CH306199A - Verfahren zur Herstellung eines Oxoacylamins der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Oxoacylamins der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.

Info

Publication number
CH306199A
CH306199A CH306199DA CH306199A CH 306199 A CH306199 A CH 306199A CH 306199D A CH306199D A CH 306199DA CH 306199 A CH306199 A CH 306199A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
oxy
androstane
acetylamino
compounds
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Farbwerke Hoechst Akt Bruening
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH306199A publication Critical patent/CH306199A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J41/00Normal steroids containing one or more nitrogen atoms not belonging to a hetero ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    eines     Oxoacylamins    der     Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.       Die vorliegende Erfindung betrifft neue  Verbindungen der Steroidreihe und das Ver  fahren zur Herstellung derselben.  



  Bei den neuen Verbindungen handelt es  sieh um solche Verbindungen der     Cyclopen-          tanopolyliydrophenanthrenreihe,    die in     3-Stel-          lung    eine     Oxogruppe    und in     17-Stellung    eine       Aeylaminogruppe    tragen.  



  Diese neuen Verbindungen können gewon  nen werden, indem man     3-Oxy-17-acylamino-          verbindungen.    der     CyclopentanopolyhyArophen-          anthrenreihe    in an sich, bekannter Weise mit  Oxydationsmitteln behandelt.  



  Als Ausgangsmaterial kommen beispiels  weise folgende     Verbindungen    in Frage:     3-          Oxy-17-aeylamino-45-androsten,        3-Oxy-17-acyl-          amino-androstan,        3-Oxy-17-acylaminoätioeho-          lan.    Als     Aeylreste    kommen vornehmlich nie  dere     aliphatisehe        Acylreste    wie beispielsweise       Aeetyl,        Propionyl,        Butyryl,        Isobutyryl    und       Valeryl    in Betracht.  



  Als Oxydationsmittel kommen beispiels  weise in     Frage:        Bromaeetamid,    Chromsäure,  ferner Mischungen aus     Metallalkoholaten,    z. B.       Aluininiutnisopropylat,    und einem     Keton    in  indifferenten Lösungsmitteln.  



  Die     0xy        dation    mit. Chromsäure wird       zweckiriässigerweise    so ausgeführt,     dass    man  die     3-Oxyverbindung    in Eisessig mit. Chrom  säure     eini;e    Zeit. bei Temperaturen unterhalb  Zimmertemperatur stehenlässt. Bei ungesät  tigten Verbindungen ist. es zweckmässig, die    Doppelbindungen, z. B. durch Anlagerung von  Brom, intermediär     zu    schützen.  



  Die Verwendung von Mischungen aus     Me-          tallalkoholaten    und einem     Keton    in indiffe  renten Lösungsmitteln als     Oxydationsmittel     geschieht in üblicher Weise so, dass man das       Reakt.ionsgemiseh    einige Stunden am     Rüek-          fluss    kocht.  



       Bromacetamid    kann als Oxydationsmittel.  vor allem bei gesättigten     Verbindungen    ver  wendet werden. Es wird'     zweckmässig    in     Lö-          sungsmitteln    wie     beispielsweise        Butanol    oder       Pyridin    gebraucht. Auch     N-Bromsuecinimid     kommt als     Oxydationsmittel    in Betracht.  



  Die als     Ausgangsmaterial    dienenden     Oxyver-          bindungen    können nach verschiedenen Verfah  ren     gewonnenwerden,    z. B. kann man     3-Oxy-20-          ketoxime    der     Cyclopentanopolyhydrophenan-          threnreihe    der     Beckmannsehen    Umlagerung  unterwerfen gemäss dem     Verfahren    der Pa  tentschrift Nr. 303659. Man erhält so beispiels  weise aus     45-Pregnen-3-ss-ol-20-on-oxim    das     3-          ss-Oxy-17-aeetylamino-45-androst.en.     



  Weiterhin sind die     3-Oxy-17-ac@>laminover-          bindungen    der     Steroidreihe    erhältlich durch  partielle     Aeylierung    der entsprechenden     3-          Oxy-17-aminoverbindungen.     



  Da die     17-Aeylaminoverbindungen    der       Cyelopent.anopolyhydrophenanthrenreihe    sich  nur schwer zu freien     17-Aminoverbindüngen     verseifen lassen, wie aus der Schweizer Pa  tentschrift     Nr.    303659 bekannt ist, kann man  leicht     3-Oxy-17-acylaminoverbindungen    der Ste-           roidreihe    durch partielle     Verseifung    der     3-          Aevloxy-17-aevlaminoverbindun,-en        gewinnen.     Die partielle     Verseifung    kann in üblicher  Weise mit Säure oder Alkali erfolgen.     llan     erhält so z.

   B. aus     3-Aeetoxv-17-aeetylamino-          d5-androsten    das     3-Oxv-17-aeetvlainino-d#,-          andr        osten.     
EMI0002.0013     
  
    Die <SEP> gesättigten <SEP> 3-Oxv-17-aevlaminov <SEP> erbin  dungen <SEP> der <SEP> Steroidreihe <SEP> sind <SEP> auch <SEP> aus <SEP> den
<tb>  entspreehenden <SEP> ungesättigten <SEP> Verbindungen,
<tb>  z. <SEP> B. <SEP> durch <SEP> kat.aly <SEP> tisehe <SEP> Hvclrierung, <SEP> erhältlieb.
<tb>  



  Die <SEP> geschilderten <SEP> Iiealdionen <SEP> erfolgen <SEP> z. <SEP> B.
<tb>  nach <SEP> fol;,endein <SEP> Formelseheina:     
EMI0002.0014     
    Die     Oxoacylamine    sollen als     Therapeutiea     und     als        Zwischenprodukte    für weitere     Uni-          setzungen    Verwendung finden.  



       Gegenstand    des     vorliegenden    Patentes ist.  ein Verfahren     zur    Herstellung von     3-Oxo-17-          aeetvla.nrino-androstan,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man     3-Oxi--17-aeetyl-          ainino-androstan    mit     Oxydationsmitteln,    ins  besondere mit     Chromsiiureanhydrid    in Gegen  wart von Eisessig, behandelt.  



  Die so erhaltene     Verbindung    kristallisiert    in     Forin    von Blättchen, die einen     Sehnielz-          punkt    von     927         aufweisen.    Sie ist in     Wasser     unlöslich, in Aceton und Äther schwer lös  lich,     dagegen    in Methanol und     Eisessig    lös  lich. Das Produkt kann als Therapeutikum  oder als     Zwischenprodukt    zur Herstellung       wertvoller    Arzneimittel     verwendet.    werden.

      <I>Beispiel:</I>  <B>500</B> mg     3-Oxy-17-aeetvlaniino-androstari          werden    in 10     ema    Eisessig gelöst, die Lösung      wird auf 0  abgekühlt und unter     Eiskühhuig     eine Lösung von 150 mg     Chromsäureanhydrid     in 7,5     em3        Eisessig        zugesetzt.    Nach     16stündi-          gem    Stehen bei Zimmertemperatur wird die  Reaktionslösung in Wasser gegossen und der  ausgefallene Niederschlag     abfiltriert,    mit       Wasser    gewaschen und getrocknet.

   Man er  hält 335 mg Rohprodukt vom Schmelzpunkt       21.0-220 .    Nach mehrmaligem     Umkristallisie-          ren    wird das     3-Oxo-17-aeetylamino-androstan     rein in Blättchen vom Schmelzpunkt     227     er  halten.  



  Das als Ausgangsstoff verwendete     3-Oxy-          17-acet.ylainino-androstan    wurde in einer der  nachstehend beschriebenen Weisen hergestellt:       a.)        1.,8    g     3-Acetoxy        -17-acetylamino-45-          androsten     erden in 30     em3    Eisessig gelöst  und mit 100 mg     vorhydriertem        Platinoxydkata-          lyBator    in einer Wasserstoffatmosphäre bis zur  Aufnahme von etwas mehr als der berechneten  Menge Wasserstoff geschüttelt.

   Nach     Abfil-          trieren    des Platins und Einengen der Lösung  wird das     3-Acetoxy-17-acetylamino-androstan     vom Schmelzpunkt 180  erhalten, das nach       Umkristallisieren    aus Alkohol bei 106      schmilzt     und identisch ist. mit dem im Patent Nr. 303650  beschriebenen     Produkt,    das durch     Beckmann-          sche        Umlagerung        desallo-Pregnan-3ss-ol-20-on-           < lcetat-oxims    erhalten wird.  



  500 mg des erhaltenen     3-Aeetoxy-17-acetyl-          i        amino        -androstans        werden        in        einer        Mischung     von 20     em3    Alkohol und 3     cm3        40%iger    Na  tronlauge 25 Minuten gekocht.

   Die     Reaktions-          -SI[>l        #@IUi        luasso & a2        aassnm        ui        paim        .uullaslul          essig    angesäuert und das ausgefallene Reak  tionsprodukt     abfiltriert    und mit Wasser ge  waschen. -Man erhält 360 mg Rohprodukt vom  Schmelzpunkt 245-255 . Nach     Umkristalli-          sieren    aus Alkohol wird reines     3-Oxy-17-acetyl-          amino-androstan    vorn Schmelzpunkt 262  er  halten.  



       h)    200 mg essigsaures Salz des     3-Oxy-17-          ainino-45-androstens    werden in einer Mischung  von     \?        em3        Pyridin    und 0,1     cm3    Essigsäure  anhydrid     h/2    Stunde bei Zimmertemperatur  aufbewahrt. Die Reaktionslösung wird in Was  ser     @,@e@@ossen,        das    Reaktionsprodukt     abfiltriert       und mit Wasser gewaschen. Nach dem Trock  nen auf dem     Wasserbad    erhält man 120 mg  Rohprodukt vom Schmelzpunkt 242 .

   Nach  mehrfachem     Umkristallisieren    aus verdünntem  Methanol erhält man reines     3-Oxy-17-acetyl-          amino-d5-androsten,    das identisch ist mit dem  durch     Beckmannsche    Umlagerung des     Pre-          gnenolonoxims    hergestellten Produkt, das in  der obengenannten Patentschrift beschrieben  ist.  



  1 g 3 -     Oxy    -17 -     acetylamino    -d 5 -     androsten     wird in 30     cm3    Eisessig     gelöst    und     in    einer  Wasserstoffatmosphäre mit 100 mg     vorhydrier-          tem    Platinoxyd geschüttelt, bis die nötige  Menge Wasserstoff aufgenommen ist. Der  Katalysator wird     abfiltriert    und die     Eisessig-          lösung    auf etwa 15     ems    eingeengt. Beile Ab  kühlen kristallisiert das     Hydrierungsprodukt     in einer Ausbeute von 720 mg vom Schmelz  punkt 257  aus.

   Aus der Mutterlauge werden  nach Zusatz von Wasser noch 180 mg gewon  nen. Nach     Umkristallisieren    aus Alkohol er  hält man     3-Oxy-17-acetylamino-androstan    in  schönen, zu     Drusen    vereinigten Prismen vom  Schmelzpunkt 262 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo-17- acetylamino-androstan, dadurch gekennzeich net, dass man 3-Oxy-17-acetylamino-androstan mit Oxydationsmitteln behandelt. Die so erhaltene Verbindung kristallisiert in Form von Blättchen, die einen Schmelz punkt von 227 aufweisen. Sie sind in Wasser unlöslich in Aceton und Äther schwer lös lich, dagegen in Methanol und Eisessig löslich. UNTER.ANSPRU CH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydationsmittel Chromsäureanhy drid in Gegenwart von Eis essig verwendet.
CH306199D 1951-06-06 1952-06-04 Verfahren zur Herstellung eines Oxoacylamins der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe. CH306199A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE306199X 1951-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH306199A true CH306199A (de) 1955-03-31

Family

ID=6121060

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH306199D CH306199A (de) 1951-06-06 1952-06-04 Verfahren zur Herstellung eines Oxoacylamins der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH306199A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH306199A (de) Verfahren zur Herstellung eines Oxoacylamins der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe.
DE1027663B (de) Verfahren zur Herstellung von in 12-Stellung unsubstituierten 11-Oxy-oder 11-Acyloxysteroiden
DE750212C (de) Verfahren zur Gewinnung der 3-Acyloxybisnorcholensaeure
AT214579B (de) Verfahren zur Äthinylierung von 17-Ketosteroiden
AT206593B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Methyl-3-oxo-Δ&lt;4&gt;-steroiden
AT160572B (de) Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolydrophenanthrenreihe oder deren Derivaten.
AT253704B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 7α-Methyl-16α-hydroxy-östrons und seines 3, 16-Diacetates
AT224821B (de) Verfahren zur Herstellung von Δ1, 4-Pregnadien-17α, 21-diol-3, 20-dion
DE681868C (de) Verfahren zur Darstellung von Pregnanolon und Allopregnanolon oder ihren Derivaten
DE695639C (de) Verfahren zur Darstellung von Cinchon
AT218183B (de) Verfahren zur Herstellung von Δ 5, 16-Pregnadien-3 β-o1-20-on-acetat aus Solasodin
DE1418945C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 16 alpha Methyl 17alpha hydroxy 20 oxo pregnandenvaten
AT232654B (de) Verfahren zur Herstellung von 16α-Methyl-17α-hydroxy-20-ketonen der Allopregnan-Reihe
DE964775C (de) Verfahren zur Herstellung von Steroid-17-carbonsaeuren bzw. von Steroid-17-ketonen
DE1100628B (de) Verfahren zur Herstellung von ?1, 4-Pregnadien-17ª‡, 21-diol-3,20-dion
AT225858B (de) Verfahren zur Herstellung von 3β-Acyloxy- und 3β-Hydroxy-6-methylpregna-5, 16-dien-20-on
DE1907804C3 (de) 4-Chlor-1alpha,2alpha;6alpha,7alphadimethylen-3-keto-4-pregnene, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltendes Mittel
DE1668687A1 (de) Neue 18-Methyl-5alpha-H-androstane
DE1179548B (de) Verfahren zur Herstellung von 21-Bromsteroiden
CH364256A (de) Verfahren zur Herstellung von Steroiden
CH299703A (de) Verfahren zur Herstellung von 3B,11a,21-Triacetoxy-pregnanon-(20).
CH364258A (de) Verfahren zur Herstellung von Steroiden
DE1147578B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen therapeutisch wirksamen 4&#39;-(17ª‰-Androstanyl)-derivaten von ª†-Valerolactonen oder den homologen ª†-Butyrolactonen
DE1003729B (de) Verfahren zur Herstellung von í¸-3-Oxo-16ª‰-acetoxy-17ª‡-ol-20-ketopregnenen
CH332324A (de) Verfahren zur Herstellung von 16B-Acyloxy-17a-oxy-20-oxo-pregnanen