CH194970A - Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.

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CH194970A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.    Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren  zur Herstellung eines filmbildenden Mittels,  das darin besteht, dass man ein hydriertes  Kondensationsprodukt aus Phenol und For  maldehyd, das mehr als drei     Phenolreste    ent  hält, mit     Phthalsäureanhydrid    umsetzt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines filmbilden  den Mittels, das darin besteht, dass man       perhydriertes        4,4'-Dioxy-ditoly        lmethan    mit       Phtlialsäureanhy        drid    erhitzt.

   Das als Aus  gangsstoff verwendete     perhydrierte        4,4'-Di-          oxyditolylmethan    kann in bekannter Weise  dadurch gewonnen werden, dass man das  durch     Umsetzung    von technischem     o-Kresol     und Formaldehyd in entsprechendem Mengen  verhältnis gewonnene     4,4'-        Dioxy    -     ditolyl-          inethan        perhydriert.     



  Die     Perhydrierung    dieses     Dioxy-ditoly        1-          methans    erfolgt nach bekannten Methoden  unter Verwendung von Katalysatoren, indem  man solange hydriert, bis alle Doppelbin-         dungen    vollkommen durch Wasserstoff ab  gesättigt worden sind.  



  Um das     Abdestillieren    des Reaktionswas  sers zu erleichtern, kann die Umsetzung des       Hydrierungsproduktes    mit     Phthalsäurean-          hydrid    auch unter Anwendung von in  differenten Gasen wie Stickstoff, Wasser  stoff oder     Kohledioxyd    erfolgen.     Gewünsch-          tenfalls    kann man auch mit Unterdruck oder  mit     azeotropen    Mitteln arbeiten; gegebenen  falls auch mit Überdruck.  



  Die Kondensation kann man auch in  Gegenwart von Lösungsmitteln vornehmen.  Als solche werden beispielsweise folgende  angeführt: Benzin, Naphtha,     Solventnaphtha,          Kerosen,    Alkohole wie Methylalkohol,     Äthyl-          alkohol,        Butylalkohol,        Isobutylalkohol    oder  andere Verbindungen wie Aceton,     Äthyl-          acetat,        Butylacetat,        Cyclodiacetat,        Triacetin,          Oxalsäurediäthyl-,

          -dibutyl-        und        -diamyl-          ester,        Milchsäureäthylester,        Weinsäureester,          Glykoläther    wie     -methyl-,        -äthyl-    und     -butyl-          äther,        Athylenglykol-diäthyläther,    Äthylen-           chlorhydrin,        Vinylacetat,    Benzol,     Toluol,          Xylol,        Cymol,    Naphthalin, hydriertes Naph  thalin,

       Diphenyl,        Anthracen,        Inden,    Terpen  tin,     Benzylalkohol,        Cyclohexanol,        Kresol,          Kumaron,    sowie andere Äther und Ester.  



  Die Kondensation kann man ferner durch  Zusatz von     Beschleunigern    erleichtern. Als  solche sind beispielsweise zu nennen: Schwe  felsäure, Salzsäure, Borsäure,     Borsäurean-          hydrid,    Kieselsäure, Phosphorsäure, Alkalien       wie    Natronlauge, Kalilauge, alkoholische  Kalilauge, Ammoniak, Metalloxyde     wie    Mag  nesiumoxyd,     Kalziumoxyd,        Bariumoxyd,          Aluminiumoyd,    Zinkoxyd,     Titanoxyd,    Eisen  oxyd, Bleioxyd, ferner die     Hydroxyde    der  genannten Metalle.

   Als Reaktionsbeschleu  niger sind ferner zu nennen: anorganische  Salze wie     Alkalikarbonate,        Alkaliborate,          Alkalisulfide,        Ammonehlorid,        Kalziumehlo-          rid,    niedere     Kalziumsalze,        Bariumsalze,    Alu  miniumsalze, Zinksalze, Kupfersalze und       dergl.    Bei der Reaktion kann man auch ge  gebenenfalls Stoffe wie Schwefel, Halogen,  Zink und Eisen zusetzen;

   ferner Salze orga  nischer     Karbonsäuren        wie        Natriumacetat,     Kalzium-, Barium-,     Strontiumacetat,        Eisen-          laktat,        Kalziumphthalate,    Metallseifen, Harz  seifen und     dergl.     



  <I>Beispiel:</I>  242 Gewichtsteile des     perhydrierten    4,4'  Dioxy-ditolylmethans werden mit 148     Ge-          urichtsteilen        Phthalsäureanhydrid    unter Zu  satz von 3,5 Gewichtsteilen Borsäure zu  nächst schnell auf 170  und     dann    langsam  auf     230-250'    erhitzt. Nach beendeter     Ver-          esterung    wird noch einige Zeit bei dieser  Temperatur belassen. Beim Abkühlen erhält  man ein fast farbloses Harz, das vorzügliche  filmbildende Eigenschaften aufweist.

   Es  kann insbesondere bei der Herstellung von  Lacken,     Farbenbindemitteln,    Klebstoffen,  Kunstmassen, Isoliermassen, Imprägniermit  teln, Kabelmassen, als Ersatz für Natur  harze und     dergl.    Verwendung finden. Es  kann vollkommen frei von Verunreinigungen,  wie sie in Naturharzen häufig enthalten sind,    geliefert werden. Mechanischen und chemi  schen Beanspruchungen ist das neue Harz  weitgehend gewachsen; es besitzt ein hohes  elektrisches Isoliervermögen, ist gegen prak  tisch in Betracht kommende Temperaturen  unempfindlich und zeichnet sich schliesslich  durch sehr helle Farbe aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines film bildenden Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man perhydriertes 4,4'-Dioxy-ditolyl- methan mit Phthalsäureanhydrid unter Er hitzen umsetzt. Das Erzeugnis ist ein fast farbloses Harz mit vorzüglichen filmbilden den Eigenschaften. UNTERANSPRtTCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung durch Zusatz von Reaktionsbeschleunigern erleichtert. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Erleichte rung des Abdestillierens des bei der Reak tion entstehenden Wassers die Umsetzung unter Anwendung von indifferenten Ga sen vornimmt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter vermindertem Druck vornimmt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Überdruck vornimmt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Mitverwendung von Lösungsmitteln vornimmt. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Temperatur bei der Umsetzung zunächst schnell bis auf etwa<B>170'</B> steigert und dann langsam auf etwa 230 bis<B>250'</B> bringt.
CH194970D 1934-12-12 1935-12-09 Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. CH194970A (de)

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