CH269793A - Verfahren zur Darstellung des 4,5-3,11-Diketo-17(B),20,21-trioxy-pregnens. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung des 4,5-3,11-Diketo-17(B),20,21-trioxy-pregnens.

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CH269793A
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    • C07J5/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


  Verfahren     zur    Darstellung des     d4#5-3,11-Diketo-17(@),20,21-trioxy-pregnenso       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Darstellung des bekannten     14.5-3,11-Diketo-          17        (ss),20,21-trioxy-pregnens.    Diese     Verbindung     ist ein     Bestandteil    der     Nebennierenrinde    und  soll als Zwischenprodukt zur Synthese des  ebenfalls in der     Nebennierenrinde    vorkom  menden, unter der Bezeichnung      Kendall's     Verbindung E      bekannten    Hormons     A4,5-          3,11,

  20-Triketo-17(ss)-21-dioxy-pregnen    ver  wendet werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man auf ein 3,11.  Diketo -17     (ss)    -     oh-y-    20,21-     diacylo_Yy    -     pregnan,     vorteilhaft in einem     inerten    Lösungsmittel,  eine wenigstens     annähernd    äquivalente Menge  eines Halogens, z. B.

   Brom, einwirken lässt,  das dabei erhaltene     3,11-Diketo-4-halagen-          17(ss)-oxy-20,21-diacyloxy-pregnan    mit einem  Mittel zur Abspaltung von Halogenwasser  stoff, zweckmässig mit einem tertiären Amin,  behandelt, wobei sich ein     44.5-3,11-Diketo-          17(ss)-oxy-20,21-diacyloxy-pregnen    bildet, und  diese letztere Verbindung zum     ,14.s-3,1.1-Di-          keto-17(ss)-20,21-trioxy-pregnen    verseift.  



  In der nachfolgenden Beschreibung wer  den die     stereoehemisehen    Verhältnisse der       Substituenten    wie folgt zum Ausdruck ge  bracht:    Mit     ss    wird diejenige Konfiguration eines  am     Kohlenstoffatoni    17 befindlichen     Substi-          tuenten    bezeichnet, dessen stereochemische    Konfiguration mit derjenigen im natürlichen  Nebennierenhormon identisch ist. In den       Strukturformeln    ist diese     Konfiguration    da  durch     zum    Ausdruck gebracht., dass der 17     (ss)        -          Substituent    (z.

   B.<B>011)</B> auf die rechte Seite,  der andere     Substituent    oberhalb des C 17  Kohlenstoffatoms gesetzt wird, also beispiels  weise  
EMI0001.0039     
    <I>Beispiel:</I>    Einer Lösung von 126 mg     3,1.1.-Diketo-          17(ss)-oxy-20,21-diacetoxy-pregnan        (XXIV)    in  0,5     em3    Eisessig wird eine     Lösung    von 42,3 mg  Brom in 0,5     em3    Eisessig zugefügt. Nach  wenigen Minuten tritt     Entfärbung    ein.

   Das  Reaktionsgemisch wird mit Äther versetzt, die  ätherische Lösung mit verdünnter     Natrium-          bicarbonatlösung    und mit Wasser gewaschen,  im Vakuum eingeengt und aus wenig Äther  umkristallisiert. Das so in einer Ausbeute von  etwa     901/o    erhaltene     4-Brom-3,1.1-diketo-17        (ss)        -          oxy    - 20,21. -     diacetoxy    -     pregnan        (XXV)    zeigt  einen     Schmelzpunkt    von 188-189  C.  



  Eine Lösung von 124 mg der     4-Brom-Ver-          bindung    in 15     em2        Py        ridin    wird während  10 Stunden am     Rückflusskühler    gekocht. Das  erkaltete Reaktionsgemisch wird im Vakuum           eingeengt,    mit Wasser     verdünnt    und mit  Chloroform extrahiert. Die     Chloroformschicht          wird    mit     verdünnter    Salzsäure, dann mit  Wasser gewaschen und im Vakuum zur  Trockne eingedampft.

   Der Rückstand wird       in    einer     geringen    Menge Benzol gelöst und  in     eine        Kolonne        .eingebracht,    welche 3 g neu  trale, vorher bei 150  C     aktivierte    Tonerde  enthält.

   Das     Bluieren    der     gewünschten    Ver  bindung aus dieser     Kolonne    erfolgt der Reihe  nach     mittels    je 15     em3    absolutem Äther, meh  reren     Äther-Chloroform-Mischungen    mit zu  nehmendem     Chloroformgehalt,    reinem Chloro  form, dann     Chloroform-Aceton-Mischungen     und     schliesslich    Methanol. Das     20,21-Diacetat     ist. in den Fraktionen von Chloroform-Äther       -1    :1 bis     Chloroform-Aceton    1 :1 enthalten.

    Das so erhaltene     d4.5-3,11-Diketo-17(ss)-oxy-          20,21-diacetoxy-pregnen        (XXVI)    zeigt nach       Umkristallisation    aus. Methanol einen Schmelz  punkt von     252-253o    C und eine spezifische  Drehung     (aD)    =     +   <B>1791,</B> gemessen an einer       Lösung    in Aceton. Ausbeute 40      /o.     



  Einer Lösung von 360 mg des     d4.5-3,11-          Diketo-17(ss)-oxy-20,21-diacetoxy-pregnens    in  20     cm3    Methanol wird     eine    solche von 150 mg       Kaliumkarbonat        und    250 mg     Kaliumbikarbo-          nat    in 5     cm3    Wasser zugefügt. Die Mischung  wird über Nacht bei Zimmertemperatur  stehengelassen, dann im Vakuum eingeengt       und    mit Chloroform extrahiert.

   Die     Chloro-          formlösung    wird mit Wasser gewaschen, im  Vakuum     eingeengt    und der Rückstand aus       Aceton        umkristallisiert.        Das        so        in        etwa        95        %     Ausbeute erhaltene     d4,5-3,11-Diketo-17(ss)-          20,21-trioxypregnen        (XXVII)        zergt    einen  Schmelzpunkt von 208,5-209,5  und eine spe  zifische Drehung     (aD)    = + 140 ,

   gemessen  an einer Lösung in Aceton.  



  An Stelle des     3,11-Diketo-17-oxy-20,21-          diacetoxy-pregnans    können auch andere     Acyl-          verbindungen,    z. B. die von der     Propion-,     Butter-,     Valerian-,        Capron-,        Caprin-,        Benzoe-,          Toluyl-    oder     Phenylessigsäure    abgeleiteten,  verwendet werden.

   Die     Acylgruppen    enthal  ten jedoch zweckmässig weniger als 7 Kohlen  stoffatome.Wichtig ist, dass bei der     Bromie-          rung    ein Überschuss an Brom vermieden wird,    da ein solcher die Bildung des unerwünschten       Dibromides    begünstigt.  



  Soweit im Beispiel bezüglich der Tempe  ratur nichts Besonderes angegeben ist., wer  den die betreffenden     Umsetzungen    bei Zim  mertemperatur     durchgeführt.    Die Temperatu  ren sind jedoch nicht kritisch, und die Reak  tionen können bei höheren oder niedrigeren  Temperaturen ausgeführt werden. Extrem  hohe Temperaturen sollten jedoch wegen der  Gefahr der Zersetzung der zu gewinnenden  Stoffe vermieden werden.  



  Der Ausgangsstoff, das 3,11     Diketo-17(ss)-          oxy-20,21-diacyloxy-pregnan,    kann z. B. wie  folgt hergestellt werden:       3-Oxy-11-keto-bisnorcholansäüre    (I) wird  zur     3-Acyloxy-11-keto-bisnorcholansäure        (II)          acyliert    und diese mittels eines     Halogenie-          rungsmittels        in    ein     3-Acyloxy-11-keto-bisnor-          eholansäure-halogenid        (III)    übergeführt,

   wel  ches bei der Behandlung mit einem     Alkali-          oder    Er     dalkaliazid    das     Azid    der 3     Acyloxy-          11-keto-bisnorcholansäiire    (IV) liefert. Durch  Zersetzung dieses     Azides    mit verdünnter     wäss-          riger    Säure erhält man das     3-Acyloxy-11-keto-          20-ämino-pregnan    (V).  



  Behandlung dieser Verbindung (V) mit  salpetriger Säure ergibt in der Hauptsache  ein Gemisch von     dl7>20-3-Aeyloxy-.11-keto-          pregnen        (VI)    und     d2o,2i-3-Acyloxy-11-keto-          pregnen        (VII)    neben einer kleineren Menge       3-Acyloxy-11-heto-20-oxy        pregnan        (VIII).    Die  Menge der gewünschten, in der Mischung vor  handenen Verbindung     (VI)

      kann durch Be  handlung des Gemisches mit einem aroma  tischen     Sulfonsäurehalogenid        und    Abspaltung  des aromatischen     Sulfonsäurerestes    mittels       einer    Base vergrössert. werden. Auf das Ge  misch der Verbindungen     (VI)    und     (VII)     oder     (VI),        (VII)    und     (VIII)    lässt man dann  Ozon einwirken.

   Durch     Zersetzung    der ent  standenen     Ozonide    wird     3-Acyloxy-11,17-          diketo-äthiocholan    (IX) und     3-Acylocy-11-          keto-17-formyl-äthiocholan    (X) erhalten. Die  Verbindung (X) wird zur     3-Aeyloxy-ll-keto-          äthiocholansäure    (XI) oxydiert, welche durch  Extraktion     mittels    Alkali von der Verbindung  (IX) getrennt wird.

      
EMI0003.0001     
  
    Die <SEP> Verbindung <SEP> (IX) <SEP> wird <SEP> zum <SEP> 3-Oxy  11,17-diketo-äthiocholan <SEP> (XII) <SEP> verseift, <SEP> das,
<tb>  mit <SEP> Azetylen <SEP> behandelt, <SEP> 3,17-Dioxy-1.1-keto  pregnin-(20) <SEP> (XIII) <SEP> liefert. <SEP> Diese <SEP> Verbin  dung <SEP> wird <SEP> katalytisch <SEP> zum <SEP> 420,21-3,17-Dioxy  11-keto-pregnen <SEP> (XIV) <SEP> hydriert, <SEP> letzteres
<tb>  zum <SEP> 420.21-,3-Acyloxy-17-oxy-1.1-keto-pregnen
<tb>  (XV) <SEP> acyliert <SEP> und <SEP> das <SEP> Acylderivat <SEP> durch
<tb>  Halogenierung <SEP> in <SEP> das <SEP> 417,2 -3-Acyloxy-11-keto  21-halogen-pregnen <SEP> (XVI) <SEP> übergeführt.

   <SEP> Bei
<tb>  der <SEP> Behandlung <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Alkali- <SEP> oder <SEP> Erd  alkalisalz <SEP> einer <SEP> organischen <SEP> Säure <SEP> liefert <SEP> diese
<tb>  Verbindung <SEP> 417#20-3,21-Diacyloxy-11-keto  pregnen <SEP> (XVII), <SEP> welches <SEP> bei <SEP> der <SEP> Hydrolyse
<tb>  d17.-10-3,21-Dioxy-1.1-keto-pregnen <SEP> (XVIII) <SEP> er  gibt.

   <SEP> Diese <SEP> letztere <SEP> Verbindung <SEP> wird <SEP> mittels
<tb>  Bernsteinsäure <SEP> oder <SEP> ihres <SEP> Anhydrides <SEP> partiell
<tb>  verestert <SEP> und <SEP> das <SEP> dabei <SEP> erhaltene <SEP> 27-Hemi  succinat <SEP> (XIX) <SEP> oxydiert, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> in <SEP> 3-Stel  lung <SEP> befindliche, <SEP> nicht <SEP> veresterte <SEP> Hydroxyl  nruppe <SEP> in <SEP> die <SEP> Ketogruppe <SEP> verwandelt <SEP> wird,
<tb>  so <SEP> dass <SEP> das <SEP> Hemisuccinat <SEP> des <SEP> d17.2o-3,11-Diketo-     
EMI0003.0002     
  
    21-oxy-pregnens <SEP> (XX) <SEP> bildet. <SEP> Dieses <SEP> wird
<tb>  verseift <SEP> und <SEP> das <SEP> gebildete <SEP> A17.20-3,11-Diketo  21-oxy-pregnen <SEP> (XXI) <SEP> zum <SEP> 417,'0-3,11-Diketo  21-acetoxy-pregnen <SEP> (XXII) <SEP> acetyliert.

   <SEP> Hy  droxjierung <SEP> der <SEP> Doppelbindung <SEP> der <SEP> letzteren
<tb>  Verbindung <SEP> liefert <SEP> das <SEP> 3,11-Diketo-17(,B)  20,21-trioxy-pregnan <SEP> (XXIII), <SEP> das <SEP> schliess  lich <SEP> zum <SEP> 3,11-Diket.o-17(ss)-oxy-20,21-diacz>I  oxy-pregnan <SEP> (XXIV) <SEP> acyliert <SEP> wird.

         Das     417,2o    - 3,11-     Diketo    - 21-     oxy    -     pregnen          (XXI)    und sein     Hemisuccinat        (XX)    lassen  sich auch direkt.     hydrolysieren;    es ist jedoch  vorteilhafter, die     Hy        droxylierung    mit der       Acetylverbindung        (XXII)    durchzuführen, da  diese in organischen Lösungsmitteln bedeutend  leichter löslich ist. als die erstgenannten bei  den Verbindungen.

      Die gesamte Synthese des     J4.5_3,11-Diketo-          17(ss)-20,21-trioxy-pregnens    kann in     diesem     Falle durch folgendes Formelschema ver  anschaulicht. werden:    
EMI0004.0001     
    
EMI0005.0001     
    
EMI0006.0001     
    
EMI0007.0001     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des 44,5_3,11- Diketo-17(ss),20,21-trioxy-pregnens, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein 3,11-Diketo- 17 (ss) -oxy-20,21-diacy loxy-pregnan eine wenig stens annähernd äquivalente Menge eines Halogens einwirken lässt, das dabei erhaltene 3,11-Diketo--l-halogen 17(ss.)-oxy-20,21-diaeyl- oxy-pregnan mit einem Mittel zur Abspaltung von Halogenwasserstoff behandelt, wobei sich ein 44.5_3,
    11-Diketo-17 (ss) -oxy-20,21-diacyloxy- pregnen bildet, und dieses zum 44.5-3,11 Di- heto-17(ss),20,21-trioxy-pregnen verseift. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man als Halogen Brom verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Haloge- nierung in einem inerten Lösungsmittel vor nimmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Halogenierung in Eisessig vor nimmt.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff 3,11-Diketo-17(ss)-oxy-20,21-diacetoxy- pregnan verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur Abspaltung von Halogenwasserstoff ein ter tiäres Amin verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur Abspaltung von Halogenwasserstoff Pyridin verwendet.
CH269793D 1945-07-14 1947-06-30 Verfahren zur Darstellung des 4,5-3,11-Diketo-17(B),20,21-trioxy-pregnens. CH269793A (de)

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