Verfahren zur Schädlingsbekämpfung. Es wurde gefunden, dass Diarylketone der allgemeinen Formel Ar-CO-Ar' hervorragend geeignet sind, tierische Schäd linge, insbesondere Insekten und deren Ent wicklungsstadien, zu bekämpfen.
In dieser Formel bedeuten:
EMI0001.0008
Ar einen mindestens in o-Stellung haloge- nierten Benzolrest und Ar' einen Arylrest.
Nachstehend wird eine Anzahl von Di- arylketonen der obengenannten, allgemeinen. Formel aufgezählt, ohne jedoch den An spruch der Erfindung auf diese Aufzählung zu beschränken.
EMI0002.0001
Ein Teil dieser Verbindungen ist be kannt; sofern dies nicht zutrifft, wenden sie nach üblichen Methoden dargestellt. Die be anspruchten Diarylketone zeigen starke Gift wirkung gegen tierische Schädlinge, beson ders gegen Insekten und deren Entwick lungsstadien.
Die Anwendungsformen rich ten sich ganz nach den Verwendungs zwecken. Die aktiven Verbindungen können als solche oder in Lösungs- oder Verdün nungsmitteln, in Form von Emulsionen oder Dispersionen, auf geeigneten Trägerstoffen, aber auch zusammen mit andern wirksamen Stoffen (z. B. Phthalonitril, Thioharnstoff und -derivaten, Xanthon, Thianthren usw.
oder Fungiziden, wie Schwefel, Kupfer- verbindungen usw.) oder unwirksamen Ver bindungen angewendet werden. Ferner kön nen sie auch direkt auf das zu schützende Gut, -wie z. B. auf keratinhaltiges Material, aufgebracht werden.
<I>Beispiel 1:</I> Man erhält eine klare, kältebeständige Stammlösung, die mit Wasser haltbare Ge brauchsemulsionen für die Schädlingsbe kämpfung liefert, indem man 5 Gewichtsteile 2,4-Dichlor-benzophenon in 42,5 Gewichts teilen 6 - Methylol - tetrahydronaphthalin - 1,2,
3.4 auflöst und diese Lösung mit einer Lösung von 10 Gewichtsteilen eines Cre-- misches aus alkogyessigsaurenNatriumsalzen mit Alkogyresten von C4 C, in 42,5 Ge wichtsteilen Tetrahydrofurfurylalkohol ver mischt. An Stelle des Tetrahydrofurfuryl- alköhols kann man auch Äthylenglykol- monoäthyl- oder -monobutyläther verwenden.
<I>Beispiel 2:</I> Zu 60 Gewichtsteilen a-Dimethylamino- dodecyltoIuol-methosulfat gibt man 20 Ge wichtsteile 2,4,4'-Trichlor-benzophenon und schmilzt die Bestandteile zusammen. Die Produkte lösen sich klar ineinander auf.
Die Mischung gibt mit Wasser beständige Emulsionen, man kann diese zur Ungezie ferbekämpfung verwenden. An Stelle des c-Dimethylamino-dodecyltoluol-methosulfats kann man das Dimethylaminoessigsäure- dodecylamid-chlormethylat oder das Di- methyldodecylamin-chlorbenzylat verwenden.
<I>Beispiel 3:</I> Eine Mischung von 46 Teilen kohlen saurem Kalk und 46 Teilen Talkum wird mit einer Lösung von 5 Gewichtsteilen 2,4- Dichlor-benzophenon getränkt und das Lö- simgemittel im Vakuum entfernt. Man gibt 2 Gewichtsteile gelöschten Kalk und 4 Ge wichtsteile einer flüssigen Fettsäure zu. mischt gut und mahlt fein. Man erhält ein vorzüglich insektizid wirkendes Streu- und Stäubemi ttel.
<I>Beispiel</I> Man stellt eine Stammemulsion her, indem man 5 Gewichtsteile 2,4-Dichlor- benzophenon in 5 Gewichtsteilen Tetrahydro- naphthalin auflöst und zu der Lösung 0,38 Gewichtsteile Dimethylaminoessigsäure-do- decylamid-chlormethylat hinzufügt. Nach dem unter gelindem Erwärmen völlige Lö sung eingetreten ist, wird dem Gemisch eine Lösung von 0,
75 Gewichtsteilen des Kon densationsproduktes aus 1 Mol Dicyandiamid, 2 Mol Dicyandiamidinchlorhydrat und 4 Mol Formaldehyd in 4,9 Gewichtsteilen Wasser zugesetzt. Nach dem Homogenisieren erhält man eine vollkommen beständige Emulsion mit einem Gehalt von<B>33,3%</B> aktiver Sub stanz.
Diese Emulsion gibt man im Rührwerk züz einer Caloiumchloridlösung, die in 1000 Volumteilen Wasser 104,4 Gewichtsteile wasserfreies Caleiumchlorid enthält. Man er hält eine verdünnte, völlig beständige Emul- sion. Zur Bildung des als Substrat verwen deten Caleiumcarbonats lässt man in die Emulsion eine Lösung von 100 Gewichts teilen wasserfreier Soda in 500 Volumteilen Wasser einlaufen.
Das ausfallende Calcium- carbonatpulver nimmt die emulgierte Wirk substanz gleichmässig auf. Man lässt die Fäl lung absitzen, presst den Brei in einer Filter presse ab und trocknet den Presskuchen zweckmässig im Vakuum bei etwa 30 unter guter Lüftung. Man erhält 100 Gewichts teile eines feinen, homogenen, gut schütt fähigen Pulvers, welches 5 % aktive Sub stanz in feinster Verteilung enthält und einen hochwirksamen insektiziden Trocken puder darstellt.
<I>Beispiel 5:</I> Eine Mischung von 42 Gewichtsteilen kohlensaurem Kalk, 43 Gewichtsteilen Kreide und 10 Gewichtsteilen Bentonit wird mit einer Lösung von 2,5 Gewichtsteilen 2,4-Di- chlor-benzophenon und 2,5 Gewichtsteilen Xanthon getränkt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert. Nach Zugabe von 5 Gewichtsteilen Säurecasein und 3,5 Ge wichtsteilen Soda wird gut gemahlen. Man erhält durch Verrühren in Wasser ein her vorragend wirksames Spritzmittel.
An Stelle der in obigem Beispiel genann ten Kombination von 2,4-Dichlor-benzo- phenon mit Xanthon können auch die folgen den verwendet werden: 2,4-Dichlor-benzo- phenon + Phthalonitril, 2,4'-Dichlor-benzo- phenon -i- Phthalonitril, 2,4,4'-Trichlor-benzo- phenon + Thianthren, 2,
4 - Dichlor - benzo- phenon -i- Thioharnstoff, 2,4,3',4'-Tetrachlor- benzophenon -J- Xanthon.
<I>Beispiel 6:</I> Man löst 5 Gewichtsteile 2,4,4'-Trichlor- benzophenon in 995 Gewichtsteilen Aceton, behandelt Pelze, Federn oder zugeschnittene wollene Wirkwaren durch Tauchen, zentri fugiert und trocknet. Das so behandelte Ma terial ist mottenecht.