CH246910A - Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH246910A
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      Schädlingsbekämpfungsmittel.       Es     wurde    gefunden, dass man     Schädlings-          bekämpfungsmittel    von hervorragender Wirk  samkeit erhält, wenn man mindestens ein       synthetisches    oder natürliches     Kontaktinsek-          tizid        mit    schwefelhaltigen     Verbindungen    der  allgemeinen Formel  Ar     -X-Ar'     kombiniert.  



       In    dieser Formel bedeuten:  X ein Schwefel enthaltendes Brückenglied,  Ar einen mindestens in     p-Stellung        halo-          genierten        Benzolrest    und  Ar einen durch     nichtsalzbildende    Gruppen       substituierten        Benzolrest,     wobei Ar und Ar' direkt an Schwefel  gebunden sind.

      Als natürliche     Kontaktinsektizide    seien  die folgenden genannt, ohne jedoch den An  spruch der     Erfindung    darauf zu beschrän  ken:     Pyrethrine,        Rotenon,        Vulpinsäure,        Pul-          vinsäure.     



  Als     synthetische        Kontaktinsektizide    kom  men zahlreiche, hauptsächlich durch die Pa  tentliteratur bekanntgewordene Verbindun  gen in Frage. Zur Vereinfachung der Auf  zählung     wird        nachstehend    eine Aufstellung  von     in    Frage     kommenden        Typen    gegeben,  wobei diese Typen aber nur als Vertreter  für die     Verbindungsklassen    zu werten sind.

    Die     Erfindung    soll ferner durch eine Auf  zählung in keiner     Weise    auf die     genannten          Verbindungen        bezw.        Verbindungsklassen    be  schränkt werden.  
EMI0001.0040     
    
EMI0002.0001     
         Höhermolekulare        Amine    wie     Diphenyl-          amin,        Oktylamin,        Dioktylamin,        Hexyl-          heptylamin    usw.

           Dinitrophenole    wie:     2,4-Dinitro-6-methyl-          phenol,        2,4-Dinitro-6-cyclohexylphenol,        2,4-          Dinitrophenol    usw.

   Ferner Verbindungen wie  
EMI0002.0016     
         Thiocyanate    wie     N-C-S-CH=-CH2-0-CH=-CH=-0C1Ha       Als     Verbindungen    der oben genannten,       allgemeinen    Formel seien beispielsweise die  folgenden     genannt,    ohne jedoch den Anspruch    der     Erfindung    auf diese Aufzählung zu be  schränken: '  
EMI0002.0023     
    Die meisten dieser     Verbindungen    sind be  kannt;     sofern    dies nicht zutrifft, lassen sie    sich nach üblichen Methoden darstellen.

        Die beanspruchten     Kombinationen    zeich  nen sich durch ihre überlegene, Wirkung  gegen Schädlinge, insbesondere     Insekten,    und  deren Entwicklungsstadien aus. Sowohl in  bezug auf raschen     Eintritt    wie .auch auf  lange Dauer der Wirkung zeigen die neuen       Kombinationen        wesentliche    Fortschritte ge  genüber den bisher bekannten     Schädlings-          bekämpfungsmitteln.    Bekanntlich stellt die  grosse     Artspezifität    von Insektiziden vielfach  einen gewichtigen Nachteil für deren prak  tische Anwendungen dar.

   Demgegenüber  wird mit den     neuen    Mitteln eine ausgezeich  nete, breite Wirkung sowohl auf die verschie  densten Schädlings-, insbesondere Insekten  arten, wie auch auf ihre einzelnen     Entwick-          lungsstadien    erreicht.

   Weiter erlauben die       Kombinationsmöglichkeiten    eine hervor  ragende     Abstimmung    auf die speziellen Pro  ,     bleme    der     Schädlingsbekämpfung:       Die     Anwendungsformen    der neuen Kom  binationspräparate richten sich ganz nach  den     Veiwendungszwecken.    Die Präparate  können     als    solche oder in     Lösungs-    oder     Ver-          dünnungsmitteln,    in Form von     Emulsionen,     auf geeigneten Trägerstoffen, aber auch       zusammen    mit     andern    wirksamen (z. B.

         fungiziden)    oder     unwirksamen    Stoffen an  gewendet werden. Ferner     können    sie auch  direkt auf das zu schützende Gut, wie z. B.  auf     keratinhaltiges    Material, aufgebracht  werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man erhält eine klare, kältebeständige       Stammlösung,    die mit Wasser haltbare Ge  brauchsemulsionen für die Schädlingsbekämp  fung liefert, indem man 2,5 Gewichtsteile  1,1- Bis - (p - chlor -     phenyl)    - 2,2,2 -     trichlor-          äthan    mit 2,5 Gewichtsteilen     4,4'-Dicblor-          diphenylsulfon    mischt und in 42,5 Ge  wichtsteilen 6 -     Methylol    -     tetrahydronaph-          thalin-1,2,3,

  4-    auflöst und diese Lösung mit  einer Lösung von 10     Gewichtsteilen    eines       Gemisches        aus        alkogyessigsauren    Natrium  salzen mit     Alkogyresten    von     C"   <B>-C,</B> in 42,5  Gewichtsteilen     Tetrahydrofürfurylalkohol     vermischt.

   An Stelle des Tetrahydrofurfuryl-         alkoholes    kann man auch     Äthylenglykol-          monoäthyl-    oder     -monobutylätherverwenden.     <I>Beispiel 2:</I>  In 80 Gewichtsteile einer Schmelze aus  einem Gemisch von     alkogyessigsauren        Na-          triumsaIzen    mit     Alkogyresten    von     C7        C9          (Schmelztemperatur        zirka    175 ) gibt man  eine Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,

  5       Gewichtsteilen        4,4'-Dichiordiphenylsulfid    in  15 Teilen     Ölsäureoleylester        und    lässt unter  Rühren     auf    120  .abkühlen. Bei dieser Tem  peratur wird die völlig homogene Masse in       Formen    gegossen, in denen sie zu festen       Stücken    erstarrt.

   Die erhaltenen Formstücke       können    nach Art von     Seifenstücken    ange  wendet werden und wirken stark     insektizid.       <I>Beispiel 3:</I>  Zu 60     Gewichtsteilen        a-Dimethylamino-          dodeeyltoluol-methosulfat    gibt man 20 Ge  wichtsteile     1,1-Bis    - (p -chlor -     phenyl)    -     2,2,2-          trichlor-äthan    und 20 Gewichtsteile     4,4'-Di--          chlordiphenylsulfon    und     schmilzt    alle drei  Bestandteile zusammen.

   Die Produkte lösen  sich klar     ineinander    auf. Die     Mischung    'gibt  mit Wasser     beständige        Emulsionen;    man  kann diese     zur        Ungezieferbekämpfung    ver  wenden. An Stelle des     a-Dimethylamino-          dodecyltoluol-methosulfats    kann man das     Di-          methylamino-essigsäure-;        dodecylamid-chlor-          methyl:at    oder das     Dimethyldodecylamin-          chlorbenzylat    verwenden.

      <I>Beispiel</I>     .4:     Eine     Mischung    von 46 Teilen kohlen  saurem Kalk und 46 Teilen     Talcum    wird  mit einer Lösung von 2,5     Gewiehtsteilen     1,1 - Bis - (p     i-    chlor -     phenyl)    - 2,2,2 -     trichlor-          äthan    und 2,5 Gewichtsteilen 4,4'-     Di-          chlordighenylsulfon    getränkt und     dass    Lö  sungsmittel im Vakuum     entfernt.    Man gibt  2 Gewichtsteile gelöschten Kalk.

   und 4 Ge  wichtsteile     einer    flüssigen Fettsäure zu,  mischt gut und mahlt fein. Man erhält ein  vorzüglich     insektizid        wirkendes    Streu-     und          Stäübemittel.         <I>Beispiel 5:

  </I>  Man stellt     eine        Stammemulsion    her, indem  man 2,5 Gewichtsteile     1,1-Bis    - (p -     chlor-          phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5 Ge  wichtsteile     4,4'-Dichlordiphenylsulfon    in 5       Gewichtsteilen        Tetrahydronaphthalin    auflöst  und zu der Lösung 0,

  38 Gewichtsteile     Di-          methylamino    -     essigsäure    -     dodecylamid    -     chlor-          methylat        hinzufügt.    Nachdem unter gelindem  Erwärmen völlige     Lösung    eingetreten ist,       wird    dem Gemisch eine Lösung von 0,75     Ge-          wichtsteilen    des     Kondensatiansproduktes        aus     1     Mol        Dicyandiamid,

      2     hlol        Dicyandiamidin-          chlorhydrat    und 4     Mol    Formaldehyd in 4,9       Gewichtsteilen    Wasser zugesetzt. Nach dem  Homogenisieren erhält man     eine    vollkommen  beständige Emulsion mit einem Gehalt von  33,3 % aktiver Substanz.  



       Diese        Emulsion    gibt man im Rührwerk  zu     einer        Calciumchloridlösung,    die     in    1000       Volumteilen    Wasser 104,4 Gewichtsteile  wasserfreies     Calciumchlorid    enthält. Man er  hält     eine    verdünnte, völlig beständige Emul  sion.

   Zur Bildung des als Substrat verwen  deten     Calciumcarbonats    lässt man     in    die       Emulsion    eine     Lösung    von 100 Gewichts  teilen wasserfreier Soda in 500     Volumteilen     Wasser     einlaufen.    Das ausfallende     Calcium-          carbonatpulver        nimmt    die     emulgierte    Wirk  substanz gleichmässig auf.

   Man lässt die       Fällung    absitzen, presst den Brei in einer       Filterpresse    ab und trocknet den     Presskuchen     zweckmässig im Vakuum bei     etwa    30  unter  guter Lüftung. Man erhält 100     Gewichts-          teile        eines    feinen, homogenen, gut     schütt-          fähigen        Pulvers,    welches 5 % aktive Substanz       in    feinster Verteilung enthält und     einen    hoch  wirksamen     insektiziden    Trockenpuder dar  stellt.  



  <I>Beispiel 6:</I>       Eine    Mischung von 42 Gewichtsteilen       kohlensaurem    Kalk, 43     Gewichtsteilen    Kreide  und 10 Gewichtsteilen     Bentonit        wird    mit  einer Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5       Gewichtsteilen        4,4'-Dichlordiphenylsulfid    ge  tränkt.

   Das Lösungsmittel wird im Vakuum       abdestilliert.    Nach Zugabe von 5 Gewichts-    teilen     Säurecas.eiu        und        2;5        Gewic$tsteilen     Soda wird gut gemahlen. Man erhält durch  Verrühren in Wasser     ein    hervorragend wirk  sames Spritzmittel.  



  Au Stelle der in obigem Beispiel genann  ten Kombination von 1,1- Bis - (p - chlor  phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan mit     4,4'-Dichlor-          diphenylsulfid    können auch die folgenden       Kombinationen    verwendet werden:

       ss-Butoxy-          ss'-thiocyan-diäthyläther        +        4,4'-Dichlordi-          phenylsulfon,        2,4-Dinitro-6-cyclohexyl-phenol          -I-        4,4'-Dichlordiphenylsulfoxyd,        Rotenon          4,3',4'-Trichlordiphenylsulfon,        Pyrethrin        -f-          4,4'-Dichlordiphenylsulfid,        Hexachlorcyclo-          hexan        -f-        4,4'-Dichlordiphenylsulfon,

          Octa-          chlordiäthyläther        +        4,4'-Dichlordiphenylsul-          fon,        4-Chlorbenzoesäureallylester        -j-        4,4'-Di-          chlordiphenylsulfid,        Dibenzyläther        -r-        4,4'-Di-          chlordiphenylsulfon,        3,4-Dichlorphenyltri-          chlormethyl    -     keton        +    4,

  4'-     Dichlordiphenyl-          sulfon.  

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRUCH Schädlingsbekämpfungsmittel, gekenn zeichnet durch eine Kombination von min destens einem natürlichen oder synthetischen Kontaktinsektizid mit schwefelhaltigen Ver bindungen der allgemeinen Formel Ar-X-Ar worin X ein Schwefel entlialtendes Brückenglied,
    Ar einen mindestens in p-Stellung halo- genierten Benzolrest und Ar einen durch nichtsalzbildende Gruppen substituierten Benzolrest bedeutet, wobei Ar und Ar direkt an Schwefel gebunden sind.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches schwefelhaltige Ver- bindungen mit der Sulfidgrüppe als Brücken glied enthält. 2. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches schwefelhaltige Ver bindungen mit der Sulfoxydgruppe als Brückenglied enthält.
    3. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa- tentansprunh, welches sebwefelhaltige Ver bindungen mit der Sulfangruppe als Brücken glied enthält. 4. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Kontaktinsektizid 1,1 -Bis - (p-c$lor-phenyl)-2,2,2-triclilor-äthan enthält. 5. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als schwefelhaltige Verbindung Di-(p-chlorphenyl)-sulfon ent hält.
CH246910D 1944-06-13 1944-06-13 Schädlingsbekämpfungsmittel. CH246910A (de)

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