CH300945A - Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens.

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CH300945A
CH300945A CH300945DA CH300945A CH 300945 A CH300945 A CH 300945A CH 300945D A CH300945D A CH 300945DA CH 300945 A CH300945 A CH 300945A
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acid
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oxythionaphthene
tetrachloroethane
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/50Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D333/52Benzo[b]thiophenes; Hydrogenated benzo[b]thiophenes
    • C07D333/62Benzo[b]thiophenes; Hydrogenated benzo[b]thiophenes with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D333/64Oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Oxythionaphthens.       Es wurde gefunden, dass ein     Oxy        thionaph-          then    hergestellt werden kann, wenn man     2,5-          Dimethylbenzol-l-thioglykolsäure    in einem  gegen     Chlorsulfonsäure    indifferenten Lösungs  mittel mit chlorierenden Mitteln behandelt  und ohne     Abscheidung    eines     ZwischenprodLik-          tes    den     Ringschluss    zum     Oxythionaphthen     durch Zugabe von     Chlorsulfonsäure    bewerk  stelligt.  



  Das erhaltene     4,7-Dimethyl-5-chlor-3-oxy-          thionaphthen    ist bekannt und     stellt    ein wert  volles     Zwischenprodukt    für die Herstellung  von     indigoiden        Küpenfarbstoffen    dar.  



  Die     Chlorierung    der als Ausgangsstoff  verwendeten     Thioglykolsäure    muss gemäss vor  liegendem Verfahren in einem gegen Chlor  sulfonsäure indifferenten Lösungsmittel durch  geführt werden; als Beispiele seien     Tetrachlor-          äthan,    Chloroform,     Tetrachlorkohlenstoff,     Nitrobenzol,     Trichlorbenzol,        Dichlorbenzol,          Dichloräthan    und Essigsäure genannt.

   Die       Chlorierung    erfolgt zweckmässig in     Gegenwart     von     Chlorüberträgern,    wie     Antimonpentachlo-          rid    oder     Eisen-(III)-chlorid.    Als     chlorierende     Mittel können Chlor oder vorteilhaft     Sulfuryl-          chlorid    verwendet werden. Die     Chlorierung     kann beispielsweise bei Temperaturen zwi  schen 30 und 100  C, z. B. bei etwa 60  C,       durchgeführt    werden.  



  Nach beendeter     Chlorierung    wird das Re  aktionsgemisch für das vorliegende Verfah  ren ohne     Abscheidung    eines Zwischenproduk  tes weiterverwendet. Zweckmässig wird vor    der Zugabe von     Chlorsulfonsäure    mehr oder  weniger abgekühlt, z. B. auf unter 0  C, falls  man das     Oxythionaphthen    isolieren will. Falls  das durch     Ringschluss    in     Chloi@sulfomäure     hergestellte     0xythionaphthen    durch Oxyda  tion in den     symmetrischen    Farbstoff überge  führt werden soll, können auch Temperaturen  über 0  C Anwendung finden.  



  Eine besondere Ausführungsform     des     Verfahrens besteht darin, dass die als Aus  gangsstoff verwendete     Thioglykolsäure,    die ja  bekanntlich durch     Kondensation:    der entspre  chenden     Thiophenole    mit     I3alogenessigsäure,     insbesondere Chloressigsäure in wässerigem  Medium gewonnen werden kann, direkt in,       wässerig-feuchtem    Zustand, z. B. als feuchter  Filterkuchen oder Paste, verwendet wird. In  diesem Falle wird     vorgängig    der     Chlorierung     die wasserhaltige     Thioglykolsäure    in dem ge  nannten Lösungsmittel verteilt bzw. gelöst.

    In der Regel scheidet sich hierbei bereits so  viel Wasser ab, dass durch mechanische; Mit  tel, wie Dekantieren, die Hauptmenge ent  fernt werden kann. Dies bedingt eine Verein  fachung und Verkürzung der zur vollständi  gen Entfernung des     Wassers    notwendigen De  stillation, die zweckmässig bei erniedrigtem  Druck, z. B. bei     113    bis     111o    Atmosphären,  durchgeführt wird. Hierbei wird die Lösung  durch Erwärmen von den letzten     Wasserresten     befreit.     Gewünschtenfalls    kann das gegebenen  falls in     erheblicher    Menge     abdestillierte    Lö  sungsmittel vor der     Chlorierungsoperation    er  setzt werden.

        <I>Beispiel 1:</I>  196 Teile     2,5-Dimethylbenzol-l-thioglykol-          säure    werden in 1000 Teilen     Tetrachloräthan     gelöst. Zu dieser Lösung trägt man 1 Teil       Antimonpentachlorid    und 142     Te@1e        Sulfuryl-          chlorid        ein.    Anschliessend erwärmt man die  Lösung und     hält    sie 1 Stunde bei 60 , wobei  sich ein lebhafter Strom von Salzsäure und       Schwefeldioxydgas    entwickelt und die 2,5  Dimethylbenzol-l-thioglykolsäure zu     2,

  5-Di-          methyl-4-chlorbenzol-l-thioglykolsäure    chlo  riert wird. '  Die so erhaltene Lösung     kühlt    man auf  etwa -5  ab und lässt bei dieser Temperatur  1000 Teile     Chlorsulfonsäure    langsam zuflie  ssen, ohne dass die Reaktionstemperatur 0   überschreitet. Nach einigen Stunden wird die  Reaktionsmasse auf viel Eis und Wasser aus  getragen. Durch     Wasserdampfdestillation    ent  fernt man das     Tetrachloräthan    und filtriert  das erhaltene     4,7-Dimethyl-5-chlor-3-oxythio-          naphthen    ab und wäscht es mit Wasser säure  frei.  



  An Stelle von     Tetrachloräthan    kann. mit  gleichem Erfolg auch Chloroform,     Tetrachlor-          kohlenstoff,    Nitrobenzol,     Dichlorbenzol,        Tri-          chlarbenzol    oder     Dichloräthan    verwendet wer  den.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein wässerig-feuchtes Filtergut mit einem  Gehalt von 196 Teilen     2,5-Dimethylbenzol-l-          thioglykolsäure    wird in 1000 Teilen     Tetra-          chloräthan    gelöst, wobei sich die Hauptmenge  des Wassers von der     Tetrachloräthanlösung     abscheidet.

   Nach erfolgter roher Abtrennung       dieser    Wasserschicht     destilliert    man bei etwa  100 mm Quecksilberdruck den Rest des Was  sers mit etwas     Tetrachloräthan    im Verhältnis  von etwa<B>3:</B> 1 bei etwa 45 bis 50  unter Rüh  ren ab und ergänzt am     Schlusse    die     Lösungs-          mittelmenge    wieder auf 1000 Teile. Hierauf    trägt man 1 Teil     Antimonpentachlorid    und  1.42     Teile        Sulfurylchlorid    ein und hält die  Lösung 1 Stunde bei 60 .

   Dabei entwickelt  sich ein lebhafter Strom von Salzsäure und       Schwefeldioxydgas    und die     2,5-Dimethyl-ben-          zol-l-thioglykolsäure    wird zu     2,5-Dimethyl-4-          chlorbenzol=l-thioglykolsäure    chloriert.  



  Die so     erhaltene    Lösung kühlt man auf  etwa -5  ab und lässt bei dieser Temperatur  1000 Teile     Chlorsulfonsäure    langsam zuflie  ssen, ohne dass die Reaktionstemperatur 0   überschreitet. Nach einigen Stunden wird die       Reaktionsmasse    auf viel Eis und Wasser aus  getragen. Durch     Wasserdampfdestillation    ent  fernt man das     Tetrachloräthan    und filtriert  das erhaltene     4,7-Dimethyl-5-chlor-3-oxythio-          naphthen    ab und wäscht es mit Wasser säure  frei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Oxythio- naphthens,dadurch gekennzeichnet, dass man 2,5-Dimethylbenzol-l-thioglykolsäure in einem gegen Chlorsulfonsäure indifferenten Lösungs mittel mit chlorierenden Mitteln. behandelt und ohne Abscheidung eines Zwischenproduk tes den Ringschluss zum 0xythionaphthen durch Zugabe von Chlorsulfonsäure bewerk stelligt.
    Das erhaltene 4,7-Dimethyl-5-chlor-3=oxy- thionaphthen ist bekannt und stellt ein wert volles Zwischenprodukt für die Herstellung von indigoiden güpenfarbstoffen dar. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch 'gekennzeichnet, dass man von einem wässerig-feuchten Produkt ausgeht und vor gängig der Chlorierung Wasser durch Destil- lätion .entfernt.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als indifferen tes Lösungsmittel Tetrachloräthan verwendet.
CH300945D 1950-03-24 1950-03-24 Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens. CH300945A (de)

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