CH262180A - Verfahren zur Darstellung eines Pentaens. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Pentaens.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines Pentaens.
EMI0001.0002
In <SEP> der <SEP> Hauptpatentschrift <SEP> wurde <SEP> ein <SEP> Ver fahren <SEP> zur <SEP> Darstellung <SEP> eines <SEP> Pentaens <SEP> dar gelegt, <SEP> das <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet.
<SEP> ist, <SEP> dass
<tb> man <SEP> 1-Oxy-3,7-clinietliyl-6-oxy-9-[2',6',6-trinie thyl-ey <SEP> clohexen- <SEP> (1') <SEP> -y1 <SEP> ] <SEP> - <SEP> nonadien- <SEP> (2,7) <SEP> -in- <SEP> (4)
<tb> dureli <SEP> Einwirkung <SEP> von <SEP> 1 <SEP> lIol <SEP> Wasserstoff <SEP> an
<tb> der <SEP> Dreifacbbindung <SEP> partiell <SEP> hydriert, <SEP> das
<tb> gebildete <SEP> 1-Oxy-3,7-diniethyl-6-oxy-9-trinie thylcycloliexenyl-nonatrien- <SEP> (2,4,7) <SEP> an <SEP> der
<tb> endständigen <SEP> Hydroxylgruppe <SEP> verestert, <SEP> eine
<tb> Ally <SEP> lumlagerung <SEP> vornimmt, <SEP> aus <SEP> der <SEP> erhal tenen <SEP> Verbindung <SEP> den <SEP> 8ständigen <SEP> Substituen ten <SEP> zusammen <SEP> mit <SEP> einem <SEP> benachbarten <SEP> Was serstoffatom <SEP> abspaltet <SEP> und <SEP> darauf <SEP> den <SEP> erhal tenen <SEP> Vitamin- <SEP> A-Ester <SEP> verseift.
Es wurde nun gefunden, dass das gleiche Pentaen auch dadurch erhalten werden kann, dass man 1-Ox.#>-3,7-dimethyl-6-oxy-9-[2',6',6'- t.rimethy 1- ey elohexen- (1' )-y1] -nonadien- (2,7) - in-(4) durch Einwirkung von 1 1VIol Wasser stoff an der Dreifachbindung partiell hy driert, darauf das gebildete 1-Oxy-3,
7-dime- thyl - 6-oxy-9-t.rimet.hyicyclohexenyl-nonatrien- (2,4, 7) mit einem eine Allylumlagerung be wirkenden -Mittel behandelt und aus der er haltenen Verbindung den 8ständigen Substi- tuenten zusammen mit einem benachbarten Wasserstoffatom abspaltet.
Diese Synthese verläuft nach folgendem Formelschema
EMI0001.0024
Als Ausgangsverbindung für das vorlie gende Verfahren dient 1-Oxy-3,7-dimethyl-6- oxy-9- [2',6',61-trimethyl-cyclohexen-(1')-yl]- nonadien-(2,7)-in-(4). DieseVerbindungkann dadurch hergestellt werden, dass man 1-Oxy- 3-methyl-penten-(2)-in-(4) vermittels einer Grignard-Reaktion kondensiert mit 4-[2',6',6'- Trimethyl-cyclohexen- (1')
-y1] -2-methyl-buten- (2)-al-(1).
Das 1-Oxy-3,7-dimethyl-6-oxy-9-trimethyl- cyclohexenyl-nonadien-(2,7)-in-(4) wird der partiellen Hydrierung der Dreifachbindung unterworfen. Als Katalysatoren können bei spielsweise Palladium-Calciumcarbonat und Palladium-BariumSLllfat verwendet werden; besonders geeignet ist Palladiumkohle, an die vor Gebrauch Chinolin adsorbiert wurde. Die Wasserstoffzufuhr wird nach Aufnahme der berechneten Menge Wasserstoff unterbrochen.
Das hydrierte Produkt muss nicht isoliert Leid gereinigt werden. Es ist ein viskoses, gelb liches Öl, das keine Ultraviolettstrahlen von grösserer Wellenlänge als 260 mu absorbiert und sich in Arsentrichlorid oder Trichlor- essigsäure-Chloroformlösung mit blauer Farbe löst.
Die durch partielle Hydrierung gewon nene Verbindung II wird mit einem eine Al- lylumlagerung bewirkenden Mittel behandelt, das gegebenenfalls gleichzeitig eine Substi tuierung der Hydroxylgruppe bewirkt, wobei die Hydroxylgruppe bzw.
der Substituent von der 6-Stellung in die 8-Stellung und die be nachbarte Doppelbindung in die 6-Stellung wandert. Zur Einführung einer neuen Dop pelbindung in die so gewonnene Verbindung III wird Wasser bzw. z. B. eine Säure abge spalten, wofür die üblichen Methoden an gewandt werden können, insofern das ge suchte Pentaen (Vitamin A) unter den be treffenden Bedingungen beständig ist.
Eine vorteilhafte Methode, welche die Al lylumlagerung und die Wasserabspaltung in einer einzigen Reaktionsstufe erzielt, besteht im Erhitzen mit einer geringen Menge Jod in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels vom Siedepunkt 80 bis 1500 C,
wie Toluol oder Pe- troläther. An Stelle von Jod kann die Allyl- umlagertlng und Dehydratisierung auch mit einer geringen Menge einer Verbindung durch geführt werden, die leicht Jod abspaltet, wie beispielsweise mit Jodwasserstoff, Phosphor- dijodid oder Halogenjodiden. Das Erzeugnis entspricht der Formel IV.
Nach dem vorstehend erläuterten Verfah ren erhält man Vitamin A, welches die gleiche biologische Wirksamkeit besitzt wie das aus natürlichen Materialien gewonnene Vita min A. Das Verfahrensprodukt ist gekenn zeichnet durch das im Ultraviolettspektruin bei 328 mu auftretende Absorptionsmaximum Lind durch die für Vitamin A charakteristi schen Farbreaktionen mit Antimontrichlorid, Arsentrichlorid, chlorwasserstoffhaltigem Alu- miniLunsilikatund Trichloressigsäure.
Das Erzeugnis kann nach den gleichen Methoden gereinigt werden wie aus natür lichen Materialien gewonnene Hochkonzen trate von Vitamin A (Trennen zwischen Lö sungsmitteln, chromatographische Adsorption, schonende Destillation usw). Die Produkte sind, genau wie natürliches Vitamin A, vor dem zerstörenden Einfluss von Licht, Luft und Hitze zu schützen. Es empfiehlt sich die Zugabe von Antioxydantien, welche auch während des gesamten Ablaufes der Synthese anwesend sein können; als Antioxydantien eignen sich besonders Tocopherole.
Das so gewonnene Vitamin A soll als Arz neimittel verwendet werden. <I>Beispiel:</I> 10 Gewichtsteile 1-Oxy-3,7-dimethyl-6-oxy- 9 - [2',6',6'- trimethyl-cyclohexen- (1') -y1] -nona- dien-(2,7)-in-(4) werden in 100 RaLunteilen Methylalkohol gelöst und Letter Zusatz von 0,3 Gewichtsteilen 4%igem Palladium-Cal- ciumcarbonatKatalysator mit 0,
2 Gewichts teilen Pyridin in einer Wasserstoffatmo sphäre hydriert. Nach Aufnahme von 1 Mol Wasserstoff wird die Hydrierung unterbro chen, worauf das Reaktionsgemisch vom Ka talysator abfiltriert wird. Beim Eindampfen des Lösungsmittels erhält man in quantita tiver Ausbeute 1-Oxy-3,7-dimethyl-6-oxy-9- [2',6',6'-trimethyl-cyelohexen- (1') -yl]-nona- trien-(2,4,7). Hellgelbes, sehr zähes Ö1 vom n10 = 1,524.
Die Verbindung enthält zwei aktive Wasserstoffatome und zeigt im U ltra- violett-Absorptionsspektrum keine Absorption über 260 niu.
1 Gewichtsteil 1-Oxy-3,7-dimethy l-6-oxv-9- trimethyleyclohexenyl-nonatrien-(2,4,7) wird in 20 Raumteilen Petroläther vom Siedepunkt 80 bis 1200 C gelöst und unter Einleiten von Stickstoff und starkem Rühren bei Siedehitze mit 0,1 Gewichtsteil 50%iger wässeriger Jod- wasserstoffsäure versetzt.
Man erhitzt noch 1/1 Stunde unter Rückfluss, kühlt ab, wäscht mit Natriumbicarbonatlösung und Wasser und trocknet die Petrolätherlösung mit Na triumsulfat. Nach dem Abdestillieren des Lö sungsmittels erhält man ein orangegelbes Öl mit einem Gehalt von etwa<B>10%</B> Vitamin A.
Die Reinigung des so gewonnenen Rohpro duktes gelingt beispielsweise im Durchlauf- chromatogramm durch Säulen mit wenig ak tiviertem Alüminiumoxvd mittels Petroläther vom Siedepunkt 60 bist/ 80 C. Das Elffiat der gelbgrünlich fluoreszierenden Hauptzone lie fert ein gelbes Vitamin-A-Präparat, dessen Ultraviolett-Absorptionsspektrum ein ausge prägtes Maximum bei 325 m,u besitzt.
Das partiell hydrierte Kondensationspro dukt kann zur Erzielung der Allylumlage- rung und Dehydratisierung statt mit Jodwas- serstoff auch mit einer geringen Menge Jod erhitzt werden. Dabei ist die Gegenwart eines inerten Lösungsmittels vorteilhaft, aber nicht unerlässlich.
Claims (1)
1'ATi;NTANSPIt11C13: Verfahren zur Darstellung eines Pentaens, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Oxy- 13,7 - dimethyl - 6-oxy-9- [ 2',6',6'-tr imethyl-cyclo- hexen-(1')-yl]-nonadien-(2,7)-in-(4) durch ka talytische Teilhydrierung an der Dreifachbin- dung mit.
1 141o1 Wasserstoff hydriert, das er haltene 1-Oxy-3,7-dimethyl-6-oxy-9-trimethyl- cy clohexenyl-nonatrien- (2,4,7) mit einem eine Allylumlagerung bewirkenden Mittel behan delt und die gebildete Verbindung unter Ab spaltung des in 8-Stellung gewanderten Siub- stituenten zusammen mit einem benachbarten Wasserstoffatom in das 1-Ozy-3,7-dimethyl-9- [ 2', 6',
6'- trimethy l - cyclohexen - (1') - y1 ] - nona- tetraen-(2,4,6,8) überführt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Allyl- umlagerung und die Dehydratisierung mit einer geringen Menge Jod bewirkt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die partielle Hydrierung in Gegenwart eines Palladium- katalysators durchführt. 3.
Verfahren nach Patentansprzch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator bei der Teilhydrie rung Palladiumkohle, an die vor Gebrauch Chinolin adsorbiert wurde, verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Umsetzungs gemisch Antioxy dantien zugesetzt werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262180T | 1945-10-18 | ||
| CH256699T | 1948-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH262180A true CH262180A (de) | 1949-06-15 |
Family
ID=25730005
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH262180D CH262180A (de) | 1945-10-18 | 1945-10-18 | Verfahren zur Darstellung eines Pentaens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH262180A (de) |
-
1945
- 1945-10-18 CH CH262180D patent/CH262180A/de unknown
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