CH215144A - Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-4-oxy-5-aminonaphthalin-11-sulfosäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-4-oxy-5-aminonaphthalin-11-sulfosäure.

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CH215144A
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    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  Verfahren zur Herstellung von     1-5tethyl-4-ogy-6-aminonaphthalin-1'-sulfosäure.       Es wurde gefunden, dass man die     I-          Methyl-4        -oxy-    5     -aminonaphthalin-1'-sulfo-          säure     
EMI0001.0007     
    in technisch einfacher Weise und mit sehr  guten     Ausbeuten    herstellen kann, wenn man  auf     1'-Chlor-l-methyl-5-nitronaphthalin,    das  beispielsweise nach dem Schweiz.

   Patent  Nr. 200521 durch Einwirkung von Form  aldehyd und Salzsäure auf     1-Nitronaphthalin     in Gegenwart von Kondensationsmitteln er  halten werden kann, starke Salpetersäure,  vorzugsweise in Gegenwart indifferenter  Lösungsmittel, zur Einwirkung bringt, das  entstandene 1'-     Chlor-l-methyl-4    . 5-dinitro-         naphthalin    durch Behandeln mit Natrium  sulfit     in    :

  die     1-Methyl-4.        5-dinitronaphthalin-          1'-sulfosäure    überführt, die beiden     Nitro-          gruppen    zu     Aminogruppen    reduziert und die       nun    erhaltene     Diaminoverbindung    mit     Na-          triumbisulfitlösung    verkocht.  



  Über die     Nitrierung        chlormethylierter          Naphthaline    und ihrer     Derivate        sind    in der  Literatur keine     Erfahrungen    bekanntgege  ben. Es war nicht vorauszusehen, wie die am       Naphthalinkern    gebundene     Chlormethyl-          gruppe    sich gegenüber starker Salpetersäure  verhalten würde.

   Offenbar     ist    sie hier we  sentlich labiler als am     Benzolkern,    was !dar  aus hervorgeht, dass man zwar     p-Nitroben-          zylehlorid    mit     Salpeterschwefelsäuregemisch     zum     2.4-Dinitrobenzylchlorid        weiternitrieren     kann, nicht aber     Nitronaphthomethylchlorid,     das unter Abspaltung von     Salzsäure    zersetzt  wird.

   Es ist überraschend, wenn man die     Re-          aktion    bei der Behandlung von     1'-Chlor-1-          methyl-5-nitronaphthalin    mit starker Sal-           petersäure,        vorzugsweise    bei     Gegenwart    von       Lösungsmitteln,    wie zum Beispiel     Tetraehlor-          kohlenstoff,    so leiten kann, dass in vorzügli  chen Ausbeuten ein einheitliches     Dinit.ropro-          dukt    entsteht,

   zumal bei der     gleichen        B-          han.dlung    von     11-Chlor-l-methylnaphthalin     ein technisch nicht     trennbares,    öliges     Iso-          merengemisch    anfällt.  



  Das, wie sich zeigte, in     vorzüglicherRein-          heit    anfallende, bisher unbekannte     11-Chlor-          1--methyl-4.5-dinitronaphthalin    wird durch  Behandeln mit     Natriumsulfit    in die     1-          k1_ethyl    - 4. 5     -dinitronaphthalin-l'-snlfosäure     übergeführt, die sich leicht zu der entspre  chenden     Diaminoverbindung    reduzieren. lässt.

    Verkocht man nun diese Aminosäure mit       Natriumbisulfitlösung,    so entsteht die     1-          1Zethyl-    5     -amino    - 4 -     oxynaphthalin-11-sulfo-          säure.    Diese, wie Versuche ergaben, in sehr  guter Ausbeute anfallende-     Aminooxyverbin-          dunb    ist neuartig und ein wertvolles Zwi  schenprodukt für Farbstoffe.  



  Es war nicht vorauszusehen und     auch     nicht zu erwarten,     da.ss    die bei echten     Sulfo-          säuren    bekannte Reaktion der     Verlkochuny     einer     Aminogruppe    zur     Oxygruppe    nach       Bueherer    hier bei     einer        omega-Aethansulfo-          säure    zu einem technischen Erfolg führen  würde, da. sie sich durchaus nicht wie eine  im Kern     gebundene        Sulfosäure    verhält.

   So  ist es beispielsweise nicht. möglich. die     i-          klethyl-4.    5     -diaminonaphthalin-ll-slilf        osäu        i-e     durch Kochen mit. Kalk unter     Druck    in die  entsprechende     Dioxyverbindung        überzufüh-          ren,    was bei der     1.8-Naphthylendiamin-4-          sulfosäure    ohne weiteres möglich ist.  



       Beispiel:     a.) 222 Teile     11-Chlor-l-methyl-5-nitro-          na.phthalin    werden unter Kühlung im Ver  laufe einer halben Stunde bei einer     +    10 "  nicht     übersteigenden    Temperatur in 400  Teile Salpetersäure,     spez.    Gewicht. 1,5, einge  tragen, wobei das Produkt in     Lösung    geht.  Nach kurzer Zeit beginnt bereits die     Dinit.ro-          verbindung    auszukristallisieren. Man rührt.  noch     etwa.        ?%    Stunde nach und giesst dann  unter Rühren in Eiswasser.

   Nach zwei Stun-         den        wird        abgesaugt.    neutral     gewasehen    und       getrocknet.        Man    erhält 262 Teile eines Roh  produktes, das aus Alkohol umkristallisiert,  189 Teile (71     ö    d.     Th.)        11-Chlor-l-methyl-          4    .     5-dinitronaphthalin    vom     Fp.    131   ergibt.  



  133,3 Teile     11-Chlor-l-methyl-4.5-dinitro-          naphtlialin    werden     finit.   <B>71,5</B> Teilen     Natrium-          stilfit    wasserfrei     und    2000 Teilen Wasser  zwei Stunden unter Rühren am     Rückfluss-          kühler        gekocht.    Man     saugt    von     geringen          Mengen        Ungelöstem    ab und reduziert das  Filtrat unter Zusatz von<B>375</B> Teilen Eisen  und 125 Teilen ?     n-Essigsäure.    Aus der Re  duktionslösung fällt durch  <RTI  

   ID="0002.0094">   Ansäuern    mit       Salzsäure    die     1-Dtetliyl-4.:>-diaminonaph-          tlialin-ll-stilfosätire    als schwach     gefärbtes,     kristallines Pulver in einer     Ausbeute    von  82 Teilen     (65 r',        (i.        Th.)    aus.  



       b)        1)6    Teile der nach     a)    erhaltenen     1-          llctliyl-4    .     .)        -dia        ininona        lihthaliii-l'-sulfosäure     werden mit 500 Teilen Wasser und 1250  Teilen     Natriumbisu.lfitlösung   <B>38'</B>     Be    wäh  rend drei Stunden bei<B>90'</B> gerührt. Nach  einer Stunde erfolgt klare Lösung.

   Darauf  macht man mit- 210 Teilen konzentrierter       Schwefelsäure    die     Lösung    sauer und     koeht     so lange, bis alle     sehwcflige    Säure entfernt  ist. Dann stellt man mit Natronlauge neu  tral, zersetzt den gebildeten     Schwefliäsä.ure        -          ester    mit,     370    Teilen Ätzkalk und fällt nach       Absaugen        des    Gipses die     1-ltethyl-4-oxy-5-          aininonaplitliaiin-Il-sulfosäui-e    mit Salzsäure  aus.

   Erhalten werden 91,5 Teile =     71.6,''j     d.     Th.     



  Der so     erhaltene    Endstoff stellt als freie  Säure ein schwach     gefärbtes.        kristalilines    Pul  ver dar. das in Wasser unlöslich ist. durch  Zugabe von     Alkalien    aber wasserlöslich wird.  Er ist ein     wertvolles    Zwischenprodukt für  die     Herstellung    von Farbstoffen.  



  Bei der     Herstellung    des     11-Chlor-l-me-          tliyl-4.        5-dinitronaplithalins    kann die     Ni.trie-          run-    auch in     Gegenwart    eines     Lösungsmit-          tel:,    wie zum Beispiel     Tetrachlorkohlenstoff.          vorgenommen    werden. Man verfährt daher  beispielsweise in der Weise, dass 221,5 Teile       11-Chlor-l--methyl-5-nitronaphtha,lin    in 1000  Teilen     Tetrachlorkohlenstoff    gelöst werden.

        Bei 10 bis 15   nicht überschreitenden Tem  peraturen lässt man .dann unter Rühren und  Kühlen 300 Teile Salpetersäure vom spezifi  schen Gewicht 1,5 innerhalb 1/2 Stunde ein  tropfen, rührt dann eine Stunde bei Zimmer  temperatur nach     und,        erwärmt    auf 50  , wor  auf alles in     Läsung    geht. Bei der     AufarM-          tung    erhält man     das        gewünschte        Dinitropro-          dukt    mit einer     Ausbeute    von     92,6%.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl- 4-oxy-5-aminonap@hthajlin-l'-sulfosäure, da durch gekennzeichnet, dass man auf 1'-Chlor- 1-methyl-5-nitronaphthalin starke Salpeter säure zur Einwirkung bringt, das entste hende l'-Chlor-l-methyl-4.5-dinitronaphtha- lin durch Behandeln mit Natriumsulfit in die 1-Methyl-4. 5-,dinitronaphthalin- l'-sulf osäure überführt,
    die beiden Nitrogruppen zu Amino- gruppen reduziert und die nun erhaltene Diaminoverbindung unmittelbar mit Na- triumbisudfitlösung verkocht. Als freie Säure stellt der erhaltene Endstoff ein schwach ge färbtes, kristallines Pulver dar, das in Was ser unlöslich ist, durch Zugabe von Alkalien aber wasserlöslich wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Salpetersäure auf das 1'-Chlor-l-methyl-5-nitronaphthalin in Gegenwart eines indifferenten Lösungs mittels zur Einwirkung bringt.
CH215144D 1938-11-15 1939-08-18 Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-4-oxy-5-aminonaphthalin-11-sulfosäure. CH215144A (de)

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