CH205760A - Verfahren zur Herstellung eines Androstadiendions. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Androstadiendions.

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CH205760A
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hydrogen halide
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Androstadiendions.       Die vorliegende     Erfindung        betrifft        ein.     Verfahren zur Herstellung einer wertvollen       Steroidverbindung,    und zwar von     d"        2_    4 5 -An  drostadien-dion-3<B>.17.</B> Das Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass im Ring A     di-          halogeniertes        Androstandion-3.17    der Ein  wirkung von Halogenwasserstoff abspalten  den Mitteln unterworfen wird.  



  Es ist bekannt, aus     Monohalogenverbin-          dungen    der     Cyclopentanopolyhydrophenan-          threnreihe    mittels geeigneter Mittel     Halogen-          was2erstoff    abzuspalten, wobei die entspre  chenden einfach ungesättigten Verbindungen  erhalten werden.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass bei der Be  handlung von im     Ring    A     dihalogenierten          Androstandionen-3.17    mit einem Halogen  wasserstoff abspaltenden Mittel,     wie    Am  moniak oder besser organischen Basen die  beiden Halogenatome als Halogenwasserstoff  unter Ausbildung zweier Doppelbindungen  abgespalten werden und das bereits bekannte  zweifach     ungesättigte    d1,s;4,5-Androstadien-         dion-3.    17 erhalten wird.

   Als Ausgangsstoffe  eignen sich die in 1,4-, 2,4- 1,5- oder     2,5-Stel-          lung        halogenierten        Androstandione-3.    17, ins  besondere die     2,4-Dichlor-    und     -Dibrom-          androstandione    - 3. 17.

   Für die Behand  lung sind vor allem organische Stickstoff  basen,     insbesondere        heterocyclische    Basen,  vorzugsweise     Pyridin    verwendbar, doch lässt  sich die Reaktion auch mit andern hetero  cyclischen Basen, wie     Chinolin,    ferner     ali-          phatischen    oder aromatischen Aminen, wie       Methylamin,        Dimethylamin,        Dimethylanilin     und andere mehr durchführen.  



  Die Behandlung wird zum Beispiel mit  den zweckmässig wasserfreien Basen, gegebe  nenfalls in Gegenwart eines geeigneten Lö  sungsmittels, in der Weise durchgeführt, dass  man die     dihalogenierten        Androstandione-          3.    17 mit den Basen     erwärmt        bezw.    am       Rückflusskühler    kocht.  



  Durch Zusatz von Stoffen, die die ab  gespaltenen     Halogenwasserstoffsäuren    zu bin  den vermögen, ohne     da.ss    sie mit dem Aus-           gangsmaterial    in Reaktion treten, wie z. B.  durch Zusatz von     Kalziumearbonat.        Natrium-          carbonat    und     dergl.    kann der     isomerisierende     und verharzende Einfluss der gegebenenfalls  vorhandenen freien     Halogenwasserstoffsäure     zurückgedrängt werden.  



  Neben dem oben genannten Reaktionspro  dukt kann man bei dieser Behandlung in  mehr oder weniger grosser Menge stickstoff  haltige Nebenprodukte isolieren. Beim Erkal  ten     kristallisieren    manche der entstandenen  stickstoffhaltigen Produkte infolge ihrer     ver-          hältnismässig    geringen Löslichkeit aus und  können so aus dem Reaktionsgemisch abge  trennt werden. Bei der thermischen Zer  setzung dieser stickstoffhaltigen Verbindun  gen lässt sich die stickstoffhaltige Gruppe ab  spalten.  



  Das erhaltene     Androstadiendion    eignet  sich zur     Überführung    in     follikelhormonartige     Wirkstoffe.  



  <I>Beispiel:</I>  46 g     2,4-Dibrom=androstandion-3.    17, wie  sie erhalten werden, wenn man eine Lösung  von 31,7 g     Androstandion    in einem Gemisch  von 1 Liter Chloroform und 200 cm' Eisessig  unter Rühren in kleinen Anteilen mit einer  Lösung von 11 cm' Brom (2     Mol)    in 100     ein'     Eisessig versetzt und die Reaktionslösung  nach dem Waschen mit Wasser und Trock  nen im Vakuum bei<B>50'</B> eindampft, werden  mit 500     cm@    trockenem     Pyridin    übergossen.

    Die Mischung wird darauf in einem     Gly-          zerinbade    vier Stunden bei 135 bis 140       Badtemperatur    unter     Rückfluss    gekocht.  Dann wird das     Pyridin    im Vakuum bei<B>80'</B>  eingedampft und das erhaltene Reaktionspro  dukt mit Äther     und    Wasser behandelt.  



  Die Ätherlösung wird mit Wasser ge  waschen und     hinterlä-sst    nach dem Verdamp  fen 5 g eines Öls, aus dem :das     dl        "        4",-Andro-          stadien-dion-3.17    zweckmässig durch Va  kuumdestillation     und        Umkristallisieren    aus  Alkohol isoliert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von d 1.I: 4,.- Androstadien-dion-3.17, dadurch gekenn- zeichnet, dass man ein im Ring A dilialo- geniertes Androstandion-3. 17 mit einem Ha logenwasserstoff abspaltenden Mittel behan delt. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff 2 . 4 - Dichlor-androsta.ndion - 3. 17 verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff 2. 4 - Dibrom-androstandion - 3<B>.17</B> verwendet.
    3. Verfahren nach Patentansprueh,.dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogen wasserstoff abspaltendes Mittel Ammo niak verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogen wasserstoff abspaltendes Mittel orga nische Basen verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprueh 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogenwasserstoff abspal tendes Mittel aliphatisehe Amine verwen det. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss man als Halogenwasserstoff ab spaltendes Mittel aromatische Amine ver wendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogenwasserstoff abspal tendes Mittel heterocyclische Basen ver wendet. B. Verfahren nach Patentansprach und Un teransprüchen 4 und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Halogenwasser stoff abspaltendes Mittel Pyridin ver wendet. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung durch Kochen unter Rückflusskühler durchführt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Halogen- wasserstoff abspaltenden Mittel in was serfreiem Zustand verwendet. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Halogen- wasserstoff abspaltenden Mittel in Ge genwart eines geeigneten Lösungsmittels verwendet. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass man die Halogen- wasserstoff abspaltenden Mittel in Ge genwart von Stoffen, die Halogenwasser stoff zu binden vermögen, ohne dass sie mit dem Ausgangsstoff in Reaktion tre ten, verwendet. .
CH205760D 1936-09-29 1937-05-27 Verfahren zur Herstellung eines Androstadiendions. CH205760A (de)

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