CH214399A - Verfahren zur Darstellung eines mehrwertigen Alkohols der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines mehrwertigen Alkohols der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.

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CH214399A
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


  Verfahren zur Darstellung eines mehrwertigen Alkohols der     Cyclopentanopolyhydro-          phenanthrenreihe.       Es wurde gefunden,     dass    mehrwertige Al  kohole der     Cyclopentanopolyhydrophenan-          threnreihe    dadurch erhalten werden können,

    dass man ungesättigte Verbindungen der       Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe        dei          Einwirkung    von Sauerstoff abgebenden Mit  tels aussetzt und auf die     hierbei    entstehenden  Verbindungen gegebenenfalls     hydrolysie-          rende        Mittel        einwirken    lässt.  



  Die als Ausgangsstoffe dienenden Ver  bindungen können sowohl. der     Atiocholan-          als    auch der     Pregnanreihe    angehören und im  Ringsystem eine     Kohlenstoff-Kohlenstoff-          Doppelbindung        aufweisen;    sie können aber  auch Verbindungen der     Ätiocholanreihe    mit       ungesättigter        Seitenkette    am     Kohlenstoff-          atom    17 sein, die ausserdem noch eine weitere  Doppelbindung im     Ringsystem    aufweisen  können.

   Die Anlagerung von Sauerstoff an  die     Kohlenstoff-Kahlenstoff-Doppelbindung     kann nach den hierfür geeigneten Methoden  erfolgen,     wie    sie zum Beispiel     beschrieben     sind in     .3o>>ben-Weyl,    Methoden der orga-         nischen    Chemie, 3.     Bd.,    B.     Aufl.,    S. 214     ff.;

       so hat sich zum Beispiel die     Anlagerung    von  Sauerstoff mit Hilfe von organischen Per  oxyden, vor     allem,    von     Benzopersäure    oder       Phthalpersäure,    als recht brauchbar     erwie-          sen,    vergleiche hierzu zum Beispiel auch  Windaus, Berichte .der deutschen     chemischen     Gesellschaft 48     (1915),    Seite 1064.  



  Die als Ausgangsmaterialien     dienenden     ungesättigten Verbindungen der     Ätiocholan-          und        Pregnanreihe    können beliebiger Her  kunft sein; sie können statt einer auch meh  rere Doppelbindungen im Ringsystem aufwei  sen.

   Ferner können sie     insbesondere    an den       Kohlenstoffatomen    3 und 17 funktionelle  Gruppen     enthalten,    zum     Beispiel        Hydroxyl-          gruppen    oder     Ketogruppen.    Dabei kann die       Hydrogysgruppe    durch     Veresterung,        Ver-          ätherung,        Halogenierung    oder dergleichen  auch in eine     Gruppe    übergeführt sein,

   die  sich durch Hydrolyse wieder in die     Hydro-          gylgruppe        zurückverwandeln        lässt.    In ent  sprechender Weise mag auch die     Ketogruppe              substituiert    sein. Die Doppelbindung im       Ringsystem    kann sich an     be-liebib    r Stelle  befinden, zum Beispiel zwischen den Kohlen  stoffatomen 4 und 5, 5 und 6 oder 16 und 17;  auch     garbonsäuren        :dieser    Reihe, wie die       3-Ogy-cholensäure    und ihre niederen Homo  logen können     in    entsprechende Oxyde über  geführt werden.  



  Werden     alkenylartige    Verbindungen der       Ätiocholanreihe    mit ungesättigter Seiten  kette am     Kohlensto:ffatom    17 verwendet, so  können diese zum     Beispiel    durch     partielle     Hydrierung der entsprechenden     alkenylarti-          gen    Verbindungen gewonnen werden, wie  man sie erhält, wenn man auf     17-Ketoätio-          eholane    Acetylen in Gegenwart von Alkali  metallen einwirken lässt.

   Man kann die     al-          kenylartigen        Verbindungen    aber auch di  rekt aus den entsprechenden     Ätiocholan-          verbindungen    erhalten, wenn man zum Bei  spiel,     wie    im Schweizer Patent Nr. 201866  angegeben ist,     17-Ketoätiocholane    mit a1-         kenyl-metallorganischen    Verbindungen rea  gieren lässt.  



  Es sei noch betont, dass unter den     Begriff     der     Ätiochola.nreihe    nicht nur die gesättig  ten und ungesättigten Verbindungen der  eigentlichen     Ätioeholanreihe,    sondern auch  die der     sogenannten        Ätioallocholanreihe    ver  standen werden sollen.  



  Die in der oben beschriebenen Weise er  haltenen Oxyde werden nun der     Einwirkung          hydrolysierender    Mittel unterworfen. Als  Sauerstoff abgebende     Mittel    kann man ausser  den vorher erwähnten auch Wasserstoff  superoxyd,     Peressigsäure    oder ähnliche Mit  tel     verwenden;    besonders vorteilhaft hat :sich  hierfür auch das erst neuerdings für derar  tige Zwecke benutzte     Osmiumtetroxyd    erwie  sen,     vergleiehe        Grigee.    Annalen der Chemie  522 (1936), Seite 75.  



  Zur Erläuterung des Erfindungsgedan  kens     mögen    .die     nachstehenden    beispielsweise  gewählten Formbilder dienen:  
EMI0002.0040     
    Zur Herstellung der Oxyde, zum Beispiel  des     17-Vinyl-androstandio:ls-3.17    löst man    ,diese Verbindung in Chloroform und fügt  einen geringen     ÜberSChuss    an     Benzopersäure         in Chloroform hinzu; nachdem man die     Ueak-          tionsteilnehmer    einige Zeit aufeinander hat  einwirken lassen, arbeitet man das.

   Reak  tionsgemisch in üblicher Weise auf; man er  hält dann eine um ein Sauerstoffatom rei  chere Verbindung, das, Oxyd eines.     17-Vinyl-          androstandiols-3.17.     



       Verwendet    man     ein.        17-Vinyl-androsten-          diol-3.17    als     Ausgangsmaterial,    so lässt sich  aus dem Reaktionsgemisch eine um zwei  Sauerstoffatome reichere     Verbindung    isolie  ren, die als Dioxyd eines     17-Vinyl-andro-          stendiols-3.17    bezeichnet werden mag, und  in welcher ausser der Sauerstoffbrücke in der  Seitenkette am     Kohlenstoffatom    17 auch  noch eine Sauerstoffbrücke im Ringsystem  enthalten     ist.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     44"-Pre-          b-nentriol-(17,20,21)-on-3,    das dadurch ge  kennzeichnet ist, (dass man auf     44,5-17-          Äthenyl-androstenol-17-on-3    ein Sauerstoff  abgebendes Mittel und auf die hierbei ent  stehende Verbindung     ein        hydrolysierendes     Mittel einwirken lässt. Die neue Verbindung  soll als. Zwischenprodukt bei der     Herstellung     physiologisch wertvoller Verbindungen die  nen.  



  Als Sauerstoff abgebendes Mittel ver  wendet man zweckmässig     Benzopersäure,          Phthalpers,äure,        Osmiumtetroxyd,    Wasser  stoffsuperoxyd,     Peressigsäure    usw., wonach  man die     entstandenen    Zwischenprodukte. ver  seift, was, wenn nötig, zum     Beispiel    durch  Erhitzen im     wässrigen    Medium im Bomben  rohr erfolgen kann.  



       Beispiel:     2 g     44,1-17-Äthenyl-androstenol-17-on-3     werden in 300     cm3    Äther gelöst und mit  1     Mol    (1,63 g)     Osmiumtetroxyd    versetzt.  Nasch kurzer Zeit fällt der olivgrüne Osmium..       ester    aus. Nach zweitägigem Stehen wird       abfiltriert    und     ider        Osmiumester        gespalten.     Zu     diesem    Zwecke wird der Ester mit 5 g       Natriumsulfit    in 42 cm' Wasser und 170     cm3     Alkohol 2 Stunden zum Sieden erhitzt.

   Die    Mutterlauge von dem abgeschiedenen     Na-          trumosmiumsulfit    wird im Vakuum ein  geengt und der Rückstand mehrfach.     aus-          geäthert.    Der nach Verdampfen des.     Äthers     erhaltene Rückstand liefert das     d4"-Pregnen-          triäl-(17,20,21)-on-3,    das aus Eisessig     um-          kristallisiert    bei<B>232'</B> schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 4",-Pre- gnentriod-(17,2'0,21)-on-.3, dadurch gekenn zeichnet dass man auf 4",-17-Äthyl=andro- stenol-17-on-3 ein iSauerstoff abgebendes Mit tel und auf die hierbei entstehende Verbin dung ein hydrolysierendes Mittel einwirken lässt. Die neue Verbindung .liefert Kristalle, die bei<B>232'</B> schmelzen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeiühnat, @dass man als @Sauer- stoff abgebendes Mittel Benzopersäure ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Sauer stoff abgebendes Mittel Phthalpersäure ver wendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Sauer stoff abgebendes Mittel Osmiumtetroxyd verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Sauer stoff abgebendes Mittel Wasserstoffsuper oxyd verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Sauer stoff abgebendes Mittel Peressigsäure ver wendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse durch Erhitzen im wässrigen Medium im Bombenrohr erfolgt.
CH214399D 1936-07-14 1937-07-09 Verfahren zur Darstellung eines mehrwertigen Alkohols der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe. CH214399A (de)

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