CH210546A - Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3.

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CH210546A
CH210546A CH210546DA CH210546A CH 210546 A CH210546 A CH 210546A CH 210546D A CH210546D A CH 210546DA CH 210546 A CH210546 A CH 210546A
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Schering A G
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Schering Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung von     Androstenol-17-on-3.       Es wurde gefunden, dass man     Androstenol-          17-on-3    erhält, ein Produkt von grosser phy  siologischer Wirksamkeit, das     entweder    als  solches für pharmazeutische Zwecke dient,  aber auch als Zwischenprodukt     zurUmwand-          lung    irrandere therapeutisch wertvolle Stoffe  verwendet werden kann,     wenn    man einen     17-          Äther    des     Androstendiols-3,17    der Einwir  kung eines Oxydationsmittels unterwirft,

    welches eine sekundäre Alkoholgruppe in  eine     Ketogruppe    überzuführen vermag und  die Äthergruppe durch Hydrolyse in die       Hydroxylgruppe    überführt.  



  Als Ausgangsmaterial für die Darstel  lung des     Androstenol-17-ons-3    haben sich der       17-Triphenyl-methyl-    und der     17-Benzyl-          äther    als besonders günstig erwiesen.  



  Als Oxydationsmittel kommen alle be  kannten oxydierend wirkenden Stoffe in Be  tracht, wie sie zum Beispiel in     Houben-          Weyl    "Methoden der organischen Chemie"  3. Auflage,     Bd.    2, S. 47 ff (1925) angeführt  sind. Kupferoxyd und Chromsäure sind je  doch     bevorzugte    Mittel. Durchführbar ist  die Umwandlung des     17-Äthers    des Andro-         stendiols-3,17    in den     17-Äther    des     Androste-          nol-17-on-3    auch mit     Bichromat    und Säure.

         Permanganat    und andere Versalze, auch  Peroxyde wie Wasserstoffsuperoxyd     können     an die Stelle der obenerwähnten     Oxydations-          mittel    treten.  



  Der     intermediäre    Schutz der Ringdoppel  bindung erfolgt zweckmässig durch Halogen  anlagerung.  



  Die Isolierung der gebildeten     Ketoverbin-          dung    kann mit     Hilfe    von     Ketonreagenzien,     wie z. B.     Semicarbazid,        Hydroxylamin,        Phe-          nylhydrazinen    und andern, oder mit     Hilfe     der fraktionierten Kristallisation oder der  gleichen erfolgen.  



  Im Falle der Verwendung des     Triphenyl-          methyläthers    empfiehlt es sich die Hydrolyse  in sauren     hydrolysierenden        Mitteln    durch  zuführen.  



  <I>Beispiel 7:</I>  2,65 g     17-Triphenylmethyläther    des     An-          drostendiol-3,17    werden in     Pyridin    gelöst  und bei Zimmertemperatur mit einer 0,8 g  Brom (entsprechend 1     Mol    Brom auf 1     Mol     Äther) enthaltenden Tetrachlorkohlenstoff-           lösung    vermischt. Das Brom wird rasch auf  genommen, worauf man 0,6 g Chromsäure  anhydrid (entsprechend etwa 2 Atomen  Sauerstoff) in wenig Wasser gelöst zusetzt.

    Nachdem man die Reaktionsmischung zwei  Tage bei Zimmertemperatur stehen gelassen  hat, wird die grünlich gefärbte Lösung in  Wasser gegossen,     der Niederschlag        abfiltriert     und in Eisessig gelöst. Die     Eisessiglösung     wird mit 5 g Zinkstaub während 1 4 Stunde  auf<B>80'</B> C erhitzt. Die Lösung wird vom       Zinkstaub        abfiltriert,    mit einigen Tropfen  wässriger Salzsäure versetzt und während  einer weiteren halben Stunde auf dem  Wasserbad     erwärmt,    um die Aufspaltung des  Äthers zu vervollständigen.     Hierauf    wird die  Lösung abgekühlt,     in    Wasser gegossen und  mit Äther extrahiert.

   Die ätherische Lösung  wird dann nacheinander mit verdünnter       Sodalösung    und mit Wasser gewaschen und  vom Wasser durch Trocknen mit     3llagnesium-          sulfa.t    befreit. Nach Verdampfung des Äthers  erhält man einen Rückstand, aus dem man  durch     LTmkristallisieren    aus     Äthvlacetat    das       Androstenol-17-on-3,    das sogenannte Testo  steron in reiner Form erhalten kann.  



  <I>Beispiel 2:</I>  2,65 g     17-Benzyläther    des     Androstendiol-          3,17    werden in     Py        ridin    gelöst und bei Zim  mertemperatur mit einer 0,85 g Brom (ent  sprechend 1     Mol    Brom auf 1     Mol    Äther)  enthaltenden     Tetrachlorkohlenstofflösung    ver  mischt. Das Brom wird rasch aufgenommen,  worauf man 0,6 g     Chromsäureanhy        drid    (ent  sprechend etwa 2 Atomen     Sauerstoff)    in we  nig Wasser gelöst zusetzt.

   Nachdem man die  Reaktionsmischung zwei Tage bei Zimmer  temperatur stehen gelassen hat, wird die  grünlich gefärbte Lösung in     @V        asser    gegos  sen, der Niederschlag     abfiltriert    und in Eis  essig gelöst. Die     Eisessiglösung    wird mit  5 g Zinkstaub während     1,f    Stunde auf 80   C  erhitzt. Die Lösung wird vom Zinkstaub ab  filtriert, mit einigen Tropfen wässriger Salz  säure versetzt und während einer weiteren  halben Stunde auf dem Wasserbad erwärmt,  um die Aufspaltung des Äthers zu vei##oll-    ständigen. Hierauf wird die Lösung abge  kühlt, in Wasser gegossen und mit Äther  extrahiert.

   Die ätherische Lösung wird dann       nacheinander    mit verdünnter     Soda:lösung    und       mitWassergewasehen    und     vomWasserdureh     Trocknen mit     llagnesiumsulfat    befreit. Nach  Verdampfung des Äthers erhält man einen  Rückstand, aus dem nach durch     LTmkristal-          lisieren    aus     Xthylacetat    das     Androstenol-17-          on-3,    das     sogenannte        Testosteron    in reiner  Form erhalten kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Andro- stenol-17-on-3, dadurch gekennzeichnet, dass man einen 17-Äther des Androstendiols-3,17 unter intermediärem Schutz der Ringdoppel bindung der Einwirkung eines Oxydations mittels unterwirft, welches eine sekundäre Alkoholgruppe in eine Netogruppe überzu führen vermag und die Äthergruppe durch Hydrolyse in die Hydroxy lgruppe überführt. 1ü N TERAN SPRCCHE l..
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs material den 17-Triphenylmethyläther des Androstendiols-3.17 verwendet. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs material den 17-Benzyläther des Andro- stendiols-3,1.7 verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man als Oxydations- mittel Chromsäureanhy drid in Eisessig verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der intermediäre Schutz der Ringdoppelbindung durch Halogenanlagerung erfolgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass man die gebildeten Betonverbindungen mit Hilfe von Beton reagenzien aus den Reaktionsgemischen abscheidet.
CH210546D 1935-08-30 1936-08-27 Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3. CH210546A (de)

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