CH194969A - Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.

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CH194969A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden     Mittels.       Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren  zur Herstellung eines filmbildenden Mittels,  das darin besteht, dass man ein hydriertes  Kondensationsprodukt aus Phenol und Form  aldehyd, das mehr als 3     Phenolreste    ent  hält, mit     Plrthalsäurearrhydrid    umsetzt.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Ver  fahren zur Herstellung eines     filmbildenden     Mittels, das darin besteht, dass man     perhy-          driertes        4,4'-Dioxy-dipherrylmethan        mitPhthal-          säureanhydrid    erhitzt.

   Das als Ausgangsstoff  verwendete     perhydrierte        4,4'-Dioxy-diphenyl-          methan    kann in bekannter Weise dadurch  gewonnen werden, dass man das durch Um  setzung von Phenol und Formaldehyd in ent  sprechendem Mengenverhältnis gewonnene       Dioxy-dipherrylmethan        perhydriert.     



  Die     Perhydrierung    des     4,4'-Dioxy-diphe-          nylmethans    erfolgt nach bekannten Methoden  unter Verwendung von Katalysatoren, indem  man so lange hydriert, bis alle Doppelbin  dungen     vollkommen        abgesättigt    worden sind.    Um das     Abdestillieren    des Reaktions  wassers zu erleichtern, kann die Umsetzung  des     :Rydrierungsproduktes    mit     Phtbalsäiirean-          hydrid    auch unter Anwendung von indifferen  ten Gasen wie     Stickstoff,        Wasserstoff    oder  Kohlendioxyd erfolgen.

   G     ewünschtenfalls    kann  man auch mit Unterdruck oder mit     azeotro-          pen    Mitteln arbeiten; gegebenenfalls auch  mit Überdruck.  



  Die Kondensation kann man auch in Ge  genwart von Lösungsmitteln vornehmen. Als  solche werden beispielsweise angeführt: Ben  zin, Naphtha,     Solventnaphtba,        gerosen,    Al  kohole wie Methylalkohol,     Äthylalkohol,        Bu-          tylalkohol,        Isobutylalkohol    oder andere Ver  bindungen wie Aceton,     Äthylacetat,        Butyl-          acetat,        Cyclodiacetat,        Triacetin,        Oxalsäure-          diäthyl-,

          -dibutyl-    und     -diamylester,    Milch  säure-äthylester,     Weinsäureester,        Glykoläther     wie     -methyl-,        -äthyl-    und     -butyläther,        Äthylen-          glykol-diäthyläther,        Äthylenchlorhydrin,        Vi-          nylacetat,    Benzol,     Toluol,        gylol,        Cymol,    Naph  thalin, hydriertes     Naphtbalin,        Diphenyl,

      An-           thracen,        Inden,    Terpentin,     Benzylalkohol,          Cyclohexanol,        Kresol,        Kumaron,    sowie andere  Äther und Ester.  



  Die Kondensation kann man ferner durch  Zusatz von Beschleunigern erleichtern. Als  solche sind beispielsweise zu nennen: Schwe  felsäure, Salzsäure, Borsäure,     Borsäureanhy-          drid,    Kieselsäure, Phosphorsäure, Alkalien  wie Natronlauge, Kalilauge, alkoholische Kali  lauge, Ammoniak, Metalloxyde wie Ma  gnesiumoxyd,     Kalziumoxyd,        Bariumoxyd,    Alu  miniumoxyd, Zinkoxyd,     Titanoxyd,    Eisenoxyd,  Bleioxyd, ferner die     Hydroxyde    der genannten  Metalle.

   Als Reaktionsbeschleuniger sind     fer-          nerverwendbar:    anorganische Salze     wieAlkali-          karbonate,        Alkaliborate,        Alkal.isulfide,        Ammon-          chlorid,        Kalziumchlorid,    niedere Kalzium  salze,     Bariumsalze,    Aluminiumsalze, Zinksalze,  Kupfersalze und     dergl.    Bei der Reaktion  kann man auch gegebenenfalls Stoffe wie  Schwefel, Halogen, Zink und Eisen zusetzen;

    ferner Salze organischer     Karbonsäuren    wie       Natriumacetat,    Kalzium-, Barium-,     Strontium-          acetat,        Eisenlactat,        Kalziumphthalate,    Metall  seifen, Harzseifen und     dergl.       <I>Beispiel:</I>  214 Gewichtsteile des     perhydrierten        4,4'-          Dioxy-diphenylmethans    werden mit 148 Ge  wichtsteilen     Phthalsäureanhydrid    unter Zu  satz von 3,5 Gewichtsteilen Borsäure zunächst  schnell auf<B>170'</B> und darauf langsam auf  230-250  erhitzt.

   Nach beendeter     Veresterung     wird noch einige Zeit bei dieser Temperatur  belassen. Man erhält beim Abkühlen als End  erzeugnis ein fast farbloses Harz, das vor  zügliche filmbildende Eigenschaften aufweist.  Es kann insbesondere bei der Herstellung  von Lacken, Farbenbindemitteln, Klebstoffen,  Kunstmassen, Isoliermassen, Imprägniermit  teln, Kabelmassen, als Ersatz für Naturharze  und dergleichen Verwendung finden. Das  neue Mittel kann vollkommen frei von Ver  unreinigungen, wie sie in Naturharzen häufig    enthalten sind, geliefert werden. Mechanischen  und chemischen Beanspruchungen ist das  neue Mittel weitgehend gewachsen; es besitzt  ein hohes elektrisches Isoliervermögen, ist  gegen praktisch in Betracht kommende Tem  peraturen unempfindlich und zeichnet sich  schliesslich durch sehr helle Farbe aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines filmbilden den Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man perhydriertes 4,4-Dioxy-diphenylmethan mit Phthalsäureanhydrid unter Erhitzen umsetzt. Das Erzeugnis ist ein fast farbloses Harz mit vorzüglichen filmbildenden Eigenschaften. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung durch Zusatz von Reaktionsbeschleunigern erleichtert. 2.
    Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Erleichterung des Abdestillierens des bei der Reaktion entstehenden Wassers die Umsetzung un ter Anwendung von indifferenten Gasen vornimmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter vermindertem Druck vornimmt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung mit Überdruck vornimmt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Mitverwendung von Lösungsmitteln vornimmt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Temperatur bei der Umsetzung zunächst schnell bis auf etwa<B>1701</B> steigert und dann langsam auf etwa 230-250 bringt.
CH194969D 1934-12-12 1935-12-09 Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. CH194969A (de)

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