CH332136A - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe

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CH332136A
CH332136A CH332136DA CH332136A CH 332136 A CH332136 A CH 332136A CH 332136D A CH332136D A CH 332136DA CH 332136 A CH332136 A CH 332136A
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Ernst Dr Merian
Dr Nicolaus Bruno J R
Walter Dr Wehrli
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/10Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group
    • C09B29/12Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group of the benzene series

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Description


  Verfahren zur Herstellung     wasserunlöslicher        Monoazofarbstoffe       Gegenstand des vorliegenden Patentes     ist     ein Verfahren zur Herstellung neuer wasser  unlöslicher     Monoazofarbstoffe,    welche auf       ('elluloseesterfasern    (zum Beispiel     Acetatkunst-          seide),    synthetische     Polyamidfasern    (zum Bei  spiel     INTylon,     Perlon , eingetragene Schutz  marke),     Polyvinylfasern,        Terephthalsäure-          esterfasern    (zum Beispiel      Terylen ,     Da  eron ,

   eingetragene Schutzmarken) in gelben  bis orangen Tönen aufziehen, und deren Fär  bungen sich durch vorzügliche Waschechtheit  auszeichnen. Enthalten die     Monoazofarbstoffe     zur     L#Tetallkomplexbil@dung    befähigende Grup  pen, so kann man durch     Naehbehandeln    der  Färbungen mit. metallabgebenden Mitteln  deren     1Vaschechtheitseigenschaften    noch ver-    bessern. Zum Teil sind die neuen Farbstoffe  auch zum Färben von Lacken, ölen, Kunst  harzen oder von     künstlichen    Fasern in der  Masse geeignet. Einige Farbstoffe färben auch  Wolle und Naturseide an.

   Das Verfahren zu  ihrer Herstellung     besteht    darin, dass man 1  Mal der     Diazoverbindung    aus einem gege  benenfalls     weitensubstituierten        1-Amino:phe-          nyl-4-carbaminsäureester    mit 1     Mol    einer in       ortho-    oder     para-Stellung    zur     Oxygru:ppe    kup  pelnden ein- oder zweikernigen     aromatischen          Oxyverbindung    kuppelt.  



  Die neuen wasserunlöslichen     MonoazoTarb-          stoffe        besitzen    zum Beispiel die Zusammen  setzung  
EMI0001.0033     
    worin R den Rest einer in     ortho-    oder     para-          Stellung    zur     Oxygruppe    gekuppelten ein- oder       zweikernigen    aromatischen Verbindung, und       Ri    den Rest eines Alkohols oder     Oxybenzols     bedeuten, und der Kern A beliebige     Substi-          tuenten    mit. Ausnahme von wasserlöslich ma  chenden Gruppen traben kann.  



  Als in     ortho-    oder     pa.ra-Stellung    zur     Oxy-          gruppe    kuppelnde ein- oder     zweikernige    aro  matische     Oxyverbindungen    eignen sich zum  Beispiel     gegebenenfalls    durch Halogen,     Alkyl,          Alkoxy,        Amino,        Alkylamino,        Dialkylamino,            Acylamino    oder     Sulfonylamino    substituierte       Oxybenzole,        Oxynaphthaline,

          Oxydiphenyle,          Oxychinoline,        Oxyisochinoline,        Oxychinoxaline,          Oxychinazoline    und     Oxycinnoline.     



  Der in der Formel (I) mit     R1    bezeichnete  Rest eines Alkohols oder     Oxybenzols    kann     ins-          besondere    den     Rest    eines verzweigten oder       unverzweigten,    gegebenenfalls     Hydroxylgrup-          pen,        Äthergruppen    und/oder sekundäre     Amino-          gruppen    enthaltenden     aliphatischen    Alkohols  mit 1 bis 6     Kohlenatoffatomen    eines durch       Aryl,

          Ary        loxy    oder einen     Heteroring    substi-           tuierten        a.liphatischen    Alkohols mit insgesamt  nicht mehr als     -1.1        Kohlenstoffatomen    und       eines    gegebenenfalls durch Halogenatome und;  oder     Methyl-,        Methoxy-,        Athoxy-,        Dimethyl-          amino-    oder     Diäthylaminogruppen    substi  tuierten     Oxybenzols    darstellen.  



  Der in     1,4-Stellung    gebundene Kern A  kann weitere, in     Azofarbstoffen    übliche     Sub-          stituenten    aufweisen, so z. B.     Halogenatome,          Iiydroxy    1-,     Methyl-,        --4l:ethoxy-,        rlthoxy    -, N     itro-,            Alky        lsulfony    1-     undloder        zllkylaminosulfony        1-          g        i'Uppen.     



  Die Kupplung der     Diazoverbindung    mit  der     Azokomponente    kann in saurem, alkali  schem oder neutralem Medium erfolgen.  



  Die als     Ausgangsprodukte        verwendeten        1-          Aminopiienyl-4-earbaminsäureester    können  zum     Beispiel    durch Reduktion von Nitrover  bindungen der     Zusammensetzung     
EMI0002.0038     
         worin        R1    und A die oben genannte Bedeu  tung haben, oder durch partielle Hydrolyse    von     Acylaminoverbindun-en    .der allgemeinen       Formel       
EMI0002.0043     
    worin     R1    und A ebenfalls die oben genannte  Bedeutung aufweisen, hergestellt werden.  



  Die Isolierung der Farbstoffe erfolgt  durch eine der üblichen Grundoperationen  wie zum Beispiel Filtration, Einengen des  Lösungsmittels, Fällung aus dem Lösungsmit  tel mit einem geeigneten Medium.  



  Die neuen Produkte werden in Suspension       auf        Acetatkunstseide,        Tiiaeetatkunstseide    und  synthetischen     Polyamidfasern    gefärbt, vor  zugsweise in Gegenwart von     dispergierend        wir-          kenden     und bei erhöhter Tem  peratur. Sie zeichnen sieh besonders durch         vorzüglielie        \Vaseheehtheit    aus. Durch     Mischen     von zwei oder mehreren Farbstoffen der     Zu-          sammensetzung    (I<B>)</B> lässt sieh das Ziehvermö  gen der Farbstoffe in einzelnen Fällen noch  verbessern.

   Einzelne Farbstoffe     eignen    sieb  ausserdem sehr gut zum Färben von     Aeetyl-          eellulosen    in der Masse mit.     vorzüglicher          Wasch-,    Sublimier- und.     Liehteehtheit.     



  Die zum     Färben    von     Aeetylcellulosen    aus  wässeriger     Suspension    oder in der Masse be  sonders     geeigneten        wasserunlö.slielien        lIono-          azofarbstoffe\        entsprechen    der     Zusammenset-          zung     
EMI0002.0073     
    worin     R,    Wasserstoff oder einen niedrigen       verzweigten    oder     unverzweigten        Alkylrest,        R3          1I,    OH,

       A.llioxy,        Dialkylamino    oder einen       niedrigen        Alkylrest,        R,,    einen     Acylrest    der  zwischen 1 und     1g        Kohlenstoffatome    aufweist  und n eine ganze Zahl zwischen 0 und 5 be  deuten.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind un  ter Teilen Gewichtsteile und unter Prozenten       Gewichtsprozente    zu verstehen; die Tempera  turen sind in     Celsiusgraden    angegeben und  die Schmelzpunkte, sind     unkorrigiert.            Beispiel   <I>1</I>       \?7,4    Teile des     Chlorhydrates    des 1     Amino-          phenyl-4-earbaminsäure-(3        -methoxy        )-butyl-,          esters    werden fein     gepulvert    und in Gegen  wart.

   von<B>110</B> Teilen     Wasser    und ?3 Teilen  30  /o     iger        Salzsäure    mit einer     Lösung    aus 7  Teilen     Natriumnitrit    und 50 Teilen\ Wasser  bei 0      diazotiert.    Die     erhaltene        Diazolösung-          wird    in     üblieller    Weise mit einer     Lösung,    von  <B>15,5</B> Teilen     1-Oxy-3-aeety        laniinobenzol    in 300  Teilen     Pyridin,    in Gegenwart.

   von 11 Teilen       Ca.leiLunliydroxyd,    bei     3-51'    vereinigt. Nach    
EMI0003.0001     
  
    einiger <SEP> Zeit <SEP> wird <SEP> die <SEP> Masse <SEP> angesäuert. <SEP> Man
<tb>  filtriert <SEP> den <SEP> ausgefallenen <SEP> Farbstoff <SEP> ab <SEP> und
<tb>  troel>>iet <SEP> ihn. <SEP> Der <SEP> gebildete <SEP> 1-(2'-Acetylamino  4'-oxy) <SEP> -phem-la.zo-phenyl-4-earbaminsättre-(3"  ni(#tlioxy)-bittylester <SEP> wird <SEP> in <SEP> guter <SEP> Ausbeute
<tb>  gewonnen. <SEP> Das <SEP> neue <SEP> Produkt <SEP> kristallisiert <SEP> aus
<tb>  Alkohol <SEP> oder <SEP> Essigester <SEP> in <SEP> schönen <SEP> gelb  orangen <SEP> -Nadeln <SEP> vom <SEP> Schmelzpunkt <SEP> 208-\Z09 .
<tb>  Es <SEP> löst <SEP> sich <SEP> in <SEP> Essigester <SEP> mit <SEP> ;

  -i-ünstieliig
<tb>  gelber, <SEP> in <SEP> konzentrierter <SEP> Sehwefelsäure <SEP> mit
<tb>  oranger <SEP> Farbe <SEP> und <SEP> färbt. <SEP> Acetatkunstseide,
<tb>  Ti,iacetatktinstseide <SEP> und <SEP> synthetische <SEP> Poly  amidfa5ern <SEP> in <SEP> gelben <SEP> Tönen <SEP> von <SEP> vorzüglicher
<tb>  \t <SEP> aseh- <SEP> und <SEP> See@vassereehtheit. <SEP> Die <SEP> Färbungen
<tb>  sind <SEP> ausserdem <SEP> ätzbar <SEP> sowie <SEP> sublimier- <SEP> und
<tb>  lichtecht. <SEP> Zu <SEP> Farbstoffen <SEP> mit <SEP> ähnlichen <SEP> Eigen  ,,:ehaften <SEP> gelangt <SEP> man, <SEP> wenn <SEP> man <SEP> das <SEP> 1-Oxy-3  -icet;

  -laminobenzol <SEP> des <SEP> Beispiels <SEP> durell <SEP> 1-Oxy  3-ti#ifIuoraeetyIaminobenzol, <SEP> l.-Oxy-3-nlono  ehloracety <SEP> laniinobenzol, <SEP> 1-OZ@@-3-tricliloracetyl  aniinobenzol, <SEP> 1-Oxy-3-oxyaeetylaminobelizol, <SEP> 1  Oxy-3-butyrylaminobenzol, <SEP> 1-Oxy-3-isol)utyryl  ailii@iobenZol, <SEP> 1-Oxy--erotonylamiilobenzol, <SEP> 1  Oxy-3-niethoxyaeetylaminobenzol, <SEP> l.-Oxy-3-(3'  n)ethoxy)-propionylaminobenzol, <SEP> 1-Oxy-3-(4'  inetlioxy)-butyrylaminobenzol, <SEP> 1-Oxy-3-(3'  oxy)-propionylaminobenzol, <SEP> 1.-Oxy-3-(4'-oxy <SEP> )  1)tityii1aminobenzol, <SEP> 1-Ozy-3-liexnnoy1amino  benzol, <SEP> l.-Oxy-3-d@odecanoylaminoben7ol,1-Oxy  3-tetradecanoylaminobenzol, <SEP> 1-Oxz--3-hexadeca  iloyiaminoben7ol, <SEP> 1-Oxy-3-octadecai)oylamino  benzol, <SEP> 1.-Oxy-3-phenylaeetylaminobenzol, <SEP> 1  Oxy-3-benzoyiaminobenzol,1-Oxy-3-hexahydro  1)

  enzoylaminoben7ol, <SEP> 1-Oxy-3-methylsulfonyl  aminobenzol, <SEP> 1-Oxy <SEP> -3-monoätliS-laminobenzol,
<tb>  l-Oxy-3-diäthylaminobenzol, <SEP> 1-Oxy-4-acetyl  aminonaphthalin <SEP> oder <SEP> 1-Oxy-3-[N-(4'-methyl)  phenylsulfonyl-N-methyl]-aminobenzol <SEP> ersetzt.
<tb>  



  Der <SEP> in <SEP> diesem <SEP> Beispiel <SEP> verwendete <SEP> 1  Aniinoplienyl <SEP> -4- <SEP> carbaminsäure-(3'-methoxy)  butylester <SEP> ist <SEP> neu <SEP> und <SEP> kann <SEP> folgendermassen
<tb>  synthetisiert <SEP> werden:
<tb>  7.00 <SEP> Teile <SEP> Nasser, <SEP> 16 <SEP> Teile <SEP> kristallisiertes
<tb>  Natrittniaeetat <SEP> und <SEP> 15 <SEP> Teile <SEP> 1-Aeetylamino-4  aniinobenzol <SEP> werden <SEP> gut <SEP> vermischt. <SEP> und <SEP> auf
<tb>  0  <SEP> gekühlt. <SEP> Unter <SEP> gutem <SEP> Rühren <SEP> tropft <SEP> man
<tb>  zur <SEP> @R.eaktionsmisehung <SEP> 18 <SEP> Teile <SEP> Chlorameisen  siiitre-(3-metlioxy <SEP> )-butylester. <SEP> Wenn <SEP> die <SEP> Re-            aktion    beendet ist, filtriert man den Nieder  schlag ab,     wäseht    ihn aus und trocknet ihn.

    Man erhält so den     1-Acetylaminophenyl-4-          ea.rbaminsäure-(3'-methoxy)-butylester    in     guter          Ausbeute;    er kann durch     Umkristallisieren    aus  verdünntem Alkohol noch gereinigt werden  und     schmilzt.    dann bei 128 .

   28 Teile des so  erhaltenen     Produktes    werden mit 150 Teilen       10        %        iger        Salzsäure        -unter        Rüekfluss        gekocht,     wobei eine klare     violettstichige    Lösung ent  steht.

   Sobald die Reaktion beendet ist, kühlt  man die     Misellung    ab und     isoliert    das ent  standene Chlorhydrat .des     1-Aminophenyl-4-          carbaminsäure-(3'-methoxy)-butylesters    durch  Ausfällen mit einem geeigneten     Medium,        zum          Beispiel    Aceton, oder durch Eindampfen un  ter vermindertem Druck. Die     Ausbeute        ist     sehr     gilt.     



       Beispiel   <I>2</I>  26,4 Teile des     Chlorhydrates        des        1-Amino-          pheilyl-4-carbaminsäurephenylesters    werden  fein     gepulvert    und nach den Angaben .des  Beispiels 1 bei 0      diazo-tiert.    Die erhaltene       Diazolösung    wird in üblicher Weise mit einer  Lösung von 11 Teilen     1-Oxy-4-methylbenzol.,          1.5    Teilen 30     1/oiger    Natronlauge und 25 Teilen  Soda in 200 Teilen     Wasser    bei 3-5  vereinigt.

    Nach kurzer Zeit wird der gebildete     Monoazo-          farbstoff        abfiltriert,    mit Wasser     alkalifrei    ge  waschen und getrocknet. Man erhält 1-(2'       Oxy-5'-methyl)-phenylazo-phenyl-4-carbamin-          säurephenylester    in guter     Ausbeute.    Das neue  Produkt kann     aus    Alkohol     -umkristallisiert     werden, wobei glänzende orange Blättchen  vom     Schmelzpunkt        186-1.87         ausfallen.    Es  löst sich in Essigester mit     grünstiehig    gelber,

    in konzentrierter Schwefelsäure mit oranger  Farbe und färbt     synthetische        Polyamidfasern     in gelben Tönen von     ausgezeichneter    Wasch  und     Seewasserechtheit.    Es besitzt ausserdem  ein     ausgezeichnetes    Ziehvermögen auf     Orlon     42; die dabei erhaltenen Färbungen zeich  nen sich durch vorzügliche Wasch-, Seewas  ser-, Bügel- und     Subiimierechtheit        aus.     



  Der in diesem Beispiel verwendete     1-          Aminophenyl-4-earbaminsäurephenylester    ist  neu und kann folgendermassen     synthetisiert     werden:      100 Teile     Wasser,    16 Teile kristallisiertes       Natriumacetat    und 15 Teile     1-Acetylamino-4-          aminobenzol    werden     gut    vermischt und auf  0  gekühlt. Unter     gutem    Rühren tropft man  zur Reaktionsmischung 19 Teile Chlorameisen  säurephenylester. Wenn die Reaktion beendet  ist, filtriert man den Niederschlag ab, wäscht  ihn aus und trocknet ihn.

   Man erhält so den       1-Acetylaminophenyl    -4-     carbaminsärrrephenyl-          ester    in guter Ausbeute; er kann durch Um  lösen aus     Alkohol    gereinigt. werden und  schmilzt dann bei 190 .    27 Teile dieses     Produktes    werden mit 150  Teilen     10 /oiger    Salzsäure und 150 Teilen       Äthylalkohol    unter     Rückfluiss    gekocht, bis die  Hydrolyse beendet ist.

   Dann kühlt man die  Reaktionsmischung ab und isoliert das ent  standene Chlorhydrat des     1-Aminophenyl-4-          earbaminsä-Lirephenlyesters    durch Ausfällen  mit einem geeigneten Medium, zum Beispiel       Aceton,    oder durch Eindampfen unter ver  mindertem Druck. Die Ausbeute ist sehr gut.  



  Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften  werden erhalten, wenn man das Chlorhydrat  des     1-Aminophenyl-4-carbaminsärtrephenyl-          esters    durch das Chlorhydrat eines     1-Amino-          phenyl-4-carbaminsäure-alkylphenyl-,        -alkoxy-          phenyl-,        -benzyl-,        -phenyläthyl-    oder     -morpho-          linoäthylesters    ersetzt.

      <I>Beispiel 3</I>  27,4 Teile des Chlorhydrates des     1-Amino-          phenyl    - 4-     carbaminsäure    - (3'-     methoxy)        -butyl-          esters    werden wie im Beispiel 1     diazotiert.    Die  erhaltene     Diazolösrzng    wird in üblicher Weise  mit einer Lösung von 15 Teilen     8-Oxychinolin;     30     Teilen        100 /oiger    Essigsäure und 17 Teilen       Natriumacetat    in 300 Teilen Wasser bei 5  bis 10  vereinigt.

   Nach einiger Zeit wird der  gebildete     Monoazofarbstoff        abfiltriert    und ge  trocknet; man erhält in guter Ausbeute     1-(8'-          Oxychinolyl-    5') -     azo        -phenyl-4-earbaminsärire-          (3'-methoxy)-butylester.    Das neue Produkt  kann durch     Umkristallisieren    aus Alkohol wei  ter gereinigt     werden    (Schmelzpunkt 152 bis  153 ).

   Es löst sich in Essigester mit     göldgelber          und    in konzentrierter Schwefelsäure mit roter    Farbe und färbt.     Acetatkunstseide    und syn  thetische     Polvamidfasern    in orangen Tönen.  Durch     Naehbehandeln    der Färbungen mit  kupferabgebenden Mitteln kann man deren       Eehtheitseigenschaften,    insbesondere deren  Waschechtheit., bedeutend verbessern.  



  Zu Farbstoffen mit ähnlichen Eigenschaf  ten gelangt man, wenn man das     8-Oxvchino-          lin    des Beispiels durch     5-Oxpehinoxalin    oder       8-Oxvchinazolin    ersetzt, oder wenn man die       Diazoverbindung    des Beispiels mit     1-Oxy-2-          acetylaminobenzol    kuppelt und die     Acetyl-          gruppe    anschliessend     hvdrolytiseh    abspaltet.

      <I>Beispiel</I>  27,4 Teile des Chlorhydrates des     1-Amino-          phenyl    - 4 -     carbaminsäure    - (3'-     methoxy)    -     butyl-          esters    werden nach den Angaben des Beispiels  1     diazotiert.    Die erhaltene     Diazolösung    wird  in üblicher Weise mit 11 Teilen     1-Oxv-3-          aminobenzol    in verdünnter Salzsäure vereinigt.

    Nachdem die Kupplung     zum        llonoazofarb-          stoff    durch     Zufügen    von     \Tatriumaeetat    zu  Ende geführt wurde, wird dieser     abfiltriert,          ,gewaschen    und     getroeknet.     



  35,8 Teile des so erhaltenen Produktes  werden bei 100  mit 100 Teilen Essigsäure  anhydrid     digeriert;    man dampft die Masse  im Vakuum ein und kristallisiert das neue  Produkt gegebenenfalls aus Essigester um  (Schmelzpunkt 187 ). Es löst sieh in Essig  ester mit gelber und in konzentrierter Schwe  felsäure mit goldgelber Farbe und färbt     Ace-          tatkunstseide    und synthetische     Polyamidfasern     in gelben Tönen von guten Echtheitseigen  schaften.  



  <I>Beispiel 5</I>  27,4 Teile des Chlorhydrates des     1-Amino-          phenyl    - 4-     carbaminsäure    - (3'-     methoxy)    -     buty        l-          esters    werden fein gepulvert und nach den  Angaben des Beispiels 1 bei 0      diazotiert.    Die  erhaltene     Diazolösung,

      wird in üblicher Weise  mit einer Lösung von 26 Teilen     1-Oxv-3-          decanoylaminobenzol    in 300 Teilen     Pyridin     in Gegenwart von 11 Teilen     Calciumhydroxyd     bei     3-5     vereinigt. Nach einiger Zeit wird  die Masse angesäuert, worauf der ausgefallene           Farbstoff        abfiltriert    und getrocknet wird.

    Man erhält den     l.-(2'-Decanoylaniino-4'-oxy)-          1    ) l     ienyl        azo-plienyl    - 4-     earbaminsäure    -     (3"-meth-          oxy)-butylester    in guter     Ausbeute.    Das neue       Produkt    kann aus Alkohol umgelöst werden,  es schmilzt dann bei 155 .

   Es löst sieh in       Essi < ,-ester    mit     grünstiehig    gelber Farbe und       l'iirbt        Aeetatkunstseide    in der Masse in gelben  Tönen von v     orzüglieher        Waseh-    und     Ü'ber-          l' < irlmeelitlieit.    Die     Färbun-en    sind     ausserdem          raueligas-,        peroxydbleieh-    und hoch     lielitecht.          Beispiel   <I>6</I>       2:

  5,8    Teile des     1-Amino-2-methylsulfony        Iphe-          n@-1-4-earbaniinsäureätliylesters,    vom     Sehmelz-          hankt        1.-13-144 ,        werden    fein     gepulvert    und in       152    Teilen einer 8     o/oigen    Salzsäure heiss gelöst.

    I     )ie    erhaltene rote Lösung wird unter gutem       (fiiliren    auf 0  gekühlt und mit einer Lösung       aus    7 Teilen     Natriumnitrit    und 50 Teilen       Wasser        versetzt.    Die erhaltene     Diazolösung     wird nötigenfalls filtriert und in     üblicher          Weise    mit einer Lösung von 11,4 Teilen     1-          ()xv        =2-niethylbenzol    in 250 Teilen Wasser, 4  Teilen     Natriumhvdroxvd    und 15 Teilen Na  triumearbonat bei     3-5     vereinigt.

   Nach     be-          endeter        Kupplung    wird der     ausgefallene    Farb  stoff     abgetrennt,    neutral gewaschen und ge  trocknet. Man erhält     1-(4'-0xy-3'-methy-1)-          hlien        vlazo=2-methylsulfony        lphenyl-4-earbamin-          siiui-eät.liylester    in guter Ausbeute. Das neue  Produkt. kann aus verdünntem Alkohol oder  Essigester umgelöst werden, es schmilzt. dann  bei 203 .

   Es löst. sich in Essigester mit     grün-          stieliig0,elbei-,    in konzentrierter Schwefelsäure  mit oranger Farbe und färbt     Acetatkunst-          seide,        Triacetatkunstseide    und synthetische         Polyamidfasern    in gelben Tönen von vorzüg  licher Wasch- und     Seewasserechtheit.    Die Fär  bungen sind ausserdem     ätzbar,    sublimier-, licht  und     vorzüglieh    bügelecht.  



  Der in diesem Beispiel verwendete     1-Amino-          2-methyisulfony        1phenyl-4-earbaminsänreäthyl-          ester    ist neu und kann folgendermassen erhal  ten werden  18,6 Teile     1,4-Diamino-2-methylsttlfonyl-          benzol    werden in 60 Teilen wasserfreiem       Pyridin    gelöst. Unter guter äusserer Küh  lung und heftigem Rühren tropft man 11  Teile     Clilorameisensäureäthylester    hinzu, so       dass    die Temperatur der     Reaktionsmischung          -+-10     nicht. übersteigt.

   Nach dem Eintragen  rührt man noch 2 Stunden lang bei     Raum-          temper        atur    und dann während 8 Stunden bei  60-70 . Nun ist die Reaktion beendet; man  lässt die Reaktionsmasse auf Zimmertempera  tur abkühlen und ladet sie unter gutem Rüh  ren auf ein Gemisch, bestehend aus 60 Teilen  Wasser und 60 Teilen Eis, aus. Durch An  säuern mit     Salzsäure    und     Abfiltrieren    wird  das ausgefallene Produkt vom     Pyridin    abge  trennt. Man wäscht es mit Wasser gut aus  und     kristallisiert    es aus verdünntem Alkohol  mehrmals um. Es schmilzt dann bei     143-144 .     



  Das oben erwähnte     1,4-Diamino-2-methyl-          sulfonylbenzol    kann aus     1-Amino-2-methyl-          si-ilfonyl-4-nitrobenzol    nach einer der üblichen  Reduktionsmethoden in guter Ausbeute erhal  ten werden.  



  In der nachstehenden Tabelle werden wei  tere wertvolle     Dispersionsfarbstoffe    beschrie  ben, welche nach dem angegebenen Verfahren  hergestellt werden können. Sie entsprechen  der Zusammensetzung  
EMI0005.0094     
    Die Bedeutungen von R,     R5,    x und y sind  in den entsprechend bezeichneten Kolonnen  wiedergegeben. Eine weitere Kolonne enthält  die Schmelzpunkte der neuen Dispersionsfarb-    Stoffe und in der letzten Kolonne sind die  Farbtöne der Färbungen auf     Acetatkunst-          seide,    synthetischen     Polyamidfasern    und Poly  esterfasern aufgeführt.

      
EMI0006.0001     
    
EMI0007.0001     
    
EMI0008.0001     
           PärbevorschAft   <I>1</I>  .Man bereitet ein Färbebad aus 0,6 Teile  des nach Beispiel 1 erhältlichen und mit Hilfe  von     Türkischrotöl        dispergierten    Farbstoffes,  6 Teilen eines     Pettalkoholsulfonates    und 3000  Teilen Wasser zu. Man geht bei Zimmertem  peratur mit 100 Teilen     Acetatkunstseide    in  das Bad ein, erwärmt dieses innerhalb von  1 Stunde auf 80  und hält es während 1  Stunde bei 80 . Nach dieser Zeit ist der Färbe  prozess beendigt. Man nimmt das Färbegut  aus dem Bad heraus, spült es und trocknet es.  



  Zur Verbesserung der Dispersion kann  der Farbstoff     vorgängig    des Färbeprozesses  mit geeigneten Netzmitteln,     Dispergiermitteln     oder     Emulgatoren,    vorzugsweise in Gegen  wart von anorganischen Salzen, zum Beispiel       (Tlaubersalz,    vermahlen werden. Er kann auch  als wässerige Paste innig mit einem     Disper-          giermittel    vermischt und durch geeignete  Trocknung in ein     Farbstoffpulver    übergeführt       werden.     



       Färbevorschrift   <I>2</I>  100 Teile     Acetylcellulose    werden mit 300  Teilen Lösungsmittel     (931/o    Aceton,     71/o    Me-         thanol)    versetzt, kurz vermischt und über  Nacht quellen gelassen.  



  0,5 Teile des nach Beispiel 5 erhältlichen  Farbstoffes wird durch einfaches Schütteln  in 85 Teilen des Lösungsmittels gelöst und  der     Acetylcelluloselösung    zugegeben. Die Mi  schung wird in einem offenen Gefäss so lange  gerührt, bis 60 Teile des Lösungsmittels ver  dunstet sind.  



  Die gefärbte Masse wird nun nach üblicher  Art und Weise in den Spinntopf gepresst und  gesponnen. Die erhaltenen     Strängchen    sind  gebrauchsfertig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserunlösli cher Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeich net, dass man 1 Mol der Diazoverbindung aus einem gegebenenfalls weitersubstituierten 1- Aininophenyl-4-carbaminsäureester mit 1 Mol einer in ortho- oder para-Stellung zur Oxy- gruppe kuppelnden ein- oder zweikernigen aromatischen Oxyverbindung kuppelt.
CH332136D 1956-04-27 1955-02-25 Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe CH332136A (de)

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