CH267958A - Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes.

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CH267958A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/02Sulfur dyes from nitro compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Schwefelfarbstoffes.       Es ist bereits bekannt, dass durch Schwe  feln von 1,8- und     1,5-Dinitronaphthalin    bzw.  von Mischungen beider Stoffe verschiedene  Schwefelfarbstoffe hergestellt werden können.  So kann beispielsweise aus     1,5-Dinitronaph-          thalin    ohne     besondere    Nachbehandlung durch  Schwefeln in Gegenwart von Zinksalzen ein       violettrot    färbender Farbstoff erhalten wer  den (siehe D. R. P.     Nr.125667).     



  Es wurde nun gefunden, dass ein über  raschend wertvoller Schwefelfarbstoff durch  Behandeln von praktisch reinem     1,5-Dinitro-          naphthalin    mit     Alkalipolysulfidlösungen    in  Gegenwart von Kupfersalzen bei Endtempe  raturen über 200'. derart, dass die erhaltenen       Schwefelungsprodukte    frei von Eisen sind,  hergestellt werden kann, wenn man die       Schwefelungsprodukte    einer Hitzebehandlung  mit     Ätzlaugen    von mindestens 5 Stunden  unterwirft.  



  Der neue Farbstoff ist ein dunkles Pulver,  das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit  braunroter Farbe löst und Baumwolle aus  der     Schwefelnatriumküpe    in echten rotbrau  nen Tönen färbt.  



  Das zur     Durchführung    des vorliegenden  Verfahrens als     Ausgangsstoff    benötigte     1,5-          Dinitronaphthalin    soll praktisch rein sein. Als  technische Verunreinigung     dieses    Stoffes  kommt     insbesondere        1,8-Dinitronaphthalin    in  Frage, und es ist zweckmässig, ein solches     1,5-          Dinitronaphthalin    zu verwenden, das keine  nennenswerten Mengen, beispielsweise     höch-          stens        5%        an        1,

  8-Dinitronaphthalin        enthält.       Die     Schwefelung    kann in üblicher Weise z. B.  mittels einer gelösten, Schwefel enthaltenden       Natriumsulfidlösung    durchgeführt werden,  wobei jedoch darauf zu     achten    ist, dass weder  absichtlich noch unabsichtlich, z. B. durch  Reaktion mit der Gefässwand, Eisen bzw.  Eisenverbindungen in die     Schwefelungsmasse     gelangen. Die     Schwefelung    soll zweckmässig  bei mittleren Temperaturen, z. B. zwischen  100 und     200     begonnen werden.

   Bei der       Schwefelung    russ eine Endtemperatur über       200     erreicht werden, was zweckmässig durch  einen     Backvorgang    bei über 200', z. B. bis zu  <B>3000,</B> erreicht wird.  



  Zur Behandlung solcher     Schwefelungs-          produkte    mit     Ätzlaugen    können beispiels  weise     Ätzalkalilösungen,    insbesondere solche       von        hoher        Konzentration,        z.        B.        etwa        40        %ige          Natriumhydroxydlösungen,    verwendet werden.  Die Verwendung von     Kaliumhydroxyd    ist  möglich, bietet aber keine Vorteile.

   Die Hitze  behandlung kann bei Temperaturen um oder  zweckmässig über 100', beispielsweise beim  Siedepunkt der betreffenden Laugen, durchge  führt werden.  



  Die verfahrensgemässe Hitzebehandlung  soll mindestens 5     Stauiden    dauern. Es ist je  doch     zweckmässig,    die Behandlung auf eine  längere Zeit z. B. bis etwa 24 Stunden auszu  dehnen. Eine zu kurze Behandlungsdauer  birgt die Gefahr in sich, dass die gewünschte  Umsetzung nur unvollständig erfolgt und  dann durch Behandlung mit     Natriumsulfid         (beim Färben) wieder rückgängig gemacht  werden kann.  



  Die Hitzebehandlung kann mit dem aus  dem     Schwefelungsansatz    isolierten     Schwefe=          lungsprodukt    durchgeführt werden. Es ist  aber auch möglich, den     Schwefelungsansatz     ohne     Isolierung    eines Zwischenproduktes der  erwähnten Hitzebehandlung mit     Ätzlaugen          zu        unterwerfen.     



  <I>Beispiel 1:</I>  In 400 Teile einer     Natriuint:etrasulfid-          lösung,        hergestellt    aus 100 Teilen Schwefel  und einer 80 Teile     Na.S    enthaltenden wässe  rigen     Natriumsulfidschmelze,    trägt man bei  1200 vorerst 16 Teile     krist.    Kupfersulfat ge  löst in wenig Wasser     und    hierauf 46 Teile       1,5-Dinitronaphthalin    so rasch ein, als es die  mässig heftige Reaktion erlaubt. Man rührt.  bei einer     ölbadtemperatur    von 170 bis 1800,  bis die Schmelze dick wird, was nach etwa  1/2 Stunde der Fall ist.

   Die Schmelze wird hier  auf auf Blechen auf 290 bis 3100 5 Stunden  im Backschrank gebacken. Eine Probe der so  erhaltenen Schmelze löst sich in Wasser mit  braunvioletter bis     violettroter    Farbe und       färbt,    Baumwolle aus     Natriumsulfid    enthalten  dem Bade blaugrün. Die Schmelze wird nun  in Wasser gelöst,     gewünschtenfalls    filtriert  und mit Schwefelsäure gefällt. Die ausge  fällte     Verbindung    wird filtriert, und als Paste  in 400 Teilen 30     o/oiger    Natronlauge einge  tragen und hierauf 30 Stunden rückfliessend  gekocht.  



  Hierauf wird der Ansatz mit Wasser ver  dünnt und der erhaltene Farbstoff mit Salz  säure oder Schwefelsäure ausgefällt,     abfil-          triert.und    getrocknet.    <I>Beispiel 2:</I>  In 400 Teile der in Beispiel 1 verwende  ten     Polysulfidlösung    trägt man bei 110 bis       1.200    16 Teile Kupfersulfat     krist.    gelöst in  wenig Wasser ein und hierauf 44 Teile tech  nisch reines     1,5,Dinitronaphthalin    so rasch,  als es die mässig heftige Reaktion gestattet..  Man rührt bei einer     Ölbadtemperatur    von  170 bis<B>1800,</B> bis die Schmelze dick wird, was  nach ungefähr einer halben Stunde der Fall  ist.

   Die Schmelze wird hierauf auf Blechen  im Backschrank bei einer Temperatur von  290 bis 3100 während 5 bis 8 Stunden ge  backen. Die Schmelze wird gemahlen und mit  400 Teilen einer 30     o/oigen    Natronlauge einer  etwa 20 bis 30stündigen Behandlung bei  Kochtemperatur unter     Rüekflusskühlung    un  terworfen. Hierauf wird der Ansatz ver  dünnt, dekantiert, der Farbstoff mit     Salz-          oder    Schwefelsäure ausgefällt,     abfiltriert    und  getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Schwefel farbstoffes durch Behandeln von praktisch reinem 1,5-Dinitronaphthalin mit Alkalipolt-- sulfidlösungen in Gegenwart von Kupfersal zen bei Endtemperaturen über 2000, derart, dass die erhaltenen Schwefelungsprodukte frei von Eisen sind, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwefelungsprodukte einer Hitze behandlung mit Ätzlaugen von mindestens 5 Stunden unterwirft.
    Der neue Farbstoff ist ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Baumwolle aus der Schwefelnatriumküpe in echten rotbrau nen Tönen färbt.
CH267958D 1948-01-15 1948-01-15 Verfahren zur Herstellung eines Schwefelfarbstoffes. CH267958A (de)

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