CH204693A - Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol.Info
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Verfahren zur Herstellung von 4-Nethyl-5-oayäthylthiazol. Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4 - Methyl- 5 - oxyäthyl- thiazol.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung der gleichen Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dassman das Methylpropylketon, dessen Propylrest an dem zur Ketogruppe a-ständigen Kohlenstoff - atom einen austauschfähigen Substituenten und endständig ein Halogenatom als Sub- stituenten enthält,
mit Salzen der Rhodan- wasserstoffsäure zum 2-Oxy-4-methyl-5-halo- genäthyltbiazol umsetzt, das Halogenatom durch Einwirken des Salzes einer organischen Säure durch eine Acyloxygruppe ersetzt, die Hydroxylgruppe in 2-Stellung durch Einwir ken eines Phosphorhalogenids durch Halogen und letzteres durch Behandeln mit einem Re duktionsmittel durch Wasserstoff ersetzt und die am Äthylrest stehende Acyloxygruppe zur Hydroxylgruppe verseift.
Als austausch fähigen Substituenten verwendet man vorteil haft Halogen; beispielsweise werden das Metliyl-1. 3 - dibrompropyllreton oder das 1- Brom-3-jod-4-oxopentan verwendet. Das pri mär entstandene, den Rhodanrest enthaltende Kondensationsprodukt kann durch Behandeln mit starker Säure in das 2-Oxy-4-methyl-5- ss-halogenäthylthiazol übergeführt werden.
Die Umsetzung dieser Verbindung mit dem Metall salz einer organischen Säure zwecks Einfüh rung eines Acylrestes erfolgt zweckmässig durch Einwirken von Alkalisalzen der Säure, z. B. Essigsäure oder Benzoesäure. Für die Umwandlung der Hydroxylgruppe des so er hältlichen 2-Oxy-4-methyl-5-acy loxyäthylthia- zols in Halogen verwendet man zweckmässig als Phosphorhalogenid Phosphoroxychlorid. Der Ersatz des Halogenatoms in 2-Stellung des so gebildeten Produktes wird vorteilhaft durch Einwirken von Zinkstaub und Eisessig
bewirkt. Die Acyloxygruppe lässt sich schliess= lieh durch Einwirken von Alkali, beispiels weise in alkoholischer Lösung, zur Hydroxyl- gruppe verseifen. Das so erhältliche 4-Methyl- 5-oxyäthylthiazol ist mit dem nach dem Vei- fahren des Hauptpatentes erhältlichen Pro dukt identisch.
<I>Beispiel:</I> 58 g Brompropylmethylketon ("Ber. d. Deutschen Chern. Gesellschaft" 22 [1899], Seite. 1206) werden bei 0 in 200 cm3 Äther mit 57g Brom langsam versetzt, der Äther durch Waschen mit Wasser und Natrium- carbonat vom Bromwasserstoff befreit und über Chlorcalcium getrocknet. Nach Ver dampfen des Äthers erhält man das Methyl- 1,3-dibrompropylketon als Öl vom Kpr, <B>851.</B>
81 g dieses Produktes werden mit 60 g Bleirhodarrid in wasserhaltigem Methylalko hol 12 Stunden gerührt. Man nimmt in Äther auf, wäscht mit Wasser und trocknet über Chlorcalcium. Nach Abdampfen des Äthers verbleibt das rohe 1-Brom-3-rhodan-4-keto- pentan der Zusammensetzung
EMI0002.0016
als rötliches Öl zurück.
Das gleiche Produkt erhält man, wenn man an Stelle des Bleirhodanids etwa 22 g Rhodanwasserstoffsäure unter Zusatz einer äquivalenten Menge einer Base, wie Barium- hydroxydarnmoniak, Triäthylamin oder der gleichen verwendet und im übrigen wie oben angegeben weiter arbeitet.
Die Verbindung kann auch erhalten wer den, wenn man von der entsprechenden Menge 1-Brom-3-jod-4-oxopentarr ausgeht, das seiner seits aus Methyl-1,3-dibrompropyllzetori mit 1 Mol Jodnatrium in Aceton bei Zimmer temperatur hergestellt werden kann.
63 g dieser Verbindung tropft man bei 10-200 in 100 g konzentrierte Schwefel säure, giesst die Lösung auf 200 g Eis, saugt ab und wäscht mit Wasser. Das Rohprodukt wird durch Kristallisation aus viel Äther ge reinigt. Dlan erhält so das 2-Oxy-4-methyl- 5-(p-bromäthy 1)-tlriazol in farblosen Kristal len vom F. 170 .
5 g dieser Verbindung werden mit 5 g entwässertem Kaliumacetat und 20 ein' Eis- essig 2 Stunden lang unter Rückfluss gekocht. Dran verdünnt mit Wasser, sättigt die Lösung mit Kalirrnrcarbonat und extrahiert mit Äther. Die ätherische Lösung wird stark eingeengt und gekühlt.
Dabei scheidet sich das 2-Oxy- 4-metlryl - 5 - acetoxyäthy lthiazol in farblosen Kristallen vonr F. 86 aus. Bei der Weiter verarbeitung dieserVerbindung, wie im Haupt patent angegeben, erhält man das 4-Methyl- 5-oxyäthylthiazol mit den dort angegebenen Eigenschaften.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-DIetlryl- 5-oxyäthyltlriazol, dadurch gekennzeichnet, dass man das Methylpropylketon, dessen Pro- pylrest an dem zur Ketogruppe a-ständigen Kohlenstoffatom einen austauschfähigen Sub- stituenten und endständig ein Halogenatom als Substituenten enthält,mit Salzen der Rhodanwasserstoffsäure zum 2-Oxy-4-methyl- 5-lralogerrätlrylthiazol umsetzt, das Halogen atom durch Einwirken des Salzes einer or ganischen Säure durch eine Acyloxygruppe ersetzt, die Hydroxylgruppe in 2-Stellung durch Einwirken eines Phosphorhalogenids durch Halogen und letzteres durch Behandeln mit einem Reduktionsmittel durch Wasser stoff ersetzt und die arn Äthylrest stehende Acyloxygruppe zur Hydroxylgruppe verseift.L N TER AN SPRt: CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der austauschfähige Substituent ein Halogenatom ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspr-rrch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 11lethyl-1,3-dibronrpropylketorr verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Halogenatom des 2 - Oxy - 4 - methy 1- 5 - halogenäthylthiazols durch Einwirken eines Alkalisalzes einer organischen Säure in eine Acyloxygruppe übergeführt. wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass das lialogenatom des 2-bxy-4-methyl-b- halogenäthylthiazols durch Einwirken eines Alkalisalzes der Essigsäure in den Acetoxy- äthylrest übergeführt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Phosphor halogenid Phosphoroxychlorid verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersetzung des in 2-Stellung erzeugten Halogenatoms durch Wasserstoff mittels Zinkstaub und Eis essig bewirkt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH204693T | 1936-09-22 | ||
| CH197277T | 1936-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH204693A true CH204693A (de) | 1939-05-15 |
Family
ID=25722958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH204693D CH204693A (de) | 1936-09-22 | 1936-09-22 | Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-oxyäthylthiazol. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH204693A (de) |
-
1936
- 1936-09-22 CH CH204693D patent/CH204693A/de unknown
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