CH310503A - Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes.

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CH310503A
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    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung     eines        chromhaltigen        Monoazofarbstoffes.       Die vorliegende Erfindung betrifft die  Herstellung von chromhaltigen     o,o'-D'ioxyazo-          farbstoffen,    die sich zum echten Färben von  Wolle und insbesondere von wollähnlichen,  künstlichen     Polypeptidfasern,    wie Nylon oder   Perlon  (Markenprodukt) aus neutralem bis  schwachsaurem Färbebad sehr gut eignen.  



  Es ist bekannt, dass komplexe Chromver  bindungen von     metallisierbaren        Monoazofarb-          stoffen,    die keine sauren, wasserlöslich ma  chenden Gruppen enthalten, zum echten  Färben von Wolle und wollähnlichen     Poly-          peptidfasern    sehr geeignet sind, sofern sie eine  für     färberische    Zwecke genügende Wasserlös  lichkeit aufweisen.

   Dies ist jedoch meistens  nur dann der Fall, wenn das     Farbstoffmolekül     gewisse     hydrophile        Substituenten    aufweist Als  solche kommen insbesondere Abkömmlinge des  sechswertigen Schwefels     in.    Frage, insbeson  dere die     Sulfamidgruppe    -S02     NH2.     



  Es wurde nun gefunden, dass in komplexen  Chromverbindungen gewisser     o,o'-Dioxyazo-          farbstoffe,    die keine sauren, wasserlöslich  machenden Gruppen - enthalten, auch ein       Oxalkoxysubstituent    einen günstigen Einfluss  auf die Wasserlöslichkeit ausübt und dass er  überdies das     Egalisiervermögen    auf Wolle und  künstlichen     Polypeptidfasern    verbessert.

   Er  findungsgemäss erhält man neue, wasserlös  liche     Chromkomplexverbindungen,    wenn man  auf Farbstoffe ohne saure, wasserlöslich  machende Gruppen der allgemeinen Formel  
EMI0001.0026     
    worin X Wasserstoff oder einen     nichtiono-          genen        Substituenten,    insbesondere Halogen,       R.    Wasserstoff oder eine     unsubstituierte    oder       substituierte        Alkylgruppe,

      R' einen     Oxalkyl-          rest    oder einen in einen solchen umwandel  baren     Substituenten    und A den Rest einer in       1-Stellung    gekuppelten     2-Oxynaphthalinver-          bindungen,    die noch     nichtionogen    weitersub  stituiert sein kann, bedeuten, chromabgebende  Mittel in solchen Mengen einwirken lässt, dass  auf 2     Farbstoffmolekeln    mindestens 1 Atom  Chrom entfällt.  



  Als     Diazokomponenten    für die Herstellung  erfindungsgemäss verwendbarer Farbstoffe  sind die     2,5-Bis-oxalkoxy-l-aminobenzolverbin-          dungen,    die gegebenenfalls     in.        4-Stellung    noch       nichtionogen,    beispielsweise durch Halogen  substituiert sein können, wegen ihrer leichten  Zugänglichkeit und der guten Kupplungs  energie ihrer     Diazoniumsalze    besonders geeig  net.

   Sie sind aus     Hydrochinonen    durch       Oxalkylierimg    der     Hydroxylgruppen,        Mono-          nitrierung    und Reduktion der     Nitro-    zur       Aminogruppe    gut     herstellbar.    Soweit die  Kupplungsenergie ihrer     Diazoniumverbindun-          gen    ausreicht, können gegebenenfalls auch 4-           Oxalkoxy-2-amino-l-oxybenzole    verwendet wer  den.

   Ferner sind     5-Oxalkoxy-2-alkoxy-l-amino-          benzolverbindungen    verwendbar, die man bei  spielsweise aus     4-Acyloxy-l-oxybenzol    durch       Mononitrierung    mit verdünnter Salpetersäure,       Methylierung    der     Hydroxylgruppe,    Versei  <B>f</B>     ung    der     Acyloxygruppe,        Oxalkylierung    und  Reduktion der     Nitro-    zur     Aminogruppe    her  stellen kann;

   ihre     Verwendung    ist     dann    emp  fehlenswert, wenn sich in den erfindungs  gemäss     verwendbaren        Azofarbstoffen    ein zur       Azogruppe        orthoständiger        Alkyloxyrest    unter  den     Bedingungen    der     Chromierungsreaktion     nur schwer durch die     Hydroxylgruppe    er  setzen lässt.  



  Als Kupplungskomponenten können in 1  Stellung     luipplungsfähige        2-Oxynaphthalin-          verbindimgen    dienen, die noch     nichtionogen,     beispielsweise durch Halogen,     Alkoxy-,        Sulfon-          säuredialkylamidgruppen    usw. substituiert  sein können.  



  Als     Chromierungsmittel    sind die Salze des  dreiwertigen Chroms geeignet, gegebenenfalls  auch komplexe Salze des dreiwertigen Chroms,  wie beispielsweise Chromsulfat,     Chromformiat,     Chromacetat und     Alkalisalze    der     Chromsali-          cylsäure.    Man verwendet die chromabgeben  den Mittel     zweckmässig    in solchen Mengen,  dass auf 2     Parbstoffmoleküle        mindestens    1 Atom  Chrom entfällt, wobei ein Überschuss nicht  stört und oft von Vorteil ist.

   Die     Abspaltung     des allenfalls     vorhandenen        Alliylrestes    R     wird     durch     Metallisierung    bei höherer Temperatur       begünstigt.    Man arbeitet vorzugsweise bei Tem  peraturen über 100  C, in wässriger Lösung  oder Suspension unter Druck, zweckmässig in  Gegenwart von Netz- und     Dispergiermitteln     wie     Türkischrotöl,    bei 120 bis 160  C, oder in       Alkohol.    Man kann auch in     höhersiedenden     organischen     Lösungs-    und Verdünnungsmit  teln im offenen Gefäss     chromieren,

      beispiels  weise     in        Äthylenglycol,        Äthylenglycolmono-          methyl-    oder     monoäthyläther,        Formamid,        Di-          alkylformamid    oder in der     Harnstoffschmelze     bei 130 bis 155<B>0</B> C.  



  Die neuen komplexen Chromverbindungen  werden als dunkle, violette Pulver erhalten,  die sich in     heissem    Wasser mit blauer, in    konzentrierter Schwefelsäure mit violetter  Farbe lösen. Gegebenenfalls kann ihre Wasser  löslichkeit durch Vermischen mit geringen  Mengen von alkalisch reagierenden Salzen wie       Natriumcarbonat    oder     Trinatriumphosphat     oder mit     anionaktiven    Netz- und     Dispergier-          mitteln    wie Seife oder synthetischen Wasch  mitteln noch weiter verbessert werden.

   Sie  färben Wolle     und    insbesondere     wollähnliehe,     synthetische     Polypeptidfasern        wie    Nylon oder   Perlon  aus neutralem bis     schwachsaurem     Bad in sehr echten, klaren blauen Tönen     und     zeichnen sich durch gutes     Egalisiervermögen     aus.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     chrom-          haltigen        Monoazofarbstoffes.    Das Verfahren       ist    dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen  Farbstoff der Formel  
EMI0002.0076     
    worin R einen sich unter den     Chromierungs-          bedingimgen    abspaltenden Rest, z. B. H, oder  einen niedermolekularen, substituierten oder       ursubstituierten        Alkylrest,    z.

   B. einen       Oxalkylrest,    und R' einen     Oxäthylrest    oder  einen unter den     Chromierungsbedingungen    in  eine solche Gruppe     überführbaren        Substituen-          ten    bedeutet, chromabgebende Mittel derart  einwirken lässt, dass zwei     Farbstoffmoleküle     an     ein    Chromatom komplex gebunden werden.  



  Der erhaltene neue chromhaltige     Monoazo-          farbstoff    stellt     ein    blauschwarzes Pulver dar,  das Nylon aus neutralem oder schwach sau  rem Bade in sehr lichtechten marineblauen  Tönen färbt.  



       Beispiel:     21,3 Teile     1-Amino-2,5-bis-oxäthoxy-benzol     werden in 250 Teilen Wasser mit 35 Teilen       konz.    Salzsäure gelöst und bei 0-3  diazo-           tiert.    Die     Diazoniiunverbindung    giesst man bei  0-3  in eine Lösung von 15,2 Teilen     2-Oxy-          naphthalin,    11     Volumteilen    10     n-Natronlauge     und 25 Teilen wasserfreier Soda in 500 Teilen  Wasser. Nachdem die     Farbstoffbildung    be  endet ist, erhitzt man auf     70 ,    filtriert den  ausgefallenen Farbstoff ab und trocknet ihn.

    Danach wird er in 800     Voliunteilen        Äthylen-          glykol    mit Chromacetat entsprechend 7,6 Tei  len     Cr203    und 12,8     Volumteilen    10     n-Natron-          lauge    während 8 Stunden auf 145-155  er  hitzt. Man erhält eine tiefblauviolette Lösung,  die man in 2000 Teilen 15     proz.    Kochsalz  lösung eingiesst. Nach Stehen über Nacht     wird     der anfänglich schmierige Farbstoff     pulvrig.     Er wird     abfiltriert,    mit verdünnter Kochsalz  lösung ausgewaschen und getrocknet.

   Er stellt  ein blauschwarzes Pulver dar, das nach     Disper-          gieren    mit Seifenpulver Nylon aus neutralem  oder schwach saurem Bade in sehr lichtechten,  marineblauen Tönen färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines chrom- haltigen Monoazofarbstoffes, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf einen Farbstoff der Formel EMI0003.0025 worin R einen sich unter den Chromierungs- bedingungen abspaltenden Rest und R' einen Oxäthylrest oder einen unter den Chromie- rungsbedingungen in eine solche Gruppe über führbaren Substituenten bedeutet, chrom abgebende Mittel derart einwirken lässt,
    dass zwei Farbstoffmoleküle an 'ein Chromatom komplex gebunden werden. Der erhaltene neue chromhaltige Monoazo- farbstoff stellt ein blauschwarzes.Pulver dar, das Nylon aus neutralem oder schwach saurem Bade in sehr lichtechten marineblauen Tönen färbt. UNTERAHN SPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass R einen Oxalkyl- rest bedeutet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als chromabgebende Mittel Salze des drei wertigen Chroms verwendet.
CH310503D 1952-09-10 1952-09-10 Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes. CH310503A (de)

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