CH246914A - Schädlingsbekämpfungsmittel. - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel.

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CH246914A
CH246914A CH246914DA CH246914A CH 246914 A CH246914 A CH 246914A CH 246914D A CH246914D A CH 246914DA CH 246914 A CH246914 A CH 246914A
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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      Schädlingsbekämpfungsmittel       Es     wurde        gefunden,        daB    man Schädlings  bekämpfungsmittel von hervorragender Wirk  samkeit erhält, wenn man mindestens ein       synthetisches    Kontaktinsektizid mit Verbin  dungen der allgemeinen Formel  
EMI0001.0006     
    kombiniert.  In dieser Formel bedeuten:  Ar und Ar'     Benzolreste,    welche keine salz  bildende     Substituenten    tragen,    X ein zweiwertiges Atom der 6. Gruppe  des per. Systems und  Y     ein        zweiwertiges    Brückenglied.  



  Als synthetische Kontaktinsektizide kom  men zahlreiche,     hauptsächlich    durch die Pa  tentliteratur bekanntgewordene     Verbindungen     in Frage. Zur     Vereinfachung    der Aufzäh  lung wird     nachstehend    eine Aufstellung von  in Frage kommenden Typen gegeben, wobei  diese Typen aber nur als Vertreter für die  Verbindungsklassen zu werten sind. Die Er  findung soll ferner durch eine Aufzählung  in keiner     Weise    auf die     genannten    Verbin  dungen     bezw.        Verbindungsklassen        beschränkt     werden.

    
EMI0001.0020     
    
EMI0002.0001     
         Hölermtilekulare    Amine wie:     Diphenyl-          amin,        Oktylamin,        Decylamin,        Hegyl-heptyl-          amin,        Dioktylamin.     
EMI0002.0010     
         Dinitrophenole    wie:     2,4-Dinitro-6-metUyl-          pUenol,        2,4-Dinitro-6-cyclohegylphenol,        2,4-          Dinitrophenol    usw.

    
EMI0002.0017     
    Als Verbindungen der oben     .genannten,     allgemeinen Formel seien die folgenden er-    wähnt,     ohne    jedoch den Anspruch der Erfin  dung auf diese Aufzählung zu beschränken.  
EMI0002.0020     
      Die meisten dieser     Verbindungen        sind    be  kannt; sofern dies nicht zutrifft, werden s_     ie     nach     üblichen,    Methoden hergestellt.  



  Die beanspruchten     Kombinationen    zeich  nen sich durch ihre überlegene Wirkung  gegen     Schädlinge,    insbesondere Insekten  und deren     Entwicklungsstadien        aus.    Sowohl  in bezug auf raschen     Eintritt        wie    auch auf  lange Dauer der Wirkung zeigen die neuen       Kombinationen    wesentliche Fortschritte ge  genüber .den     bisher    bekannten Schädlings  bekämpfungsmitteln. Bekanntlich stellt die  grosse     Artspezifität    von Insektiziden vielfach  einen gewichtigen Nachteil für deren prak  tische     Anwendungen    dar.

   Demgegenüber  wird mit den neuen     Mitteln        eine    ausgezeich  nete, breite Wirkung sowohl auf die verschie  densten Schädlings-, insbesondere Insekten  arten, wie auch auf ihre     einzelnen        Entwick-          lungsstadien    erreicht. Weiter erlauben die       Kombinationsmöglichkeiten    eine hervorra  gende Abstimmung auf die speziellen Pro  bleme der Schädlingsbekämpfung.  



  Die Anwendungsformen der neuen Kom  binationspräparate richten sich ganz nach  den Verwendungszwecken. Die Präparate  können als solche oder in     Lösungs-    oder Ver  dünnungsmitteln, in Form von Emulsionen,  auf geeigneten Trägerstoffen, aber auch  zusammen mit andern     wirksamen    (z. B.       fungiziden)    oder     unwirksamen    Stoffen an  gewendet werden. Ferner können sie auch  direkt auf das zu schützende Gut, wie z. B.  auf     keratinhaltiges    Material, aufgebracht  werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man erhält eine klare, kältebeständige  Stammlösung, die mit Wasser haltbare Ge  brauchsemulsionen für die Schädlingsbe  kämpfung liefert,     indem    man' 2;5 Gewichts  teile     1,1-Bis-,(p-chl(>r-phenyl)-2,2,2-trichlor-          äthan    mit 2,5 Gewichtsteilen     2,6-Dichlor-          thiänthren    mischt und in 42,5     Gewichtsteilen          6-Methylol-tetrahydronaphthalin-1,2,3,

  4    auf  löst     und    diese     Lösung    mit einer Lösung von  10 Gewichtsteilen     eineis    Gemisches aus     alkoxy-          essigsäuren        Natriumsalzen    mit     Alkoxyresten     von     C4-Ca    in 42,5 Gewichtsteilen Tetra=         hydrofurfurylalkohol        vermischt.    An Stelle  des     Tetrahydrofurfurylalkohols    kann man  auch     Äthylenglykol-monoäthyl-    oder -mono  butylätherverwenden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  In 80     Gewichtsteile    einer     Schmelze        aus     einem     Gemisch    von     alkoxyessigsauren-        Na-          triumsalzen    mit     Alkogyresten    von     C7-Ca     (Schmelztemperatur zirka 175 ) gibt man  eine Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p-cblor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5       Gewichtsteilen        2,

  6-Dimethylthianthren    in 15  Teilen     Olsäureoleylester    und lässt unter  Rühren auf l20      abkühlen.    Bei dieser Tem  peratur wird die völlig homogene Masse 'in  Formen gegossen, in denen sie zu festen  Stücken erstarrt. Die .erhaltenen Formstücke       können    nach Art von     Seifenstücken    ange  wendet werden und wirken stark     insektizid.       <I>Beispiel 3: .</I>  



  Zu 60 Gewichtsteilen     a-Dimethylamino-          dodeeyltoluol-methosulfat    gibt man 20     Ge-          wichtsteile        -1,1-Bis-(p-chlor-phenyl)-2,2,2-          trichlor-äthan    und 20     Gewichtsteile        Xanthon     und     schmilzt    alle drei Bestandteile zusam  men. Die Produkte lösen sich klar     ineinander     auf. Die     Mischung    gibt mit Wasser be  ständige Emulsionen; man -kann diese zur       Ungezieferbekämpfung    verwenden.

   An Stelle  des     ce    -     Dimethylamino    -     dodecyltoluol        -metho-          sulfats    kann man das     Dimethylaminoessig-          säure-dodecylamid-chlormethylat    oder das     Di-          methyldo.decylamin-chlorbenzylat    verwenden.

    <I>Beispiel</I>     .4:     Eine     Mischung    von 46 Teilen     kohlen-          saurem    Kalk und 46 Teilen     Talkum        wird    mit  einer Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5       Gewichtsteilen        Thioxanthon    getränkt und  das     Lösungsmittel    im Vakuum -entfernt.

       Man-          gibt    2 Gewichtsteile     gelöschten    Kalk und 4  Gewichtsteile einer flüssigen Fettsäure zu,  mischt gut und mahlt fein. Man erhält ein  vorzüglich     insektizid    wirkendes Streu- und       Stäubemittel.         <I>Beispiel 5:

  </I>  Man 'stellt     eine    Stammemulsion her,       indem    man 2,5 Gewichtsteile     1,1-Bis-(p-          chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5  Gewichtsteile     2,6-Dichlorthianthren    in 5 Ge  wichtsteilen     Tetrahydronaphthalin    auflöst  und zu der Lösung 0,38     Gewichtsteile        Di-          methylaminoessigsäure    -     dodecylamid    -     chlor-          methylat        hinzufügt.    Nachdem unter gelindem  Erwärmen völlige Lösung eingetreten ist,  wird dem Gemisch eine Lösung von 0,

  75 Ge  wichtsteilen des     Kondensationsproduktes    aus  1     Mol        Dicyandiamid,    2     Mol        Dicyandiamidin-          chlorhydrat    und 4     Mol    Farmaldehyd in 4,9       Gewichtsteilen    Wasser zugesetzt. Nach dem       Homogenisieren    erhält man     eine    vollkommen       beständige    Emulsion mit     einem    Gehalt von       33,3%    aktiver Substanz.  



  Diese Emulsion gibt man im Rührwerk  zu     einer        Caleiumchloridlösung,    die     in    1000       Volumteilen    Wasser 104,4 Gewichtsteile       wasserfreies        Calciumchlorid    enthält. Man er  hält eine verdünnte, völlig beständige Emul  sion: Zur Bildung des als Substrat verwende  ten     Calciumcarbonats    lässt man in die Emul  sion eine Lösung von 100 Gewichtsteilen  wasserfreier Soda     in    500     Volumteilen    Wasser  einlaufen.

   Das     ausfallende        Calciumcarbonat-          pulver        nimmt    die     emulgierte    Wirksubstanz  gleichmässig auf. Man lässt die     Fällung    ab  sitzen;

   presst den Brei     in,    einer     Filterpresse     ab und trocknet den     Presskuchen    zweckmässig  im Vakuum bei     etwa    30      unter    guter       Lüftung.    Man erhält 100     Gewichtsteile    eines  feinen, homogenen, gut schüttfähigen Pul  vers, welches<I>5</I>      7o        aktive        Substanz        in        feinster     Verteilung enthält und einen hochwirksamen       insektiziden    Trockenpuder darstellt.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Eine Mischung von 42 Gewichtsteilen  kohlensaurem Kalk, 43 Gewichtsteilen Kreide  und 10 Gewichtsteilen     Bentonit    wird     mit     einer Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     1,1-Bis-          (p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    und 2,5       Gewichtsteilen    2,6 -     Dicblorthianthren    ge  tränkt. Das     Lösungsmittel    wird im Vakuum       abdestilliert.    Nach Zugabe von 5 Gewichts-         teilen    Säurecasein     und    3,5 Gewichtsteilen  Soda wird gut gemahlen.

   Man erhält-durch  Verrühren in Wasser     ein        hervorragend    wirk  sames     Spritzmittel.     



  An Stelle der in obigem Beispiel genann  ten     Kombination    von 1,1- Bis - (p - chlor     -          phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan    mit     2,6-Dichlor-          thianthren    können auch die folgenden       Kombinationen    verwendet werden:

       ss-Butoxy-          ss'-thiocyan-diäthyläther        -[-        2,6-Dichlorthian-          thren,        2,4-Dinitro-6-methylphenol        -E-        Xanthon,          Hexachlorcyclohexan        -[-        Xanthon,        Oktächlor-          diäthyläther        -}-    2,6 -     Dichlorthianthren,        4-          Chlorbenzoesäureallylester        -f-    2,

  6 -     Dichlor-          thianthren,        Dibenzyläther        +    2,6 -     Dichlor-          thianthren,        3,4-Dichlorphenyl-trichlormethyl-          keton        +        2,6-Dichlorthianthren.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schädlingsbekämpfungsmittel, gekenn zeichnet durch eine Kombination von min destens einem synthetischen Kontaktinsek tizid mit Verbindungen der Formel EMI0004.0107 worin Ar und Ar' Benzolreste, welche keine salz bildende Substituenten tragen, X ein. zweiwertiges Atom der 6. Gruppe des per. Systems und Y- ein zweiwertiges Brückenglied bedeuten.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, in welchem die Verbindung der obigen' allgemeinen Formel aromatisch ge bundenes Chlor enthält: 2. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pä- tentänspruch, in -welchem die Verbindung der obigen allgemeinen Formel -aromatisch ge- bundenes Alkyl enthält.
    3. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa- tentansprtich, in welchem die Verbindung der obigen- allgemeinen Formel ünsubstituiert ist. 4. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, in welchem die Verbindung der obigen allgemeinen Formel ein Thianthren ist. 5. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, in welchem die Verbindung der obigen allgemeinen Formel ein Xanthon ist. 6.
    Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, in welchem die Verbindung der obigen allgemeinen Formel ein Thioganthon ist. 7. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, in welchem die Verbindung der obigen allgemeinen Formel 2,6-Dimethyl- thianthren ist. B. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Pa tentanspruch, welches als Kontaktinsektizid 1,1-:Bis --(p-chlor-phenyl)-2,2,2-trichlor-äthan enthält.
CH246914D 1944-06-13 1944-06-13 Schädlingsbekämpfungsmittel. CH246914A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019720A3 (en) * 1979-05-28 1981-01-14 Bayer Italia S.P.A. Organic sulfur compound preparations, method of making them and their use

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EP0019720A3 (en) * 1979-05-28 1981-01-14 Bayer Italia S.P.A. Organic sulfur compound preparations, method of making them and their use

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