CH222707A - Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol.

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CH222707A
CH222707A CH222707DA CH222707A CH 222707 A CH222707 A CH 222707A CH 222707D A CH222707D A CH 222707DA CH 222707 A CH222707 A CH 222707A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/40Chemically modified polycondensates
    • C08G12/42Chemically modified polycondensates by etherifying
    • C08G12/424Chemically modified polycondensates by etherifying of polycondensates based on heterocyclic compounds
    • C08G12/425Chemically modified polycondensates by etherifying of polycondensates based on heterocyclic compounds based on triazines
    • C08G12/427Melamine

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Description


      Verfahren    zur Herstellung einer gemischten     Ester-Äther-Yerbindung     aus einem Polyalkohol.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung einer ge  mischten     Ester-Äther-Verbindung    eines Poly  alkohols, dadurch gekennzeichnet, dass man  einen noch freie     Hydroxylgruppen    enthalten  den     Stearinsäure-Phtalsäure-Glycerinester    mit  einer     Methylolgruppen    enthaltenden Form  aldehydverbindung des     Melamins    in Gegen  wart eines     Butanol    enthaltenden Lösungs  mittels     veräthert.     



  Die Herstellung des noch freie     Hydroxyl-          gruppen    enthaltenden     Stearinsäure-Phtal-          säure-Glycerinesters    kann in bekannter Weise  erfolgen.  



  Ausgehend von den Komponenten kann  die partielle     Veresterung    des Glycerins mit       Stearinsäure        und        Phtalsäure    entweder gleich  zeitig oder in beliebiger     Reihenfolge    durch  geführt werden. Man kann aber auch von den  in der Natur vorkommenden höheren     Gly-          ceriden    der     Stearinsäure,    z.

   B.     Stearinsäure-          triglycerid,        ausgehen.    In diesem Falle wer-    den diese höheren     Glyceride    zunächst durch       Umesterung    in die niedrigeren     Glyeeride    ver  wandelt, die dann ihrerseits mit dem     Phtal-          säureanhydrid    weiter verestert werden.

   Man  kann auch die natürlichen     Glyceride    zu  nächst in     Stearinsäure    und Glycerin spalten  und aus den Komponenten ein niedrigeres       Glycerid    von dem gewünschten     Veresterungs-          grade    herstellen, das dann     seinerseits    mit       Phtalsäureanhydrid    weiter verestert wird.  Die     Veresterung    erfolgt     unter        Wärmezufuhr.     



  Die     Verätherung    wird in Gegenwart von  freien     H-Ionen    vorgenommen. Als     Kontakt-          mittel    für die     Verätherung    dienen vorzugs  weise     unveresterte        Reste    der zur     Veresterung     verwendeten Säuren. Die     Verätherung    er  folgt zweckmässig unter     Wärmezufuhr,    sie  kann aber auch in der     gälte    vorgenommen  werden.

   Für diesen Fall verwendet man als       saure        Kontaktmittel    starke Mineralsäuren  wie     Schwefelsäure    oder Salzsäure,     die    nach  erfolgter     Verätherung    durch     Neutralisation         wieder entfernt werden.

   Als     verätherbare     Gruppen der     Melamin-Formaldehyd-Verbin-          dungen    dienen die durch Zusammentritt des  Aldehyds mit dem     Melamin    entstehenden       Methylolgruppen.    Die     Melamin-Methylolver-          bindung    kann auch im Reaktionsgemisch  selbst aus den Komponenten     Melamin    und  Formaldehyd oder     Paraformaldehyd    gebildet  werden.  



  Die     Verätherung    wird in Anwesenheit  eines     Butanol    enthaltenden Lösungsmittels  vorgenommen. Dieses dient in der Haupt  sache dazu, die noch freien     Methylolgrup-          pen    der mit dem     Glycerin    zu v     eräthernden          Melamin-Methy        lolverbindung    ganz oder teil  weise zu     veräthern.    Es wird     durch    diese  zweite     Ätherbildung    eine     allzuweitgehende     Vernetzung der bereits sehr hoch polymeren       Ester-Äther-Verbindung        

  vermittels    der sonst.  weiter kondensierenden und polymerisieren  den     Methylolgruppen    verhindert, was in sehr  hohem Masse zur sicheren Durchführung des  Verfahrens beiträgt. Dabei spielen auch die  Menge des zugesetzten Lösungsmittels, ferner  5 die Temperatur, die     pH-Verhältnisse    und die  Zeit     eine    Rolle. Dem     Butanol    können     hydro-          xylgruppenfreie        Lösungsmittel,    wie z. B.     ali-          phatische    oder aromatische     Kohlenwasser-          stoffe    beigemischt sein.  



  Schliesslich können auch Nichtlösungs  mittel zum Verdünnen herangezogen werden.  Die Mengenverhältnisse der Komponen  ten können in weiten Grenzen variiert wer  den. Auch hinsichtlich der Reaktionsführung  sind in bezug auf Temperatur, Lösungsmit  tel, Verdünnungsmittel, Zusatz von     Kataly-          ten,    zahlreiche Variationen möglich.  



  Die Entfernung überschüssiger Reak  tionskomponenten kann durch beliebige Ar  beitsweisen, wie     Destillation,    eventuell unter  vermindertem Druck, Filtration,     Ausschleu-          dern,    Naschen     usw.,    erfolgen.  



  Sämtliche     Reaktionen    können mit oder  ohne Druck ausgeführt werden.  



  Die neue     Ester-Äther-Verbindung    besitzt  harzartige Eigenschaften. Sie ist nasch  härtend, sehr hitzebeständig und in gehärte  tem Zustand sehr wasserbeständig. Sie löst    sich in den üblichen     Lacklösungs-    und     -ver-          dünnungsmitteln    und eignet sich zur     Her-          etellung        härtender    Lacke. Ferner dient sie zur  Herstellung von     Bindemitteln    und     Imprägnie-          rungsmitteln,    z.

   B.     zum    Verleimen von Holz,  Korkabfällen, von Borsten zu Pinseln, von  Lederabfällen zu Kunstleder, von Papier und  Geweben     zwecks        Herstellung    von     laminierten     Gegenständen, zur Herstellung von geleim  tem Papier, ferner zur Herstellung von  waschechten     Appreturen.    Färbungen und       Drucken,    ferner von     Ölhäuten,    Schirmseiden,       Regenmantelstaffen,    ferner zur     Herstellung     von Druckfarben usw.  



  Das Verfahren wird durch folgendes Bei  spiel erläutert. Alle Mengenangaben beziehen  sich auf Gewichtsteile.  



       Beispiel:     92 Teile Glycerin (1     Mol)    werden mit  71 Teilen     Stearinsäure        (t/4        Mol)    durch Er  hitzen auf 220-240   C bis zur Säurezahl 6  verestert und hernach mit 148 Teilen     Phtal-          säureanhydrid    (1     Mol)    bei derselben Tempe  ratur bis zur Säurezahl 42     weiterverestert.     



  Das     entstandene        Esterharz    wird in 222  Teilen     Butylalkohol    (3     Mol)        gelöst    und 102  Teile     Hexamethylolmelamin        (1/a        Mol)    durch  Erwärmen darin in     Lösung    gebracht und die  erhaltene Lösung 4     Stunden    auf 100  C       weiter    erwärmt. Man destilliert den über  schüssigen     Butylalkohol    ab, wobei die neue  Verbindung als dickviskoses Harz zurück  bleibt.  



  Das in diesem Beispiel verwendete     He$a-          methylolmelamin    wird wie folgt hergestellt:  126 Teile     Melamin    (1     Mol)    werden in  600 Teilen neutralem 30     9ö        igem    Formaldehyd  (6     Mol)    bei<B>80'</B> C gelöst, die Lösung kurze  Zeit bei<B>90'</B> C gehalten und dann sofort ab  gekühlt und     im    Vakuum eingedampft.     Das          erzielte    Produkt     besteht    in der     Hauptsache     aus     Hexamethylolmelamin.    Es ist in warmem  Wasser leicht löslich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer gemisch ten Ester- Ather-Verbindung eines Poly- alkohols, dadurch gekennzeichnet, dass man einen noch freie Hydrogylgruppen enthalten den Stearinsäure-Phtalsäure-Glycerinester mit einer Methylolgruppen enthaltenden Form ;
    aldehydverbindung des Melamins in Gegen wart eines Butanol enthaltenden Lösungs mittels veräthert. Die neue Ester-Äther-Verbindung besitzt harzartige Eigenschaften. Sie ist rasch härtend, sehr hitzebeständig und in gehärte tem Zustand sehr wasserbeständig. Sie löst sich in den üblichen Lacklösungs- und -ver- dünnungsmitteln und eignet sich zur Herstel lung härtender Lacke. Ferner dient sie zur Herstellung von Bindemitteln und Impräg- nierungsmitteln, z.
    B. zum Verleimen von Holz, Korkabfällen, von Borsten zu Pinseln, von Lederabfällen zu Kunstleder, von Papier und Geweben zwecks Herstellung von lami nierten Gegenständen, zur Herstellung von geleimtem Papier, ferner zur Herstellung von waschechten Appreturen, Färbungen und Drucken, ferner von Ölhäuten, Schirmseiden, Regenmantelstoffen, ferner zur Herstellung von Druckfarben usw.
CH222707D 1939-03-23 1939-03-23 Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol. CH222707A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009805B (de) * 1952-06-04 1957-06-06 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung neuer Amino-1, 3, 5-triazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte
DE1017133B (de) * 1952-06-04 1957-10-10 Ciba Geigy Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Fasermaterialien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009805B (de) * 1952-06-04 1957-06-06 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung neuer Amino-1, 3, 5-triazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte
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