CH196974A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.

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CH196974A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der     Anthrachinonreihe.       Es wurde gefunden, dass neue wertvolle       Kondensationsprodukte    der     Anthrachinon-          reihe    erhalten werden, wenn man     Phthaloyl-          chinazoline,        welohe    in dem     angegliederten          heterocyclischen    Ring wenigstens ein an       Kohlenstoff    :gebundenes     Halogenatom.    ent  halten, mit Aminen     umsetzt,    welche minde  stens noch ein austauschbares Wasserstoff  atom besitzen.

   Die als     Ausgangsprodukte     dienenden     Halogenphthaloylchinazoline    kön  nen den     Phthaloylrest    in 5. 6-, 6. 7- oder       7.8-Stellung    enthalten. Im folgenden wird  zur     Erleichterung    des Verständnisses der  Beispiele die Formel eines     6.7-Phthaloyl-          chinazölins    angegeben:

    
EMI0001.0020     
         Mindestens.    eines oder in 2- und     4-Stellung     befindlichen Wasserstoffatome ist     durch     Halogen ersetzt; die übrigen Wasserstoff  atome     sowohl    !des     Chinazolinringes    wie des  angegliederten     Phthaloylrestes        können    sub  stituiert     sein.    Vorzugsweise werden solche       Phthaloylchinazoline    angewandt, bei denen   in     2-Stellung    ein     Aryl,    in     4-Stellung    ein  Halogen steht.  



  Da das Halogenatom     in        halogenhaltigen          Phthaloylchinazolinen    der beschriebenen Art  leicht beweglich ist,     ist    die Umsetzung mit  den Aminen ohne Schwierigkeit durchführ  bar. Ja nach der Natur     und    der     Reaktions-          f        ähigkeit    des betreffenden Amins kann     in     An- oder Abwesenheit von indifferenten Ver  dünnungsmitteln wie Nitrobenzol,     Trichlor-          benzol    oder Phenol bei     Temperaturen    von       etwa    40 bis 200' C gearbeitet werden.

   Die  verschiedenartigsten     Amine    können an  gewandt werden, vorausgesetzt, dass sie noch  ein ersetzbares Wasserstoffatom enthalten.  Als Beispiele seien     aliphatische,    hydroaroma-      tische und aromatische     Amine        sowie    Amine  der     Anthrachinon-    und     Benzanthronreihe     oder von höheren Ringsystemen wie von     Di-          benzpyrenchinon,        Anthanthron    oder     Dibenz-          anthron    genannt.  



  Die erhaltenen Produkte zeigen gelbe und  orange bis grüne Nuancen. Sie sind grössten  teils direkt als     Küpenfarbstoffe    verwendbar;    zum Teil können sie auch als Zwischen  produkte für die Herstellung weiterer Farb  stoffe Anwendung finden.  



  Die als Ausgangsmaterialien dienenden       Halogenphthaloylchinazoline    können bei  spielsweise gemäss folgender Gleichung über  das     4-Otyphthaloylchinazolin    hergestellt       werden:     
EMI0002.0014     
    Vielfach kann auch das     4-Clilorphtha.loyl-          ehinazolin    direkt aus den o     Acyla.mido-Car-          bona.miden    durch einfache Behandlung mit       Thionylchlorid    oder     Phosphorpentachlorid     hergestellt werden.

   Die     Ilalogenphthaloyl-          ehinazoline    stellen     schwach    gelb gefärbte  Substanzen dar.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Darstellung eines  Kondensationsproduktes der     Anthrachinon-          reihe,    dadurch gekennzeichnet. dass man       2-(4'-Benzolcar-bons#iurelialogenid)-4-halogen-          6.7-phthaloylchinazolin    mit 1     Mol        1-Amino-          5-benzoylaminoanthrachinon    und mit 1     1lol          1-Aminoanthrachinon    nacheinander umsetzt.

    Das Halogenatom, das als     Carbonsä.urehalo-          genid    gebunden vorliegt, ist leichter beweg  lich, so     da,ss    bei niederen Temperaturen zu  nächst nur der     Umsatz    mit dem Amin an  dieser     Stelle    erfolgt.

   Das     zweite        Mol    Amin       reagiert    mit     .dem    in     4-Stellung    stehenden  Halogenatom erst bei höheren     Temperaturen.     Im übrigen erfolgt die Umsetzung ohne         Scliwicrigkeitin.        Man        arbeitet:

          vorteilhaft    in       Gegenwart    eines indifferenten     Lösemittels     wie     Nitrobenzol    oder     Trichlorbenzol.    Das     er-          liaItene    neue Produkt stellt     braungelbe          Kristä,llchen    dar, die sich in     Schwefelsäure     mit     braunroter        Farbe    lösen, eine rotbraune       Kü-pe    liefern und die pflanzliche Faser nach  dem Verhängen gelb anfärben.  



       Beispiel:          ?G.    7     Gewiehtst;,ile        Antlirachinon    - ?     -          amino-3-ea.rl)onsäure    und 33     Gewichtsteile          p-Toluylsziurechlorid    werden durch Erhitzen  auf     \?1(1      C in     .das        Lakton    der     Anthra.ehinon-          2    -     toluylamino    - 3 -     carbonsäure        übergeführt.     Nach vollzogener Bildung des L     aktons     <RTI  

   ID="0002.0077">   wird     auf     120      C abgekühlt und     bei    dieser Tempe  ratur in die Schmelze     Ammoniak    eingeleitet.       Da.l)en    geht das     Lakton        in    das schwer lös  liche     Carbonamid    über, das durch Behand  lung mit     verdünnter        Na.tronlange        gege@enen-          falls    in     Gegenwart    von     Pyridin    in das     Oxy-          chinazolin    übergeführt wird.

        Die am     Benzolkem    haftende     -CH,-          Gruppe    wird durch Oxydation mit     B,iehromat     in     schwefelsaurer    Lösung zur     Carboxyl,gruppe          oxydiert.     



       Durch        Erwärmen,    dieser     Oxychinazolin-          carbonsäure    mit der doppelten Menge     Phos-          phorpentachlorid    in     Trichlorbenzol    erhält  man     nachotehen.des        Diehlorid:

       
EMI0003.0017     
    1,3     Gewichtsteile        1-Amino-5o-benzoylamin-          authra,chinon    und 1,7 Gewichtsteile     des          Dichlorid.s    werden in 50     Gewichtsteilen        Ni-          trobenzol    1/2 bis     3/.4    Stunde auf 120'     C          erwärmt.    Dann     werden    2 Gewichtsteile       1-Aminoanthrachinon    zugefügt und     weitere     24 Stunden zum Sieden erhitzt.

       Aneohliessend          wird    bei<B>90'</B> C     abgesaugt,    mit Nitrobenzol       gewaschen    und     getrooknet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Kon densationsproduktes der Anthrachinonreihe, dadurch .gekennzeichnet, dass man 2-(4'-Bsn- zolcarbonsäureh..alogenid) - 4 - halogeru - 6 ,
    7- phthaloylchinazolin naeh.einander mit 1- Amino-5-benzoylaminoanthrachinon und 1- Aminoanthrachinan umsetzt. Das verhaltene Produkt stellt braungelbe Kriställ6hen dar, die sich in Schwefelsäure mit braungelber Farbe lösen, eine rotbraune Küpe liefern und pflanzliche Faser nach dem Verhängen gelb anfärben.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patenta@uspruch, dadurch gekennzeichnet, dass: 2-(4'-benzoloarbon- säurechlorid)-4-chlo.r-6 . 7-phthaloylchina- zolin verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanaprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Ge genwart von Nitrobenzol durchgeführt wird.
CH196974D 1936-05-30 1937-04-20 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. CH196974A (de)

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