CH246912A - Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH246912A
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      Schädlingsbekämpfungsmittel.       Es wurde gefunden, dass man Schädlings  bekämpfungsmittel von hervorragender Wirk  samkeit erhält, wenn man mindestens ein       synthetisches,        stickstofffreies        Kontaktinsek-          tizid    mit     mindestens        einer        organischen          Schwefelverbindung,    deren Schwefel zwei  wertig ist, kombiniert.

   Als solche Verbin  dungen seien beispielsweise     Mercaptale,        Mer-          captole,        Rhodanide    und Derivate der     Dithio-          kohlensäure    genannt.  



  Als     synthetische    Kontaktinsektizide kom-         men    zahlreiche,     hauptsächlich    durch die  Patentliteratur     bekanntgewordene    Verbindun  gen in Frage. Zur     Vereinfachung    der Auf  zählung wird     nachstehend    eine     Aufstelhmg     von in Frage kommenden     Typen,    gegeben,  wobei diese Typen aber nur als Vertreter  für die Verbindungsklassen zu werten sind.

    Die Erfindung soll ferner durch eine Auf  zählung     irr        keiner    Weise auf die     genannten          Verbindungen        bezvr.    Verbindungsklassen be  schränkt werden.

    
EMI0001.0029     
      Als organische Schwefelverbindungen,  deren Schwefel zweiwertig ist, seien     bei-          spielsweisse    die folgenden erwähnt, ohne    jedoch den Anspruch der Erfindung auf  diese Aufzählung zu beschränken:  
EMI0002.0003     
    Die meisten     dieser        Verbindungen    sind  bekannt;     sofern    dies nicht     zutrifft,    lassen sie  sieh nach üblichen Methoden darstellen.  



  Die     beanspruchten    Kombinationen zeich  nen sich durch ihre überlegene Wirkung  gegen Schädlinge, insbesondere Insekten und  deren     Entwicklungsstadien    aus. Sowohl in  bezug auf     raschen        Eintritt    wie auch auf  lange Dauer der     Wirkung    zeigen die neuen       Kombinationen        wesentliche        Fortschritte    ge  genüber den bisher bekannten     Schädlings-          bekämpfungsmitteln.    Bekanntlich stellt die  grosse     Artspezifität    von     Insektiziden    viel  fach     einen   

       gewichtigen    Nachteil für deren  praktische Anwendungen dar. Demgegenüber       wird    mit den neuen Mitteln eine ausgezeich  nete, breite     Wirkung    sowohl auf die ver-         schiedensten    Schädlings-,     insbesondere    In  sektenarten,     wie    auch auf ihre einzelnen       Entwicklungsstadien    erreicht. Weiter erlau  ben die     Kombinationsmöglichkeiten    eine her  vorragende     Abstimmung    auf die speziellen  Probleme der Schädlingsbekämpfung.  



  Die     Anwendungsformen    der neuen Kom  binationspräparate richten sich ganz nach den       VerwTendungszwecken.    Die Präparate kön  nen als solche oder in     Lösungs-    oder Verdün  nungsmitteln, in Form von     Emulsionen,    auf       geeigneten    Trägerstoffen, aber auch zusam  men mit andern wirksamen (z. B.     fungiziden)     oder unwirksamen Stoffen angewendet wer  den. Ferner     können    sie auch     direkt    auf das  zu schützende Gut, wie z. B. auf     keratin-          haltiges    Material; aufgebracht werden.

        <I>Beispiel 1:</I>  Man erhält eine klare,     kältebeständige     Stammlösung, die mit Wasser haltbare Ge  brauchsemulsionen für die Schädlingsbe  kämpfung liefert,     indem    man 2,5 Gewichts  teile     1,1-Bis-(p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-          äthan    mit 2,5 Gewichtsteilen     ss-Butogy-ss'-          thiocyan-diäthyläther    mischt und in 42,5  Gewichtsteilen 6 -     Methylol    -     tetrahydronaph-          thalin-1,2,3,

  4    auflöst und diese Lösung mit  einer Lösung von 10 Gewichtsteilen eines       Gemisches    aus     alkogyessigsauren    Natrium  salzen     mit        Alkoxyresten    von     C4-C,    in  42,5 Gewichtsteilen     Tetrahydrofurfurylalko-          hol        vermischt.    An     Stelle    des     Tetrahydrofur-          furylalkohols    kann man auch     Äthylen-          glykol-monoäthyl-    oder     -monobutyläther    ver  wenden.<I>Beispiel 2:

  </I>  In 80 Gewichtsteile     einer    Schmelze aus  einem Gemisch von     alkogyessigsauren        Na-          triumsalzen    mit     Alkogyresten    von     C7-C9     (Schmelztemperatur etwa 175 ) gibt man  eine Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p    - chlor -     phenyl)    - 2,2,2 -     trichlor-äthan    und  2,5 Gewichtsteilen     Amylthiocyanat    in 15  Teilen     'O4säureoleylester    und lässt unter Rüh  ren auf 120  abkühlen.

   Bei dieser     Temperatur     wird die völlig homogene Masse in Formen  gegossen, in denen sie zu     festen        Stücken    er  starrt. Die erhaltenen     Formstücke    können  nach Art von Seifenstücken angewendet  werden und     wirken    stark     insektizid.       <I>Beispiel 3:

  </I>  Zu 60 Gewichtsteilen     a-Dimethylamino-          dodecyltoluol-methosulfat    gibt man 20 Ge  wichtsteile     1,1-Bis-(p-ch@or-phenyl)-2,2,2,-          txichlor-äthan    und 20 Gewichtsteile     Dode-          cylthiocyanat    und schmilzt alle drei Bestand  teile     zusammen.    Die Produkte lösen sich klar  ineinander auf. Die Mischung gibt mit Was  ser beständige Emulsionen; man kann diese  zur Ungezieferbekämpfung verwenden.

   An  Stelle des     a-Dimethylamino-dodecyltoluol-          methosulfates    kann man das     Dimethylamino-          essigsäure-.dodecylamid-chlormethylat    oder  das     Dimethyldodecylamiri-ehloxbenzylat    ver  wenden.

      <I>Beispiel</I>     .:          Eine    Mischung von 46 Teilen kohlen  saurem Kalk und 46 Teilen Talkum wird  mit einer Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-          Bis    - (p - chlor -     phenyl)    - 2, 2,2 -     trichlor-        äthan     und 2,5 Gewichtsteilen     Dodecylthiocyanat     getränkt und das Lösungsmittel im Vakuum  entfernt. Man gibt 2 Gewichtsteile gelösch  ten Kalk und 4 Gewichtsteile einer flüssigen       Fettsäure    zu,     mischt    gut und mahlt fein.

    Man erhält ein vorzüglich     insektizid    wir  kendes     Streu-    und     Stäubemittel.       <I>Beispiel 5:</I>  Man stellt eine Stammemulsion her, in  dem man 2,5     Gewichtsteile        1,1-Bis-(p-chlor-          phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5 Ge  wichtsteile     Dodecylthiocyanat        in    5 Gewichts  teilen     Tetrahydronaphthalin    auflöst und zu  der Lösung 0,38     Gewichtsteile        Dimethyl-          aminoessigsäure-,

  dodecylamid-        chlormethylat          hinzufügt.    Nachdem unter gelindem Erwär  men völlige Lösung     eingetreten    ist, wird dem  Gemisch eine Lösung von 0,75 Gewichts  teilen des Kondensationsproduktes aus 1     Mol          Dicyandiamid,    2     Mol        Dicyandiamidinchlor-          hydrat    und 4     Mol        Formaldehyd    in 4,9 Ge  wichtsteilen Wasser zugesetzt. Nach dem       Homogenisieren    erhält man eine vollkommen  beständige Emulsion mit einem Gehalt von  <B>33,3%</B> aktiver Substanz.  



  Diese Emulsion gibt man im     Rührwerk     zu einer     Calciumchloridlösung,    die     in    1000       Volumteilen    Wasser 104,4 Gewichtsteile       wasserfreies        Calciumchlorid    enthält. Man  erhält eine     verdünnte,    völlig beständige  Emulsion. Zur Bildung des als Substrat     vei-          wendeten        Calciummrbonates    lässt man in  die Emulsion eine Lösung von 100 Gewichts  teilen wasserfreier Soda in 500     Volumteilen     Wasser einlaufen.

   Das ausfallende     CaJcium-          carbonatpulver    nimmt die     emulgierte    Wirk  substanz gleichmässig auf. Man lässt die  Fällung absitzen, presst den Brei in einer  Filterpresse ab und trocknet den     Presskuchen     zweckmässig im Vakuum bei etwa 30  unter  guter     Lüftung.    Man erhält 100 Gewichtsteile  eines feien, homogenen, gut     schüttfähigen         Pulvers, welches 5 % aktive Substanz in       feinster        Verteilung    enthält und einen hoch       wirksamen        insektiziden    Trockenpuder dar  stellt.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Eine     Mischung    von 42 Gewichtsteilen       kohlensaurem    Kalk, 43 Gewichtsteilen Kreide  und 10     Gewichtsteilen        Bentonit        wird    mit       einer    Lösung von 2,5     Gewichtsteilen        1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl).-    2,2,2 -     trichlar-äthan    und  2,5     Gewichtsteilen        ss-Butoxy-ss'-tbiocyan-di-          äthyläther    getränkt.

   Das     Lösungsmittel    wird  im     Vakuum        abdestilliert.    Nach Zugabe "von  5 Gewichtsteilen     Säurecasein    und 3,5 Ge  wichtsteilen Soda     wird        gut    gemahlen.

   Man  erhält durch Verrühren in Wasser ein her  vorragend     wirksames        Spritzmittel.        An        Stelle     der in obigem Beispiel genannten     Kombina-          tion    von     1,1-Bis-(p-chlor-phenyl)-2,2;2-tri-          cblör-äthan    mit     ss-Butoxy-ss'-thiocyan-di-          äthyläther        können    auch die folgenden ver  wendet werden:

       Hexachlorcyclohexan        -i-        Te-          tramethyl-tbii-iramdisulfid,        Hexachlorcyclo-          hexan        +        f-Butoxy-ss'-thiocyan-diäthyläther,          Oktachlordiäthyläther        -I-        ss-Butoxy-ss'-thio-          cyändiäthyläther,        4-Chlorbenzoesäureallyl-          ester        -i-        #-Butoxy        ss'-thiocyandiäthyläther,

            Dibenzyläther        +        Butoxy    ss'-thioGyandiäthyl-         äther,        3,4-Dichlörphenyl-trichlormethylketon          -f-        ss-Butoxy-,B'-thiocyan-diäthyläther.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schädlingsbekämpfungsmittel, gekenn- zeichnet durch eine ]Kombination von minde stens einem synthetischen, stickstofffreien Kontaktinsektizid mit mindestens einer or ganischen Schwefelverbindung, deren Schwe fel zweiwertig ist.
    UNTERANSPRtlCHE 1. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Schwefelverbin- dung ein Mercaptal enthält. 2. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Schwefelverbin dung ein Mercaptol enthält. 3. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Söhwefelverbin- dung ein Rhodanid enthält.
    4. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Schwefelverbin dung ein Derivat der Dithiokohlensäure ent hält. 5. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Kontaktinsektizid 1,1- Bis - (p-chlor-phenyl) -2,2, 2-trichlor-äthan enthält.
CH246912D 1944-06-13 1944-06-13 Schädlingsbekämpfungsmittel. CH246912A (de)

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