CH204692A - Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol.

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CH204692A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung von     4-Netbyl-6-ogyäthylthiazol.       Das Hauptpatent     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von     4-Methyl-5-oxyäthylthiazol.     Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  eine Abänderung jenes Verfahrens zur Her  stellung des gleichen     4-Methyl-5-oxyäthyl-          thiazols.    Das Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man das     Methyläthylketon,

       dessen     Äthylrest    an dem zur     Ketogruppe          a-ständigen        Koblenstoffatom    einen austausch  fähigen     Substituenten    und endständig eine  in     Oxymethyl    umwandelbare     Carbonsäure-          estergruppe    enthält, mit Salzen der     Rbodan-          wasserstoffsäure    zu dem     2-Oxy-4-methyl-          thiazol,

      das in     5-Stellung    einen die oben  gekennzeichnete     Carbonsäureestergruppe    ent  haltenden     Methylrest        aufweist,    umsetzt und  dass man alsdann die     Hydroxylgruppe    in     2-          Stellung    durch Einwirken eines Phosphor  halogenids durch Halogen und letzteres durch  Behandeln mit einem Reduktionsmittel durch       Wasserstoff    ersetzt und dass man die an dem       Methylrest    stehende     Carbonsäureestergruppe     durch Reduktion in die     Oxymethylgruppe     umwandelt.

   Geeignete     Ketone    der bezeich  neten Art sind die P-Halogenlävulinsäure-         ester.    Von den Salzen der     Rhodanwasser-          stoffsäure    kommen vorzugsweise die     Alkali-          und        Erdalkalisalze    für die Kondensation in  Betracht. Die bei der Umsetzung mit den  Salzen der     Rhodanwasserstoffsäure    zunächst  entstehende     Rhodanverbindung    kann durch  Behandeln mit Mineralsäure zu     2-O$y-4-me-          thylthiazol    - (5)     -essigsäureester    kondensiert  werden.

   Für den Ersatz der     $ydroxylgruppe     in     2-Stellung    durch     Halogen-hat    sich als       Phosphorhalogenid    besonders     Phosphoroxy-          chlorid    als geeignet erwiesen     #    der Ersatz  des in     2-Stellung    eingeführten Halogenatoms  durch Wasserstoff wird vorzugsweise durch  Behandeln mit Zinkstaub und Eisessig  bewirkt.

       *    In dem so erhältlichen     4-Me-          thylthiazol-(5)-essigsäureester    wird die     Car-          bonsäureestergruppe    in an sich bekannter  Weise, vorzugsweise durch Behandeln mit  Natrium und Alkohol, zur     Oxymethylgruppe     reduziert.  



  Das so erhältliche     4-Methyl-5-oxyäthyl-          thiazol    zeigt die gleichen Eigenschaften  wie das im Hauptpatent beschriebene Pro  dukt.      <I>Beispiel:</I>  223 Gewichtsteile     P-Bromlävulitisäure-          äthylester        (vergl.    "Berichte der Deutschen  Chemischen Gesellschaft" 17, Seite 2285)  und 200 Gewichtsteile     Rhodanbarium    werden  in 100 Gewichtsteilen Alkohol 15 Stunden  gerührt. Man versetzt mit Wasser und ex  trahiert mit Äther.

   Nach Verdampfen des  Äthers verbleibt roher     P-Rhodanlävulinsäure-          äthylester.    83 Gewichtsteile werden in eine  kochende Lösung von 30 Gewichtsteilen  konzentrierter Schwefelsäure in 300 Gewichts  teilen Alkohol getropft und 2 Stunden unter       Rückfluss    zum Sieden erhitzt. Der Alkohol  wird unter vermindertem Druck     abdestilliert,     der Rückstand mit Wasser und     Natrium-          carbonat    versetzt und der abgeschiedene     2-          Oxy-4-methylthiazolyl-5-essigsäureäthylester          abfiltriert.    Er schmilzt bei 97  .  



  8 Gewichtsteile dieses Esters werden mit  40 Gewichtsteilen     Phosphoroxychlorid    2 Stun  den zum Sieden erhitzt und wie in Beispiel  1 des Hauptpatentes aufgearbeitet. Man er  hält den     2-Chloi--4-methylthiazolyl-5-essig-          säureäthylester    vom     1\p8    1320. Durch Re  duktion mit Zinkstaub oder mit Wasserstoff  in Gegenwart von Palladium erhält man den       4-Methylthiazol-5-essigsäureäthylester    als ein  Öl vom     Kps        123'.     



  Zur Reduktion der     Estergruppe    des 4  Methylthiazol-5-essigsäureäthylesters werden  9,3 Gewichtsteile dieser Verbindung in 150  Gewichtsteilen siedendem absolutem Alkohol  gelöst und unter Zugabe von 10 Gewichts  teilen metallischen Natriums reduziert. Nach  dem der Alkohol durch Wasserdampf abge  blasen ist, wird das     4-Methyl-5-oxyäthyl-          thiazol    mit Äther extrahiert und wie in  Beispiel 1 des Hauptpatentes angegeben  gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl- 5-oxyäthylthiazol, dadurch gekennzeichnet, dass man das Methyläthylketon, dessen Äthyl- rest an dem zur Ketogruppe a-ständigen Kohlenstoffatom einen austauschfähigen Sub- stituenten und endständig eine in Oxymethyl umwandelbare Carbonsäureestergruppe ent hält,
    mit Salzen der Rhodanwasserstoffsäure zu dem 2-Oxy-4-niethylthiazol, das in 5- Stellung einen die oben gekennzeichnete Carbonsäureestergruppe enthaltenden Methyl- rest aufweist, umsetzt,
    und dass man alsdann die Hydroxylgruppe in 2-Stellung durch Ein wirken eines Phosphorhalogenids durch Ha ogen und letzteres durch Behandeln mit einem Reduktionsmittel durch Wasserstoff ersetzt und dass man die an dem Methylrest stehende Carbonsäureestergruppe durch Re duktion in die Oxymethylgruppe umwandelt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die im Patentanspruch bezeichnete Methylketonverbindung ein ss-Halogenlävulirisäureester ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Alkali- oder Erd- alkalisalz der Rhodanwasserstoffsäure Ver wendung findet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Umsetzung mit dem Salz der Rhodanwasserstoffsäure zunächst entstehende Rhodanverbindung durch Behandeln mit Mineralsäure zur Thiazolverbindung kondensiert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in 2-Stellung der zunächst gebildeten Thiazolverbindung stehende Hydroxylgruppe mittels Phos- phoroxychlorid durch Chlor ersetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Ersatz des Halogenatoms in 2-Stellung der Thiazol- verbindung durch Wasserstoff Zinkstaub und Eisessig als Reduktionsmittel benutzt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion der Carbonsäureestergruppe mittels Natrium und Alkohol bewirkt wird.
CH204692D 1936-09-22 1936-09-22 Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. CH204692A (de)

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