CH335776A - Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe

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CH335776A
CH335776A CH335776DA CH335776A CH 335776 A CH335776 A CH 335776A CH 335776D A CH335776D A CH 335776DA CH 335776 A CH335776 A CH 335776A
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Hans Dr Ruckstuhl
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Sandoz Ag
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    • C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 317119    Verfahren zur Herstellung     ehromhaltiger        Azofarbstoffe    der     Pyrazolonreihe       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren  zur Herstellung     chromhaltiger        Azofarbstoffe    der     Pyr-          azolonreihe,    welches darin besteht, dass man die durch  Kuppeln von 1     Mol    der     Diazoverbindung    aus einem  Amin der Zusammensetzung  
EMI0001.0010     
    worin x     Hydroxy    oder     Methoxy,    und y Chlor oder       Methyl    bedeuten,

   mit 1     Mol    eines     Pyrazolons    der Zu  sammensetzung  
EMI0001.0016     
    worin R für Wasserstoff oder     Hydroxyäthyl    steht,  und z - wenn R die erstgenannte Bedeutung hat   Halogen,     Methyl,        Methoxy    oder     Nitro,    oder - wenn  R die zweitgenannte Bedeutung hat -     Wasserstoff,     Halogen,     Methyl,        Methoxy    oder     Nitro    bedeutet, er  hältlichen     Monoazofarbstoffe    mit chromabgebenden  Mitteln behandelt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man ebenfalls wert  volle chromhaltige     Azofarbstoffe    erhält, wenn man  anstelle der     Azokomponenten    des Hauptpatentes das       Pyrazolon    der Zusammensetzung  
EMI0001.0029     
    wählt.  Die Kupplung der     diazotierten        1-Hydroxy-    bzw.  



       1-Methoxy-2-amino-6-nitrobenzole    der Zusammen  setzung (1) mit dem     Pyrazolon    der Zusammensetzung  (111) wird mit Vorteil in schwach     alkalischem    bis       alkalischem    Medium ausgeführt. Die gebildeten       Monoazoverbindungen    werden mittels     Salz    aus den  Kupplungsmassen abgeschieden und hierauf     abfiltriert.     



  Die     Überführung    der     Monoazoverbindungen    in  ihre Metallkomplexe     erfolgt    mit Verbindungen des  Chroms. Die     Metallisierung    wird     vorteilhaft    in wässe  riger Lösung oder in organischem Medium, beispiels  weise in     Formamid,

      oder in der konzentrierten wässe  rigen Lösung eines     Alkalisalzes    einer     niedrigmoleku-          laren        aliphatischen        Monocarbonsäure        ausgeführt.     Man lässt dabei mit Vorteil auf zwei     Moleküle        Mono-          azoverbindung    eine weniger als zwei, mindestens aber  ein Atom Chrom enthaltende Menge eines chrom  abgebenden Mittels einwirken.  



  Geeignete Verbindungen des Chroms sind z. B.       Chromifluorid,        Chromisulfat,        Chromiformiat,        Chromi-          acetat,        Kahumchromisulfat    oder     Ammoniumchromi-          sulfat.    Auch die     Chromate,    z. B.

   Natrium- oder     Ka-          liumehromat    bzw.     -bichromat,    eignen sich in vor  züglicher Weise für die     Metallisierung    der     Mono-          azoverbindungen.    Man arbeitet hier vorteilhaft in      stark     ätzalkalischem    Medium, wobei gegebenenfalls  reduzierende Stoffe zugefügt werden können.  



  Die neuen     chromhaltigen        Azofarbstoffe    der     Pyr-          azolonreihe    besitzen ein hervorragendes     Neutraizieh-          vermögen    für Wolle; sie färben diese Faser meist  schon aus neutralem und Seide aus schwach saurem  Färbebad     in    vollen blaustichigen Rottönen von sehr  guter Walk- und Waschechtheit und vorzüglicher  Lichtechtheit an; sie eignen sich auch für das Färben  von Leder und in besonders vorzüglicher Weise für  das Färben von künstlichen stickstoffhaltigen Fasern,  wie synthetischen     Polyamidfasern    [z. B. Nylon,  Per  lon  (eingetragene Schutzmarke)].  



  Ihre gute Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln,  z. B. Aceton,     Dimethylformamid    und     Tetrahydro-          furan,    erlaubt es ferner, die neuen Farbstoffe zum  Färben von Kunstfasern, die aus organischen Lö  sungsmitteln versponnen werden (z. B.     Acetatkunst-          seide,    Polyesterfasern), von Kunststoffen und von  Lacken zu verwenden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ange  geben.  



  <I>Beispiel 1</I>  18,9 Teile     1-Hydroxy-2-amino-4-chlor-6-nitro-          benzol    werden in 200     Teilen    Wasser mit 14 Teilen       30%iger        Natriumhydroxydlösung        gelöst.        Zur        Lö-          sung    fügt man 6,9 Teile     Natriumnitrit    und lässt sie  bei 0-5  in 30 Teile     30o/oige    Salzsäure und Eis  einlaufen.

   Die entstandene     Diazosuspension    wird mit       Natriumcarbonat    schwach alkalisch gestellt und hier  auf mit     Natriumbicarbonat    versetzt. Man lässt ihr nun  eine     natriumhydroxydalkalische    Lösung aus 32,3 Tei  len     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'-sulfonsäure-          morpholid    und 200 Teilen Wasser     langsam        zutropfen.     Der gebildete     Monoazofarbstoff    fällt vollständig aus;  er wird     abfiltriert,    gewaschen und getrocknet.

   Er ist  ein braunschwarzes Pulver, das sich in konzentrierter  Schwefelsäure mit oranger und in verdünnter Na  triumhydroxydlösung mit roter Farbe löst. Er färbt  Wolle nach dem     Einbadchromierungsverfahren    in  echten blaustichig roten Tönen.  



  Zur     Überführung    in den chromhaltigen Farbstoff  wird die     Monoazoverbindung    mit 25     Teilen    Natrium  acetat und 40 Teilen     Ammoniumchromisulfat    in 300  Teilen     Formamid    8 Stunden lang auf 95  erwärmt.  Man lässt die Reaktionsmischung auf 20-25  er  kalten, giesst sie hierauf in 700 Teile Wasser und     fil-          triert    die nach Zugabe von 50 Teilen     Natriumchlorid     ausgeschiedene     Chromkomplexverbindung    ab.

   Der  Filterkuchen wird bei Zimmertemperatur in 600 Teile  Wasser und 45 Teile     30d/o,ige        Natriumhydroxyd-          lösung    eingetragen. Nach kurzfristigem Rühren wer  den der Masse 90 Teile     Natriumchlorid    zugefügt;  man     filtriert    hierauf den abgeschiedenen chromhalti  gen     Azofarbstoff    ab und trocknet ihn. Er ist ein  braunrotes Pulver, das sich in konzentrierter Schwe  felsäure mit orangeroter, in Wasser mit blaustichig  roter Farbe löst und Wolle, Seide und synthetische         Polyamidfasern    aus neutralem bis schwach saurem  Bade in vollen blaustichigen Rottönen von vorzüg  licher Walk-, Wasch- und Lichtechtheit färbt.

   Der  neue Farbstoff ist auch in Aceton sehr gut löslich  und kann zum Färben von     Celluloseacetat    in der  Masse verwendet werden.    <I>Beispiel 2</I>  Ersetzt man im vorstehenden Beispiel die 18,9  Teile     1-Hydroxy-2-amino-4-chlor-6-nitrobenzol    durch  die äquivalente Menge     1-Hydroxy-2-amino-4-methyl-          6-nitrobenzol,    so erhält man einen chromhaltigen       Azofarbstoff    von ähnlichen Eigenschaften.  



       Spinnmasse    kann wie folgt gefärbt werden:  100 Teile     Acetylcellulose    mit einem Gehalt an       abspaltbarer    Essigsäure von     54-5501o,    werden mit  300 Teilen Lösungsmittel (z. B. einem Gemisch aus  275 Teilen Aceton und 25 Teilen Methanol) versetzt.  Man verrührt die Masse und lässt sie über Nacht  quellen.  



  1 Teil des nach     Beispiel    1 erhaltenen     chrom-          haltigen        Azofarbstoffes    wird anderntags in 60 Teilen  desselben Lösungsmittels gelöst. Man setzt die Lösung  der     Acetylcelluloselösung    zu und rührt diese nun so  lange, bis 60 Teile Lösungsmittel verdunstet sind.  



  Nach der Filtration der     Acetylcelluloselösung     durch Baumwolle und     Pressfilterwatte    verläuft der  weitere     Arbeitsprozess    bis zur Bildung des fertigen  Gespinstes in der gleichen Weise wie bei der Her  stellung von ungefärbter     Acetatkunstseide.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azo- farbstoffe der Pyrazolonreihe, dadurch gekennzeich net, dass man 1 Mol der Diazoverbindung aus einem Aminobenzol der Zusammensetzung EMI0002.0077 worin x Hydroxy oder Methoxy, und y Chlor oder Methyl bedeuten, mit 1 Mol des Pyrazolons der Zu sammensetzung EMI0002.0083 kuppelt und die so erhältlichen Monoazofarbstoffe mit chromabgebenden Mitteln behandelt, mit der Massgabe,
    dass auf ein Molekül Monoazofarbstoff weniger als ein Atom Chrom komplex gebunden wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf zwei Moleküle Monoazo- farbstoff weniger als zwei Atome Chrom einsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf zwei Moleküle Monoazofarbstoff im wesentlichen ein Atom Chrom einsetzt.
CH335776D 1955-06-17 1955-06-17 Verfahren zur Herstellung chromhaltiger Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe CH335776A (de)

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