CH336225A - Verfahren und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut - Google Patents

Verfahren und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut

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CH336225A
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CH
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Hans Dr Gysin
Enrico Dr Knuesli
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Geigy Ag J R
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/64—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/66—1,3,5-Triazines, not hydrogenated and not substituted at the ring nitrogen atoms

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Description


      Verfahren        und        Mittel        zur        Beeinflussung    des     Pflanzenwachstums,    insbesondere  zur Bekämpfung von Unkraut    Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass       Triazine    der Formel  
EMI0001.0008     
    worin R einen nichtaromatisch gebundenen Kohlen  wasserstoffrest bedeutet, bereits in sehr     niedriger     Konzentration auf Pflanzen wachstumshemmend und  abtötend wirken.  



  Verbindungen der oben definierten     Formel    sind  zum Beispiel durch Umsetzung von     Cyanurchlorid     mit Alkoholen leicht     herstellbar.     



  Sie eignen sich vorzüglich als Wirkstoffe für  Unkrautbekämpfungsmittel, sowohl zur selektiven       Abtötung    von     Unkräutern    unter Kulturpflanzen wie  auch zur totalen     Abtötung    und Verhinderung uner  wünschten Pflanzenwuchses. Unter Unkräutern wer  den hierbei auch unerwünschte, z. B. vorher oder  in der Nähe angebaute Kulturpflanzen verstanden.  Die oben definierten Verbindungen eignen sich wei  terhin auch als Wirkstoffe zur Ausübung anderer  hemmender Beeinflussungen des Pflanzenwachstums,  insbesondere     Entblätterung,        Reifebeschleunigung     durch vorzeitiges Austrocknen, z.

   B. von Kartoffel  pflanzen, ferner auch Verminderung des Frucht  ansatzes, Verzögerung der Blüte, Verlängerung der  Ernteperiode und der Lagerfähigkeit.  



  In geeigneten Konzentrationen sind die erfin  dungsgemäss verwendbaren Wirkstoffe unter Umstän  den auch als     keimungsfördernde    bzw. als     bewurze-          lungsfördernde    Mittel verwendbar. Auch kann sich    eine hemmende Beeinflussung des Wachstums von  Pflanzenteilen, z. B. der Blätter,     Jungtriebe    oder  Ausläufer     indirekt    in einer qualitativen oder quanti  tativen Förderung anderer Teile, z. B. der Wurzeln  oder Früchte, auswirken und unter Umständen auch  eine stärkere Düngung ermöglichen.  



  Als Wirkstoffe kommen beispielsweise die nach  stehenden     Triazinderivate    in Frage:       2,4-Dichlor-6-methoxy-s-triazin,    F: 89-90 ,       2,4-Dichlor-6-äthoxy-s-triazin,    F: 30-32 , oder       2,4-Dichlor-6-n-butoxy-s-triazin,        Kpo,s    83-85 .  Die erfindungsgemäss verwendbaren Wirkstoffe  zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums können  Lösungen, Emulsionen, Suspensionen oder Stäube  mittel darstellen; die Anwendungsformen richten sich  ganz nach den Verwendungszwecken. Lediglich müs  sen alle     Applikationsformen    eine feine     Verteilbarkeit     der Wirksubstanz gewährleisten.

   Insbesondere bei der  totalen     Abtötung    von Pflanzenwuchs, bei der vor  zeitigen Austrocknung sowie der     Entblätterung    kann  die Wirkung durch die Verwendung von an sich       phytotoxischen    Trägerstoffen, wie z. B. hochsieden  den     Mineralölfraktionen    oder     Chlorkohlenwasser-          stoffen,    verstärkt werden; anderseits kommt die  Selektivität der Wachstumshemmung bei der Ver  wendung von gegenüber Pflanzen indifferenten Trä  gerstoffen, z. B. in der selektiven Unkrautbekämp  fung, unter Umständen deutlicher zur Geltung.  



  Zur Herstellung von direkt     versprühbaren    Lösun  gen kommen z. B.     Mineralölfraktionen    von     mittlerem     bis hohem Siedepunkt, wie     Kerosen    oder Dieselöl,  ferner auch     Kohlenteeröle    und Öle pflanzlichen oder  tierischen Ursprunges sowie     cyclische        Kohlenwasser-          stoffe,    wie     Tetrahydronaphthalin    und     alkylierten          Naphthalinen    in Betracht, welchen die erfindungs-      gemäss verwendbaren     Wirkstoffe,

      gegebenenfalls unter  Verwendung geeigneter     Hilfslösungsmittel,    wie z. B.       Xylol,        beigefügt    werden. Lösungen in niedriger sie  denden     Lösungsmitteln,    wie     insbesondere    Alkoholen,  z. B. Äthylalkohol,     Isopropylalkohol    oder     Methyl-          cyclohexanol,        Ketonen,    z. B. Aceton oder     Cyclo-          hexanon,        Kohlenwasserstoffen,    z. B.

   Benzol,     Toluol,          Xylol,    ferner in chlorierten     Kohlenwasserstoffen,    wie       Tetrachloräthan,        Äthylenchlorid    oder     Trichloräthylen,     kommen weniger in Betracht zur direkten Applika  tion als zur Kombination     mit    geeigneten     Emulgier-          mitteln    zur Herstellung von Konzentraten für die  Bereitung wässriger Emulsionen.  



       Wässrige        Applikationsformen    werden aus     Emul-          sionskonzentraten,    Pasten oder netzbaren Pulvern  (Spritzpulvern) durch Zusatz von Wasser bereitet.  Zur Herstellung von Emulsionen werden die Wirk  stoffe als solche oder in einem der     obgenannten     Lösungsmittel gelöst, vorzugsweise mittels Netz- oder       Dispergiermitteln,    in Wasser homogenisiert.

   An       kationaktiven        Emulgier-    oder     Dispergiermitteln    seien  als Beispiele     quaternäre        Ammoniumverbindungen    ge  nannt, an     anionaktiven        Emulgiermitteln    Seife,  Schmierseife,     aliphatische        langkettige    Schwefelsäure  monoester,     aliphatische    oder aromatische     Sulfosäuren,          langkettige        Alkoxyessigsäuren    und an     nichtionogenen          Emulgiermitteln,

          Polyäthylenäther    von Fettalkoholen  und     Polyäthylenoxydkondensationsprodukte.    Es kön  nen aber auch aus Wirkstoff,     Emulgator    oder     Disper-          gator    und eventuell Lösungsmittel bestehende Kon  zentrate hergestellt werden, die sich zur Verdünnung  mit Wasser eignen.  



       Stäubemittel    können durch Mischen oder ge  meinsames     Vermahlen    von Wirksubstanzen mit einem  festen Trägerstoff hergestellt werden. Als solche kom  men in Frage: Talkum,     Diatomeenerde,    Kaolin,       Bentonit,        Calciumcarbonat,    Borsäure,     Tricalcium-          phosphat,    aber auch Holzmehl, Korkmehl, Kohle und  andere     Materialien    pflanzlicher Herkunft. Anderseits  können die Trägerstoffe auch     mit    Lösungen der  Wirkstoffe in flüchtigen Lösungsmitteln imprägniert  werden.

   Durch Zusatz von Netzmitteln und Schutz  kolloiden können pulverförmige Präparate und  Pasten in Wasser     suspendierbar    und als Spritzmittel  verwendbar gemacht werden.  



  Die verschiedenen Anwendungsformen können  in üblicher Weise durch Zusatz von Stoffen, welche  die Verteilung, die Haftfestigkeit, die Regenbestän  digkeit und eventuell das     Eindringungsvermögen    ver  bessern, wie von z. B. Fettsäuren, Harzen, Netz  mitteln, Leim, Casein oder     Alginaten    den Verwen  dungszwecken näher angepasst werden. Ebenso lässt  sich ihre biologische Wirkung verbreitern durch Zu  satz von Stoffen mit bakteriziden,     fungiziden    oder  ebenfalls das     Pflanzenwachstum        beeinflussenden    Ei  genschaften, sowie von     Düngemitteln.     



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist     ein     Verfahren zur     Beeinflussung    des     Pflanzenwachstums,     insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut, gekenn  zeichnet durch die Verwendung von Verbindungen    der obengenannten Formel. Die Erfindung bezieht  sich ebenfalls auf ein Mittel zur Ausführung dieses  Verfahrens, welches eine Verbindung der obenge  nannten Formel und einen festen Trägerstoff enthält.  



  Nachstehend werden einige Beispiele für typische       Applikationsformen    angeführt.  



  <I>Beispiel 1</I>  80 Teile     2,4-Dichlor-6-methoxy-s-triazin    werden  mit 19,5 Teilen fester     inerter    Trägersubstanz, z. B.  Talk, Kaolin, Kreide,     Bentonit    oder     Kieselgur    und       gewünschtenfalls    0,5 Teilen Haftmittel, z. B.     Stearin-          säure,        Ölein,    Mineralöl, in einer geeigneten Kugel  mühle zu grösster Feinheit vermahlen.

   Das Gemisch  dient als     Stäubemittel.       <I>Beispiel 2</I>  20     Teile        2,4-Dichlor-6-äthoxy-s-triazin    werden  mit 70 Teilen fester     inerter    Trägersubstanz, z. B.  Kaolin, Kreide,     Bentonit    oder     Kieselgur,    7     Teilen     eines     nichtionogenen    Netzmittels, z. B. eines     Schwe-          felsäureesters    eines     Alkylpolyglykoläthers,    3 Teilen       Schutzkolloid,    z. B.     Sulfitablauge    in einer Stiften  mühle fein vermahlen.

   Das erhaltene Pulver ist in       Wasser.suspendierbar    und kann zu Spritzmitteln ver  arbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Beeinflussung des Pflanzenwachs tums, insbesondere zur Bekämpfung von Unkraut, gekennzeichnet durch die Verwendung von Verbin dungen der Formel EMI0002.0093 worin R einen nichtaromatisch gebundenen Kohlen wasserstoffrest bedeutet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass R eine niedere Alkylgruppe be deutet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R eine Methyl- öder Äthylgruppe bedeutet.
    PATENTANSPRUCH II Mittel zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Verbindung der Formel EMI0002.0099 worin R die im Patentanspruch I angegebene Be deutung hat, und einen festen Trägerstoff enthält. UNTERANSPRÜCHE 3. Mittel gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass R eine niedere Alkylgruppe bedeutet. 4. Mittel gemäss Patentanspruch 1I und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass R eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet.
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