CH261365A - Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes.

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CH261365A
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    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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  Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen     Azofarbstoffes.            1#:s    wurde gefunden, dass metallhaltige  Farbstoffe in vorteilhafter Weise hergestellt  werden     können,    wenn man     sulfonsäuregrup-          penhaltige        o-Alkoxy-o'-oxyazofarbstoffe,    die  mindestens zwei     Azogruppen    im Molekül ent  halten, in Gegenwart von     hy        droxylgruppen-          haltigen        aliphatischen    Aminen mit metall  abgebenden Mitteln behandelt,

   bis die     Alkox@--          gruppen    aufgespalten sind.  



  Die diesem Verfahren als     Ausgangsstoffe     dienenden     o-Alkoxv-o'-oxyazofarbstoffe    ent  halten z. B. an mindestens einer Stelle des  Moleküls die Gruppierung:  
EMI0001.0016     
    worin der     Alkylrest    vorteilhaft der niederen       aliphatischen    Reihe angehört., also z. B. eine       Methy    l- oder     Äthylgruppe    bedeutet.

   Eine  grosse Zahl solcher Farbstoffe, die die ge  nannte Gruppierung an zwei Stellen des       Farbstoffmoleküls    enthalten, können durch  Kuppeln eines     tetrazotierten        4,4'-Diamino-          3,3'-dialkoxydiphenyls,    insbesondere von     te-          trazotiertem        4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxydi-          phenyl    mit in     o-Stellung    zu einer     Hydroxyl-          gruppe    kuppelnden     Azokomponenten    erhal  ten werden,

   wobei die beiden     Azokomponen-          ten    unter sich gleich oder verschieden sein  können.  



       Azofarbstoffe,    die die genannte Gruppie  rung mindestens an einer Stelle im Molekül    enthalten, können durch Vereinigen beliebi  ger     Diazokomponenten    mit in     p-Stellung    zu  einer     Aminogruppe    kuppelnden     Azokompo-          nenten    erhalten werden,

   falls die letztere  in     o-Stellung    zur die Kupplung bestimmenden       Aminogruppe    eine     Alkoxygruppe    aufweist  und die erhaltenen Farbstoffe weiter     diazo-          tiert    und mit in     o-Stellung    zu einer     Hy        droxy    l  gruppe kuppelnden     Azokomponente    vereinigt  werden.  



  Als metallabgebende Mittel können solche  verwendet werden, deren Metall zur Komplex  bildung mit     o,o'-Dioxyazofarbstoffen    geeignet.  sind, das heisst insbesondere Verbindungen  von Metallen mit einer Ordnungszahl von 24  bis 30 (Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt,     Nik-          kel,    Kupfer, Zink). In vielen Fällen erhält  man besonders günstige Resultate bei Ver  wendung eines     Metalles    mit einer Ordnungs  zahl von 27 bis 29 (Kobalt, Nickel, Kupfer)  und insbesondere bei Verwendung von Kup  ferverbindungen.  



  Als     hydroxylgruppenhaltige        aliphatische     Amine können nach vorliegendem Verfahren  insbesondere solche Amine verwendet werden,  deren     Alkylgruppe    nur wenige     C-Atome,    bei  spielsweise nur zwei     C-Atome,    aufweist. Als  Beispiele von technisch leicht zugänglichen  Aminen der genannten Art seien Mono-,     Di-          un.d        Triäthanolamin    genannt.  



  Die Behandlung der als     Ausgangsstoffe     dienenden     Azofarbstoffe    mit metallabgeben  den Mitteln in Gegenwart der genannten  Amine kann zweckmässig in wässerigem Me-           dium    bei erhöhter Temperatur vorgenommen  werden. Dabei     kann    die Reaktionslösung z. B.  so angesetzt werden, dass man der Lösung des       Azofarbstoffes    eine komplexe Lösung des be  treffenden     Metalles        hinztüügt,    die erhalten  wurde durch Versetzen einer wässerigen Me  tallsalzlösung (z.

   B.     Kupfersulfatlösung)    mit  der erforderlichen (siehe     unten)    Menge eines       Äthanolamins.    In vielen Fällen ist es     jedoeb     zweckmässig, aus den Verbindungen, z. B. den  Salzen der verwendeten Metalle, vorerst mit  Ammoniak eine in alkalischem Medium lös  liche     Amminkomplexverbindung    herzustellen  (da die     Hydroxyde    dieser Metalle in alkali  schem Medium sonst unlöslich sind)     und    diese  mit der Lösung, welche den Farbstoff und  das     Äthanolamin    enthält, zu vereinigen.  



  Die Reaktion     wird    zweckmässig bei erhöh  ter Temperatur, z. B. bei 80 bis     90 ,    oder un  ter     Rückflusskühlung    vorgenommen, oder auch       -unter    Druck bei 1000 überschreitenden Tem  peraturen durchgeführt. Die Reaktion ist als  beendet anzusehen, wenn die Aufspaltung der       Alkoxygruppen    erfolgt ist, was daran ersicht  lich ist, dass sich der Farbton der Reaktions  lösung bei weiterer     Behandlung    bei der für  die Reaktion erforderlichen Temperatur nicht  mehr ändert.  



  Zur     Durchführung    des vorliegenden Ver  fahrens benötigt man im allgemeinen minde  stens die für die Überführung des Metallsal  zes in den     Metallamminkomplex    erforderliche  Menge an     Äthanolamin.    In manchen Fällen  kann eine     Steigerung    der     Äthanolaminmenge     noch eine Verbesserung des Resultates herbei  führen, wobei auch ein grösserer Überschuss  keineswegs schädlich ist.  



  Der Reaktionsverlauf und die     günstige          Wirkung    des vorliegenden Verfahrens ist vor  läufig noch nicht restlos abgeklärt. Es scheint  aber, dass die beim Zusammenbringen von  Ausgangsfarbstoff und     Metallisierungsmittel     primär entstehende     Metallverbindung    des         o-Alli:oxy-o-oxyazofarbstoffes    in Gegenwart  von     Äthanolamin    überraschenderweise eine  bessere Löslichkeit zeigt, als die nach bekann  ten Verfahren erhaltene, wobei dahingestellt  sein kann, ob die     Äthanolamine    an der pri  mär entstehenden Metallverbindung teilneh  men oder in anderer Weise als Lösungsver  mittler dienen.

   Sicher ist aber, dass die ver  wendeten     Äthanolamine    im Endprodukt, das  heisst -in der entstehenden     Metallverbindung     des     o,o'-Dioxyazofarbstoffes,    nicht mehr vor  handen sind.  



  Das neue Verfahren erlaubt die Herstel  lung der Metallkomplexe von     o,o'-Dioxy        azo-          farbstoffen    unter Aufspaltung der in den  Ausgangsstoffen enthaltenen     Alkoxygruppen     bei weitgehender Schonung des Farbstoff  moleküls ohne zusätzliche Vorsichtsmass  regeln, während dies in Abwesenheit von       hydroxylgruppenhaltigen        aliphatischen    Ami  nen mit andern     Kupfertetramminsalzen        (Kup-          feroxyd-Ammoniak)    oft nicht gelingt. Man er  hält in vielen Fällen reinere     Produkte    und/  oder eine bessere Ausbeute als nach den be  kannten Verfahren.

    



  Besonders vorteilhaft im Vergleich zu den  bekannten Verfahren ist das neue Verfahren  dann, wenn der     Ausgangsstoff    eine gegen Er  hitzen in alkalischem Medium empfindliche  Gruppierung, wie z. B. eine zu einer     -011-          Gruppe    in     peri-Stellung    befindliche     NIi.-          Gruppe    enthält, wie dies beispielsweise bei       Azofarbstoffen    der Fall ist, welche eine 1  Amino-8-oxynaphthalinsulfonsäure als Kupp  lungskomponente enthalten.

   Unter den Farb  stoffen dieser Art sind wiederum in erster  Linie diejenigen zu erwähnen, welche aus  einem     tetrazotierten    4,4' -     Diamino    - 3,3' -     di-          alkoxydiphenyl    hergestellt sind.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes bil  det ein Verfahren zur Herstellung eines me  tallhaltigen     Azofarbstoffes,    wobei man den       Disazofarbstoff    der Formel  
EMI0002.0058     
      in Gegenwart eines     hydroxylgruppenhaltigen,          aliphatischen    Amins mit kupferabgebenden  Mitteln behandelt, bis die     Methoxygruppen     aufgespalten sind.  



  Der neue Farbstoff löst sich in Wasser  mit blauer Farbe und färbt Baumwolle in rei  nen, blauen, lichtechten Tönen.  



  Der beim vorliegenden Verfahren als Aus  gangsstoff dienende     Disazofarbstoff    der oben  stehenden Formel kann in üblicher, an sich  bekannter Weise hergestellt werden, indem.  man ein     Mol        tetrazotiertes        4,4'-Diamino-3,3'-          dimethoxydiphenyl    in alkalischem Medium  einerseits mit einem     Mol        1-Oxynaphthalin-3,6-          disulfonsäure    und anderseits mit einem     Mol        1-          Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    ver  einigt.  



  <I>Beispiel:</I>  98 Teile des     Natriumsalzes    des Farbstof  fes, welcher durch Kuppeln von einem     Mol            tetrazotiertem        3,3'-Dimethoxy-4,4'-diaminodi-          phenyl    mit einem     Mol        1-Oxynaphthalin-3,6-          disulfonsäure    und hierauf mit einem     Mol    1  Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure er  hältlich ist, werden in 4000 Teilen Wasser  unter Zusatz von 300 Teilen     Triäthanolamin     gelöst.

   Hierauf fügt man eine aus 50 Teilen  kristallisiertem Kupfersulfat, 60 Teilen wäs  serigem Ammoniak     (spez.    Gewicht 0,88) und  150 Teilen Wasser bereitete Lösung hinzu  und erwärmt mehrere Stunden auf 80 bis 900  bis zur Beendigung der Komplexbildung. Aus  der auf 400 abgekühlten Lösung wird der  Farbstoff durch Zugabe von     Natriumchlorid     abgeschieden, filtriert und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines metall haltigen Azofarbstoffes,dadurch gekennzeich net, dass man den Disazofarbstoff der Formel EMI0003.0029 in Gegenwart eines hydroxylgruppenhaltigen, aliphatischen Amins mit kupferabgebenden Mitteln behandelt, bis die Methoxygruppen aufgespalten sind. Der neue Farbstoff löst sich in Wasser mit blauer Farbe und färbt Baumwolle in reinen, blauen, lichtechten Tönen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Behand- lung mit kupferabgebenden Mitteln in Gegen wart eines Äthanolamins vornimmt. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man mindestens die für die Überführung des kupferabgeben den Mittels in den Kupferannninkomplex er forderliche Menge des hydroxy lgruppenhalti- gen, aliphatischen Amins verwendet.
CH261365D 1946-10-17 1946-10-17 Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. CH261365A (de)

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