CH206718A - Verfahren zur Darstellung eines Gemisches von Acylaminomorpholinverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Gemisches von Acylaminomorpholinverbindungen.

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CH206718A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/22Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with hetero atoms directly attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/28Nitrogen atoms
    • C07D295/32Nitrogen atoms acylated with carboxylic or carbonic acids, or their nitrogen or sulfur analogues

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines Gemisches von     Acylaminomorpholinverbindungen.       Man kennt bisher keine     Verbindungen,     die     einen        Morpholinring    und     eine        Acylamino-          gruppe    enthalten. Es hat sich überraschender  weise ergeben, dass sie auch auf technisch  gangbarem Wege erhältlich sind und in     qua-          ternäre        Morpholiniumsalze    übergeführt wer  den können.

   Ferner ergab sich, dass das Zu  sammenwirken der spezifischen Atomgrup  pierungen eine ausnehmend grosse Ober  flächenaktivität bedingt, so dass die Verbin  dungen dieser Gruppe besondere     technische     Verwendbarkeit aufweisen.  



  Die     Acylaminogruppe    kann direkt an das       Stickstoffatom    des     Morpholinkernes    gebun  den sein, oder indirekt durch eine     Alkyl-          bezw.        Aryl-    oder     Aralkylgruppe.    Man kann  diese     Verbindungsgruppe    deshalb praktisch  in zwei Untergruppen teilen:  a) Derivate des     N-Aminomorpholins,    z. B.  
EMI0001.0021     
    b) Derivate der     N-Alkyl-,        bezw.        N-Aryl-          oder        N-Aralkylmorpholine,    z. B.

    
EMI0001.0027     
    Zur Darstellung von Vertretern der ersten  Untergruppe kann man das     Morpholin        in    an  sich bekannter Weise     nitrosieren,    das     Nitroso-          derivat        zum        N-Aminomorpholin    reduzieren  und darauf eine     Carbonsäure    oder ein geeig  netes funktionelles Derivat derselben ein  wirken lassen. Man     kann    aber auch vorteil  haft von einem     Hydrazinderivat    mit einer  nichtsubstituierten     Aminogruppe    ausgehen,  z.

   B. vom     Phenylhydrazin,        durch    Konden  sation     mit        fl,ss'-Dichloräthyläther    das     Phenyl-          amino-morpholin    darstellen, dessen     Imidwas-          serstoff    weiterhin glatt durch     Acyl        substi-          tuiert    wird.  



  Zur Synthese von     Verbindungen    der zwei-           ten        Untergruppe        lä.sst    sich die     Darstellung     der Zwischenprodukte verschiedentlich modi  fizieren. Entweder geht man von einem       Diamin        aus,    z.

   B.     Äthy        lendiamin,        Phenylen-          diamin,        Naphthylendiamin,    und führt es  durch partielle Kondensation mit der nötigen  Menge     Dichloräthyläther    in das     Aminoa.lkyl-          morpholin        bezw.        Aminoarylmorpholin    über.

    Oder man wählt als     Ausgangsprodukt        eine     entsprechende     Monoaminoarylverbindung,    wie  Anilin, Chloranilin,     Nitranilin,        Toluidin    und  andere mehr, setzt sie mit     Dichloräthyläther     zum     Morpholinderivat    um und führt dann  erst die zur     Acylierung    bestimmte     Amino-          gruppe    ein.

   Entweder direkt in den     Aryl-          kern,    indem man zum Beispiel nitriert, falls  nicht schon eine Nitrogruppe vorhanden ist,  oder     nitrosiert,    oder mit einer     Diazoniumver-          bindung        kuppelt    und hierauf reduziert,     resp.     reduktiv spaltet. Oder indirekt, indem man  das     Arylmorpholin    umsetzt mit Formaldehyd  und primären Aminen     bezw.    geeigneten       Aminosäuren,    die mit Formaldehyd keine  stabile     Anhy        drov        erbindung    bilden, wie z. B.

         p-Toluidin,        Sulfanilsäure    usw., wobei ein  Wasserstoffatom des     Arylkernes    in     p-Stel-          lung    zum     Morpholinring    durch eine     Aryl-          aminomethylengruppe    ersetzt wird.

   (Siehe  deutsche Patentschrift Nr. 116959.)  Die     Acylierung    wird in an sich bekannter  Weise ausgeführt durch Einwirkung von       Carbonsäuren        bezw.    Gemischen solcher oder  ihrer funktionellen Derivate wie     Anhydride,     Chloride, Ester, in     bestimmten    Fällen auch       Amide.    So kann das aus     Phenylmorpholin     durch Umsetzung mit Formaldehyd und     Sulf-          anilsäure    erhältliche Produkt, nämlich ein       4-Morpholinylbenzylamin,

      in dem ein Was  serstoffatom der     Aminogruppe    durch den  Rest     -C1H4S03    ersetzt ist, diesen bei Einwir  kung eines     Carbonsäureamids    gegen dessen       Acyl        austauschen.     



  Die     Morpholinderivate    reagieren mit den  bekannten     Alkylierungs-        bezw.        Aralkylie-          rungsmitteln    für tertiäre Basen, besonders  leicht mit     Chlormethyl,    Chloräthyl,     Di-          methylsulfat,        Methyl-,    Äthyl-,     Allylbromid,            Benzylchlorid    und andere mehr     unter    Bil  dung der entsprechenden     Morpholiniumsalze.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines Ge  misches von     Acylaminomorpholinverbindim-          gen,    dadurch gekennzeichnet. dass man     p-To-          luylmorpholin    nitriert, das erhaltene     3-Nitro-          4-metliyl-phenyl-niorpliolin    reduziert, die er  haltene     Aminov        erbindung        finit    den Chloriden,  Hergestellt aus einem technischen     Fettsäure-          geMisch          CH:

  t(CI1_ "-COOH    bis     CH3(CH2)"-COOH          acy        liert    und die     Acylverbindungen    durch       Einwirkung    von     Chlormethyl    in das Gemisch  der     quaternären    Verbindungen überführt.  



  Das Endprodukt, eine Halbfeste gelbliche  Masse, eignet sich als Netzmittel und als  Weichmacher für natürliche und umgefällte       Cellulose.     



  <I>Beispiel:</I>  Die Lösung von     p-Toluylmorpholin        in          konz.    Schwefelsäure wird unter Eiskühlung  mittels Mischsäure (1 : 1) nitriert, die Nitro  verbindung mittels Natronlauge abgeschieden  und in alkoholischer Lösung mit Zinkstaub  unter     Zugabe    von Salmiak reduziert. Man  fällt das freie Amin, z.

   B. durch Natron  lauge, nimmt es in Benzol auf, kocht zwecks       Entfärbung    mit Tierkohle und Bleicherde  und versetzt die filtrierte, erkaltete Lösung  mit der berechneten Menge Chlorid aus dem  technischen Gemisch der Fettsäuren       CH:,(CH2),I        COOH    bis     CH3(CH2)"-COOH,          v"obei    die Temperatur bis gegen 50   C steigt.

    Nach Beendigung der Reaktion wird mit  Lauge verrührt, die     benzolische    Schicht ab  gehoben, getrocknet, in den     Autoklaven    ge  füllt und ein     lr\berschuss    von     Chlormethyl          eingepresst.    Nach kurzem Anwärmen ist die  Bildung des     quaternären    Salzes vollzogen,  das durch Abtreiben des Lösungsmittels iso  liert wird.

   Es ist das     Gemisch    der den  Säuren       CH3(CH2).-COOH    bis     CH3(CH2)"-COOH     entsprechenden homologen     (3-Acylamino-4-          methyl    -     phenyl)    -     methyl    -     morpholinium-    chlo-           ride.    Das     tndprodukt        bildet        eine    halbfeste  gelbliche, in Wasser klar lösliche Masse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Ge misches von Acylaminomorpholinverbindun- gen, dadurch gekennzeichnet, dass man p- Toluylmorpholin nitriert, das erhaltene 3- Nitro-4-methyl-phenyl-morpholin reduziert, die erhaltene Aminoverbindung mit den Chloriden, hergestellt aus einem technischen Fettsäuregemisch CHs(Cg2)
    i4-COOH bis CH3(CHz)is-COOH, acyliert und die Acylverbindungen durch Einwirkung von Chlormethyl in das Gemisch der quaternären Verbindungen überführt. Das Endprodukt, eine halbfeste, gelbliche Masse, eignet sich als Netzmittel und als Weichmacher für natürliche und umgefällte Cellulose.
CH206718D 1938-06-11 1938-06-11 Verfahren zur Darstellung eines Gemisches von Acylaminomorpholinverbindungen. CH206718A (de)

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