CH255966A - Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren o-Oxymonoazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren o-Oxymonoazofarbstoffes.

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CH255966A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     metallisierbaren        o-Oxymonoazofarbstoffes.       Es wurde gefunden, dass wertvolle     metal-          lisierba.re        Azofarbstoffe    hergestellt werden  können, indem man in Metallkomplexen von       o-Oxymonoa.zofarbst.offen    aus     o-Oxydiazo-          phenolen    bzw.     o-Oxydia.zonaphtholen    und       Resorcin    bzw.

       Resorcylsäure,    die zur     Azo-          gruppe        p-ständige        Hydroxylgruppe        verestert     oder     veräthert    und die     Reaktionsprodukte     mit: Säuren oder Salzen     entmetallisiert.     



  Als Ausgangsstoffe des vorliegenden Ver  fahrens dienen Metallkomplexe derjenigen       Monoazofarbstoffe,    die sich aus     o-Oxy        diazö-          verbindungen    der Benzol- bzw. der     Naphtha-          linrei.he    durch Kuppeln auf     Resorein    bzw.       ss-Resorcylsäure    herstellen lassen.

   Aus der  grossen Zahl     geeigneter    Amine, deren     Diazo-          verbindungen    zum     Aufbau    der     genannten          Monoazofarbstoffe    verwendet werden kön  nen, seien hier einige Vertreter erwähnt:

         1-Oxy-2-aminobenzol-4-sulfonsäure,        1-Oxy-2-          a.minobenzol    - 4 -     sulfonsäureamid,    1-     Oxy    -     2-          amino-6-chlorbenzol-4-@sulfonsäure,        1-Oxy-2-          amino-4-chlorbenzol-6-sulfonsäure,        1-Oxy-2-          amino-4-chlorbenzol-5-sulfonsäure,        1-Oxy-2-          amino-4-methylbenzol-6-sulfonsäure,        1-Oxy-          ?-amino-4-nitrobenzol-6-sulfonsäure,

          1-Oxy-          _)    -     aminobenzol    -     4-sulfonsäure-        2'-carboxyphe-          nyl-1'-a.mid,    1-     Oxy-2-amino-4-nitrobenzol-6-          earbonsäure,        1-Oxy-2-amino-4-nitrobenzol,        1-          Oxy    - 2 -     amino-4-ehlorbenzol,        1-Oxy-2-amino-          4,6-dichlorbenzol,        1-Oxy-2-amino-4-chlor-6-          nitrobenzol,        2-Oxy-l-amino-naphthalin-4-:

  sul-          fonsäure,        2-Oxy-l-a.mino-6-nitro-naphthalin-          4-sttlfonsä,ure.       Die als     Ausgangsstoffe    dienenden     o-Oxy-          monoazofarbstoffe    können     beispielsweise    die  folgenden komplexbildenden Metalle enthal  ten: Kupfer, Kobalt, Nickel, Magnesium,  Eisen, Chrom, Aluminium, Zink, Cadmium  und Blei.  



  Unter den zum Verschluss der in     p-'Stel-          lung    zur     Azogruppe    stehenden     Hydroxyl-          gruppe    durch     Veresterung    geeigneten Mitteln  sind vor allem die     aliphatisehen,        araliphati-          @sehen    und     aromatischen        Sulfonsäurehalo-          genide    zu nennen, beispielsweise:

   Methan  sulfonsäurechlorid,     Athansulfonsäurechlorid,          Benzylsulfonsäurechlorid,        Naphthalin-a-sul-          fonsäurechlorid,        Naphthalin-f'-sulfonsäure-          chlorid    oder aber im     Arylrest    substituierte       Sulfonsäurechloride,    wie     p-ToluolsuIfonsäure-          chlorid,        p-Chlorbenzolsulfonsäurechlorid,        m-          Nitrobenzolsu-Ifonsäurechlorid,

          m-Carboxy-          benzolsulfonsäurechlorid.     



  Die     Veresterung        lässt    sich aber auch mit.       Carbonsäurehalogeniden,        wie    z. B.     Benzoyl-          chlorid    und dessen     Subs        titutionsprodukten,     ausführen.  



  Wird in den Metallkomplexen der     Ver-          schluss    der zur     Azogruppe        p-ständigen        Hy-          droxylgruppe    durch     Verätherung    statt durch       Veresterung    vorgenommen, so kommen zu  diesem Zwecke alle gebräuchlichen Methoden  und Mittel in Frage, wie beispielsweise die  Behandlung     mit        Alkyl-    oder     Arylhalogeni-          den,

          Alkylsulfaten    oder     Arylsulfonsäure-          alkylestern.         Die     Veresterung    bzw.     Verätherung    kann  gegebenenfalls auch gleichzeitig mit der Her  stellung des Metallkomplexes     vorgenommen     werden.  



  Die Entfernung des komplex gebundenen       Metülles    aus den     veresterten        resp.        verätherten     Farbstoffen geschieht     mit    Säuren oder Sal  zen. Als     entmetallisierend    wirkende     Säuren     kommen sowohl Mineralsäuren wie auch or  ganische Säuren     in        Betracht.    Unter den     ent-          metallisierend    wirkenden Salzen sind sowohl  saure Salze,     wie    z.

   B. saures     Natriumoxalat,     als auch     Alkalicyanide    oder     Alkalisulfide     besonders     geeignet.    Welches Mittel     im    Ein  zelfall vorzuziehen ist, hängt vor allem da  von ab, welches komplexgebundene Metall  entfernt werden soll.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren er  hältlichen Farbstoffe färben Wolle nach dem       Nachchromierverfahren    in rotbraunen, roten,       bordeauxfarbigen    bis violetten Tönen an.  Manche von     ihnen    sind besonders für das       neutrale        Einbadchromierverfahren    geeignet.  Die Lichtechtheit ist meist vorzüglich, und  auch die     nassen        Echtheiten    sind gut.  



  Das vorliegende Patent betrifft ein Ver  fahren zur Darstellung eines     metallisierbaren          Azofarbstoffes,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man in Metallkomplexen  des     Monoazofarbstoffes    aus     diazotierter        1-          Oxy-2-amino-4-chlorbenzol-6-sulfonsäure        und          Resorcin    die zur     Azobindung        p-ständige          Hydroxylgruppe        mit        p-Toluolsulfonsäure-          chlorid        verestert    

  und die Reaktionsprodukte       mit    Säuren oder Salzen     entmetallisiert.     



  In den folgenden Beispielen bedeuten  Teile     Gewichtsteile.     



       Beispiel   <I>1:</I>  42,8     Teile    Kupferkomplex des     Monoazo-          farbstoffes.    aus 22,4     Teilen        1-Oxy-2-amino-4-          chlorbenzol-6-sulfonsäure        und    11 Teilen     Re-          sorein    werden in     sodaalkalischer    Lösung bei  70 bis 75  langsam mit 20 bis 25     Teilen        p-          Toluolsulfonsäurechlorid    versetzt und ge  rührt, bis aller Ausgangsfarbstoff verschwun  den ist.

   Der entstandene     Sulfonsäureester    des  Farbstoffes wird nach Zusatz von Salz abfil-         triert.        Dieser    wird zur Abspaltung des kom  plex gebundenen Kupfers bei 0     bis    10  mit  100 Teilen konzentrierter Salzsäure eine ;  Stunde lang gerührt und     abfiltriert.    Wenn  nötig kann der Farbstoff durch Auskochen  mit Wasser     gereinigt    werden.  



  Er färbt Wolle aus saurem Bad in bräun  lichgelben Tönen. Durch     Nachehromieren    er  hält man ein Bordeauxrot von vorzüglichen  Echtheitseigenschaften. Der Farbstoff eignet  sich auch sehr gut für das neutrale     Einbad-          chromierverfahren.     



  <I>Beispiel 2:</I>  Der Eisenkomplex des     Monoazofarbstof-          fes    aus 22,4     Teilen        1-Oxy-2-amino-4-chlor-          benzol-6-sulfonsäure    und 11 Teilen     Resorcin     wird in     sodaalkalischer    Lösung bei 70 bis 75   langsam mit 20 bis 25 Teilen     p-Toluolsul-          fonsäurechlorid    versetzt und gerührt,     bis     aller Ausgangsfarbstoff verschwunden ist.

    Der' entstandene     Sulfonsäureester    des Farb  stoffes wird zur Abspaltung des komplex  gebundenen     Eisens    in kongosaurem Medium  mit 20 Teilen     Oxalsäure    bei etwa 70  eine  halbe Stunde lang gerührt. Nach Zusatz von  Salz     wird        abfiltriert    und mit verdünnter  Kochsalzlösung gut     ausgewaschen.    Wenn  nötig     kann    der Farbstoff durch Auskochen  mit Wasser gereinigt werden. Er ist iden  tisch mit dem im ersten Beispiel beschrie  benen Farbstoff.  



  <I>' Beispiel<B>3:</B></I>  36,7 Teile des     Monoazofarbstoffes    aus  22,4 Teilen     1-Oxy-2-amino-4-chlorbenzöl-6-          sulfonsäure    und 11 Teilen     Res.orcin    werden  in     sodaalkalischer    Lösung     mit    6 Teilen Ma  gnesiumoxyd gekocht und darauf bei etwa  70 bis 75  mit 20     bis    25 Teilen     p-Toluolsul-          fonsäurechlorid    langsam versetzt und ge  rührt, bis; aller     Ausgangsfarbstoff    verschwun  den ist.

   Darauf wird bei 60 bis 70  Salzsäure  bis zur kongosauren Reaktion zugegeben und       abfiltriert.    Wenn nötig kann der Farbstoff  durch Auskochen     mit    Wasser gereinigt wer  den. Er     ist    identisch mit dem im ersten Bei  spiel beschriebenen Farbstoff.

             Beispiel   <I>4:</I>  42.8 Teile Kupferkomplex des     Monoazo-          f        arbstoffes    aus 22,4 Teilen     1-Oxy-2-amino-4-          lilorbenzol-6-sulfonsäure    und 11 Teilen Re  sorein werden in     soda:alkalischer    Lösung bei  70 bis 75  langsam mit 20     bis    25 Teilen     p-          Toliiolsulfonsäurechlorid    versetzt und ge  rührt, bis, aller Ausgangsfarbstoff     ver-          >:ehwunden    ist.

   Der entstandene     Sulfonsäure-          c-ster    des Farbstoffes wird nach Zusatz von       Salz        abfiltriert.    Dieser wird zur Entfernung  de; komplex gebundenen Kupfers in heisser        -ässeriger    Lösung mit 20 Teilen Natrium  evanid versetzt und nach Zusatz von Salz       abfiltriert.    Wenn nötig     "kann    der Farbstoff  durch Auskochen mit Wasser gereinigt wer  den. Er ist identisch mit dem im ersten Bei  spiel beschriebenen Farbstoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines metalli- sierbaren Azofarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man in Metallkomplexen des Monoazofarbstoffes aus diazotierter 1-Oxy-2- arnino-4-chlorbenzol-6-sulfonsäure und Resor- cin die zur Azobindung p-ständige Hydro- xylgruppe mit p-T'oluolsulfonsäurechlorid verestert und die Reaktionsprodukte mit
    Säu ren oder Salzen entmetallisiert. Der neue Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar und färbt Wolle aus saurem Bade in bräunlichgelben Tönen. Durch Nachchro- mieren erhält man -ein Bordeauxrot von vor züglichen Echtheitseigenschaften. Der Farb stoff eignet sieh auch sehr gut für das neu trale Einbadchromverfahren.
CH255966D 1948-07-31 1947-01-28 Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren o-Oxymonoazofarbstoffes. CH255966A (de)

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