und For  maldehyd kann in bekannter Weise durch  Erhitzen von Phenol und Formaldehyd un  ter entsprechender Wahl des     )#lengenverhä.1t-          nisses    erhalten werden.  



  Die     Hydrierung        dieses    Kondensations  produktes erfolgt nach bekannten Methoden       unter    Verwendung von Katalysatoren wie  Nickel, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink.  Cadmium, Mangan oder Edelmetall     bezw.     aus     diesen    Metallen     gemischten    Katalysa  toren; ferner können auch Katalysatoren, die  gegen einen Schwefelgehalt     unempfindlich     sind, wie     Molybdän,    Wolfram     und    derglei  chen     verwendet    werden.  



  Um das     Abdestillieren    des Reaktions-         Wassers    zu erleichtern, kann die     Umsetzung     des     Hydrierungsproduktes    mit     Phthalsäure-          anhydrid    auch     unter        Anwendung    von in  differenten Gasen     wie        Stickstoff,        Wasser-          stoff    oder     Kohlendioxyd        vorgenommen    wer  den.

   Zu dem gleichen     Zweoke    kann man       auch        gewünschtenfalls        unter    Unterdruck  oder mit     azeotropen    Mitteln arbeiten; gege  benenfalls ist es auch     zweckmässig,    mit oder  ohne     Überdruck    zu     arbeiten.     



  Auch kann man die     Kondensation    in Ge  genwart oder     Abwesenheit    von     Lösungsmit-          teln    wie Benzin, Naphtha,     Solventnaphtha,          Kerosen,    Alkoholen, wie Methylalkohol,  Äthylalkohol,     Butylalkohol,        Isobutylalkohol     oder andern Verbindungen wie Aceton,       Äthylacetat,        Rutylacetat,        Cyclodvacetat,        Tri-          acetin,        Oxalsäure-diäthyl-,

          -dibutyl-    und       -diamylester,        Milchsäureäthylester,        vonWein-          säureestern,    von     Glykoläthern    wie     -methyl-,          -äthyl-    und     -butyläther,    von     Äthylenglykol-          diäthyläthern,        Äthylenchlorhydrin,        Vinyl-          aoetat,    Benzol,     Toluol,        Xylol,        Cymol,

      Napli-           thalin,        hyd.rie@rtem    Naphthalin,     Diphenyl,          Anthracen,        Inden,    Terpentin,     Benzylalkohol,          Cyclohexanol,        Kresol,        Kumaron,    Kampfer,  sowie andern     Äthern    und Estern vornehmen.  



  Auch kann man die     Kondensation    durch  Zusatz von     Beschleunigern    erleichtern. Ge  eignete Beschleuniger sind beispielsweise  Schwefelsäure. Salzsäure, Borsäure, Bor  säureanhydrid, Kieselsäure, Phosphorsäure,  Alkalien wie Natronlauge, Kalilauge, alko  holische Kalilauge,     Ammoniak,        Metalloxyde     wie     Magnesiumoxyd,        Kalziumoxy    d, Barium  oxyd,     Aluminiumoxyd,    Zinkoxyd,     Titan-          oxyd.    Eisenoxyd, Bleioxyd. ferner die       Hydroxyde    der genannten Metalle.

   Andere       Reaktionsbeschleuniger    sind anorganische  Salze wie     Alkalikarbonate,        Alkal.iborate,          Alkalisulfide,        Ammonchlorid,        Kalziumchlo-          rid,    andere     Xalziumsalze,        Bariumsalze,    Alu  miniumsalze. Zinksalze. Kupfersalze und  dergleichen.

   Auch kann man bei der     Real-:-          tion    gegebenenfalls     Stoffe    wie Schwefel,  Halogen, Zink und Eisen zusetzen.     Weitere     Zusätze sind Salze organischer     Ka.rbonsä.u-          ren    wie     Natriumacetat,    Kalzium-, Barium-,       Strontiumaeetat.        Eisenlaktat.        KaIziumphtha-          late,        Metallseifen,    Harzseifen und derglei  chen.  



  <I>Beispiel:</I>  227 Gewichtsteile eines aus 7     Mol    Phenol  und 6     Mol    Formaldehyd erhaltenen Kunst  harzes     werden    mit 30 Gewichtsteilen eines  Nickel enthaltenden     Mischkatalysators    in       einem        Rührautoklaven        während        4-    Stunden  bei 190 bis     2'30          unter    etwa 100 atü Druck  mit Wasserstoff behandelt.

   127 Gewichts  teile des so gewonnenen     @ydrierungsproduk-          tes    werden mit 73 Gewichtsteilen     Phthal-          säureanhydrid    während 4     Stunden    bei 15 mm       Druck    auf<B>175</B> bis<B>180'</B> erhitzt, wobei eine  Gewichtsabnahme von etwa 10 Teilen     auf-          tritt.     



  Es wird ein helles Harz erhalten, das  vorzügliche filmbildende. Eigenschaften auf  weist.     Das    neue filmbildende Mittel kann       insbesondere    bei der Herstellung von Lacken,  Farbenbindemitteln, Klebestoffen. Kunst  massen. Isoliermassen. Imprägniermitteln,         Kabelmassen,    als Ersatz für Naturharze und  dergleichen Verwendung finden. Das neue  Produkt kann vollkommen frei von Verun  reinigungen, wie sie in Naturharzen häufig  enthalten sind, geliefert werden.

   Mechani  schen und chemischen Beanspruchungen ist  das neue Produkt weitgehend gewachsen; es  besitzt ein hohes elektrisches     Isoliervermö-          gen,    ist gegen praktisch in     Betracht    kom  mende Temperaturen unempfindlich und  zeichnet sich schliesslich durch sehr helle  Farbe aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines filmbil denden Mittels, dadurch gekennzeichnet. dass man ein durch Kondensation von Phenol und Formaldehyd und nachträgliche Hydrie rung des Kondensationsproduktes erhaltenes Kunstharz mit P'hthalsäureanhydrid um setzt. Das erhaltene Produkt ist ein helles Harz, das auf den verschiedensten Gebieten als ausgezeichnetes filmbildendes Mittel Ver wendung finden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung durch einen Zusatz von Reaktionsbe schleunigern erleichtert. \?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Erleichte- rung des Abdestillierens des. bei der Reak tion entstehenden Wassers die Umsetzung unter Anwendung von indifferenten Gasen vornimmt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter vermindertem Druck vornimmt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da_ss man die Umsetzung unter Überdruck vornimmt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Mitverwendung von Lösungsmitteln vornimmt.
CH191244D 1934-12-12 1935-12-09 Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. CH191244A (de)

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