CH222709A - Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer gemiseh- ten Ester-Äther-Verbindung eines Poly alkohols, dadurch gekennzeichnet, dass man einen noch freie Hydrogy lgruppen enthal tenden Glycerinester aus den Fettsäuren des chinesischen Holzöls und aus Phthalsäure mit einer Methylolgruppen enthaltenden Formaldehydverbindung des Melamins in Gegenwart eines Butanol enthaltenden Lö sungsmittels veräthert. Die Herstellung des noch freie Hydroxyl- gruppen enthaltenden Glycerinesters der Fettsäuren des chinesischen Holzöls und der Phthalsäure kann in bekannter Weise er folgen. Ausgehend von den Komponenten kann die partielle Veresterung des Glycerins mit den Fettsäuren des chinesischen Holzöls und der Phthalsäure entweder gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden. Zweckmässig geht man jedoch vom chine- sischen Holzöl selbst aus, das im wesent lichen aus höheren Glyceriden verschiedener Fettsäuren besteht. In diesem Falle werden diese höheren Glyceride zunächst durch Um- esterung in die niedrigeren Glyceride ver wandelt, die dann ihrerseits mit,dem Phthal- säureanhydrid weiter verestert werden. Man kann auch die natürlichen Glyceride zu nächst in Fettsäuren und Glycerin spalten und aus den Komponenten ein niedrigeres Glycerid von dem :gewünschten Veresterungs- grade herstellen, das dann seinerseits mit Phthalsäureanhydrid weiter verestert wird. Die Veresterung erfolgt unter Wärmezufuhr. Die Verätherung wird in Gegenwart von freien H-Ionen vorgenommen. Als Kontakt mittel für die Verätherung dienen vorzugs weise unveresterte Reste der zur Veresterung verwendeten Säuren. Die Verätherung erfolgt zweckmässig unter Wärmezufuhr, sie kann aber auch in der Kälte vorgenommen werden. Für diesen Fall verwendet man als saure Kontaktmittel starke Mineralsäuren wie Schwefelsäure oder Salzsäure, die nach er folgter Verätherung durch Neutralisation wieder entfernt werden. Als verätherbare Gruppen der Melamin-Formaldehyd-Verbin- dungen dienen die durch Zusammentritt des Aldehyds mit dem Melamin entstehenden Methylolgruppen. Die Melamin - Methylol- Verbindung kann auch im Reaktionsgemisch selbst aus den Komponenten Melamin und Formaldehyd oder Paraformaldehyd gebil det werden. Die Verätherung wird in Anwesenheit eines Butanol enthaltenden Lösungsmittels vorgenommen. Dieses dient in der Haupt sache dazu, die noch freien Methylolgruppen der mit dem Glycerin zu veräthernden Me- la.min-Methylol-Verbindung ganz oder teil weise zu veräthern. Es wird durch diese zweite Ätherbildung eine allzuweitgehende Vernetzung der bereits sehr hochpolymeren Ester-Äther-Verbindung vermittels der sonst weiter kondensierenden und polymerisieren den Methylolgruppen verhindert, was in sehr hohem Masse zur sicheren Durchführung des Verfahrens beiträgt. Dabei spielen auch die Menge des zugesetzten Lösungsmittels, ferner die Temperatur, die PI-Verhältnisse und die Zeit eine Rolle. Dem Butanol können hydroxylgruppenfreie Lösungsmittel, wie z. B. aliphatische oder aromatische Kohlen wasserstoffe, beigemischt sein. Schliesslich können auch Nichtlösungs mittel zum Verdünnen herangezogen werden. Die Mengenverhältnisse der Komponen ten können in weiten Grenzen variiert wer den. Auch hinsichtlich der Reaktionsführung sind in bezug auf Temperatur, Lösungs mittel, Verdünnungsmittel, Zusatz von Ka- talyten, zahlreiche Variationen möglich. Die Entfernung überschüssiger Reaktions komponenten kann durch beliebige Arbeits weisen, wie Destillation, eventuell unter ver mindertem Druck, Filtration, Ausschleu- dern, Waschen usw., erfolgen. Sämtliche Reaktionen können mit oder ohne Druck ausgeführt werden. Die neue Ester-Äther-Verbindung besitzt harzartige Eigenschaften. Sie ist rasch härtend, sehr hitzebeständig und in gehär tetem Zustand sehr wasserbeständig. Sie löst sich in den üblichen Lacklösungs- und -verdünnungsmitteln und eignet sich zur Her stellung härtender Lacke. Ferner dient sie zur Herstellung von Bindemitteln und Im prägnierungsmitteln, z. B. zum Verleimen von Holz, Korkabfällen, von Borsten zu Pinseln, von Lederabfällen zu Kunstleder, von Papier und Geweben zwecks Herstellung von laminierten Gegenständen, zur Herstel lung von geleimtem Papier, ferner zur Her stellung von waschechten Appreturen, Fär bungen und Drucken, ferner von Olhäuten, Schirmseiden, Regenmantelstoffen, ferner zur Herstellung von Druckfarben usw. Das Verfahren wird durch folgendes Bei spiel erläutert. Alle Mengenangaben beziehen sich auf Gewichtsteile. <I>Beispiel:</I> 880 Teile chinesisches Holzöl, 300 Teile Glycerin und 2 Teile Atznatron werden so lange miteinander auf<B>300'</B> C erhitzt, bis Homogenität erreicht ist. Nun wird mit 300 Teilen Phthalsäureanhydrid bei 200-240'C bis zur Säurezahl 12 verestert. Man veräthert hierauf das entstandene Esterharz mit 500 Teilen Hexamethylol- melamin und 1500 Teilen Butanol in der Hitze, destilliert das überschüssige Butanol ab, wobei die neue Verbindung als dick viskoses Harz zurückbleibt. Das in diesem Beispiel verwendete Hega- methylolmelamin wird wie folgt hergestellt: 126 Teile Melamin (1 Mol) werden in 600 Teilen neutralem 30%igem Formaldehyd (.6 Mol) bei<B>80'C</B> gelöst, die Lösung kurze Zeit bei<B>90'C</B> gehalten und dann sofort ab gekühlt und im Vakuum eingedampft. Das erzielte Produkt besteht in der Hauptsache aus Hexamethylolmelamin. Es ist in warmem Wasser leicht löslich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer gemisch ten Ester-Äther-Verbindung eines Poly- alkohols, dadurch gekennzeichnet, dass man einen noch freie Hydrogylgruppen enthal tenden Glycerinester aus den Fettsäuren des chinesischen Holzöls und aus Phthalsäure mit einer Methylolgruppen enthaltenden Formaldehydverbindung des Melamins in Gegenwart eines Butanol enthaltenden Lö- sungsmittels <RTIID="0003.0012"> veräthert. Die neue Ester-Äther-Verbindung besitzt harzartige Eigenschaften. Sie ist rasch härtend, sehr hitzebeständig und in gehärte tem Zustand sehr wasserbeständig. Sie löst sich in den üblichen Lacklösungs- und -ver- dünnungsmitteln und eignet sich zur Her- stellung härtender Lacke. Ferner dient sie zur Herstellung von Bindemitteln und Im- prägnierungsmittein, z.B. zum Verleimen von Holz, Korkabfällen, von Borsten zu Pinseln, von Lederabfällen zu Kunstleder, von Papier und Geweben zwecks Herstellung von laminierten Gegenständen, zur Herstel lung von geleimtem Papier, ferner zur Her stellung von waschechten Appreturen, Fär bungen und Drucken, ferner von Ölhäuten, Schirmseiden, Regenmantelstoffen, ferner zur Herstellung von Druckfarben usw.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH222709T | 1939-03-23 | ||
| CH219659T | 1939-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH222709A true CH222709A (de) | 1942-07-31 |
Family
ID=25726334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH222709D CH222709A (de) | 1939-03-23 | 1939-03-23 | Verfahren zur Herstellung einer gemischten Ester-Äther-Verbindung aus einem Polyalkohol. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH222709A (de) |
-
1939
- 1939-03-23 CH CH222709D patent/CH222709A/de unknown
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