CH194972A - Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.

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CH194972A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels.    Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren  zur Herstellung eines filmbildenden Mittels,  das darin besteht,     da.ss    man ein hydriertes  Kondensationsprodukt aus Phenol und     For-          tnaldehyd,    das mehr als drei     Phenolreste    ent  hält, mit     Phthalsäureanhydrid    umsetzt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines filmbilden  den Mittels, das darin besteht, dass man     per-          hydriertes        Dioxy-ditolylmethan    mit     Phthal-          säureanhydrid    und     Leinölfettsäure    erhitzt.

    Das als Ausgangsstoff verwendete per  hydrierte     Dioxyditolylmethan    kann in be  kannter Weise dadurch gewonnen werden,  dass man das durch Umsetzung von einem in  Hauptsache     o-Kresol    enthaltenden techni  schen     Kresolgemisch    und     Formaldehyd    in  entsprechendem Mengenverhältnis gewonnene       Dioxy-ditolylmethan        perhydriert.     



  Die     Perhydrierung    des     Dioxy-ditolyl-          methans    erfolgt nach bekannten Methoden  unter     Verwendung    von Katalysatoren, in  dem man so lange hydriert, bis alle Doppel-    Bindungen vollkommen durch Wasserstoff       abgesättigt    worden sind.  



  Um das     Abdestillieren    des Reaktions  wassers zu erleichtern, kann die Umsetzung  des     Hydrierungsproduktes    mit     Phthalsäure-          anhydrid    und     Leinölfettsäure    auch unter An  wendung von indifferenten Gasen wie Stick  stoff, Wasserstoff oder Kohlendioxyd er  folgen.     Gewünschtenfalls    kann man auch mit  Unterdrück oder mit     azeotropen    Mitteln  arbeiten; gegebenenfalls auch mit Überdruck.  



  Die Kondensation kann auch in Gegen  wart von     Lösungsmitteln    erfolgen. Als solche  werden beispielsweise folgende angeführt:  Benzin, Naphtha,     Solventhnaphtha,        Kerosen,     Alkohole wie Methylalkohol,     Athylalkohol,          Butylalkohol,        Isobutylalkohol    oder andere  Verbindungen wie Aceton,     Athylacetat,          Butylacetat,        Cyclodioacetat,        Triacetin,        Oxal-          säurediäthyl-,

          -dibutyl-    und     -diamylester          Milchsäure-äthylester,        Weinsäureester,        Gly-          koläther        wie        -methyl-,        -äthyl-        und        -butyl-          äther,        Athylenglykol-diäthyläther,    Äthylen-           chlorhydrin,        Vinylacetat,    Benzol,     Toluol,          Xylol,        Cymol,    Naphthalin,

   hydriertes Naph  thalin,     Diphenyl,        Anthracen,        Inden,    Terpen  tin,     Benzylalkohol,        Cyclohexanol,        Kresol,          Kumaron,    Kampfer, sowie andere Äther und       Ester.     



  Die     Kondensation    kann man ferner durch  Zusatz von Beschleunigern erleichtern. Als  solche sind beispielsweise zu nennen: Schwe  felsäure, Salzsäure, Borsäure,     Borsäurean-          hydrid,    Kieselsäure, Phosphorsäure,     Alka-          lien    wie Natronlauge, Kalilauge, alkoholische  Kalilauge, Ammoniak, Metalloxyde wie Mag  nesiumoxyd;     Kalziumoxyd,        Bariumoxyd,        Alu-          miniumoxyd,        Zinkoxyd,        Titanoxyd,    Eisen  oxyd, Bleioxyd, ferner die     Hydroxyde    der ge  nannten Metalle.

   Als Reaktionsbeschleuniger  sind     ferner    zu     nennen:    anorganische Salze  wie     Alkalikarbonate,        Alkaliborate,    Alkali  sulfide,     Ammonchlorid,        Kalziumchlorid,    nie  dere     Kalziumsalze,        Bariumsalze,    Aluminium  salze, Zinksalze, Kupfersalze und     dergl.    Bei  der Reaktion kann man auch gegebenenfalls  Stoffe wie Schwefel, Halogen, Zink und  Eisen zusetzen;

   ferner Salze organischer       Karbonsäuren    wie     Natriumacetat,    Kalzium-,       Barium-,        Strontiumacetat,        Eisenlaktat,        Kal-          ziumphthalate,    Metallseifen, Harzseifen und       dergl.     



  <I>Beispiel:</I>  20 Gewichtsteile     perhydriertes        Dioxy-          ditolylmethan    werden mit 12 Gewichtsteilen       Phthalsäureanhydrid    und 6 Gewichtsteilen       Leinölfettsäure    während 6     Stunden    bei  13 mm Druck auf     165-170'    erhitzt. Hierbei  tritt ein Gewichtsverlust ein. Man erhält ein  helles öllösliches Harz, das vorzügliche film  bildende Eigenschaften aufweist.

   Es kann  insbesondere bei der Herstellung von Lacken,       Farbenbindemitteln,    Klebstoffen, Kunstmas  sen, Isoliermassen,     Imprägniermitteln,    Kabel  massen, als Ersatz für     Naturharze-    und       dergl.    Verwendung finden. Das neue Harz    kann vollkommen frei von Verunreinigungen,  wie sie in Naturharzen häufig enthalten sind,  geliefert werden. Mechanischen und chemi  schen Beanspruchungen ist das neue Harz  weitgehend gewachsen: es besitzt     ein    hohes       elektrisches    Isoliervermögen, ist gegen prak  tisch in Betracht kommende Temperaturen  unempfindlich und zeichnet sich schliesslich  durch sehr helle Farbe aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines film bildenden Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man perhydriertes Dioxy-ditolylmethan mit Phthalsäureanhydrid und Leinölfettsäure unter Erhitzen umsetzt. Das Erzeugnis ist ein helles öllösliches Harz mit vorzüglichen filmbildenden Eigenschaften. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung durch Zusatz von Reaktionsbeschleunigern erleichtert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Erleich terung des Abdestillierens des bei der Re aktion entstehenden Wassers die Um setzung unter Anwendung von indifferen ten Gasen vornimmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter vermindertem Druck vornimmt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Überdruck vornimmt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung unter Mitverwendung von Lösungsmitteln vornimmt.
CH194972D 1934-12-12 1935-12-09 Verfahren zur Herstellung eines filmbildenden Mittels. CH194972A (de)

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