CH316024A - Verfahren zur Herstellung von basischen Estern von 4-Amino-2-oxy-benzoesäuren, die am N- und O-Atom substituiert sind - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischen Estern von 4-Amino-2-oxy-benzoesäuren, die am N- und O-Atom substituiert sind

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CH316024A
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Walter Dipl Chem Dr Grimme
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Rheinpreussen Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C231/00Preparation of carboxylic acid amides
    • C07C231/02Preparation of carboxylic acid amides from carboxylic acids or from esters, anhydrides, or halides thereof by reaction with ammonia or amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von basischen Estern von   4-Amino-2-oxy-benzoesäuren,    die am N-und O-Atom substituiert sind
Alkaminester der   p-Amino-benzoesäure,    der Salicylsäure sowie der am N-Atom alkylierten   p-Amino-benzoesäuren    sind bekannt. Hingegen sind   Alkaminester      von 4-AminoW2-oxy-benzoe-    sÏure, die am N-und   0-Atom    alkyliert sind, noch nicht beschrieben worden.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von basischen Estern der Formel
EMI1.1     
 worin R1, R und   R3    Kohlenwasserstoffreste oder substituierte Kohlenwasserstoffreste mit bis zu 10 C-Atomen und Am eine substituierte Aminogruppe bedeuten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 mit einer Verbindung der Formel Y-R3-Am umsetzt, wobei X und Y sich mit Ausnahme eines in einem von ihnen enthaltenen Sauerstoffatoms bei der Umsetzung abspaltende Reste bedeuten.



   Die Herstellung der neuen Ester kann in der Weise   erfolgen, dal3 man am    N-und    0-Atom a-lkylierte 4-Amino-2-oxy-benzoesäuren    in Gegenwart einer starken Mineralsäure oder einer Arylsulfonsäure mit substituierten Aminoalkoholen umsetzt. Als   starke Mineral-    säure kann zum Beispiel konzentrierte Schwefelsäure, konzentrierte Phosphorsäure sowie Chlorwasserstoff, und als   Arylsulfonsäure    zum Beispiel   p-Toluol-sulfonsäure oder    Benzolsulfonsäure angewandt werden. Die   substi-    tuierten   4-Amino-2-oxy-benzoesäuren    können als Substituenten am   N und O-Xtom zum    Beispiel Alkyl-, Aralkyl oder   Alkyloxyalkyi-    gruppen mit 1-10 C-Atomen tragen.

   So kommt beispielsweise   4-Butylamino-2-butoxy-    benzoesÏure, 4-(¯-Methoxy-Ïthylamino)-2-prop   oxy-benzoesäure oder 4-Hexyla. mino-2-isoprop-      oxy-benzoesäure    als Ausgangsstoff in Betracht.



   Die substituierten Aminoalkohole der Formel   HO-R3-Am    können versehiedene substituierte Aminogruppen aufweisen. Am kann zum Beispiel auch einen stickstoffhaltigen   heteroeyclisehen    Ring, wie z. B. den Piperidinring, darstellen.   R3    kann z. B. einen grad  kettigen    oder verzweigten substituierten oder unsubstituierten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu   10 C-Atomen bezeichnen.   



  Geeignete Aminoalkohole sind zum Beispiel    Dimethxlaminoäthanol, Diäthylaminoäthanol,    Diisopropylaminoäthanol, Methyläthylamino   äthanol, Athylisopropylaminoäthanol, Methyl-    aminoÏthanol, ¯thylaminoÏthanol, Hexylamino äthanol, DiphenylaminoÏthanol, Benzylamino äthanol, Di-   (phenyläthyl)-aminoäthano],    o  Nitro-phenylaminoäthanol    Di-   (p-to] yl)-amino-    äthanol.

   Di- (p-Ïithyl-phenyl)-aminoÏthanol, PiperidinoÏthanol, Pyrrolidinoäthanol und   Thiazolidinoäthanol    sowie die analog substituierten Aminopropanole, Aminobutanole, Aminopentanole,   Aminohexanole,    die entsprechenden Derivate der höheren Aminoalkohole sowie ihre Isomeren mit verzweigter oder substituierter Kette, wie   l-Methyl-2-di-      athylamino-äthano]-(l)    der Formel
EMI2.1     
   2-Phenyl-3-isopropylamino-propanol- (1.) der    Formel
EMI2.2     
 oder 2-Brom-3-diäthylamino-propanol- (1) der Formel
EMI2.3     

Falls man als Ausgangsstoff die freien Säuren und die Aminoalkohole verwendet, so erfolgt die Veresterung zweckmässig bei Temperaturen   zwisehen    etwa   0    und 200 .

   Man kann ferner in an sich bekannter Weise das entstehende   Reakt. ionswasser durch Zusatz    geeigneter Flüssigkeiten, wie Benzol, Toluol, Xylol, Tetrachlorkohlenstoff, Hexan oder Ïhnlicher   wasserlmlöslieher    Flüssigkeiten, die mit Wasser azeotrop destillieren, als azeotropes Gemisch destillativ entfernen, wodureh eine Steigerung der Esterausbeuten erzielt wird.



   Die Herstellung der neuen Verbindungen kann auch in der Weise erfolgen, da¯ man statt der freien am N-und   O-Atom    alkylierten 4-Amino-2-oxy-benzoesäure deren Metallsalze und an Stelle der Aminoalkohole deren Halogenwasserstoffsäureester anwendet. Als Salze kommen   vornehmlieh    die Alkalisalze, gege  benenfalls    auch die Erdalkalisalze, einschliess  lich    der Magnesiumsalze, zur Anwendung.

   Als   Halogenwasserstoffsäureester    der   Aminoalko-    hole sind zum Beispiel 1-Chlor-2-diäthylamino-äthan, 1-Chlor-3-benzylamino-propan oder 1-Brom-2-phenyl-3-(phenyl-Ïthylamino)propan der Formel
EMI2.4     
   geeignet   
Die   Umsetzimg    der Salze der substituierten   4-Amino-2-oxy-benzoesäuren    mit den Halogenwasserstoffsäureestern erfolgt zweckmässig in    Gegenwart eines wasserfreien Losungsmittels,    gegebenenfalls unter Drucken von 1-50 Atmosphären und Temperaturen von 0-200  C.



  Als Losungsmittel eignen sich unter anderem   ithvlacetat,    Isopropanol, Butanol, Benzol und Nitrobenzol.



   Die Herstellung der neuen Ester kann ferner durch Umesterung erfolgen. So können als Ausgangsstoffe an Stelle der freien   substi-      tuierten      4-Amino-2-oxy-benzoesäuren    deren Ester mit niedrigmolekularen (1-5 C-Atome) aliphatischen Alkoholen dienen, beispielsweise deren   Methyl-oder Äthylester, die    dann bei der Umsetzung mit einem Aminoalkohol die gewünschten Ester ergeben. Die Umesterung erfolgt am besten durch mehrstündiges Er  hitzen    der Komponenten auf Temperaturen von etwa 80-150¯.

   Zur Steigerung der Ausheute ist es   zweekmässig,    dem   Umesterungs-    gemisch eine geringe Menge eines Alkoholates,   wie Natriumäthyl at, zuzusetzen und    den bei der   Umesterung gebildeten    niedrigmolekularen Alkohol   kontinuierlich    abzudestillieren.   



   Beispiet 1
4-n-Butylamino-2-n-butoxy-benzoesäure-    dimethylaminoäthylester a) 26,5 g (1/10 Mol) 4-n-Butylamino-2-nbutoxy-benzoesäure gibt man zu einem unter  Eiskühlung bereiteten Gemisch von   100    emS konzentrierter Schwefelsäure und 80 g, ¯-Dimethylamino-Ïthylalkohol. Nach 12st ndigem Erhitzen auf dem   Dampfbad giesst    man das Reaktionsgut auf Eis, gibt unter Rühren bis zur stark alkalischen Reaktion Kaliumcarbonat zu und extrahiert den gebildeten 4-n-Butyl   amino-2-n-lmtoxy-benzoesäure-dimethylamino-    äthylester mit Äther. Nach dem Trocknen des   Ätherextraktes    mit wasserfreiem Natrumsulfat und Abdampfen des ¯thers erhÏlt man den Ester in kristalliner Form vom   Schmelz-    punkt 47¯ (aus Ligroin).

   Hydrochlorid : Prismen aus Methyläthylketon vom   Schmelz-    punkt   126 .       b) 15 g 4-n-Butylamino-2-n-butox--benzoe-    säure, 50 g p-ToluolsulfonsÏure, 50 g Di  methylaminoäthylalkohol nnd    200 em3 Toluol werden im Olbad so lange zum Sieden erhitzt, bis im angeschlossenen Wasserabscheider die Abtrennung vom Wasser beendet ist. Man gie¯t. das   Reaktionsgut,    in Eiswasser und alkalisiert unter Rühren mit   Kaliumearbonat. Naeh    dem Abtrennen der   wässerigen Losung    wird die   Toluollosung    mit Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft.

   Der erhaltene rohe   4-n-Butylamino-2-n-butoxv-    benzoesäure-dimethylaminoäthylester wird durch Umkristallisation aus Ligroin gereinigt.



  Schmelzpunkt   47 .   



   Beispiel 2    4-n-Butylamino-2-n-butoxy-benzoesäure-    dimethylaminoäthylester
1, 15 g   Natriummetall    werden in 300 cm3 wasserfreiem Isopropylalkohol gelost. In die heisse Alkoholatl¯sung gibt man sodann 13, 3   p       4-n-Butylamino-2-n-butoxy-benzoesäure lmd    tropft innerhalb einer Stunde unter Sieden und Rühren die   Losung    von 9 g Dimethyl  aminoäthylchlorid    in 20 em3 Benzol ein. Nach einer weiteren Stunde wird gekühlt, filtriert und die   Losung    im Vakuum eingedampft. Der   ölige Rüekstand    wird in   Isopropylehlorid    gelost und die Lösung mit verdünnter Natrum  carbonat. lasung gewaschen.

   Nach    dem Trocknen der   Isopropylehloridlosung    und dem Abdampfen des Lösungsmittels erhält man den   kristallinen 4-n-Butylamino-2-n-butoYy-benzoe- säure-dimethylaminoäthylester. Schmelzpunkt    des   Hydroehlorids    :   126 .   



   Beispiel 3    4-n-Butylamino-2-isopropoxy-benzoesäure-    dimethylaminoÏthylester    25,    1 g   4-n-Butylamino-2-isopropoxy-benzoe-    sÏure gibt man   zu einer Natriumisopropylat-    losung, die bei 60-70    aus 500 em3 wasser-    freiem Isopropylalkohol und 2, 3 g Natrium bereitet wurde. Unter Rühren und Sieden tropft man nun innerhalb 3 Stunden eine Losung von 11, 7   g Dimethylaminoäthylchlorid in    20   em3    Benzol ein und erhitzt dann weitere   2    Stunden unter Rückfluss.



   Naeh dem Filtrieren wird die   Losung im.   



  Vakuum eingedampft. Der ¯lige R ckstand wird in verdünnter Salzsäure gelost und die   Listing    mehrmals mit   Isopropylehlorid    ausgeschüttelt.



   Die wässerige saure Lösung wird nun mit    Kaliumearbonat bis zur stark alkalisehelv    Reaktion versetzt und der gebildete   4-n-Butyl-       amino-2-isopropoxy-benzoesäure-dimethyl-      aminoäthylester durch Extraktion    mit Isopro  pylehlorid    isoliert.



   Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels wird der Ester als Öl erhalten.



   Das salzsaure Salz der Verbindung   kristal-    lisiert aus Methyläthylketon in Nadeln vom Schmelzpunkt   81 .   



   Beispiel 4
4-n-Butylamino-2-Ïthoxy-benzoesÏure    dia.    ylester
35, 6 g   (0,    15 Mol) 4-n-Butylamino-2-Ïthoxybenzoesäure werden in eine Losung von Na Isopropylat in Isopropanol (3, 45 g Na = 0, 15 Mol in   454      em3    Tsopropanol) bei 40  eingetragen und zu dieser   Losung    unter Rühren    bei 70  innerhalb von 2 Stunden 17, 2 g     (0, 165 Mol) frisch destilliertes   1-Chlor-2-di-       äthylaminoäthan eingetropft. Die milchig-    tr be Losung lässt man noch weitere 3 Stun. den reagieren. Nach dem Eindampfen in   Val-,    wird der Rückstand in Wasser aufge-nommen   und die wässerige Lösung fünfmal    mit Benzol extrahiert.

   Die vereinigten Benzolextrakte werden mit   Na2SO4 getrocknet    und im Vakuum eingedampft, wobei der Ester als Base anfällt. Das entsprechende   Hydroehlorid    sehmilzt bei   107-109 .   



   Beispiel5
4-Isopropylamino-2-n-butoxy-benzoesÏure dimethylaminoäthylester
20 g 4-Isopropylamino-2-n-butoxy-benzoe  säuremethylester    werden mit 200 g   Dimethyl-    aminoÏthylalkohol und 1 g Natriummethylat t so lange   auf 120-130     im Ílbad erhitzt, bis kein   Methylalkohol    mehr abdestilliert. Das Reaktionsgut wird sodann im Vakuum auf 50-60  erhitzt, wobei der  bersch ssige DimethylaminoÏthylalkohol abdestilliert. Das im Kolben verbleibende Produkt wird mit Isopropylchlorid aufgenommen, die Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der anfallende rohe   4-Isopropyl-       amino-2-n-butoxy-benzoesäure-dimethylamino-    äthylester wird über sein   Pikrat    gereinigt.



  Schmelzpunkt des Pikrates :   158       (Nadelji aus    Isopropylalkohol). Hydrochlorid :   Sehmelz-    punkt   175 .   



   Die auf diesem Wege   erhältliehen neuen      basisehen    Ester von   4-Alkamino-2-alkoxy-      benzoesäuren zeichnen sieh zum    Teil durch eine au¯erordentlich gesteigerte lokalanÏsthetische Wirkung aus, welche diejenige von ähnlichen bisher bekannten lokalanästhetisch wirkenden Verbindungen übertrifft, wobei die Giftigkeit der neuen Verbindungen zum Teil bemerkenswert gering ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von basisehen Estern der Formel : EMI4.1 worin R1, R2 und R3 Kohlenwasserstoffreste oder substituierte Kohlenwamerstoffreste mit bis zu 10 C-Atomen und-Am eine substituierte Aminogruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel : EMI4.2 mit einer Verbindung der Formel Y-R3-Am umsetzt, wobei X und Y sich mit Ausnahme eines in einem von ihnen enthaltenen Sauer atoffatoms bei der Umsetzung abspaltende Reste bedeuten.
CH316024D 1951-12-31 1952-12-10 Verfahren zur Herstellung von basischen Estern von 4-Amino-2-oxy-benzoesäuren, die am N- und O-Atom substituiert sind CH316024A (de)

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