CH202972A - Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3.

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CH202972A
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androstenol
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halogen
halo
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung von     Androstenol-17-on-3.       Gegenstand des     vorliegenden    Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von     Andro-          stenol-17-on-3,    welches dadurch gekennzeich  net ist, dass man     17-Halogen-androstenol-3     unter intermediärem Schutz- der Ringdoppel  bindung der Einwirkung eines     Oxydations-          mittels    unterwirft, welches eine sekundäre  Alkoholgruppe in eine     getogruppe    überzu  führen vermag, und anschliessend das gebil  dete     17-Halogen-androstenon-3    der Einwir  kung von Mitteln unterwirft,

   die das Halo  genatom durch die     OH-Gruppe    ersetzen.  



  Als Oxydationsmittel kommen geeignete  Verbindungen des 6wertigen Chroms, wie       Chromsäureanhydrid    und dergleichen,     in    Be  tracht; es können aber auch andere     Oxyda-          tionsmittel    Verwendung finden, wie sie zum  Beispiel in     Houben-Weyl        "Methoden    der or  ganischen Chemie", z. Band, 3. Auflage,  Leipzig 1925, Seite 47 ff angeführt sind.  



  Der Ersatz des Halogens durch die     OH-          Gruppe    kann zum Beispiel in der Weise er  folgen, dass man das erhaltene     Halogenketon            im        Bombenrohr    mit     Kalcäumacetat    und-     Eis-          essig    auf<B>1150</B>     bis,    170   .erhitzt und das ge  bildete Acetat des     Ketons    mit     hydrolysieren-          den    Mitteln verseift. Vergleiche hierzu fer  ner     Houben-Weyl    "Methoden der organi  schen Chemie", 3. Band, -3. Auflage, Leipzig  1980, Seite 47 ff.  



  Zum Schutz der     Ringdoppelbindung    wäh  rend der     oxydativen        Behandlung        kann.    man  an das     17-Halogen-androstenol-3    Mittel an  lagern, die sich nach erfolgter     Oxydation     wieder abspalten lassen, wie zum Beispiel  Halogen. Die Entfernung des Halogens     kann     in an sich bekannter Weise, z. B. durch  Zinkstaub, erfolgen. Nähere Einzelheiten  hierüber sind aus     Houben-Weyl,    "Methoden  der     orgarischeu        Chemie",    z.

   Band,     3..    Auflage,  Leipzig 1925, Seite 968 ff.     bezw.    Seite 363 ff.  zu ersehen.  



  Die     Isolierung    der gebildeten     Ketover-          bindungen    kann mit Hilfe von     Ketonreagen-          zien,        wie    z. B.     Semmcarbazid,        oder    mit     Hilfe         der fraktionierten Kristallisation oder der  gleichen, erfolgen.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung von 0,8 g     17-Chlor-andro-          stenol-3    in 60 cm' Eisessig wird unter Schüt  teln mit einer Lösung von 0,414 g Brom in  20 cm' Eisessig vermischt.     Hierzu    gibt man  259 mg     Chromsäureanhydrid    in 20     cm'    Eis  essig gelöst.' Das Reaktionsgemisch wird  während 48 Stunden stehen gelassen und  das Reaktionsprodukt unter Wasserkühlung  durch Behandlung mit 2 g Zinkstaub wäh  rend 8 Stunden     entbromt.    Die Lösung wird  dann vom Zinkstaub     abfiltriert,    in Wasser  gegossen und mit Äther extrahiert.

   Die äthe  rische Lösung wird mit     Alkalilauge    und  Wasser gewaschen und zur Trockne ver  dampft. Der Rückstand der Ätherlösung ent  hält 0,7 g     17-Chlorandrostenon-3.     



  Durch Erhitzen des     17-Chlor-androste-          nons-3    im Bombenrohr mit     Kaliumacetat    in  Eisessig auf 150 bis<B>180'</B> erhält man das       17-Acetyl-androstenon-3;    dieses wird durch  Erwärmen mit     methylalkoholischer    Kali  lauge zum     Androstenol-17-on-3    verseift, das  sich aus der     Verseifungslösung    durch Extra  hieren mit Äther und Verdampfen des Äthers  in kristalliner Form gewinnen lässt.  



  Das verfahrensgemäss erhaltene     Andro-          stenol-17-on-3    besitzt einen Schmelzpunkt  von 151  ; es zeigt eine bemerkenswerte phy  siologische Wirksamkeit und soll für thera  peutische Zwecke Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Andro- stenol-17-on-3, dadurch gekennzeichnet, dass man 17-Halogen-androstenol-3 unter inter- mediärem Schutz der Ringdoppelbindung der Einwirkung eines Oxydationsmittels unter wirft, welches eine sekundäre Alkoholgruppe in eine Ketogruppe überzuführen vermag, und anschliessend das gebildete 17-Halogen- a.ndrostenon-3 der Einwirkung von Mitteln unterwirft, die das Halogenatom durch die OH-Gruppe ersetzen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs material 17-Chlor-androstenol-3 verwen det. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Chromsäureanhydrid in Eisessig verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man an die Kohlen stoff-Kohlenstoff-Doppelbindung des Aus gangsmaterials intermediär Halogen an lagert. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Halogen in dem gebildeten Halogenketon durch Be handlung des Halogenketons mit Kalium acetat in Eisessig und durch anschlie ssende Verseifung des gebildeten Acetats gegen die OH-Gruppe austauscht. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die gebildeten Ketoverbindungen mit Hilfe von Keton- reagenzien aus den Reaktionsgemischen abscheidet.
CH202972D 1935-08-30 1936-08-27 Verfahren zur Darstellung von Androstenol-17-on-3. CH202972A (de)

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