CH246909A - Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH246909A
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Ag J R Geigy
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N41/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a sulfur atom bound to a hetero atom
    • A01N41/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a sulfur atom bound to a hetero atom containing a sulfur-to-oxygen double bond
    • A01N41/04Sulfonic acids; Derivatives thereof
    • A01N41/06Sulfonic acid amides

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Description


      Schädlingsbekämpfungsmittel.       Es     wurde        gefunden,    dass man     Schädlings-          bekämpfungsmittel    von     hervorragender    Wirk  samkeit erhält, wenn man     mindestens        ein          natürliches    oder     synthetisches    Kontaktinsek  tizid mit mindestens einem     Benzolsulfon-          amid-abkömmling    kombiniert, der am Benzol  kern nur     nichtsalzbildende,

          kohlenstofffreie          Substituenten        trägt.     



       Insbesondere    sollen Verwendung     finden          Benzolsulfonamid-abkömmlinge    der allgemei  nen Formel  
EMI0001.0020     
         worin.    bedeuten:       R1    ein oder mehrere Halogenatome     und/oder     Nitrogruppen,       R,    Wasserstoff,     Alkyl-,        Cycloalkyl-,        Aral-          kyl-,        Aryl-    oder     heterocyclische    Reste  und         R3    Wasserstoff,

       Alkyl-    oder     Acylreste.     Unter     Acylresten    seien sowohl diejenigen  von     Carbon-        wie    von     Sulfonsäuren    verstanden.  Als natürliche     Kontaktinsektizide    seien  die folgenden genannt, ohne jedoch den An  spruch der     Erfindung    darauf zu beschrän  ken:     Pyrethriue,        Rotenon,        Vulpinsäure,        Pul-          vinsäure    usw.  



  Als synthetische     Kontaktinsektizide    kom  men zahlreiche, hauptsächlich durch die Pa  tentliteratur bekanntgewordene Verbindun  gen in Frage. Zur     Vereinfachung    der Auf  zählung wird nachstehend     eine        Aufstellung     von in Frage kommenden Typen gegeben,

    wobei     diese    Typen aber nur als Vertreter für  die Verbindungsklassen zu werten     sind.    Die       Erfindung    soll ferner durch     eine        Aufzählung     in keiner Weise auf die genannten     Verbin-          dungen        bezw.    Verbindungsklassen beschränkt  werden.

    
EMI0001.0057     
    
EMI0002.0001     
         Höhermolekulare        Amine    wie:     Diphenyl-          amin,        Oktylamin,        Decylamin,        Dioktylamin,          Hegyl-heptylamin,            Dinitrophenole        wie:

          2,4-Dinitro-6-methyl-          phenol,        2,4-Dinitro-6-cyclohegylphenol,        2,4-          Dinitrophenol,     
EMI0002.0017     
  
EMI0002.0018     
  
    Thiocyanate <SEP> wie <SEP> N=C-S-CH2-CH2 <SEP> 0-CHZ-CHz-OC4Hfl       Als aromatische     Sulfonamide    der oben  genannten, allgemeinen Formel seien bei  spielsweise die folgenden genannt,     ohne       jedoch den Anspruch der     Erfindung    auf  diese Aufzählung zu beschränken:

    
EMI0002.0022     
    
EMI0003.0001     
    Die meisten dieser     Verbindungen    sind be  kannt; sofern dies nicht zutrifft, lassen sie  sich nach üblichen Methoden darstellen.  



  Die     beanspruchten        Kombinationen    zeich  nen sich durch ihre überlegene Wirkung  gegen Schädlinge, insbesondere Insekten, und  deren Entwicklungsstadien aus. Sowohl in  bezug auf raschen     Eintritt    wie auch auf  lange Dauer der     Wirkung    zeigen die neuen       Kombinationen    wesentliche     Fortschritte    ge  genüber den bisher bekannten Schädlings  bekämpfungsmitteln. Bekanntlich stellt die  grosse Artspezifität von     Insektiziden        vielfach          einen        gewichtigen    Nachteil für deren prak  tische Anwendungen dar.

   Demgegenüber       wird    mit den neuen Mitteln     eine    ausgezeich  nete breite Wirkung sowohl auf die ver  schiedensten Schädlings-, insbesondere In  sektenarten,     wie    auch auf ihre einzelnen       Entwicklungsstadien    erreicht. Weiter erlau  ben die     Kombinationsmöglichkeiten        eine    her  vorragende     Abstimmung    auf die speziellen  Probleme der Schädlingsbekämpfung.

      Die Anwendungsformen .der neuen Kom  binationspräparate richten sich     ganz.    nach  den     Verwendungszwecken.    Die Präparate  können als solche oder in     Lösungs-    oder Ver  dünnungsmitteln, in     Form    von Emulsionen,  auf geeigneten Trägerstoffen, aber auch zu  sammen mit     andern        wirksamen    (z. B.     fung-          iziden)    oder     unwirksamen    Stoffen angewen  det werden. Ferner können sie auch direkt  auf das zu schützende Gut, wie z. B. auf       keratinhaltiges    Material, -aufgebracht werden.

    <I>Beispiel f:</I>  Man erhält eine klare, kältebeständige  Stammlösung, die mit Wasser haltbare Ge  brauchsemulsionen für die Schädlingsbe  kämpfung liefert,     indem    man 2,5 Gewichts  teile     1,1-Bis-(p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-          äthan    mit 2,5 Gewichtsteilen     3,4-Dichlor-          benzolsulfon-acetamid    mischt und in 42,5  Gewichtsteilen     6-Methylol-tetrahydronaph-          thalin-1,2,3,

  4    auflöst und diese Lösung mit  einer Lösung von 10     Gewichtsteilen        eines              Gemisches    aus     alkogyessigsauren    Natrium  salzen     mit        Alkogyresten    von     C,--C,    in 42,5       Gewichtsteilen        Teträhydrofurfürylalkohol          vermischt.    An Stelle des     Tetrahydrchfurfuryl-          alkohols    kann man auch     ÄthylenglykoImono-          äthyl-    oder     -monobutyläther    verwenden.  



       Beispiel   <I>2:</I>       In    80     Gewichtsteile    einer Schmelze aus       einem        Gemisch    von     alkogyessigsauren        Na-          triumsalzen    mit     Alkogyresten    von     C,---C@     (Schmelztemperatur zirka 175 ) gibt man  eine Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p    -     chlor-phenyl)    - 2,2,2 -     trichlor    -     äthan    und  2,5 Gewichtsteilen     3,

  4-Dichlorbenzolsulfon-          methylamid    in 15     Teilen        Ölsäureoleylester     und lässt unter Rühren auf 120  abkühlen.  Bei dieser     Temperatur    wird die völlig homo  gene Masse     in    Formen gegossen, in denen sie  zu festen Stücken erstarrt. Die .erhaltenen       Formstücke    können nach Art von     Seifen-          stücken    angewendet werden und wirken  stark     insektizid.     



  <I>Beispiel 3:</I>  ' Zu 60     Gewichtsteilen        a-Dimethylamino-          dodAcyltoluol-methosulfat    gibt man 20 Ge  wichtsteile     1,1-Bis-(p-chlor-phenyl)-2,2,2-          triehlor-äthan    und 20 Gewichtsteile     3,4-Di-          chlorbenzölsulfon    - N -     methylpropionylamid     und schmilzt alle drei Bestandteile zusam  men. Die Produkte lösen sich klar     ineinander     auf.

   Die     Mischung    gibt mit Wasser     bestän-          dige    Emulsionen; man kann     diese    zur Unge  zieferbekämpfung     verwenden.    An Stelle des       a        -Dimethylamino-dodecyltoluol-methosulfats     kann man das     Dimethylamino-essigsäure-do-          decylamid-chlormethylat    oder das     Dimethyl-          dodecylaminchlorbenzylat    verwenden.  



  <I>Beispiel</I>     .:     Eine     Mischung    von 46 Teilen kohlen  saurem Kalk und 46 Teilen Talkum wird mit  einer     Lösung    von 2,5     Gewichtsteilen        1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5  Gewichtsteilen 3,4 -     Diöhlorbenzolsulfan    - N     -          methylundecanoylamid        getränkt        und    das Lö  sungsmittel im Vakuum entfernt.     Man    gibt  2.

   Gewichtsteile gelöschten Kalk und 4 Ge-         wichtsteile    einer flüssigen     Fettsäure    zu,       mischt    gut und mahlt fein. Man erhält ein  vorzüglich     insektizid    wirkendes Streu- und       Stäubemittel.     



       Beispel   <I>5:</I>       Man    stellt eine     Stammemulsion    her,  indem man 2,5 Gewichtsteile     1,1-Bis-(p-chlor-          phenyl)-2,2,2-trichlar-äthan    und 2,5 Ge  wichtsteile     3,4-Dichlorbenzolsulfon-acetamid     in 5     _        Gewichtsteilen        Tetrahydronaphthalin     auflöst und zu der     Lösung    0,

  38 Gewichtsteile       Dimethylaminoessigsäure-dodecylamid-chlor-          methylat        hinzufügt.    Nachdem unter gelin  dem     Erwärmen    völlige Lösung     eingetreten     ist, wird     dem.        Gemisch        eine    Lösung von 0,75       Gevrichtsteilen    des     Kondensationsproduktes     aus 1     Mol        Dicyandiamid,    2     Mol        Dicyan-          diamidinchlorhydrat    und 4     Mol    Formaldehyd  in 4,

  9 Gewichtsteilen Wasser zugesetzt. Nach  dem Homogenisieren erhält man eine voll  kommen beständige Emulsion mit einem Ge  halt von     3ä.,3%    aktiver Substanz.  



  Diese     Emulsion    gibt man im Rührwerk  zu einer     Calciumchloridlösung,    die     in.    1000       Volumteilen    Wasser 104,4 Gewichtsteile  wasserfreies     Calciiunchlorid    enthält.     Man,    er  hält eine verdünnte, völlig     beständige    Emul  sion. Zur     Bildung    des als Substrat verwen  deten     Calciumca-rbönats    lässt man in die  Emulsion     eine    Lösung von 100 Gewichts  teilen wasserfreier Soda in 500     Volumteilen     Wasser einlaufen.

   Das ausfallende     Calcium-          carbonatpulver        nimmt    die     emulgierte    Wirk  substanz gleichmässig auf.     Man    lässt die Fäl  lung absitzen,     press.t    den Brei in     einer    Filter  presse ab und trocknet den -     Presskuchen     zweckmässig im Vakuum bei etwa 30  unter  guter     Lüftung.        Man    erhält 100 Gewichts  teile eines     feinen,    homogenen, gut     schütt-          fähigen,    Pulvers,

   welches 5 % aktive Substanz  in feinster Verteilung enthält und     einen          hochwirksamen        insektiziden    Trockenpuder  darstellt.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Eine Mischung von 42     Gewichtsteilen     kohlensaurem Kalk, 43 Gewichtsteilen Kreide  und 10     Gewichtsteilen        Bentonit        wird    mit  einer     Lösung    von 2,5 Gewichtsteilen 1,1-Bis-           (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan        und    2,5       Gewichtsteilen        3,4-Dichlorbenzolsulfon-3',4'-          dichloranilid    getränkt.

   Das     Lösungsmittel     wird im Vakuum     abdestilliert.    Nach Zugabe  von 5     Gewichtsteilen    Säurecasein und 3,5     Ge-          wichtsteilen    Soda wird gut gemahlen. Man  erhält durch Verrühren     in    Wasser ein her  vorragend wirksames Spritzmittel.  



  An     Stelle    der in obigem Beispiel genann  ten Kombination von 1,1-     Bis    - (p -     chlor-          phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    mit     3,4-Dichlor-          benzolsulfon-3',4'-dichloranilid    können auch  die     folgenden        verwendet    werden:

       ss-Butoxy-          ss'    -     thiocyan    -     diäthyläther        +    3,4 -     Dichlor-          benzol-sulfonacetamid,        2,4-Dinitro-6-methyl-          phenol        +        3,4-Dichlorbenzol-sulfonacetamid,          Rotenon        +        3,4-Dichlorbenzolsulfon-3',4'-di-          chloranilid,        Pyrethrin        +        3,

  4-Dichlorbenzol-          sulfon-acetamid,        Hegachlor-cyclohegan        +        3,4-          Dichlorbenzolsulfon-3',4'-dichloranilid,        Octa-          chlor-diäthyläther        +        3,4-Dichlorbenzolsulfon-          acetamid,        4-Chlorbenzoesäure-allylester-f-3,4-          Dichlorbenzolsulfon-N-methyl-acetamid,        Di-          benzyläther        +        3,4-Dichlorbenzolsulfon-3',

  4'-          dichloranilid,    3,4 -     Dicblorphenyl    -     trichlor-          methylketon        +    3,4 -     Dichlorbenzolsulfon-          acetamid.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schädlingsbekämpfungsmittel, gekenn zeichnet durch eine Kombination von min- destens einem natürlichen oder synthetischen Kontaktinsektizid mit mindestens' einem Benzolsulfonamid - abkömmling, der am Benzolkern nur nichtsalzbildende, Substituenten trägt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein am Benzolrest halogeniertes Sulfonamid enthält. 2. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein am Benzolrest nitriertes Sulfonamid enthält. 3. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein am Benzolrest halogeniertes und nitriertes Sulfonamid ent hält.
    4. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein Sulfonamid ent hält, dessen Amidgruppe unsubstituiert ist. 5. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein Sulfonamid ent hält, dessen Amidgruppe monosubstituiert ist. 6. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches ein Sulfonamid ent hält, dessen Amidgruppe disubstituiert ist. 7.
    Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Kontaktinsektizid 1, 1i - Bis -y(p-chlor-phenyl)-2, 2, 2-trichlor-äthan enthält.
CH246909D 1944-06-13 1944-06-13 Schädlingsbekämpfungsmittel. CH246909A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052160B (de) * 1957-03-29 1959-03-05 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von fungicid wirksamen loeslichen Zubereitungen von Metalloxychinolaten

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