CH195070A - Verfahren zur Herstellung eines Provitamin-D enthaltenden Steringemisches. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Provitamin-D enthaltenden Steringemisches.

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CH195070A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Yeifahren    zur Herstellung eines     Provitamin-D    enthaltenden     Steringemisches.       Die     Erfindung    betrifft die Herstellung  eines     Provitamin    D enthaltenden     Steringe-          misches.     



  Es bestehen     bekanntlich    zwei     in    der       Natur    vorkommende     .Sterine,    die durch Be  strahlung mit     Ultraviolettlicht        autirachitisch          wirksam    gemacht wurden, und zwar einer  seits     Ergosterin        pflanzlieh@er    Herkunft, das  lange als     das    einzige     Provitamin    D     betrach-          tet    wurde, und     anderseits        Cholesterin    tieri  scher Herkunft.

   Trotz .der allgemeinen     Er-          kenntnss,        dass    nicht ;das     Cholesterin    selbst       aktiviert    wird., sondern eine     dasselbe        in    sehr  geringen Spuren     begleitende        Verunreinigung          (Provitamin),    sind bisher alle Versuche., die  ses     Cholesterinprovitamin        auszuscheiden    oder  selbst in     erheblichem        Masse    zu konzentrieren,

         gescheitert.        Inder        diesbezüglichen        Literatur     werden     viele        Angaben    bezüglich     des        Prozent-          satzes    an     Provitamin        in    dem in der     Natur          vorkommendem        Cholesterin    erwähnt;

   es er  gibt sich     daraus,        .dass.        Cholesterin    mit     einem     höheren     Provitamingehalt        als    0,1%     sehr    sel  ten vorkommt.

   Der     höchste    Gehalt. .der er-         wähnt        wird,    beträgt     0"3,2%;    er wurde von       Menschick    und Page     (Hoppe        Seyler    "Zeit  schrift für     physiologische    Chemie", Band  211,     191321,        .Seite        .2146)    in dem Dotter aus den       Eiern        einer    mit grossen,

       Mengen.    Er     gosterin          gefütterten.        Heine        gefunden.    Die     Alktivier-          barkieit    eines     Cholesterinmusters    wird. nicht  durch -die     chemischen    Eigenschaften bekun  det;

       sein        Schmelzpunkt    oder     seine        optische          Rotation,    der     Schmelzpunkt        und    die     optische          Rotation    seiner     Ester    usw.

   - gegebenenfalls       untersucht    nach     geeigneter        Reinigung        zur          Entfernung    von     andern        Unremigkeiten    als       Sterine    - entsprechen     denjenigen        eines        durch          besondere    Behandlung     unaktivierbar        gemach-          ten-        CholesteriumuAers.        Ein        aktivurbares         

   Cholesterinpräparat        ist    daher als     Cholesterin.     im     gewöhnlichen.        ohemiechen        Sinne    zu be  trachten und vor .der     Einführung    der jetzt  allgemein     bekannten        spektographischen    Prü  fung     bestanden        keine        Mittel    (ausser     der        biolö-          gischen    Prüfung)

   zur     Unterscheidung        eines          aktivierbaren        Cholesterins    von     einem        unakti-          vierbaren    Cholesterin. Diese spektographi-      sehe Prüfung macht es möglich, einen     Unter-          schied    zu machen     zwischen        wirklichen    Reini  gungsverfahren und Verfahren, durch welche  die     Aktivierbarkeit    teilweise verloren geht.  



  Die     Aktivierbankeit    von     Cholesterin    ist  in     letzter    Zeit infolge     Waddell's    Arbeit       ("Journal   <B>ei</B>     Biol.        Chem.",    Band 105, Juli  124,     Seite    711     bis        7,39)    von besonderem In  teresse :

  geworden.     Wadd@ell    hat gefunden, dass  auf der Vergleichsgrundlage einer gleichen  Anzahl von     Ratteneinheiten    durch Bestrah  lung     aktiviertes    Cholesterin auf Kücken viel       wirksamer    als     bestrahltes        Ergosterin    ist.

   Zur       Vorbeugung    oder     Heilung    der     Schwäche    .der  Füsse von Kücken ist die     erforderliche    An  zahl von     Ratteneinheiten    bestrahltes     Ergo-          sterin    das. 30- bis     50fache    desjenigen des  durch Bestrahlung     aktivierten    Cholesterins.

    Es wurde gefunden,     Jass    in dieser Hinsicht  durch Bestrahlung aktiviertes     Cholesterin          Lebertran        gleichwertig        isst.    Infolge     des    oben  erwähnten niedrigen     Provitamingehaltes    von  Cholesterin     ist        Wad@dell's    Entdeckung ,jedoch  für praktische Zwecke ohne     Bedeutung.          Waddell's    Präparat von bestrahltem Chole  sterin     hatte    je Milligramm eine Aktivität von  nur 5 internationalen     Ratteneinheiten    Vita:

    min D;     und    sogar das     obenerw        ähnte    beson  dere     Cholesterin    von     Menschiek    und Page  sollte nur in     einem        Massre    von     3-0    internatio  nalen     Ratteneinheiten    je Milligramm     akti-          vierbar    sein.  



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von an  dern     Sterinen        tierischer    Herkunft als     das    in  der     obenerwühnten        Literatur    beschriebene  oder das im Handel vorkommende Chole  sterin, die durch     Bestrahlung    insbesondere  für     Kücken    antirachitisch     aktiviert    werden  können.

   Das Verfahren .gemäss der Erfin  dung zur Herstellung eines     Provitamin    D  enthaltenden     Sterin:gemisches    ist dadurch ge  kennzeichnet,     dass    aus     wirbellosen    Tieren die  in     Fettlösungsmitteln    löslichen,     unvers.eif-          baren        Bestandteile        abgeschieden    werden, und       dassi    daraus durch     weitere        Regung    eine       Sterinfraktion    mit mindestens 0,25 % Pro  vitamin erhalten wird.

   Nach     Verseifung    der    aus wirbellosen Tieren,     insbesondere        Pori-          fera,        Annelida,        Ai-hhropoda,        Mollusca    und       Echinodermata.    erhaltenen     Fettsubstanz,    Ex  traktion und     Rekristallisation    des     unverseif-          ba.ren        Stoffes    - (wenn dafür     Sorge    getragen  wird, dass,

   die     angewendeten    Reinigungsver  fahren das     Provitamin    D nicht zerstören)   wird eine     Sterinfraktion        erhalten,    :die aus  einem Gemisch von     Sterinen    besteht, die       Cholesterin    enthalten können oder nicht.  



  Es ist höchst     Überraschend,        ,dass    diese       Steringemnsche    nicht nur     aktivierbar    sind.       sondern    auch Anlass zum     Entstehen    von     ak-          tivierten    Stoffen geben, die auf Kücken we  sentlich     wirksamer    sind als     bestrahltes    Ergo  sterin. Es ist     ausserdem    sehr überraschend.

         da.ss,diese        Aktivierbarkeit    zu     einem        besonders     auf Kücken wirksames Vitamin     D-nicht    auf       Cholesterin    beschränkt     ist,    und dass sich die       festgestellte        hohe        Aktivierbarkeit    in vielen  Fällen nur in     Steringemischen    vorfand, die  eine erhebliche Menge eines andern Sterins  als     Cholesterin        enthalten;

      es     ist    tatsächlich  merkwürdig, dass Cholesterin offenbar .durch  aus nicht vorhanden zu sein braucht, wenn  nur das     Steringemisch    aus wirbellosen, Tie  ren stammt.  



  Da der gemäss der     Erfindung    benutzte  Grundstoff im     Überflut,    in der Natur     vor-          hauden    ist und seine     Gewinnung    verhältnis  mässig geringe     Kosten        mit    sich bringt, ist es  ,jetzt möglich, auf kommerzieller     Grundlage     künstliches Vitamin D herzustellen, das sich  als     Futter    für     Geflügel        eignet.     



  Es     sei        bemerkt,    dass früher die     ungerei-          nigten        unverseifbaren    Teile vom     Helig        poma-          tia.        abgeschieden        wurden    zur Erzielung eines       antirachitisch    wirksamen     Präparates    (siehe       "Comptes        Rendues    de la     Seance    de     1'Acade-          mie    des     Seienees"    1929,

   Seite 1701     bis    1702).       Dies    hat jedoch nicht im     geringsten    zu der  Lösung des Problems beigetragen, mit dem  zahlreiche Forscher sich viele     Jahre        befasst     haben und dessen Lösung der     Gegenstand    der  vorliegenden Erfindung ist.

   Die Herstellung  des ungereinigten,     unverseifbaren    Teils von       Helix        pomaha    liegt     ausserhalb    des durch     das     vorliegende Patent     geschützten        Verfahrens.       
EMI0003.0001     
  
    Zahlreiche <SEP> Forscher <SEP> haben <SEP> sich <SEP> mit <SEP> dem
<tb>  Problem <SEP> der <SEP> Beschaffenheit <SEP> :der <SEP> in <SEP> wirbel  losen;

   <SEP> Tieren <SEP> vorkommenden <SEP> Sterinen <SEP> befasst.
<tb>  In <SEP> manchen <SEP> Fä,11en <SEP> wumde <SEP> -das <SEP> Vorhandensein
<tb>  von <SEP> Cholesterin <SEP> festgestellt, <SEP> in <SEP> vielen <SEP> andern
<tb>  Fällen <SEP> wurden <SEP> andere <SEP> Sterine <SEP> als <SEP> Cholesterin
<tb>  gefunden. <SEP> Bergmann <SEP> ("Journal <SEP> o:

  f <SEP> Biol.
<tb>  Ch,em.", <SEP> Band <SEP> 104, <SEP> 1e34, <SEP> Seite <SEP> 317 <SEP> und <SEP> 553)
<tb>  fand <SEP> zwei <SEP> verschiedene.Sterine, <SEP> Ostremtemin <SEP> I
<tb>  und <SEP> Ostreasterin <SEP> II, <SEP> in <SEP> Austern <SEP> (Ostrea <SEP> vir  ginica) <SEP> und <SEP> legte <SEP> das. <SEP> Vorhandensein <SEP> von
<tb>  Ostreasterin <SEP> I <SEP> in <SEP> andern <SEP> zweischaligen <SEP> Schal  tieren, <SEP> wie <SEP> Muscheln <SEP> (Modiola) <SEP> and <SEP> Gien  muscheln <SEP> (Venus <SEP> mercenamia), <SEP> sowie <SEP> in <SEP> den
<tb>  Gastropoda, <SEP> wie <SEP> Fulgur <SEP> carica <SEP> und <SEP> Fulgur
<tb>  eanaliculata <SEP> dar.

   <SEP> Doree <SEP> ("Biocbemical <SEP> Jour  nal", <SEP> Band <SEP> 4, <SEP> 1909, <SEP> Seite <SEP> 72) <SEP> fand <SEP> andere
<tb>  Sterine <SEP> als <SEP> Cholesterine <SEP> in <SEP> Seidenwürmern
<tb>  (Bombyg <SEP> mori), <SEP> in <SEP> Kakerlaken <SEP> (Blatte
<tb>  orientalis), <SEP> in <SEP> Seesternen <SEP> (Asterias <SEP> rubens),
<tb>  in <SEP> verschiedenen <SEP> Schwämmen <SEP> (Cliona <SEP> celata,
<tb>  Ephydatia, <SEP> fluviatilis) <SEP> und <SEP> vielleicht <SEP> in <SEP> Re  genwürmern <SEP> (Lumbricus <SEP> terrestris). <SEP> Henze
<tb>  (Hoppe <SEP> 8eyler <SEP> "Zeitschrift <SEP> für <SEP> physiolo  gische <SEP> Chemie", <SEP> Band <SEP> 5.5, <SEP> 1908, <SEP> Seite <SEP> 42'7)
<tb>  fand <SEP> ein <SEP> neues <SEP> Sterin, <SEP> Spongosterin, <SEP> in <SEP> einer
<tb>  andern <SEP> .Schwammart <SEP> (Suberites,domuncula).
<tb>  



  Ob <SEP> eine <SEP> aus <SEP> wirbellosen <SEP> Tieren <SEP> erhaltene            Sterinfraktion    ein     .Steringemisch        enthält    und  von dem     bisher        bekannten        Cholesterin    ver  schieden     ist,        läss,t    sich durch allgemein be  kannte     Verfahren,        feststellen,    zum Beispiel  durch Bestimmung des     Schmelzpunktes    und  des     Drehungsvermögens    oder des     Absorp-          tionsspektrums        @d:

  er    wiederholt     rekristallis:ier-          ten        Sterinfraktion    oder, nach deren     Reini-          gung,        dumch    Niederschlagen mit     Digitonin     und     darauffolgendes    Zerlegen.  



  Da     .die        erfindungsgemäss        verwendeten          Grundetoffe        lebende    Organismen sind,     ist        dei          Provitamingehalt    bei     verschiedenen    Indivi  duen     :derselben    Art     selbstverständlich    nicht  konstant, sondern     versohieden    je nach der  Entwicklungsstufe     (Alter),    den Lebensver  hältnissen, der Jahreszeit, dem     Klima,    dem  Futter usw.  



  Um einen     allgemeinen    Eindruck     über    den       Wert    von aus wirbellosen Tieren hergestell  ten     Steringemischen        .als        Provitaminquelle    zu  geben,     zeigt        nachstehende    Tabelle, die, auf       spektroskopischem    Wege ermittelte, in der       Sterinfraktion    von 29 verschiedenen, aus den       Porifera,        Echno,dermata,        Annelida,        Mollusca,     und     Arthropoda,

          beliebig        gewählten    Tieren  enthaltenen     Provitaminmenge.     
EMI0003.0057     
  
    Phylum <SEP> Provitamingehalt
<tb>  des <SEP> Sterins <SEP> ,in <SEP> /o
<tb>  <I>Pori <SEP> f <SEP> era</I>
<tb>  Schwamm, <SEP> Halychondria <SEP> panicea <SEP> 0,6
<tb>  <I>Echänodermata</I>
<tb>  Seestern, <SEP> Asterias <SEP> rubens <SEP> 0,7
<tb>  Seestern, <SEP> Astropecten <SEP> irregularis <SEP> 0,45
<tb>  <I>Annelida</I>
<tb>  <I>1. <SEP> Chaetopoda</I>
<tb>  Seewurm, <SEP> Arenicola <SEP> piscatorum <SEP> . <SEP> 1,2
<tb>  Regenwurm, <SEP> Lumbricus <SEP> terrestris <SEP> . <SEP> 11-16
<tb>  Regenwurm, <SEP> Tubifeg <SEP> . <SEP> 17-25
<tb>  <I>2. <SEP> Hirudinea</I>
<tb>  Blutegel, <SEP> Hirudo <SEP> medicinalis <SEP> . <SEP> 4,2
<tb>  <I>Dl <SEP> ollusca</I>
<tb>  <I>1.

   <SEP> Gastropoda</I>
<tb>  Erdschnecke, <SEP> Limag <SEP> agrestis <SEP> . <SEP> 3,2
<tb>  Wellhornschnecke, <SEP> Buccinum <SEP> undatum <SEP> . <SEP> 10
<tb>  Kreiselschnecke. <SEP> Littorina <SEP> littorea <SEP> . <SEP> 5-26       
EMI0004.0001     
  
    Provitamingehalt
<tb>  Phylum <SEP> des <SEP> Sterins <SEP> in <SEP> o%
<tb>  <I>2. <SEP> Lamellibranchiata</I>
<tb>  ;

  Muschel, <SEP> Mytilus <SEP> edulis <SEP> . <SEP> . <SEP> 4-16
<tb>  Auster, <SEP> Ostrea <SEP> edulis <SEP> 3
<tb>  Schwanmuschel, <SEP> Anodonta <SEP> cygnea, <SEP> g
<tb>  <I>3. <SEP> Cephalopoda</I>
<tb>  Tintenfisch, <SEP> Loligo <SEP> vulgaris <SEP> . <SEP> 0,7
<tb>  <I>.4rthropoda</I>
<tb>  <I>1. <SEP> Crustavea</I>
<tb>  Krebs, <SEP> Homarus <SEP> vulgaris <SEP> . <SEP> 0,25
<tb>  Krabbe, <SEP> Cancer <SEP> pagurus <SEP> . <SEP> 2,7
<tb>  chin. <SEP> Wollha.ndkrabbe, <SEP> Eriocheir <SEP> sinensis <SEP> . <SEP> 0,3
<tb>  Garnele, <SEP> Crangon <SEP> vulgaris <SEP> 0,3
<tb>  <I>2. <SEP> Inseeta</I>
<tb>  <I>a) <SEP> Coleoptera</I>
<tb>  Mehlwurm, <SEP> Tenebrio <SEP> inolitor <SEP> . <SEP> . <SEP> 10-11
<tb>  Wasserkäfer, <SEP> Dytiscus <SEP> ma.rginalis <SEP> 4
<tb>  Maikäfer, <SEP> :

  VLelolontha <SEP> vulgaris <SEP> 0,5
<tb>  Spanische <SEP> Fliege, <SEP> Lytta <SEP> vesicatoria <SEP> 2,2
<tb>  <I>h) <SEP> Orthoptera</I>
<tb>  Heuschreckeneier, <SEP> Carausius <SEP> morosus <SEP> . <SEP> 2,5
<tb>  Heuschrecke <SEP> (fam. <SEP> Acridiidae) <SEP> 2,7
<tb>  Kakerlak, <SEP> Blatte <SEP> orientalis <SEP> 2.3
<tb>  <I>c) <SEP> Lopidoptera</I>
<tb>  Seidenraupeneier, <SEP> Bombyx <SEP> mori <SEP> . <SEP> 1,2
<tb>  <I>d) <SEP> Hynaerzoptera</I>
<tb>  Honigbiene, <SEP> Apis <SEP> mellifica <SEP> 0,45
<tb>  <I>e) <SEP> Dipiera</I>
<tb>  Fliegenmaden, <SEP> DIusca <SEP> domestiea <SEP> .

   <SEP> 0,7
<tb>  Mücke, <SEP> Gyronomus <SEP> 6,1       Bei der Herstellung von     Provitamin    D       enrbhaltenden        unverseifbaren    Lipoiden     bezw.          Sterinen        aus        wirbellosen    Tieren     werden    bei  der bekannten Empfindlichkeit des     Provit-          amins.    für     verschiedene    Einflüsse zweckmässig       Vorkehrungen    zum Schutz     des        Provitamins     getroffen.

   Es sind     insbesondere        bereits        bei     der     Vorbehandlung        der    zu     extrahierenden          Stoffe    vor der     Fettextraktion    zum     Beispiel     ein lange     andauerndes    Kochen mit Wasser  und Trocknen     mit    Dampf zu vermeiden.

         Weitere        Reinigungsverfahren,    wie lange an  dauerndes     Extrahieren    mit Äther, lange     an-          dauerndes    Kochen mit     Essigsäureanhydrid.          Bromierung,    Behandlung mit Holzkohle und         dergl.,    welche das     Prov        itamin    leicht zerstö  ren könnten, sind zu vermeiden.  



  Als ein     geeignetes        präparatives    Verfah  ren,     bei    dem die erwähnten     schädlichen          Handlungen    unterlassen werden, sei     b@eispiele-          weis.e    das Folgende     geschildert.     



       Die    zu behandelnde gemahlene     Masse          wird    entweder im Vakuum     bei    nur mässig er  höhter     Temperatur    (z. B.     etwa    50 bis 80   C)       getrocknet    oder nach     Zermahlen    und Zerrei  ben mit Sand, mit     NaeSO"    mit     Alkohol    oder  mit Aceton getrocknet.

       Aus    dem auf diese  Weise     vorbehandelten        Grundstoff    wird dann  das Fett     extrahiert,        wobei    zweckmässig nie-           dTig    siedende     Fettlösungsmittel,    wie     Äther     oder     Petrolöther    verwendet und zweckmässig       halogenhaltige        Extraktionsonittel,        wie    Chloro  form oder     Tetrachlorkohlenstoff,        vermieden     werden, da diese zur Bildung von     @Sialzsäure     Anlass geben können.

   Eine     einigermassen     lange     andauernde        Berührung    mit Äther     ist          zweckmässig    zu     vermeiden,    da er häufig  Peroxyde enthält oder     wenigstens    bei dessen       Verwendung        :

  die        Bildung    von     Peroxyden     schwer zu     verhindern        .ist.    Ist der Grundstoff       mit        Hilfe    von Alkohol oder Aceton getrock  net worden, so     kann        @darin    ein Teil des Fet  tes gelöst sein,     das.        :durch        Eindampfung        des     Lösungsmittels im Vakuum gewonnen wer  den kann.

   Die     Fettlösung    wird     -durch        Fil-          trierung    von gegebenenfalls     suspendierten          Eiweissbestandteilen        befreit    und     das        Lösungs-          mitteldurch        Destillation    entfernt.

   Das Fett       wird,dann    :auf übliche Weise verseift,     wobei          zweckmässig    wieder sehr hohe     Temperaturen          vermieden    werden, und zum Beispiel eine  Lösung von     NaOH    oder     KOH    in     wenigstens     80     %        igem    Alkohol verwendet wird.

   Die Sei  fenlösung     kann        .gewünsthtenfaIls        durch.    De  stillation, von     :einem    Teil des     Alkohols    befreit  werden, worauf -der     unverseifbare        Teil    ent  weder dadurch erhalten werden kann, dass  die     Seifenlösung    mit Wasser     verdünnt    und  dann :der     unverseifbaxe    Teil mit     Hilfe    von  Äther oder     Petroläther    extrahiert wird, oder  dass ,in der     wässerigen    :

  Seifenlösung durch       Behandlung    mit     einem        Kalksalz    die Kalk  seifen     niedergeschlagen    und die     zusammen     mit :den     Kalkseifen    niedergeschlagenen     un-          verseifbaren        Bestandteile,    z. B. mit Aceton,       aus        ihnen.    extrahiert werden.

   Aus dem auf       diese    Weise erhaltenen     unverseifbaren    Teil  kann oft die     .Sterinfraktion    durch     Umkristal-          lis:ierung    zum     Beispiel    aus Alkohol abge  schieden werden.

   Zur     weiteren        Reinigung     kann mit Erfolg     :eine        Umkristallisierung    mit  Methylalkohol     angewendet        werden.    in     d.        ein     bestimmte     verunreinigende,    zum     Beispiel    öl  artige Stoffe oder farbige     Lipoidbestandteile,

       sehr     wenig    löslich sind und auf     diese    Weise  entfernt werden     können.        Insbesondere        in          denjenigen        Fällen,    in denen die unverseif-    baren     Bestandteile    erhebliche     Mengen    von  Farbstoffen. wie     Carotinoide        enthalten,    kann       unter        :

  dem        Einfluss    von Licht     und        Luft        ein          Teil        @d@es        Provitamins    verloren     gehen;    :es ist  also     gewünscht,    auch diesem Umstand Rech  nung zu     tragen.     



  Es ist     vorteilhaft,    bei der     Bestimmung     des     Provitamingehaltesdas        bekannte        Abs        orp-          tionsspetktrumverfahren    anzuwenden.     Es:        ist     auf diese     Weise    möglich, auf     optischem     Wege in     einem        ;

  genügend    reinen     Präparat,die     Menge     des.        Kürokenprovitamins    in befriedi  gender Übereinstimmung     mit    der     biologischen     Kontrolle zu     bestimmen,    und zwar durch       Vergleichung        mit    der Menge von     pflanz-          liehem        Ergostenn,        welche    die gleiche Ab  sorption     herbeiführt.    Da nun in     ,

  gleichem     Masse -     absorbierenid@e    Mengen des     Kücken-          provitamin,s        und,des        E,rgostelins    bei Bestrah  lung mit     Ultraviolettlicht.    unter gleichen       Verhältnissen        eine    nahezu gleiche     äntirachi-          tische    Aktivität für Ratten, d. h. eine nahezu  gleiche Anzahl von     internationalen    Einheiten       erhalten,    ist :

  die Menge des     Kückenpro-          vitamins    dadurch für die Praxis in befrie  digendem Masse bestimmt.  



  Es wenden nachstehend einige     Ausfüh-          rungsbeispiele    des     Verfahrens    nach der vor  liegenden     Erfindung        gegeben    mit dem Be  merken, dass die     Bestrahlung    des nach diesen       Verfahrenbeispielen    erhaltenen     Provitamin    D       enthaltenden        Steringemisches        und    die mit     ihr     zusammenhängenden Massnahmen     nicht    mehr  zum     beanspruchten        Verfahren.    gehören.  



  <I>Beispiel 1:</I>  4,1     ;kg        :Salzwassermuscheln        (Mytilus        edu-          lis)    wurden nach Entfernung der     ,Schalen    in       einer        ]Elarkfleischmühle        zermahlen    und im       Vakuum        bei    etwa<B>50'</B> C getrocknet.

   Die ge  trocknete     Masse        wurde        dreimal        mit        insge-          samt        3:,5        Liter        1'etroläther        (Siedepunkt    40  bis<B>60'</B> C) extrahiert, der     Petrolätherauszug          wurde    mit Wasser     gewaschen.,    mit     I\TaZS04          getrocknet,

          filtriert        und    der     Petroläther     durch     Destillation    entfernt. Es     wurden    auf       diese        Weise    45 g     Fett    erhalten.     Die        Fett-          masse        wunde    dadurch     verseift,        .dass    sie wäh-           rend        zwei        :

  Stunden    mit 2,00     cm'   <B>96</B> % Alkohol  und 20 g     KOH    in .20 cm' Wasser an einem       Rückflusskühler    :gekocht wurde. Nach Ab  kühlung wurde die Seifenlösung in 1 Liter       destilliertes    Wasser     ausgegossen    und ,die wäs  serige Seifenlösung     wurde    fünfmal mit     ins-          gesamt   <B>1,1</B> Liter Äther     ausgeschüttelt.    Die       ätherisehe    Lösung wird fünfmal mit     jedesmal     7.00     em3,destilliertem    Wasser     .ausgeschüttelt,

       mit     Na.,S04    .getrocknet und filtriert. Es blieb  nach     Abdestillation    des Äthers eine feste  rotgelbe Masse     mit,einem    Gewicht von 7,5 g  zurück. Dieser rohe     unverseifbare    Teil des       Muschelfettes    wurde in 50 cm'     96,%igem     Alkohol,     :dann    in 2:

  5     cm-'    96 %     igem        Alkohol     und schliesslich in<B>110</B> cm''' Methylalkohol ge  löst und jedesmal     umkristallisiert.    Die     a.uf     diese Weise     hergestellte        Sterinfraktion    hatte  ein Gewicht von 2,5 g und     bestand    aus einer       lichtgelben        kristallinischen    Masse.

   Es wurde  durch Messung des     Absorptionsspektrums     dieser     Kristalle    festgestellt,     dass    die     charak-          teristischen        Absorptionsbänder    des     Provit-          amin.s    in einer Stärke vorhanden waren, die  einem     E.rgosteringehalt    des Stoffes von 16     %     entspricht. Wie     bereits    angegeben, ist es vor  teilhaft, die Ätherbehandlungen möglichst       kurz,dauern    zu lassen.  



  <B>150</B> mg der gewonnenen Kristalle     wurden     in     peroxy:dfreiem    Äther gelöst und diese Lö  sung wurde unter stetigem Rühren im Vakuum  mit .dem von einer     Xylollösung    filtrierten  Lichteiner     Quarzqueeksilberlampe    bestrahlt,  bis etwa 40 bis     a)0    % des vorhandenen Pro  vitamins     umgewandelt    worden waren. Die  bestrahlte Lösung wurde, immer noch im  Vakuum, in     2a00    cm'     Arachisöl    eingeführt  und der Äther im Vakuum abgedampft.

   Die       antirachitische    Wirkung der     Öllösung    wurde  an     Ratten        untersucht,    im Vergleich zu der       internationalen        Normallösung    von Vitamin D  und an Kücken im Vergleich zu einem Le  bertran, der<B>100</B>     internationale    Ratteneinhei  ten     Vitamin    D enthielt.. Es ergab sich aus  dem     Rattenversuch,        dass    die     Öllösung   <B>1000</B>       internationale    Vitamin D     Einheiten    je cm'  des Vitamins D enthielt.

   Es ergab sich aus    dem     Kückenversuch,    dass die     O11ösung    um  zehnmal stärker als der benutzte Lebertran  war. 150     mg    Muschelsterin ergaben also ins  gesamt etwa 200     000    internationale Einheiten  Vitamin D, d. h. etwa.     1330        internationale     Einheiten je mg.  



  In einem weiteren     Beispiel    wurde ein       etwas    anderes Verfahren. angewendet. Die  Muscheln wurden 5 Minuten in einer grossen  Menge kochendes Wasser     eingetaucht    gehal  ten. Dann wurden die Schalen     entfernt    und       das    Fleisch während 10 Stunden in einem  sich .drehenden     Vakuumextraktor        getrocknet,          wobei    die     Temperatur    bis auf etwa<B>80'</B> C am  Ende dieses Vorganges gesteigert wurde.

   Das  getrocknete Fleisch     wurde    dann mit     Petrol-          äther    (Siedepunkt 40 bis 60   C) vollkommen       extrahiert;    die     Auszüge        wurden        vereinig     und der     Petroläther    wurde     abdestilliert.        Das     erhaltene Fett wurde mit einer alkoholischen       KOH-Lösung    (5 Teile KOHL 10 Teile     Fett,     90 Teile 80 %     iger    Alkohol) verseift und :

  der       unverseifbare        Anteil    wurde mit Hilfe von       Petroläther    aus     dieser        Seifenlösung    extra  hiert. Der nach     Verdampfung    des Lösungs  mittels erhaltene     unverseifbaxe    Teil wurde       umkristallisiert,    zunächst aus 3 Teilen       96%iger    Alkohol, dann aus etwa 4 Teilen       Petrolä:ther    (Siedepunkt 40 bis<B>60'</B> C) und       schliesslich    aus 5 Teilen     9-,6        %.igen    Alkohol.

    Die     Ausbeute        war    ein praktisch weisses, 11       Provitamin        enthaltendes        Steringemisch,    in  einer Menge von 1,4 g     (0,15g        Provitamin)     je     Kilogramm        Muschelfleisch.     



  <I>Beispiel 2:</I>  kg     hreiel.:chnecken        (Littorina        littorea)     wurden in einer Hammermühle     zermahlen.     Die     erhaltene    Masse wurde zweimal mit.  96 %     igem    Alkohol (insgesamt 40 Liter) gut  gerührt. Die auf diese Weise von     Wasser     befreite Masse wurde mit     Petroläther    einige  Male extrahiert und der Alkohol wurde nach  Verdünnung bis zu<B>50%</B> mit     Petroläther    aus  geschüttelt.

   Nach Waschen, Trocknen und       Abdestillieren    wurden 100 g Fett     erhalten.     Das Fett wurde mit 50 g     KOH    in 50 g Was  ser und 400 cm' 96%igem Alkohol während    
EMI0007.0001     
  
    zwei <SEP> :Stunden <SEP> an <SEP> einem <SEP> Rückflusskühler <SEP> ver  seift, <SEP> die <SEP> .Seifenlösung <SEP> wurde <SEP> mixt <SEP> 2 <SEP> Liter
<tb>  Wasser <SEP> verdünnt <SEP> und <SEP> :der <SEP> unverseif <SEP> bare <SEP> 'feil
<tb>  wurde <SEP> mit <SEP> Hilfe <SEP> von <SEP> Äther <SEP> :

  extrahiert. <SEP> Er  gebnis <SEP> 17 <SEP> g. <SEP> Aus. <SEP> diesem <SEP> unverseif <SEP> baren <SEP> "feil
<tb>  wurde <SEP> durch <SEP> Umkrisstalläsierung <SEP> aus <SEP> Alkohol
<tb>  und <SEP> aus <SEP> Methylalkohol <SEP> (.zweimal) <SEP> die <SEP> Sterin  fraktion <SEP> erbalten. <SEP> Ergebnis <SEP> 3:,815. <SEP> g. <SEP> Anus <SEP> dem
<tb>  Absorptionsspektnum <SEP> :ergab <SEP> sich, <SEP> dass <SEP> :dieses
<tb>  Präparat <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Provitamin <SEP> enthielt.
<tb>  



  <B>ä90, <SEP> mg</B> <SEP> rdieses <SEP> Piräpar <SEP> ates <SEP> wurden <SEP> be  strashlt, <SEP> bis <SEP> 30, <SEP> % <SEP> (des <SEP> Provitamins- <SEP> umgewan  delt <SEP> worden <SEP> war; <SEP> der <SEP> bestrahlte <SEP> Stoff <SEP> wurde
<tb>  auf <SEP> die <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> beschriebene <SEP> Weise <SEP> in
<tb>  2501 <SEP> cm' <SEP> Aracmsöl <SEP> eingeführt. <SEP> Es <SEP> wurde <SEP> ge  funden, <SEP> dassr <SEP> die <SEP> antirachitische <SEP> Aktivität <SEP> auf
<tb>  Ratten;

   <SEP> 815 <SEP> Internationale <SEP> Einheiten <SEP> je <SEP> cm.'
<tb>  betrug. <SEP> Für,die <SEP> Kückenprüfung <SEP> wurde <SEP> diese
<tb>  Lösung <SEP> mit,dem. <SEP> Futter <SEP> in <SEP> einer <SEP> .Menge <SEP> ver  mischt, <SEP> die <SEP> <B>7,5</B> <SEP> Internationalen <SEP> Einheiten <SEP> Vi  ta<U>min</U> <SEP> D, <SEP> je <SEP> 100 <SEP> g <SEP> Futter <SEP> entsprach. <SEP> Es. <SEP> ergab
<tb>  sich, <SEP> @dassi <SEP> im <SEP> Vergleich <SEP> zu <SEP> einer <SEP> gleich <SEP> gro  ssen <SEP> Menge <SEP> Vitamin <SEP> D <SEP> in <SEP> der <SEP> Form <SEP> von <SEP> Le  bertran <SEP> das, <SEP> aus <SEP> Kreiselschnecken <SEP> hergestellte
<tb>  Präparat <SEP> vollkommen <SEP> wirksam <SEP> war.

   <SEP> Bei <SEP> dem
<tb>  in <SEP> diesem <SEP> Versuch <SEP> erreichten <SEP> Umwandlungs  grad <SEP> hatten <SEP> 590 <SEP> mg <SEP> dieses <SEP> Präparates <SEP> also
<tb>  204 <SEP> 000 <SEP> internationale <SEP> Einheiten <SEP> Vitamin <SEP> D
<tb>  oder <SEP> rund <SEP> 3,50 <SEP> internationale <SEP> Einheiten <SEP> je <SEP> mg
<tb>  geliefert.
<tb>  



  <I>Beispiel <SEP> 3:</I>
<tb>  524 <SEP> g <SEP> Mehlwürmer <SEP> @(Tenebrio <SEP> molitor)
<tb>  wurden <SEP> in <SEP> einer <SEP> 11ackfleischmühle <SEP> zermahlen
<tb>  und <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> mit <SEP> Alkohol <SEP> und <SEP> Pe  troläther <SEP> (Siedepunkt <SEP> 40 <SEP> bis <SEP> <B>60'</B> <SEP> C) <SEP> behan  delt. <SEP> Das <SEP> Fett <SEP> (44,5 <SEP> g) <SEP> wurde <SEP> mit,22 <SEP> g <SEP> KOR
<tb>  in <SEP> 2,2 <SEP> cm' <SEP> Wasser <SEP> und <SEP> 150 <SEP> cm' <SEP> 9;

  6 <SEP> % <SEP> igem
<tb>  Alkohol <SEP> verseift <SEP> und <SEP> der <SEP> unverseifbaxe <SEP> Teil
<tb>  würde <SEP> mit <SEP> Äther <SEP> extrahiert, <SEP> wobei <SEP> 1,08 <SEP> g
<tb>  Rohprodukt <SEP> .erhalten <SEP> wurde. <SEP> Bei <SEP> einmaligem
<tb>  Umliristallssieren <SEP> aus <SEP> Alkohol <SEP> und <SEP> viermali  gem <SEP> Umkristalliskeren <SEP> aus <SEP> Methylalkohol
<tb>  blieb <SEP> eine <SEP> schwerlösliche, <SEP> butterartige <SEP> Sub  stanz <SEP> zurück; <SEP> die <SEP> Sterinfraktion <SEP> (0;14 <SEP> g)
<tb>  wurde <SEP> in <SEP> Form <SEP> eines <SEP> nahezu <SEP> weissen <SEP> Kristadl  pulvers <SEP> erhalten. <SEP> Aus <SEP> dem <SEP> Absorptionsspek  trum <SEP> ergab <SEP> sich, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Provitamingehalt
<tb>  dieses <SEP> Sterips <SEP> etwa <SEP> 10,% <SEP> betrug.

         62,7 mg     :dieses,    Präparates wurden     be-          strahlt,;bis,30%        desProvitaminsumgewandelt     worden waren. Der     bestrahlte    Stoff wurde  auf die     im        Beispiel    1     beschriebene        Weise        in     250     em3        Arachisöl        eingeführt.    Es .stellte sich  heraus,

       @dassi        die    an     Ratten        untersuchte    anti  rachitische Aktivität 180     internationale    Ein  heiten je     cm@    betrug.

   Für     eine        Kückenprü-          fung    wurde diese,     Lösung        mit    dem     Futter     vermischt in einer Menge, die 90 internatio  nalen     Einheiten        Vitamin    D_ je     1.0,0    g ent  sprach;

   :diese Menge     erwies    sich :im Vergleich  zu Lebertran als vollkommen     wirksam:        Bei     dem in diesem Versuch erzielten     Umwand-          lvngsgrad        hatten    6.2,7 mg     dieses    aus     1VLehl-          wü;rmern        hergestellten        Präparates.        mithin     45 000     internationale        Einheiten    Vitamin D  oder 720     internationale        Einheiten    je mg ge  liefert.  



  <I>Beispiel</I>     .4:     404 g     Regenwürmer        (Lumbricus.)        wurden     in     einer        H.ackfleischmühle        zermahlen    und  mit Alkohol und     Petroläther    (Siedepunkt 40       bis    60   C) auf die im Beispiel 2     angegebene     Weise behandelt.     Der        Extrakt,        4;3:

          .g,    wurde       mit    2,2 .g     KOH        in    2,2     ein'        Wasser    und  16 cm'     Alkohol        verseift.    Aus     dieser    Masse  wurde     idurch    Extraktion mit Äther 0,9 g       erhalten,

          was    nach     Umkristallisieren        aus     Alkohol und     Methylalkohol    eine     .Sterinfrak-          tion        (weisse        Kristalle)    mit einem Gewicht von  0,3 g ergab.     Der    auf     spektrographischem     Wege bestimmte     Provitamingehalt    betrug  11 %.

   In einem andern Fall wurde     aus    9,7     kg          Regenwürmern,        seine        Sterinfraktion    von  f2,5 g mit etwa 16%     Provitamin        erhalten.     



       A2,4    mg     des    beschriebenen     Präparates     wurden     bestrahlt,    bis<B>30%</B> des     Provitamins          umgewandelt    worden war;

   der     bestrahlte     Stoff wurde auf     die    im     Beispiel    1 beschrie  bene Weise in     ,250        cm3        Arachisöl        eingeführt.     Es     stellte    sich heraus, dass die auf     Ratten          untersuchte    antirachitische     Aktivität    200  internationale Einheiten je cm' betrug.

   Für  die     Prüfung    auf     Kücken    wurde     diese    Lösung  mit     :dem        Futter    in einer     Menge        vermischt.     die 100 internationale Einheiten Vitamin     I)     je 100 g Futter entsprach. Es zeigt sich,      dass     diese        Menge    im Vergleich zu     Lebertran          vollkommen        wirksam    war.

   Bei :dem bei die  sem Versuch :erzielten     Umwandlungsgrad     hatten 62,4 mg     dieses    aus Regenwürmern       hergestellten    Präparates mithin 50 000 inter  nationale Einheiten Vitamin D oder 800 in  ternationale Einheiten je mg geliefert.  



  <I>Beispiel 5:</I>  500     .g    Blutegel     (Hirudinea)    wurden in  einer     Hackfleischmühle    zermahlen und ge  mäss Beispiel 2 mit Alkohol und     Petrolä.tber     (Siedepunkt 40 bis 60       C)        behandelt.    Der  Extrakt, 7,4 g,     wurde    mit 3, 7 g     KOH    in  3,7     em@    Wasser und 25 cm' Alkohol verseift  und ergab einen     unverseifbaren    Teil mit  einem Gewicht von 1,5 g.

   Nach     L-mkristalli-          sieren    aus Alkohol und     iyiethyla-lkohol    wurde  eine     aus    weissen     Kristallen        bestehende    Sterin  fraktion mit einem     Anreicht    von 0,68 g     er-          halten,    deren auf     spektrographischem    Wege       bestimmter        Provitamingehalt    4,2%     betrug.     



  179 mg dieses     Präparates    wurden bestrahlt,  bis 40% des     Provitamins    umgewandelt  worden waren; der bestrahlte Stoff wurde  auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise in  250 cm'     Arachisöl    eingeführt. Es wurde ge  funden, dass die auf Ratten untersuchte  antirachitische Aktivität 300 internationale       E.inh-eiten    je cm' betrug.

   Für die Prüfung  auf     Kücken    wurde :diese     Lösung    mit dem       Futter    in einer 150 internationalen Einheiten  je 100 g     Futter    entsprechenden Menge ver  mischt; es     stellte    sich heraus, dass     diese          ifenge    in Vergleich zu Lebertran vollkom  men     wirksam    war. Bei dem in diesem Ver  such erreichten     Umwandlungsgrad    hatten  <B>179</B> mg dieses     aus    Blutigel hergestellten Prä  parates mithin 7 5 000 internationale Einhei  ten Vitamin D oder 420 internationale Ein  heiten ,je mg geliefert.  



  <I>Beispiel 6:</I>  5 kg Nordseeschwämme     (Halichon:dria.          panicea)        wuxd.en    in einer     Hackfleischmüble          zermahlen    und auf die im Beispiel 2 ange  gebene     Weise    mit Alkohol und     Petroläther     (Siedepunkt 40 bis<B>60'</B> C) behandelt. Der    Extrakt, 26,7 g, ergab     bei        Verseifung    mit  14 g     KOH    in 11 cm' Wasser und 100     cm      Alkohol und nach Extraktion mit Äther  einen     unverseifbaren    Rückstand von<B>7,7</B> g.

    Hieraus wurde durch     Umkristall:isieren    aus  Alkohol und Methylalkohol 3,85 g Sterin,  hellgelbe Kristalle,     erhalten.    Aus .dem Ab  sorptionsspektrum ergab sich, dass der     Pro-          vita,mingehalt   <B>0"6%</B> betrug.  



  1245 mg dieses Präparates wurden bestrahlt,  bis<B>15%</B> des     Provita.mins    umgewandelt  worden waren. Der bestrahlte Stoff wurde  auf     die    im     Beispiel    1 beschriebene Weise in  250 cm'     Araehisöl    eingeführt. Es     wurde    ge  funden, dass die auf Ratten     untersuchte        anti-          iacliitische    Aktivität 101     internationale    Ein  heiten je cm\ betrug.

   Für die Prüfung auf       bücken    wurde die Lösung mit dem     Futter    in  einer<B>100</B> internationalen Einheiten Vitamin  D je 100 g Futter entsprechenden Menge       vermischt.    Es     stellte    sich heraus, dass im  Vergleich zu     Lebertran    diese Menge vollkom  men     wirksam    war.

   Bei. dem in     :diesem    Ver  such erreichten     L:mwandlungsgra,d    hatten       1245    mg     dieses    aus     Schwämmen    hergestellten       Präparates    mithin 25 000 internationale Ein  heiten Vitamin D oder 20 internationale Ein  heiten je mg     geliefert.     



  <I>Beispiel</I>     i     6,8 kg     Seesterne        (asterias        i@ibens)    wurden  in einer     Hackfleischmühle    zermahlen. und ge  mäss     Beispiel    2, mit Alkohol und     Petroläther          behandelt.    Der Extrakt,     115    g,     wurde    mit  60 g     KOH    in 60     cm:

  '         \asser    und 400     cm'     Alkohol verseift, mit Äther extrahiert und  ergab     einen        unverseifbaxen    Rückstand mit  einem     Gewicht    von 18 g. Aus diesem Rück  stand wurden durch zweimaliges     Umkristal-          lisieren        aus    Alkohol 5,5 g     hellros@aTarbi,ge     Kristalle erhalten.

   Aus dem Absorptions  spektrum ergab sich, dass der     Provitaminge-          halt    0, 7 % betrug. 1.015 mg     dieses    Präparates  wurden bestrahlt, bis     N%    des     Provitamins     umgewandelt worden waren:

   der bestrahlte  Stoff wurde auf die im     Beispiel    1. beschrie  bene Weise in 250 am'     Arachisöl        eingeführt.     Es wurde gefunden,     dass    die auf Ratten un-           tersuchte        antirachitische    Aktivität 100     inter-          nationale        Einheiten        je.    cm, betrug.

   Für die       Prüfung    auf     Kücken    wurde die Lösung mit  dem     Futter    in einer 100     internationalen          Einheiten        Vitamin    D je 100g Futter ent  sprechenden Menge     vermischt.        Es    stellte sich  heraus,     dasse    im     Vergleich    zu Lebertran diese  Menge vollkommen wirksam war.

   Bei dem  in     diesem        Versuch    erreichten     Umwandlungs-          grad        hatten    1-015 mg     dieses        aus        .Seesternen          hergestellten    Präparates mithin 25 000     inter-          nationale    Einheiten Vitamin D oder 25     in-          ternationale        Einheiten    je mg geliefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Provit- amin D- enthaltenden @Steringemisches, da durch gekennzeichnet, dass aus wirbellosen Tieren die in Fettlösungsmitteln löslichen unverseifbaren Bestandteile abgeschieden werden, und dass daraus durch weitere Reini- gung eine Sterinfraktion mit mindestens 0,
    25% Provitamin erhalten wird. UNTERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass aus wirbellosen Tie ren zunächst :deren Fettbestandteile und dann aus diesen Fettbestandteilen die uu- verseifbaren Bestandteile abgeschieden werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass von wirbellosen Tie ren. ausgegangen wird, deren unverseifbare Bestandteile ein anderes Sterin als Chole sterin enthalten.
    3. 'Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von wirbellosen Tie ren ausgegangen wird, deren unverseif- bare Bestandteile cholesterinfrei sind.
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