CH249970A - Verfahren zur Darstellung von Pyridyl-3-carbinol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Pyridyl-3-carbinol.

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      Verfahren    zur Darstellung von     Pyridyl-3-earbinol.            Pyridyl-3-carbinol    gehört zu den schwer  zugänglichen     Pyridinderivaten.        Dehnel    (Be  richte der Deutschen Chemischen Gesellschaft  33 [1900], S. 3498) erhielt erstmals ein un  reines     Pikrat    des     Pyridyl-3-carbinols    beim  Kochen des     3-Brom-picolin-pikrates    mit  Wasser.     Panizzon        (Helvetica        Chimica    Acta  24 [1941], S.

       24E-28E)        führte        Nicotin-          säure    über     da-s        Hydrazid    und dessen Benzol  sulfonylderivat in den     Pyridyl-3-aldehyd     über und reduzierte letzteren zum     Pyridyl-3-          carbinol.    Der     Pyridyl-3-aldehyd    kann durch       Aufspaltung    des     Nicotinylbenzolsulfo-hy-          dra.zids    nach     Me        Fadyen    und     Stevens    (Jour  nal of     

  the        Chemical        Society    London [1936],  S.584-587; Chemisches Zentralblatt     II     [1936], S. 779) erhalten werden. Eine wei  tere     Darstellungsweise    beschreiben     Prelog     und Mitarbeiter     (Helvetica        Chimica    Acta 29  [1946],     S.684-692).        Nicotinsäure    wird in  den     Nicotinthiolsäure    -     methyle,ster    überge  führt und mittels     Raney-Nickel    reduktiv  zum     Pyridyl-3-carbinol        entschwefelt.     



  Es wurde nun gefunden, dass die Darstel  lung des     Pyridyl-3-earbinols    aus einem Salz  des leicht. zugänglichen 3 -     Aminomethyl-          pyridins        (Helvetica        Chimica    Acta 20 [1937].  S.     690-691;    Journal of     the        American        Che-          inical        Society    63 [1941], S. 490-492) ge  lingt,     wenn    man diese Verbindung bei saurer  Reaktion mit einem Nitrit behandelt.  



  Setzt man ein Salz des     3-Aminomethyl-          pyridins    in üblicher Weise in     mineralsaurer     Lösung mit einem     Alkalinitrit    um, bleibt. die    Ausbeute an     Pyridyl-3-carbinol    niedrig; durch  geeignete     Ausgestaltung    der     Reaktion    ist es  jedoch möglich, die Ausbeute wesentlich zu  erhöhen.  



  So ist es, zweckmässig, die Umsetzung bei  tiefer Temperatur durchzuführen. Bei Ver  wendung eines     Alkalinitrits    in wässerigem  Milieu ist es ferner     vorteilhaft,    in Anwesen  heit einer     aliphatischen        Carbonsäure    zu ar  beiten;

   so erhält man     beispielsweise    durch  Behandlung des     Formiats,        Ogalats    oder  Acetats des 3 -     Aminomethyl    -     pyridins    mit  einem     Alkalinitrit    in     Gegenwart    einer     ali-          phatischen        Carbonsäure    Ausbeuten von 63  bis 82 % der Theorie. Mit gutem Erfolg  kann man auch     3-Aminomethyl-pyridin-          halogenhydrat    mit Silbernitrit zur Um  satzung     bringen.     



  Das     Pyridyl-3-carbinol    soll als Arznei  mittel     verwendet    werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  207 Gewichtsteile     Natriumnitrit    werden  in 360 Gewichtsteilen Wasser gelöst und  unter Rühren und Kühlen unterhalb<B>-5'</B> C  zu einer Lösung von 324 Gewichtsteilen       3-Aminomethyl-pyridin,    360     Gewichtsteilen     Essigsäure und 1200     Gewichtsteilen    Wasser  langsam zugegeben. Man     rührt    während  1 Stunde     bei    0  C, lässt die farblose     Flüssig-          keit    mehrere Stunden bei Raumtemperatur  stehen und     erwärmt    abschliessend unter Durch  leiten von Kohlensäure während 1 Stunde  auf 70  C.

   Nach dem Abkühlen wird mit      festem     Kaliumkarbonat    gesättigt, mit Chlo  roform mehrmals     ausgezogen,    die     vereinigten          Extrakte    mit     Kaliumkarbonat    getrocknet  und nach     Verdampfen    des     Lösungsmittels          im    Vakuum sorgfältig     fraktioniert.    Das       Pyridyl-3-carbinol    geht unter 16 mm Druck  bei 145  C als     farbloses   <B>01</B> über.

       Aus    dem  geringen - Vorlauf, der zur Hauptsache       3-Acetoxymethyl-pyridin        (Kp.12        mm/119     C)  enthält, werden durch     Behandeln    mit     alko-          holisecher    Kalilauge in üblicher     Weise    weitere  Mengen von     Pyridyl-3-carbinol    gewonnen.  Die Ausbeute an     Pyridyl-3-carbinol    beträgt  <B>82%</B> der Theorie.

      <I>Beispiel 2:</I>       Eine        Lösung    von 34,5 Gewichtsteilen       Natriumnitrit    und 60     Gewichtsteilen    Wasser       wird    mit einem Gemisch aus 54 Gewichts  teilen     3-Aminomethyl-pyridin,    46 Gewichts  teilen     Ameisensäure    und 200 Gewichtsteilen  Wasser nach der im Beispiel 1 beschriebenen       Methode        umgesetzt    und aufgearbeitet. Die  Ausbeute an     Pyridyl-3-carbinol    beträgt 65 %  der Theorie.  



       Beispiel   <I>3:</I>  54     Gewichtsteile        3-Aminomethyl-pyridin     und 45-     Gewichtsteile        Oxalsäure    werden in  200 Gewichtsteilen     Wasser    gelöst und dazu       unter    Rühren und Kühlen bei -8  C eine  Lösung von 34,5     Gewichtsteilen    Natrium  nitrit     und    60     Gewichtsteilen        Wasser    zuge  setzt.

   Die Isolierung des     Pyridyl-3-carbinols     wird, wie im     Beispiel    1     beschrieben,        aus-          geführt.    Die     Ausbeute    an     Pyridyl-3-carbinol     beträgt<B>63%</B> der     Theorie..       <I>Beispiel</I>  124     Gewichtsteile        3-Aminomethyl-pyr-          idin    werden in 1120     Volumteilen    1     n-Salz-          säure    gelöst und unter intensivem Rühren bei  60  C zu     einer        

  Suspension    von     frisch    gefäll  tem     Silbernitrit    (aus 226     Gewichtsteilen    Sil  bernitrat und 136     Gewichtsteilen        Natrium-          nitrit)        in    3000     Volumteilen    Wasser     zuge-          tropft.    Nach 20-25     Minuten    lässt man eine       Mischung    von 120     Volumteilen    konzentrier  ter     Salzsäure        und    1000     Volumteilen    Wasser    zulaufen,

   wobei die Temperatur 65  C nicht  überschreiten soll, hält eine     weitere    1/2     Stunde     bei 60  C und lässt darauf auf 50  C ab  kühlen. Vom     ausgeschiedenen        Silberchlorid     wird abgetrennt und der Niederschlag     mit     Wasser von 50  C ausgewaschen.

   Man ent  färbt die vereinigten     Lösungen    mit 7 Ge  wichtsteilen Tierkohle,     .setzt    5     Volumteile     einer     gesättigten        Natriumhydrogensulfit-          lösung    zu und dampft im Vakuum der       \Vasserstrahlpumpe    bei maximal 45  C zur  Trockne     ein.    Der Rückstand wird unter  Kühlung mit einer gesättigten Lösung von       Kaliumkarbonat    versetzt und die alkalische  Lösung mit Chloroform     ausgezogen.    Nach  dem Trocknen des     Chloroformauszuges    mit       Kaliumkarbonat    wird das Lösungsmittel 

  im  Teilvakuum verjagt     und    das     zurückbleibende          ()1    im Stickstoffstrom im Vakuum     destilliert.     Die Ausbeute an     Pyridyl-3-carbinol    beträgt  <B>67%</B> der Theorie.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Zu 113 Gewichtsteilen Silbernitrat und  400     Volumteilen    Wasser wird     unter    Rühren  eine     Lösung    aus 68 Gewichtsteilen     Natrium-          nitrit    in 250     Volumteilen        Wasser        zugetropft.     Das     ausgeschiedene    Silbernitrit     wird        abfil-          triert,

      mit     eisgekühltem    Wasser     gründlich     gewaschen und darauf     in    1500     Volumteile     Wasser von 65  C eingetragen. Unter inten  sivem Rühren lässt man dazu eine Lösung  von 108,5 Gewichtsteilen     3-Aminomethyl-          pyridin-monobromhydrat    (oder 62 Gewichts  teile     3-Aminomethyl-pyridin        und    der äqui  valenten Menge     Bromwasserstoffsäure)    in  600     Volumteilen    Wasser innerhalb von 15  Minuten zulaufen.

   Nach 20     Minuten    werden       sorgfältig    600     Volumteil:e    1     n-Bromwasser-          stoffsäure    zugegeben, die     entstehende    Suspen  sion während weiteren 30 Minuten auf 60  C  gehalten und darnach das     Pyridyl-3-carbinol     nach der im Beispiel 4 beschriebenen Arbeits  weise aufgearbeitet. Die Ausbeute an     Pyr-          idyl-3-carbinol    beträgt 70 % der Theorie.

    <I>Beispiel 6:</I>  34,5 Gewichtsteile     Natriumnitrit    und 60       Volumteile    Wasser werden     unterhalb    0  C zu      einer Lösung von 54     Gewichtsteilen        3-Amino-          methyl-pyridin    und 252     Volumteilen        4n-Salz-          säure        zuggetropft.        gan    rührt während 2 Stun  den bei 0 , lässt die Flüssigkeit     3-4    Stunden       bei        Raumtemperatur    stehen,

       erwärmt    darauf  unter Durchleiten von Kohlensäure während  1 Stunde auf 40-45  C, kühlt ab und     sättigt     mit     Kaliumkarbonat.    Das     Pyridyl-3-earbinol     wird weiter, wie unter Beispiel 1 beschrie  ben, isoliert. Die     Ausbeute    an     Pyridyl-3-          carbinol    beträgt 38     %    der Theorie.  



  <I>Beispiel</I>  Zu einer Lösung von 54 Gewichtsteilen       3-Aminomethyl-pyridin    und 250     Volumteilen          4n-Salpetersäure    werden 34,5     Gewichtsteile          Natriumnitrit    und 60     Volumteile        Wasser    bei       -10     C zugegeben. Man arbeitet das     Pyr-          idyl-3-earbinol    wie im Beispiel 6 beschrie  ben auf. Die     Ausbeute    an     Pyridy        1-3-ca.rbinol          beträgt   <B>32%</B> der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Pyridyl- 3-carbinol, dadurch gekennzeichnet, dass ein Salz des 3-Aminomethyl-pyridins bei saurer Reaktion mit einem Nitrit umgesetzt wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei tiefer Tempe ratur gearbeitet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart einer ali- phatischen Carbonsäure vorgenommen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass 3-Aminomethyl- pyridin-hydrohalogenid mit Silbernitrit um gesetzt wird.
CH249970D 1946-06-04 1946-06-04 Verfahren zur Darstellung von Pyridyl-3-carbinol. CH249970A (de)

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