CH341495A - Verfahren zur Herstellung von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden

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CH341495A
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Reichstein Tadeus Dr Prof
Albert Dr Wettstein
Georg Dr Anner
Jean Dr Billeter
Karl Dr Heusler
Robert Dr Neher
Julius Dr Schmidlin
Hellmut Dr Ueberwasser
Peter Dr Wieland
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Reichstein Tadeus Dr Prof
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Description


  Verfahren zur Herstellung     vön    Steroiden    In     Experientia    9, 333 (1953) ist über die Isolie  rung und     Reindarstellung    einer biologisch hochwirk  samen Verbindung aus Nebennieren berichtet wor  den. In der Schweiz. Patentschrift     Nrn.    324896 und  334136 ist die Herstellung von funktionellen Deri  vaten dieses Wirkstoffes beschrieben. Dabei hat es  sich gezeigt, dass er zwei     Hydroxylgruppen    aufweist,  von denen sich die eine leichter als die andere     ver-          estern    lässt.

      Auf Grund von Abbaureaktionen an diesem Wirk  stoff konnte nun dessen Konstitution aufgeklärt wer  den, wobei sich herausstellte, dass es sich um ein       Steroid    mit einer     Aldehydgruppe    in     13-Stellung    han  delt, weswegen die     Verbindung    auch     Aldosteron    ge  tauft wurde.

   Die Konstitution des     Aldosterons    wird  durch die beiden folgenden, miteinander offenbar im  Gleichgewicht stehenden Formeln wiedergegeben,  wobei bei den meisten Umsetzungen die     Halbacetal-          form    reagiert:  
EMI0001.0016     
    Es wurde nun gefunden, dass man gemäss der vor  liegenden Erfindung auch auf synthetischem Wege  zu     Aldosteron    und verwandten Verbindungen gelan  gen kann. Durch diese Synthese konnte im übrigen  auch die Konstitution des     Aldosterons    eindeutig be  wiesen werden.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung gesättigter oder ungesättigter Steroide,  das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Verbindun-    gen der Formel  
EMI0001.0019     
      worin     R1    und     R2    freie oder funktionell abgewandelte       Oxy-    oder     Oxogruppen,        R3    eine freie oder geschützte       Carbinol-,        Formyl-    oder     Carboxylgruppe    und R4  Wasserstoff oder eine freie oder funktionell abgewan  delte     Hydroxylgruppe    darstellen,.

       intramolekular    un  ter Reaktion der     Aldehydgruppe,    welche mit der  einständigen     Methylgruppe    verbunden ist, mit der       Methylengruppe    am     Kohlenstoffatom    2 kondensiert  und in den erhaltenen Steroiden die Doppelbindung  in     16,17-Stellung    mit Wasserstoff     absättigt.     



  Als Verbindungen mit funktionell abgewandelten       Oxy-    oder     Oxogruppen        kommen    zum Beispiel Ester,       Lactone,    Äther,     Thioester,        Thioäther,        Thiol-    und       Thionester,        Acetale,        Mercaptale,        Ketale,        Enolderi-          vate,    wie     Enolester,        Enoläther    oder     Enamine,    Hy  drazone,

       Semicarbazone    und dergleichen in Betracht.  



  Die als Ausgangsstoffe zu verwendenden     Poly-          hydrophenanthrene    können von beliebiger     sterischer     Konfiguration sein. Sie können eine Doppelbindung  zum Beispiel in 8-, 8a- oder     8a,9-Stellung    aufweisen.

    Die     Substituenten        R,    und R3 können auch miteinan  der direkt verbunden sein, indem zum Beispiel eine       Carboxyl-    oder     Aldehydgruppe    in     2-Stellung    mit einer       Hydroxylgruppe    in     4-Stellung        laktonisiert    bzw.     ace-          talisiert    sein kann.  



  Die Kondensation wird vorzugsweise mit Hilfe  von Kondensationsmitteln durchgeführt. Sie gelingt  schon unter sehr milden Bedingungen, z. B. schon  beim blossen Erhitzen, auch in wässriger Lösung.  Sonst kommen starke Alkalien, wie     Alkalimetall-          Alkoholate    oder     -Amide,    ferner     Triäthylamin    oder       Piperidin    oder     quaternäre        Ammoniumbasen,    wie Tri  ton B, gegebenenfalls auch in Gegenwart von orga  nischen Säuren, z. B. als Acetate oder     Benzoate,    in  Frage.  



  In den bei der Kondensation erhaltenen Produk  ten können funktionell abgewandelte     Oxy-    oder     Oxo-          gruppen    bzw.     Carboxylgruppen    nach bekannten Me  thoden in freie Gruppen     übergeführt    werden. So las  sen sich     zum    Beispiel     Ketale    und     Acetale,    und zwar       offenkettige    wie     cyclische,    z.

   B.     Äthylenketale,    durch  Behandlung mit Mineralsäuren oder     Sulfonsäuren    bei  Zimmertemperatur, vorteilhaft in Gegenwart eines       Ketons,    wie Aceton oder     Brenztraubensäure,    oder  auch durch     gelindes    Erwärmen mit verdünnter Essig  säure spalten.  



  Anstelle von Verbindungen, in denen     R3    eine  freie     Aldehydgruppe    bedeutet, geht man vorteilhaft  von solchen aus, die eine geschützte     Aldehydgruppe     aufweisen. Ein solcher Schutz gelingt überraschen  derweise sehr einfach, da der Aldehyd äusserst leicht  mit einer     Hydroxylgruppe    in     4-Stellung        Lactole          (Hemiacetale)    bildet. Diese können mit aktiven Ha  logeniden, z. B.     Benzylhalogeniden    oder mit     Dihydro-          pyran,    zu     Acetalen    umgesetzt werden.

   Es gelingt auch,  das gebildete     Lactol    zu     acylieren;    so können zum Bei  spiel unter milden Bedingungen mit     Acetanhydrid     und     Pyridin        Lactolacetate    erhalten werden. Die     Ace-          tale    können     mit        wässriger    Säure wieder gespalten  werden. Beim     Benzyläther    des     Lactols    gelingt die    Spaltung auch durch Behandlung mit Wasserstoff in  Gegenwart eines Katalysators, wie Palladium auf  Tierkohle.  



  Die bei der Kondensation entstehenden Produkte  sind     16,17-ungesättigte    Steroide, welche in     17-Stel-          lung    zum Beispiel eine     Acetyl-    oder freie oder funk  tionell abgewandelte     Oxyacetylgruppe    aufweisen.  Die mit einer     Carbonylgruppe    konjugierte     16,17-          Doppelbindung    lässt sich verfahrensgemäss zum Bei  spiel mit einem     Palladium-Katalysator    in alkoholi  scher Lösung leicht mit Wasserstoff     absättigen.     



  In den Verfahrensprodukten, welche gesättigte  oder ungesättigte Steroide der nachstehenden allge  meinen Formel darstellen  
EMI0002.0103     
    können freie     Hydroxylgruppen    in     Oxogruppen    über  geführt werden, z. B. durch oxydierende Mittel, wie  Erhitzen mit Kupferpulver, Einwirkung von     Metall-          alkoholaten    oder     -phenolaten    in Gegenwart von       Ketonen,    wie Aceton oder     Cylohexanon.        Oxy-    oder       Oxogruppen    kann man auch funktionell abwandeln.  



  In im Ring A gesättigten     3-Keto-Verbindungen     kann eine Doppelbindung in     4,5-Stellung    in üblicher  Weise eingeführt werden, z. B. durch     Halogenierung     und nachträgliche     Halogenwasserstoffabspaltung.     



  Eine     17ständige        Acetylgruppe    kann zum Beispiel  nach dem in der Schweiz. Patentschrift Nr. 341.496  beschriebenen Verfahren in die     21-Hydroxy-20-keto-          pregnan-Seitenkette    übergeführt werden.  



  Erhaltene     Racemate    lassen sich auf beliebiger  Stufe nach an sich bekannten Methoden in ihre  Antipoden spalten.  



  Die Ausgangsstoffe der vorliegenden Anmeldung  sind neu. Ihre Herstellung gelingt nach an sich be  kannten Methoden.  



  In den nachfolgenden Beispielen besteht zwischen  Gewichtsteil und     Volumteil    die gleiche Beziehung wie  zwischen Gramm und Kubikzentimeter. Die Tempera  turen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>    Eine Lösung von 21,10 Gewichtsteilen des nach  stehend unter b) beschriebenen rohen (2     ->        4(3)-Lak-          tons    des     lss-Formylmethyl-2a-acetonyl-2ss-carboxy-          4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4aa,4b,5,6,7,8,10,          l0ass-dodecahydrophenanthren-4ss-ols    und 1,67 Ge  wichtsteilen Triton Bin 4,

  5     Volumteilen        tert.        Buta-          noi    in 500     Volumteilen    Benzol wird in Stickstoff  atmosphäre während 4 Stunden einer langsamen De  stillation unterworfen. Man kühlt alsdann ab, ver  dünnt mit Äther, schüttelt die Lösung nacheinander      mit     zweimolarer    Natrium     dihydrogenphosphat-Lösung,     Wasser, 1-n.     Natriumcarbonat-Lösung    und Wasser,  trocknet mit Natriumsulfat und dampft im Vakuum  ein.

   Der Rückstand wird zur Reinigung in Benzol  gelöst und an neutralem Aluminiumoxyd nach der       Durchlaufmethode        chromatographiert.    Als     Eluiermit-          tel    verwendet man Benzol, Gemische von Benzol und  Äther<B>(9:</B> 1) und (1 : 1), Äther und ein Gemisch von  Äther und Essigester (9 : 1). Die     Eluate    werden mit  tels     Tüpfelproben    auf Papier     chromatographisch    un  ter der Quarzlampe geprüft und die stark absorbie  renden Fraktionen vereinigt.

   Durch     Umkristallisieren     aus     Aceton-Äther    und     Äther-Isopropyläther    gewinnt  man daraus das reine (18<B>_></B>     11f)-Lakton    der d,1  1     s,is_3_Äthylendioxy-11/3-oxy-20-oxo-pregnadien-18-          säure.     



  Diese Verbindung lässt sich wie folgt in das       (18->        llss)-Lakton    der     d,1-44-3,20-Dioxo-llss-oxy-          pregnen-18-säure    umwandeln.  



  Eine Lösung von 19,23 Gewichtsteilen     (18-m   <B>11</B> ss)  Lakton der     d,l-d        5-i6_    3 _     Athylendioxy-    l     lss-oxy-20-          oxo-pregnadien-18-säure    in 500     Volumteilen    Äthanol  wird in Gegenwart von 10,0 Gewichtsteilen eines       2o/oigen        Palladium-Strontiumcarbonat-Katalysators     bei Raumtemperatur in Wasserstoffatmosphäre ge  rührt. Nach einer Gasaufnahme von 1,05     Aquiva-          lenten    Gas kommt die Hydrierung praktisch zum  Stillstand.

   Man     nutscht    alsdann vom Katalysator ab  und destilliert das Lösungsmittel im Vakuum ab.  Zur Reinigung wird eine Lösung des Rückstandes in  Benzol durch eine Schicht Aktivkohle filtriert und  das Filtrat im Vakuum eingedampft. Aus dem Rück  stand gewinnt man durch     Umkristallisieren    aus Äther  unter Verwendung von     Methylenchlorid    als Lösungs  vermittler das (18<U>-</U> 11     ss)-Lakton    der     d,1-4        5-3-Athy-          lendioxy-llss-oxy-20-oxo-pregnen-18-säure.     



  Eine     Lösung    von 19,33 Gewichtsteilen     (18-4lss)-          Lakton    der     d.,1-.1        5-3-Äthylendioxy-1        lss-oxy-20-oxo-          pregnen-18-säure    und 4,3 Gewichtsteilen     p-Toluol-          sulfosäure    in 500     Volumteilen    Aceton wird 48 Stun  den bei Raumtemperatur gerührt. Man verdünnt hier  auf mit Wasser und destilliert das Aceton im Va  kuum ab.

   Das Reaktionsprodukt wird in einem Ge  misch von Äther und     Methylenchlorid    (3 : 1) auf  genommen, der Extrakt mit 1-n.     Natriumhydrogen-          carbonat-Lösung    und Wasser gewaschen, mit Na  triumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft.  Durch Kristallisation aus Äther erhält man das  (18     --#-   <B>11</B>     ss)-Lakton    der     d,1--44-3,20-Dioxo-1lss-oxy-          pregnen-18-säure.     



  Das in Lösung aufgenommene     Infrarotspektrum     des aus dieser Verbindung bzw. deren     3-Ketalen    ge  mäss dem in der Schweiz. Patentschrift Nr. 341496  beschriebenen Verfahren erhältlichen (18     -->    11ss)  Laktons der     d,1-44-3,20-Dioxo-llss-oxy-21-acetoxy-          pregnen-18-säure    ist mit demjenigen der aus     Aldo-          steron    hergestellten optisch aktiven Verbindung iden  tisch.  



  Verwendet man zur     Cyclisierung    das nachstehend  unter c) beschriebene (2<B>_></B>     4ss)-Lakton    des lss-For-         myl-methyl-2a-(c,)-acetoxy-acetonyl)-2ss-carboxy-4bss-          inethyl-7-äthylen-dioxy-        1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,          l0ass-dodecahydrophenanthren-4ss-ols    als Ausgangs  stoff, so erhält man nach Hydrierung der     16,17-Dop-          pelbindung    und     Ketalspaltung    wie oben beschrieben  das     (18.-->        llss)-Lakton    der     d,1-44-3,

  20-Dioxo-llss-          oxy-21-acetoxy-pregnen-18-säure,    welches in Lösung  ebenfalls ein mit der aus     Aldosteron        herstellbaren,     optisch aktiven Verbindung identisches     Infrarotspek-          trum    liefert.  



  <I>Beispiel 2</I>  4,00 Gewichtsteile (2<B>--></B>     4ss)-Lakton    der     d,l-d$a-          -1-(Formyl-methyl)    - 2a-     acetonyl-4ss-oxy-4bss-methyl-          7,7-äthylendioxy-4a,        t,1        Oass-dodecahydrophenanthren-          2ss-carbonsäure        (Isomerengemisch)    und 4,28 Ge  wichtsteile     Benzoesäure    werden mit 100     Volumteilen     wasserfreiem     Xylol    übergossen, 3,

  5     Volumteile        Tri-          äthylamin    zugegeben und das Gemisch 15 Stunden  in     Stickstoffatmosphäre    zum gelinden Sieden erhitzt.  Man kühlt hierauf ab, verdünnt die Lösung mit 300       Volumteilen    Benzol und 100     Volumleilen    Äther,  schüttelt bei 0  nacheinander mit 0,5-n.     Natriumcar-          bonatlösung,    1,5-n. Phosphorsäure, 0,5-n.     Natrium-          hydrogencarbonatlösung    und mit Wasser, trocknet  mit Natriumsulfat und dampft die Lösung im Va  kuum der Ölpumpe ein.

   Das durch Kristallisation aus  Äther unter Verwendung von     Methylenchlorid    als  Lösungsvermittler erhaltene Substanzgemisch wird in  Benzol gelöst und an 212 Gewichtsteilen     Silicagel     nach der     Durchlaufmethode        chromatographiert.    Zur  Abtrennung von schwachpolaren Verunreinigungen       eluiert    man zunächst mit Benzol und     Benzol-Essig-          ester-Gemischen    bis zu einem Gehalt von 7,5 0/0  Essigester.

   Mit     Benzol-Essigester    (90 : 10) wird hier  auf     zunächst    das reine (18     @        11ss)-Lakton    der     d,l-          d        5-i6-    3,3 -     Athylendioxy-11        ss-oxy-20-oxo-pregnadien-          18-säure    abgelöst; nach dem     Umkristallisieren    aus  Äther unter Verwendung von     Methylenchlorid    als  Lösungsvermittler zeigt die Verbindung den F. 245  bis 247 .

   Bei der weiteren     Elution    erscheint in den  späteren Fraktionen das reine (18<B>--></B>     11ss)-Lakton     der     d,l-,A5.16-3,3-Äthylendioxy-llss-oxy-20-oxo-14-          isopregnadien-18-säure    vom F.     244-246 .     



  Eine Suspension von 2,015 Gewichtsteilen (18       i    1     ss)-Lakton    der     d,1    -     Q        5.16    _ 3,3 -     Athylendioxy    -11 ss  oxy-20-oxo-pregnadien-18-säure vom F.

   245 bis  247  C in 530     Volumteilen        95o/o,igem    Äthanol wird  bei Zimmertemperatur unter Zusatz von 5,03     Ge-          wichtsteilen        eines    2     %        igen        Palladium-Calciumcarbo-          nat-Katalysators    mit     Wasserstoff    unter     Normaldruck     hydriert. Nachdem die für ein     Mol-Äquivalent    be  rechnete Menge     Wasserstoff    aufgenommen und das  Ausgangsmaterial vollständig in Lösung gegangen ist,  kommt die Reaktion zum Stillstand.

   Der Katalysa  tor wird     abfiltriert,    das Filtrat im Vakuum eingeengt  und der kristalline Rückstand in 75     Volumteilen     Benzol gelöst. Diese Lösung wird durch eine mit  2,62 Gewichtsteilen aktiver Tierkohle und Benzol       preparierte    Säule filtriert. Die farblose     Benzol-Lösung     wird schliesslich im Vakuum eingedampft und der      Rückstand aus Äther unter Zusatz von     Methylen-          chlorid    als     Lösungsvermittler    umkristallisiert.

   Auf  diese Weise wird das (18     -@        11ss)-Lakton    der     d,1-4        5-          3,3-Äthylendioxy-1        lss-oxy-20-oxo-pregnen-18-säure     in farblosen Plättchen, welche bei 195-210,5  unter  Verwandlung in Prismen schmelzen, erhalten.  



  0,00846 Gewichtsteile des (18     -.+        11ss)-Laktons     der     d,l-d5-3,3-Äthylendioxy-llss-oxy-20-keto-pre-          gnen-18-säure        werden        in    1     Volumteil        96        %        iger     Essigsäure gelöst und die Lösung mit 1     Volumteil     destilliertem Wasser versetzt. Nachdem man im Re  aktionsgefäss den Sauerstoff durch Stickstoff ver  drängt hat, wird die Lösung 30 Minuten auf dem  siedenden Wasserbad unter beständigem vorsichtigem  Durchleiten von Stickstoff geheizt.

   Dann wird die  Essigsäure im Vakuum bei 40      Badtemperatur    ent  fernt. Nachdem ein Konzentrat von etwa 0,25     Vo-          Iumteilen    erhalten ist, werden 2,5     Volumteile    destil  liertes Wasser zugegeben und das Gemisch wiederum  auf ungefähr 0,5     Volumteile    eingeengt. Sodann wird  mit Wasser verdünnt, mit     Methylenchlorid    extrahiert  und der Extrakt dreimal mit 0,5     N-Natriumbicarbo-          nat-Lösung    und sechsmal mit Wasser gewaschen.

   Aus  der mit Natriumsulfat getrockneten     Methylenchlorid-          Lösung    werden nach dem Eindampfen 6,7 Gewichts  teile     (18->        11ss)-Lakton    der     d,1-44-3,20-diketo-11ss-          oxy-pregnen-18-säure    erhalten, welche nach     Umkri-          stallisieren    aus     Methylenchlorid-Äther    bei 218-220        schmilzt.     



  <I>Beispiel 3</I>  0,222 Gewichtsteile (2     ->        4ss)-Lakton    des d g3-1       Formylmethyl-2a-(2'-oxo-3'-acetoxy-propyl)-2ss-carb-          oxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,          8,10,10a,P,-dodecahydrophenanthren-4ss        ols    [Herstel  lung siehe unter d)] werden in 0,11     Volumteilen     trockenem     XyIol    gelöst und in einer Stickstoffatmo  sphäre zusammen mit 0,22     Volumteilen        Triäthyl-          amin    und 0,

  11     Volumteilen    Eisessig 7 Stunden am       Rückfluss    gekocht. Nach dem Abkühlen wird das  Gemisch mit     Chloroform-Äther    verdünnt und mit je  8     Volumteilen    Eiswasser (zweimal), 0,5     N-Natrium-          carbonat-Lösung    unter Zusatz von Eis (viermal)  0,6-m Phosphorsäure unter Zusatz von Eis (fünf  mal) und Wasser (dreimal) gewaschen. Die     Chloro-          form-Ather-Mischungen    werden über Natriumsulfat  getrocknet und unter vermindertem Druck einge  dampft.

   Der Rückstand wird in 25     Volumteilen    Ben  zol gelöst unter Zusatz von 0,3     Volumteilen        Pyridin     und 0,3     Volumteilen        Essigsäureanhydrid    und 14 Stun  den bei 20      stehengelassen.    Die Mischung wird dann  mit Chloroform-Äther verdünnt und wie oben angege  ben neutral gewaschen.

   Der Rückstand wird an 4,5  Gewichtsteile     Silicagel        chromatographiert.    Die mit       Benzol-Äther    (80:20),     Benzol-Äther    (65: 35) und       Benzol-Ather    (50: 50)     eluierten    Fraktionen (0,064  Gewichtsteile) werden auf     Whatman-Papier    Nr. 1 ver  teilt.

   Die     Verteilungschromatographie    wird mit     Ben-          zol-Cyclohexan    (1 : 1) als     mobile    Phase und     Form-          amid    als stationäre Phase     (Entwicklung    mit     Blau-          Tetrazolium)    ausgeführt.

   Die Zonen mit einem RF-    Wert von 0,25-0,30 werden abgetrennt und mit       Methanol-Wasser    (50:50),     Methanol-Wasser    (130:  30), Methanol und Chloroform     eluiert.    Die unter  vermindertem Druck konzentrierten     Eluate    werden  sechsmal mit je 100     Volumteilen    Chloroform extra  hiert und die Chloroform-Lösungen mit je 10     Vo-          lumteilen    10      /oiger        Kaliumbicarbonatlösung    und Was  ser gewaschen, hierauf über Natriumsulfat getrock  net und unter vermindertem Druck eingedampft.

    Der Rückstand (0,0085 Gewichtsteile) wird an 0,45  Gewichtsteile     Silicagel        chromatographiert.    Aus den  mit     Benzol-Äther   <B>(80:</B> 20) und     Benzol-Äther   <B>(50:</B> 50)       eluierten    Fraktionen werden 0,003 Gewichtsteile Kri  stalle vom F. 153-159  erhalten. Letztere werden  aus einer Mischung von Aceton, Äther und     Pentan     umkristallisiert. Sie bilden     stabförmige    Gebilde, wel  che bei 159-161  schmelzen;     @    max. 240     mt.i    log     ±     = 3,74 in Alkohol.

   Die Verbindung stellt das  (18 >     llss)-Lakton    der     dl-,s.is_3-Äthylendioxy-llss-          oxy-21-acetoxy-20-oxo-pregnadien-18-säure    dar.  



  Diese Verbindung gibt bei der Hydrierung in  alkoholischer Lösung unter Anwendung eines     Palla-          dium-Kalziumcarbonat-Katalysators    und nach ge  wöhnlicher     Aufarbeitung    das (18     -@    l     lss)-Lakton    der       d,l-d        5-3-Äthylendioxy-1113    -     oxy-21-        acetoxy-20-oxo-          pregnen-18-säure,    welche aus Aceton umkristallisiert,  bei 231-233  schmilzt.  



  Die Ausgangsstoffe für die erfindungsgemässe       Cyclisierung    lassen sich wie folgt herstellen:  a) Zu einer aus 2,432 Gewichtsteilen Magnesium  und 9,820 Gewichtsteilen     Äthylbromid    in 110     Volum-          teilen    wasserfreiem Äther bereiteten Lösung von       Äthylmagnesiumbromid    gibt man bei 12-15  Innen  temperatur im Verlauf von 30 Minuten 7,88 Ge  wichtsteile frisch destilliertes     Äthoxyacetylen    in 51,5       Volumteilen    wasserfreiem Äther.

   Vom Nachlassen  der     Äthanentwicklung    an gerechnet wird noch 15 Mi  nuten unter Eiswasserkühlung gerührt, das     zweipha-          sige    System alsdann durch Zusatz von<B>110</B>     Volum-          teilen    Benzol homogenisiert und hierauf bei     0-3      innerhalb von 15 Minuten eine Lösung von 7,115  Gewichtsteilen (2     -@        4ss)-Lakton    des     2a-Methallyl-2ss-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,     6, 7, 8,10,

  1     Oass    -     dodecahydrophenanthren    -     4/3-ol-1-ons     in 80     Volumteilen    Benzol     zugetropft.    Man rührt das  Gemisch 3 Stunden bei 0-3 , versetzt dann mit Eis  und gesättigter     Ammoniumchlorid-Lösung,    wäscht  die     Äther-Benzol-Schicht    mit     Ammoniumchlorid-Lö-          sung    und mit Wasser, trocknet mit     Natriumsulfat,     filtriert und dampft unter vermindertem     Druck    ein.

    Der Rückstand wird in Äther gelöst und zur     Ent-          färbung    durch eine Schicht Aktivkohle     filtriert.    Beim  Einengen erhält man das (2     -#,        4ss)-Lakton    des 1       Äthoxyäthinyl-2-a-methallyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-          7    -     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass-do-          deca-hydrophenanthren-1,4ss-diols    vom F. = 138 bis  140 . Eine zweite Kristallmodifikation desselben Stof  fes zeigt den F. ---- 142-143 .  



  Eine Lösung von 221,3 Gewichtsteilen (2     -#-    4ss)  Lakton des 1-Äthoxyäthinyl-2a-methallyl-2ss-carboxy-           4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,          lOai3-dodecahydrophenanthren-1,4ss-diols    in 6500       Volumteilen    wasserfreiem     Pyridin    schüttelt man in  Gegenwart von 100 Gewichtsteilen eines 10     11/o        igen          Palladium-Calciumcarbonat-Katalysators    bei Raum  temperatur in Wasserstoffatmosphäre. Nach einer  Gasaufnahme von 1     Moläquivalent    kommt die Hy  drierung praktisch zum Stillstand.

   Man filtriert durch  eine Schicht von Super     Cel    vom Katalysator ab,       spüit    mit     Pyridin    nach und dampft das     Filtrat    im  Vakuum vollständig ein. Der kristalline Rückstand  wird in Äther gelöst, zur Reinigung durch eine  Schicht von Aktivkohle filtriert und das Filtrat nach  dem Konzentrieren auf ein kleines Volumen vorsich  tig mit     Petroläther    versetzt.

   Aus der Lösung kristal  lisiert das (2     @        4ss)-Lakton    des     1-Äthoxy-vinyl-2a-          methallyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,          3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass-dodecahydrophenanthren-          1,4ss-diols    vom Doppelschmelzpunkt 108,5-l10   und 136-137,5 . Eine zweite Modifikation dessel  ben Stoffes zeigt den F. 138-139 .  



  Zu einer in trockener Stickstoffatmosphäre berei  teten Lösung von 4,45 Gewichtsteilen (2     @        4ss)-Lak-          ton    des     1-Äthoxy-vinyl-2a-methallyl-2ss-carboxy-4bss-          methyl    - 7 -     äthylendioxy    -     1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,          10a/3-dodecahydrophenanthren-1,

  4ss-diols    in 200     Vo-          lumteilen    wasserfreiem     Pyridin    werden bei 0-3   innerhalb von 5 Minuten 55     Volumteile    einer zwei  molaren Lösung von reinstem     Thionylchlorid    in was  serfreiem     Pyridin        zugetropft.    Das Gemisch rührt man  bei 0-3  noch weitere 15 Minuten, giesst es auf ein  Gemisch von 1000     Volumteilen        einmolarer        Ammo-          niumhydrogencarbonatlösung    und 1000 Gewichtstei  len Eis und spült mit 1250     Volumteilen    Äther nach.

    Nach gründlichem Durchschütteln wäscht man die  Ätherlösung weiter mit eiskalter     einmolarer        Ammo-          niumhydrogencarbonat-Lösung    und Eiswasser, trock  net mit Natriumsulfat und dampft die vom Trocken  mittel     abfiltrierte    Ätherlösung im Vakuum ein.

   Durch       Umkristallisieren    des Rückstandes aus Äther gewinnt  man das     (2ss-->        4)-Lakton    des l,l-Formylmethylen       2a-methallyl-2ss-carböxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-          1,2,3,4,4art,4b,5,6,7,8,10,    l     0x/3-        dodecahydrophenan-          thren-4ss-ols    vom F.     188-190 .     



  Das oben genannte, für die eben beschriebenen  Umsetzungen zu verwendende (2     -->        4ss)-Lakton    des       2(c-Methallyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-        äthylendioxy-          1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,    8,10,     lOass    -     dodecahydrophenan-          thren-4ss-ol-l-ons    kann folgendermassen hergestellt  werden:

    Zu einer Suspension von 5,848 Gewichtsteilen       4b/3-Methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,          l0ai3-dodecahydrophenanthren-l-on-4ss-ol    in 48,50       Volumteilen        Diäthylcarbonat    gibt man in einer Stick  stoffatmosphäre 1,77 Gewichtsteile     Natriumhydrid     und rührt das Gemisch zunächst 4 Stunden bei Raum  temperatur und anschliessend noch 12 Stunden bei  55-60      Badtemperatur.    Das Reaktionsgemisch wird  dann bei 0  zur Zerstörung des überschüssigen     Na-          triumhydrids    vorsichtig mit 40     Volumteilen    eines    wasserfreien Gemisches von Äthanol und Äther  (1 :

   10) versetzt und nach Verdünnen mit 98     Volum-          teilen    Äther nacheinander mit Eiswasser, eiskaltem  1-n.     Kaliumhydroxyd    und erneut mit     Eiswasser    aus  geschüttelt. Die mit     Natriumsulfat    getrockneten  Ätherlösungen dampft man ein, entfernt das     Diäthyl-          carbonat    im Hochvakuum und kristallisiert den Rück  stand aus wenig Äther.

   Man erhält auf diese Weise  das reine     2-Carbäthoxy-4ss-äthoxycarboxy-4bss-me-          thyl-    7-     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        l0ass-          dodecahydrophenanthren-l-on    vom F. 115-116 .  



  Ein Gemisch von 10,673 Gewichtsteilen 2-Carb       äthoxy-4ss-äthoxycarboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-          1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass-        dodecahydrophenan-          thren-i-on,    8,342 Gewichtsteilen fein pulverisiertem  wasserfreiem     Kaliumcarbonat,    183     Volumteilen    was  serfreiem Aceton und 69,4     Volumteilen        Methallyl-          jodid    wird 40 Stunden in Stickstoffatmosphäre bei  Raumtemperatur intensiv gerührt.

   Man dampft hier  auf im Vakuum bei höchstens     25     ein, nimmt den  Rückstand in Eiswasser und einem Gemisch von       Äther-Benzol    (2: 1) auf, schüttelt die organische  Phase bei     0     mit 1-n.     Kaliumhydroxyd    .und Wasser  aus und dampft die mit     Natriumsulfat    getrocknete       Äther-Benzol-Lösung    im Vakuum ein.

   Durch Um  kristallisieren aus     Isopropyläther-Petroläther    erhält  man das reine     2a-Methallyl-2ss-carbäthoxy-4ss-äthoxy-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,          6,7,8,10,10ass-dodecahydrophenanthren-l-on    vom  F. 99,5-101o.  



  Der     Eindampfungsrückstand    der Mutterlauge wird  in     Hexan-Benzol-(9    :     1)-Gemisch    gelöst und an 240  Gewichtsteilen Aluminiumoxyd     chromatographiert.     Als     Eluierungsmittel    verwendet man nacheinander       Hexan-Benzol-(9    : 1)- und (1 :     1)-Gemisch    und Ben  zol.

   Aus dem ersten     Hexan-Benzol-(1    :     1)-Eluat    ge  winnt man durch Kristallisieren aus     Isopropyläther-          Petroläther    eine weitere Menge an reinem     2a-Methal-          lyl-2ss-carbäthoxy    - 4ss - äthoxy-carboxy-4bss-methyl-7       äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass-dodeca-          hydrophenanthren-l-on    vom F. 99,5-101 .

   Die fol  genden     mit        Hexan-Benzol    (1 : 1) und Benzol     erhal-          tenen        Eluate        geben,        aus        95        %        igem        Athanol        kristal-          lisiert,    reines     epimeres        2ss-Methallyl-2a-carbäthoxy-          4ss-        äthoxycarboxy-        4bss-methyl-7-        äthylendioxy-1,2,3,

            4,4aa,4b,5,6,7,8,10,    I     Oass-dodecahydrophenanthren-l-          on    vom F. 94,5-95,5.  



  Eine Lösung von 0,981 Gewichtsteilen     2a-          Methallyl-    2ss-     carbäthoxy-4ss-äthoxycarboxy-4bss-me-          thyl    - 7 -     äthylendioxy    -1,2,3,     4,4aa,4b,    5, 6, 7, 8,10,1     Oass-          dodecahydrophenanthren-1-on    vom F.

   = 99,5 bis  l01  und 0,840 Gewichtsteile     Natriumborhydrid    in  25     Volumteilen    wasserfreiem     Athanol    werden 16  Stunden bei Raumtemperatur     gerührt.    Man lässt sie  hierauf in ein     eiskaltes        Gemisch    von 11     Volumteilen          viermolarer        Natriumhydrogenphosphat-Lösung    und  19,5     Volumteilen    Wasser     eintropfen,

      spült das Re  aktionsgefäss mit 10     Volumteilen    Wasser und 5     Vo-          lumteilen    Äthanol nach und engt im Vakuum bei  Raumtemperatur auf 12-15     Volumteile    ein. Die      erhaltene Suspension wird mit     Methylenchlorid    extra  hiert, die Auszüge mit Wasser gewaschen, mit Na  triumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft.

   Zur  Reinigung löst man den Rückstand in     Hexan-Benzol-          (9    :     1)-Gemisch    und     chromatographiert    an 49 Ge  wichtsteilen     Floridin    nach der     Durchlaufmethode.     Mit     Hexan-Benzol-(9    : 1)- und (1 :     1)-Gemisch    wer  den nur unbedeutende Substanzmengen abgelöst.

   Die  mit Benzol,     Benzol-Äther-(9:1)-    und     (1:1)-Ge-          misch        eluierten    Fraktionen geben aus     Petroläther     reines     2a-Methallyl-2ss-carbäthoxy-4ss-äthoxycarb-          oxy-4bff3-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,          8,10,10ass-dodecahydrophenanthren-l-ol    vom F. _  92-94,5 .  



  Eine Lösung von 1,646 Gewichtsteilen 2a-Me       thallyl-2ss-carbäthoxy-4ss-äthoxycarboxy-4bss-methyl-          7-äthylendioxy-        1,2,3,4,4acc,4b,5,6,7,8,10,10ass-do-          decahydrophenanthren-1-ol    in 46,07     Volumteilen     wasserfreiem Äthanol versetzt man mit     einer    Lösung  von 14,72 Gewichtsteilen     Kaliumhydroxyd    in 11,51       Volumteilen    Wasser. Das Gemisch wird in Stickstoff  atmosphäre 1 Stunde unter Rühren in einem Bad  von 90-95      erwärmt    und anschliessend in Eiswasser  abgekühlt.

   Man gibt 128,7     Volumteile    Wasser zu,  leitet so lange Kohlendioxyd ein, bis eine     Tüpfelprobe     auf     Thymolphthalein-Papier    nicht mehr positiv aus  fällt, und zieht zur Abtrennung geringer Mengen von       Neutralstoffen    mit     Methylenchlorid    aus.

   Durch vor  sichtiges Ansäuern der zurückbleibenden     sodaalkali-          schen    Lösung mit     fünfmolarer    Phosphorsäure auf       pfi    5, Extrahieren mit     Methylenchlorid,    Waschen der  Extrakte mit Wasser, Trocknen mit Natriumsulfat  und Eindampfen gewinnt man das entstandene 2a       Methallyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-          1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        lOass    -     dodecahydrophenan-          thren-1,4ss-diol,

      welches im Verlaufe der Aufarbei  tung bereits teilweise     laktonisiert.    Das kristalline Roh  produkt löst man in 130     Volumteilen    siedendem Ben  zol, kocht die Lösung zur Vervollständigung der       Laktonisierung    während 3 Minuten und destilliert  hierauf das Benzol im Vakuum ab. Der Rückstand  wird aus Äther unter Verwendung von     Methylenchlo-          rid    als Lösungsvermittler umkristallisiert.

   Man erhält  so das reine (2<U>3</U>     4ss)-Lakton    des     2a-Methallyl-2ss-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,          6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren-1,4ss    -     diols     vom F. = 246-249 .  



  Zu einer in trockener Stickstoffatmosphäre berei  teten Suspension von     Chromtrioxyd-Pyridin-Komplex     aus 25,15 Gewichtsteilen     Chromtrioxyd    und 750     Vo-          lumteilen    wasserfreiem     Pyridin    gibt man eine Lösung  von 9,363 Gewichtsteilen (2     4ss)-Lakton    des 2a       Methallyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-          1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,    8,10,     lOass    -     dodecahydrophenan-          thren-1,

  4ss-diols    in 250     Volumteilen    wasserfreiem       Pyridin    auf einmal zu und erhitzt unter Rühren 14  Stunden auf 60-65 . Nach dem Abkühlen destilliert  man das     Pyridin    im Vakuum bis auf einen kleinen  Rest möglichst schonend ab, versetzt den feuchten  Rückstand mit 500 Gewichtsteilen Eis und schüttelt    nach Zugabe von 625     Volumteilen    Eiswasser mit  einem Gemisch von 3750     Volumteilen    Äther und  1250     Volumteilen        Methylenchlorid    kräftig durch.

   Die  entstehende Emulsion     nutscht    man von festen Antei  len durch     Kieselgur    ab, wäscht die obere Phase des  Filtrats mit     viermolarer        Natriumdihydrogenphosphat-          Lösung    und mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfat  und dampft ein. Das kristalline rohe     Dehydrierungs-          produkt    wird in Benzol gelöst, die Lösung zur     Ent-          färbung    durch eine Schicht Aktivkohle filtriert und  das Filtrat im Vakuum eingedampft.

   Durch     Umkri-          stallisieren    des Rückstandes aus Äther unter Ver  wendung von     Methylenchlorid    als Lösungsvermittler  erhält man das (2     --+        4ss)-Lakton    des     2a-Methallyl-          2ss    -     carboxy    -     4bss    -     methyl-7-äthylendioxy-1,2,        3,4,4aa,          4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren    -1-     on-          4ss-ols    vom F. 188-190 .  



  b) Eine Lösung von 39,85 Gewichtsteilen des  unter a)     beschriebenen    (2     -+        4ss)-Laktons    des     l,1-          Formylmethylen    -<I>2a</I> -     methallyl    -     2ss    -     carboxy-4bss-me-          thyl-    7 -     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,    8,10,

       l0ass-          dodecahydrophenanthren-4ss-ols    in 1000     Volumteilen     wasserfreiem Äthanol wird in Gegenwart von 10     Ge-          wichtsteilen        2,5        %        igem        Palladium-Strontiumcarbo-          nat-Katalysator    bei Raumtemperatur in Wasserstoff  atmosphäre geschüttelt. Nacheiner Gasaufnahme von  0,95     Moläquivalenten    Wasserstoff     nutscht    man vom  Katalysator ab und dampft das Filtrat im Vakuum  ein.

   Das erhaltene Gemisch wird durch     Verteilungs-          chromatographie        an        Cellulose        im        System        80%iges          wässriges        Methanol/Heptan    fraktioniert.

   Aus den  schwach polaren,     Silberdiamminlösung    stark redu  zierenden Anteilen erhält man durch     Umkristallisieren     aus Äther und     Äther-Petroläther    das reine (2     -.>    4ss)  Lakton des     1ss-Formylmethyl-2a-methallyl-2ss-carb-          oxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,     8,10,1     Oass-dodecahydro-phenanthren-4ss-ols.     



  Zu 4,005 Gewichtsteilen (2     @        4ss)-Lakton    des       lss-Formylmethyl-2a-methallyl-2ss-carboxy-4bss-me-          thyl-    7 -     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        l0ass-          dodecahydrophenanthren-4ss-ols    in 50     Volumteilen     Benzol gibt man 2,670 Gewichtsteile     Osmiumtetroxyd     und rührt das Gemisch 3 Stunden in Stickstoffatmo  sphäre.

   Man setzt hierauf 350     Volumteile    Methanol  und eine Lösung von 6,30 Gewichtsteilen Natrium  sulfit in 100     Volumteilen    Wasser zu, schüttelt das  Gemisch 20 Minuten in Stickstoffatmosphäre und  filtriert durch eine Schicht Super     Cel    von festen  Reduktionsprodukten ab. Das Filtrat wird im Va  kuum von den organischen     Solventien    befreit und  die     wässrige    Suspension mit     Methylenchlorid    aus  gezogen. Der mit eiskalter 1-n.     Natriumcarbonat-          Lösung    und Wasser gewaschene und mit Natrium  sulfat getrocknete Extrakt hinterlässt beim Eindamp  fen einen praktisch vollständig kristallinen Rück  stand.

   Das so gewonnene rohe     Hydroxylierungspro-          dukt    löst man in 89,0     Volumteilen    Methanol und  1,0     Volumteilen        Pyridin    und gibt eine Lösung von  3,400 Gewichtsteilen     p-Perjodsäure    in 10,0     Volum-          teilen    Wasser zu. Nachdem 1 Stunde lang bei Raum-           temperatur    in Stickstoffatmosphäre gerührt worden  ist, wird mit Wasser verdünnt und mit einem Ge  misch von Äther und     Methylenchlorid   <B>(3:</B> 1) aus  geschüttelt.

   Der mit Wasser gewaschene und mit  Natriumsulfat getrocknete Extrakt hinterlässt beim  Eindampfen im Vakuum das rohe (2     ->        4ss)-Lakton     des     Iss-Formylmethyl-2a-acetonyl-2ss-carboxy-4bss-          methyl    - 7 -     äthylendioxy    -     1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,     1     0a        j3-dodecahydrophenanthren-4ss-ols.    Es wird zweck  mässig ohne vorherige Reinigung der in Beispiel 1  beschriebenen     Cyclisierung    unterworfen.  



  e) 0,306 Gewichtsteile     Äthylbromid    in 10     Vo-          lumteilen        abs.    Äther (über     Phosphorpentoxyd    destil  liert) werden unter     Feuchtigkeitsausschluss    langsam  zu 0,068 Gewichtsteilen aktivierten     Magnesiumspä-          nen    gegeben. Nach Beendigung der Reaktion wird  1 Gewichtsteil     Äthoxyacetylen    in 20     Volumteilen     Benzol innerhalb 10 Minuten unter     Schütteln        zuge-          tropft    und anschliessend 1 Stunde weitergeschüttelt.

    Dann wird mit der Lösung von 0,5 Gewichtsteilen  (2     -->        4ss)-Lakton    des     2a-Allyl-2ss-carboxy-4bss-me-          thyl-    7-     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        l0ass-          dodecahydrophenanthren-l-on-4ss-ols    vom F.<B>185</B> bis       189     in 20     Volumteilen    Benzol versetzt und 4 Stun  den bei etwa 200 stehengelassen. Anschliessend giesst  man auf Eis und schüttelt mit Äther aus. Die Emul  sionen werden mit einer gesättigten Lösung von Am  moniumchlorid zerstört. Die Ätherlösung wird mit  Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet  und eingedampft.

   Das erhaltene Rohprodukt (0,65  Gewichtsteile) wird an     1ö    Gewichtsteilen Aluminium  oxyd     chromatographiert.    Die mit Benzol     eluierten     Fraktionen geben 0,14 Gewichtsteile Ausgangsmate  rial. Aus den mit     Benzol-Äther-Gemischen    bis zu       50        %        Äthergehalt        abgelösten        Anteilen        gewinnt        man     durch Kristallisation aus     Äther-Petroläther    0,265 Ge  wichtsteile (2<B>---></B>     4ss)

  -Lakton    des     1-äthoxyäthinyl-2a-          allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,          4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        l0ass    -     dodecahydrophenanthren-          1,4ss-diols    in dicken Plättchen vom F. 149-1520.  



  Die weiteren mit     Benzol-Äther-Gemischen    und  reinem Äther     eluierten    Fraktionen (0,057 Gewichts  teile) liefern aus Äther die am Kohlenstoff 1     epimere     Verbindung in farblosen Prismen vom F. 180-1820.  



  0,099 Gewichtsteile der oben     beschriebenen        Ath-          oxyäthinylverbindung    vom F. 149-1520 werden in  2     Volumteilen        abs.    Alkohol und 0,5     Volumteilen          reinstem        Pyridin        mit        0,060        Gewichtsteilen    2     %        igem          Palladium-Calciumcarbonat-Katalysator    in     einer    Was  serstoffatmosphäre geschüttelt.

   Nach 5 Minuten setzt  die Reaktion ein und ist nach 12     Minuten    beendet.  Es werden 8     Volumteile    Wasserstoff aufgenommen.  Man filtriert das Reaktionsgemisch, verdünnt mit  Äther und wäscht mit Wasser. Die über Natrium  sulfat getrocknete und eingedampfte Lösung     liefert     0,099 Gewichtsteile Rückstand, aus welchem durch  Kristallisation aus     Äther-Petroläther    0,075 Gewichts  teile des (2     ->        4ss)-Laktons    des     1-(2'-Athoxy-vinyl)-          2a-allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,          4,4aa,4b,5,6,7,8,10,

  10ass    - dodecahydrophenanthren-         1,4ss-diols    in farblosen Prismen vom F.     120-122      isoliert werden.  



  0,094 Gewichtsteile dieser Verbindung werden  in .6     Volumteilen        Dioxan    gelöst,     mit    1     Volumteil     Wasser und 0,8     Volumteilen    0,2-n. Schwefelsäure  versetzt und 16 Stunden bei etwa 200 stehengelassen.  Dann wird mit Äther verdünnt, mit Wasser,     Kalium-          bikarbonat-Lösung    und Wasser gewaschen. Die  Ätherlösung wird getrocknet und eingedampft.

   Der  Rückstand (0,092 Gewichtsteile) liefert aus     Äther-          Petroläther        kristallisiert    0,073 Gewichtsteile Aus  gangsmaterial, welches nochmals 3 Tage mit ver  dünnter Schwefelsäure in     wässrigem        Dioxan    bei 200  stehengelassen wird. Die Aufarbeitung liefert 0,069       Gewichtsteile    Rohprodukt, aus welchem     wiederum     0,021 Gewichtsteile     Ausgangssubstanz    zurückgewon  nen werden.  



  Die Mutterlaugen von beiden Ansätzen werden  an 3 Gewichtsteilen     alkalifreiem        Aluminiumoxyd        chro-          matographiert.    Aus den mit     Benzol-Petroläther-Ge-          mischen        eluierten    Fraktionen gewinnt man nochmals  0,03     Gewichtsteile    Ausgangsmaterial und aus den  mit Benzol und     Äther-Benzol-Gemischen    bis zu     500/0,     Äthergehalt     eluierten    Fraktionen durch Kristallisa  tion aus     Aceton-Petroläther    0,

  014 Gewichtsteile des  (2     ->        4ss)-Laktons    des     1,1-Formyl-methylen-2a-allyl-          2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,          4b,5,6,7,8,10,10ass-        dodecahyd;rophenanthren-4ss-ols     in flachen Nadeln vom F. 162-1640.

   Das     IR-Spek-          trum    dieser Verbindung     in        KBr    gepresst, zeigt die  Banden des ;,-Loktons     (5,66,a,    des     a,ss-ungesättigten     Aldehyds (6,0     u.)    und der     Ketalgruppe    (9,1     ,u).     



  Aus den     mit    Chloroform     eluierten    Anteilen     kann     eine kleine Menge einer aus     Petroläther    in farblosen  Nadeln vom F. 188-1920     kristallisierenden    Verbin  dung isoliert werden.  



  Eine Lösung von 0,40 Gewichtsteilen der oben  beschriebenen     Formylmethylen-Verbindung    vom F.  162-1640 in 10     Volumteilen    Feinsprit wird in       Gegenwart        von    1     Gewichtsteil        10%igem        Palladium-          Calciumcarbonat-Katalysätor    unter Wasserstoff ge  schüttelt. Nach einer Aufnahme von 1,1     Moläquiva-          lenten    wird die Hydrierung unterbrochen.

   Die vom  Katalysator durch Filtration getrennte Lösung wird im  Vakuum zur Trockne eingedampft und das Rohpro  dukt an Aluminiumoxyd     chromatographiert.    Aus den       alkalische        Silberdiamminlösung    stark reduzierenden  Fraktionen wird durch     Kristallisation    aus     Äther-Pe-          troläther    das (2 >     4ss)-Lakton    des     lss-Formylmethyl-          2a-allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,          4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren-          4ss-ols    gewonnen.  



  0,502 Gewichtsteile dieser Verbindung werden in  20     Volumteilen    essigsäurefreiem Essigester gelöst und       unter        starkem        Rühren        bei        -600        mit        einem        etwa    3     %     Ozon enthaltenden Sauerstoffstrom behandelt. Nach  dem etwa 1,5     Mol    Ozon verbraucht sind, wird die  Ozonzufuhr unterbrochen und Stickstoff eingeleitet.

    Man lässt langsam auf -100 erwärmen, setzt 5     Vo-          lumteile    Eisessig zu und anschliessend     portionenweise         5,0 Gewichtsteile Zinkstaub und     rührt    weitere 15  Minuten bei -10 bis 0 .

   Dann saugt man das Ge  misch vom unverbrauchten Zink ab und giesst das  Filtrat auf 100     Volumteile    eiskalte     Bikarbonat-          Lösung.    Man schüttelt     gut    durch und wäscht die  Essig     esterlösung    anschliessend noch mit     Bikarbonat-          Lösung    und Wasser, trocknet und dampft sorgfältig  bei 25      Badtemperatur    im Vakuum ein. Man erhält       einen    amorphen Rückstand, welcher durch     Chro-          matographie    an neutralem     Aluminiumoxyd    gereinigt  wird.

   Aus den alkalische     Silberdiamminlösung    stark  reduzierenden, kristallisierten Fraktionen gewinnt  man das (2<B>---></B>     4ss)-Lakton    des     lss,2a-Di-(formyl-          methyl)-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,          3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass-dodecahydrophenanthren-          4-ss-diols.     



  Wird in der oben beschriebenen     Formylmethyl-          Verbindung    die freie     Aldehydgruppe    durch     Acetali-          sierung,    insbesondere durch Umsetzung mit     Äthylen-          glykol    geschützt, so gelangt man nach Anlagerung  von     unterbromiger    Säure (durch Reaktion mit     Brom-          acetamid    in     wässrigem        tert.        Butanol    in Gegenwart  von Essigsäure und     Natriumacetat)

      und anschliessen  der Oxydation mit     Chromsäure    zu einem     Bromketon,     in welchem sich das Bromatom durch Behandlung  mit     Kaliumacetat    in wasserfreiem Aceton durch eine       Acetoxygruppe    ersetzen lässt. Das erhaltene (2     ->    4ss)  Lacton des     lss-Formylmethyl-2a-(vj-acetoxy-aceto-          nyl)-2P-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,          4aa,4b,5,6,7,8,10,1        Oass-dodecahydrophenanthren-4ss-          ols    lässt sich analog den Angaben des Beispiels 1 zur       Cyclisierung    verwenden.  



  Das oben genannte, für die eben beschriebenen  Umsetzungen zu verwendende (2     ->        4ss)-Lakton    des       2a-Allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,          3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10a,l-dodecahydrophenanthren-          1-on-4ss-ols    kann folgendermassen hergestellt werden:

    Zu einer Lösung von 5 Gewichtsteilen des gemäss  den Angaben unter a) erhältlichen     2-Carbäthoxy-4ss-          äthoxycarboxy-4bss-methyl-    7-     äthylendioxy-1,2,3,4,          4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren-l-          ons    in 100     Volumteilen    Aceton (wasserfrei) werden  4,5 Gewichtsteile frisch geglühtes     Kaliumcarbonat,     35     Volumteile        Allylchlorid    und 3 Gewichtsteile ge  trocknetes     Kaliumjodid    zugegeben. Die Mischung  wird 3 Tage unter Wasserstoff geschüttelt.

   Dann wird  im Vakuum bei 30  auf etwa 10     Volumteile    ein  geengt, in     Chloroform-Äther-Gemisch    aufgenommen,  mit Eiswasser,     zweimal    mit     eiskalter    1-n. Natron  lauge, dann mit Wasser gewaschen und über     Natrium-          sulfat    getrocknet. Die eingedampfte Lösung gibt 5,38  Gewichtsteile Rohprodukt, die an 150 Gewichtsteilen  Aluminiumoxyd     chromatographiert    werden.  



  Die mit     Benzol-Petroläther-Gemischen,    reinem  Benzol und Benzol mit 5     1/o-    Äther     eluierten    Fraktionen  wägen 3,4 Gewichtsteile, sind amorph und bestehen  aus einem Gemisch der beiden am     Kohlenstoffatom     2     epimeren        2-Allyl-2-carbäthoxy-4ss-äthoxycarboxy-          4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa-4b,5,6,7,8,10,          l0ass-dodecahydrophenanthren-l-one.       3,2 Gewichtsteile dieses     Epimerengemisches    wer  den in 100     Volumteilen        abs.    Alkohol gelöst, mit  2,

  5 Gewichtsteilen     Natriumborhydrid    versetzt und  3 Tage bei etwa 20  stehengelassen. Dann wird mit  verdünnter Essigsäure schwach sauer gemacht, der  Alkohol im Vakuum eingedampft, der Rückstand  in     Chloroform-Äther-Gemisch    (1<B>:3)</B> aufgenommen,  mit Wasser,     Sodalösung    und Wasser gewaschen und  über Natriumsulfat getrocknet.

   Die eingedampfte  Lösung gibt 3,13 Gewichtsteile Rohprodukt, aus wel  chem durch Kristallisation aus     Äther-Petroläther     0,680 Gewichtsteile     2a-Oxymethyl-2ss-allyl-4bss-me-          thyl-4ss-        äthoxycarboxy-    7 -     äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,          4b,5,6,7,8,10,10a@-dodecahydrophenanthren-l-ol    in  feinen Nadeln vom F. 180-182  isoliert werden.  



  Die Mutterlauge (2,45 Gewichtsteile) wird mit  5 Gewichtsteilen     Kaliumhydroxyd    in 150     Volumtei-          len    Alkohol 2 Stunden gekocht und mit 50     Volum-          teilen    Wasser versetzt. Der Alkohol wird im Vakuum  entfernt -und die     wässrige    Mischung mit     Chloroform-          Äther-Gemisch    ausgeschüttelt.

   Die mit Wasser ge  waschenen und über Natriumsulfat getrockneten Aus  züge geben 0,268 Gewichtsteile Rückstand (Neutral  teil), aus welchem durch Kristallisation aus     Äther-          Petroläther    0,168 Gewichtsteile     2a-Oxymethyl-2ss-          allyl-4b,,ss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,          8,10,10ap-dodecahydrophenanthren-1,4f-diol    vom  F. 182-184  (Umwandlung bei 165 ) isoliert wer  den. Die alkalisch     wässrigen    Auszüge werden mit  Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt und  mit Chloroform ausgeschüttelt.

   Diese Auszüge liefern  1,39 Gewichtsteile Rückstand (Säure     +        Lakton).     Durch Kristallisation aus     Aceton-Ather    erhält man  daraus 0,73 Gewichtsteile (2     -,        4ss)-Lakton    des     2a-          Allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylen-dioxy-1,2,3,          4,4aa,4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren-          1,4ss-diols    vom F.     233-237n.    Die Mutterlauge wird  in     Chloroform-Äther-Gemisch    (3:

  1) gelöst und  durch Ausschütteln mit     Sodalösung    in saure und neu  trale Anteile getrennt. Man erhält 0,43 Gewichtsteile       Neutralteil    und 0,22 Gewichtsteile Säure. Aus dem       Neutralteil    gewinnt man noch weitere 0,225 Gewichts  teile des obigen     Laktons.    Die sauren Anteile liefern  aus Äther das     2a-Carboxy-2ss-allyl-4bss-methyl-7-          äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        lOass-        dodeca-          hydrophenanthren-1,4(3-diol    vom F. 216-222 .  



  1,2 Gewichtsteile     Chromtrioxyd    werden     portio-          nenweise    zu 12     Volumteilen        Pyridin    zugegeben und  mit 0,55 Gewichtsteilen des oben beschriebenen     Lak-          tons    vom F.233-237  in 6     Volumteilen        Pyridin     versetzt. Die Mischung wird unter Stickstoff 6 Stun  den auf 60-65  erhitzt, dann mit Chloroform ver  dünnt, filtriert und der Rückstand mit Chloroform  gewaschen.

   Das Filtrat wird im Vakuum fast     zur     Trockne eingedampft, der Rückstand im     Chloroform-          Äther-Gemisch    aufgenommen und mit Wasser, Salz  säure,     Sodalösung    und Wasser gewaschen. Die über       Natriumsulfat    getrocknete Lösung wird eingedampft  und der Rückstand aus     Aceton-Ather    kristallisiert.

    Man erhält 0,36 Gewichtsteile des (2<B>_></B>     4ss)-Laktons         des 2a     Allyl-2ss-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-          1,2,3,4,4aa,4b,5,6,7,8,10,        lOass    -     dod'ecahydrophenan-          thren-l-on-4ss-ols    vom F. 185-189 .  



  d) 0,899 Gewichtsteile des unter c) beschriebenen  (2     -->        4ss)-Laktons    des d     sa-1-Äthoxy-äthinyl-2a-allyl-          2/3-carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,          4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren    - 1,4ss  diols vom     Smp.    l46-148 , werden     in    2,7     Volum-          teilen        Pyridin    gelöst;

   die Lösung wird sodann mit  85     Volumteilen    absolutem Äther verdünnt und bei       20     mit einer Lösung von 0,585 Gewichtsteilen     Os-          miumtetroxyd    in 18     Volumteilen    absolutem Äther  vermischt.

   Nachdem man die Lösung 130 Minuten  bei 20  stehengelassen hat, verdünnt man sie mit 90       Volumteilen    Äther; hierauf werden innert 10 Minu  ten 270     Volumteile    Methanol und dann 270     Volum-          teile    einer 0,25-n.     Ammoniumsulfitlösung    in Wasser  langsam     zufliessengelassen.    Nachdem das Gemisch  60 Minuten bei 20  gestanden ist, wird es auf einer  auf einen Filter aufgebrachten Schicht von     Kieselgur          abgesogen    und das klare Filtrat sodann im Vakuum  bei 30      Badtemperatur    auf 250     Volumteile    eingeengt.

    Die     wässrige    Lösung wird mit einem Gemisch von  Chloroform und Äther extrahiert; die     Chloroform-          Äther-Lösungen    werden zweimal mit wenig Wasser  gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im  Vakuum eingedampft. Der Rückstand (0,935 Ge  wichtsteile) wird an 28 Gewichtsteilen     Silicagel        chro-          matographiert.    0,061 Gewichtsteile Ausgangsmate  rial werden aus den mit     Benzol-Äther    (80 : 20)     eluier-          ten    Fraktionen erhalten.

   Aus den mit     Äther-Aceton     (80 : 20) und     Äther-Aceton    (50 : 50)     eluierten    Frak  tionen erhält man 0,168 Gewichtsteile Kristalle vom       Smp.    149-152 , welche das (2     @        4ss)-Lakton    des       d        8a    -1-     Äthoxy    -     äthinyl    - 2a - (2',3'-     dioxy    -     propyl)-2ss-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,5,     6,7,     8,10,10a/3    -     dodecahydrophenanthren-1,

  4ss    -     diols     darstellen.  



  0,072 Gewichtsteile dieses Glykols vom     Smp.    149  bis 152  werden in 6     Volumteilen    einer Mischung  von 1     Volumteil        Pvridin    und 9     Volumteilen    Alkohol       unter        Zusatz        von        0,035        Gewichtsteilen        eines        2%igen          Palladium-Calciumcarbonat-Katalysators,    bei 25  und  bei Atmosphärendruck hydriert.

   Nach Aufnahme von       3,5        Volumteilen        (92        %        der        theoretisch        berechneten     Menge) Wasserstoff innert 12 Minuten, kommt die  Reaktion zum Stillstand. Die     Hydrierlösung    wird durch  eine auf einen Filter aufgebrachte     Kieselgurschicht     im Vakuum filtriert und die klare Lösung im Va  kuum eingedampft.

   Der Rückstand wird aus einer  Mischung von Aceton, Äther und     Pentan    umkristal  lisiert, wobei 0,067 Gewichtsteile (2<B>--></B>     4ss)-Lakton     des d     8a-1-Äthoxy-äthenyl-2a-(2',3'-dioxypropyl)-2ss-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylen-dioxy-1,2,3,4,4aa,4b,     5,6,7,8,10,     l0ass-        dodecahydrophenanthren-1,4ss-diols     vom     Smp.    174-176  erhalten werden.  



  0,062 Gewichtsteile dieses     Athoxy-äthenyl-deri-          vates    werden im Vakuum von 0,01 mm 45 Minuten  bei 60  getrocknet, dann mit 0,026     Volumteilen        Pyri-          din    und 2,5     Volumteilen    einer Lösung von 0,063         Volumteilen        Essigsäureanhydrid    in 10     Volumteilen     absolutem Benzol gemischt und 18 Stunden bei 20   stehengelassen.

   Das     Acetylierungsprodukt    wird mit  2-n.     Salzsäure,    2-n.     Sodalösung    und Wasser neutral  gewaschen und an 2 Gewichtsteilen     Aluminiumoxyd          chromatographiert.    Aus den mit     Chloroform-Metha-          nol    (95<B>:

  5)</B>     eluierten    Fraktionen werden 0,016 Ge  wichtsteile Kristalle vom Schmelzpunkt 148-150,5        erhalten,,    welche das (2     -->        4ss)-Lakton    des d     Sa-1-          Äthoxy-        äthenyl-2a-        (2'-oxy-    3'-     acetoxy-propyl)-2ss-          carboxy-4bss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,4b,     5,6,7, 8,10,     lOass-        dodecahydrophenanthren-1,4ss-diols     darstellen.  



  0,027 Gewichtsteile des oben     beschriebenen        Ace-          tates    werden in 1     Volumteil        Pyridin    gelöst und mit  einer Lösung von 0,06 Gewichtsteilen     Cr03    in 0,6       Volumteilen        Pyridin    vermischt. Nach 16stündigem  Stehen wird das Gemisch aufgearbeitet.

   Das neutrale  Rohprodukt wird an 1,5 Gewichtsteilen     Silicagel          chromatographiert.    Aus dem mit Äther und     Äther-          Chloroform    (90 : 10)     eluierten    Fraktionen erhält man  0,008 Gewichtsteile     hexagonaler    Platten vom Schmelz  punkt 150-l52 , welche das (2     ->        4ss)-Lakton    des  d     8a-l-Äthoxy-äthenyl-2a-(2'-oxo-3'-acetoxy-propyl)-          2,,8-carboxy-4b@ss-methyl-7-äthylendioxy-1,2,3,4,4aa,          4b,5,6,7,8,10,10ass    -     dodecahydrophenanthren-1,

  4ss-          diols    darstellen.  



  Aus den mit Äther - Chloroform - Mischungen  <B>(90:</B> 10, 75 : 25 und 25 : 75)     eluierten    Fraktionen  werden 0,006 Gewichtsteile Ausgangsmaterial isoliert.  



  0,15     Gewichtsteile    des obigen     Ketons    vom     Smp.     150-152  werden mit 5     Volumteilen    einer Lösung  von 0,14     Volumteilen        Phosphortribromid,    0,476     Vo-          lumteilen        Pyridin    und 19,4     Volumteilen        Methylen-          chlorid    vermischt und das Gemisch 4 Stunden in  einer Stickstoffatmosphäre bei 25  gerührt,

   hierauf  werden Eis und eine Suspension von 2 Gewichtstei  len     Natriumbikarbonat    in 10     Volumteilen    Wasser  zugegeben. Die Lösung wird mit     0,6-n.        Phosphor-          säure,        10%iger        Kaliumbicarbonatlösung        und        Wasser     neutral gewaschen, getrocknet und im Vakuum ein  gedampft.

   Es werden 0,12 Gewichtsteile eines 'farb  losen Schaumes erhalten, welcher, aus     Aceton-Ather     umkristallisiert, 0,043 Gewichtsteile Plättchen vom       Schmelzpunkt    216-222  ergibt,     @max:    245     mu,    log     e          =    4,09;

   333     nu,    log e     =    1,76 in     Dioxan.    Das erhal  tene Produkt ist das (2     -.>        4ss)-Lakton    des 4     8a-1,1-          Formyl-        methylen    - 2a -     (2'-oxo-3'-acetoxy-propyl)-2ss-          carboxy    -     4bss    -     methyl    -     7-äthylendioxy-1,2,        3,4,4aa,4b,     5,6,7, 8,10,1     Oass-dodecahydrophenanthren-4ss-ols.     



  0,2 Gewichtsteile des letztgenannten     Laktons    wer  den in 8,5     Volumteilen        a-Pyrrolidon    und 8,5     Volum-          teilen        Tetrahydrofuran    gelöst und unter Zusatz von       0,1        Gewichtsteilen        eines        10        %        igen        Palladium-Kohle-          Katalysators    bei 25  unter Atmosphärendruck hy  driert.

   Die Hydrierung kommt nach 65 Minuten zum       Stillstand,    nachdem 9,5     Volumteile    Wasserstoff auf  genommen wurden. Die     Hydrierlösung    wird auf einer       mit        Kieselgur    belegten     Nutsche        abgesogen    und das  klare Filtrat mit etwa 100     Volumteilen        einer    Chloro-           form-Äther-Mischung    (1 : 3)     verdünnt;    diese Lösung  extrahiert man hierauf     sechsrnäl-    mit je 8     Volumtei-          len    Wasser.

   Die über     Natriumsulfat    getrockneten  Lösungen werden im Vakuum eingedampft, wobei  0,222 Gewichtsteile des rohen (2     ->        4ss)-Laktons    des    d     "a-1-Formylmethyl-2a-(2'-oxo-3'-acetoxy-propyl)-2ss-          carboxy    -     4bss    -     methyl    -     7-äthylendioxy-1,2,        3,4,4aa,4b,          5,6,7,8,10,10ass-dodecahydrophenanthren-4ss-ols    er  halten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von gesättigten oder ungesättigten Steroiden der allgemeinen Formel EMI0010.0016 worin R, und R2 freie oder funktionell abgewandelte Oxy- oder Oxogruppen, R3 eine freie oder funktio nell abgewandelte Carbinol-, Formyl- oder Carboxyl- gruppe und R4 Wasserstoff oder eine freie oder funk- tionell abgewandelte Hydroxylgruppe darstellen, da durch gekennzeichnet,
    dass man gesättigte oder un gesättigte Verbindungen der Formel EMI0010.0029 intramolekular unter Reaktion der Aldehydgruppe, welche mit der einständigen Methylgruppe verbun den ist, mit der Methylengruppe am Kohlenstoffatom 2 kondensiert und in den gebildeten Steroiden die Doppelbindung in 16,17-Stellung mit Wasserstoff absättigt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von Verbindungen mit min destens einer funktionell abgewandelten Oxogruppe ausgeht und dass man ausserdem die Oxogruppe frei setzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Aus gangsstoffe der im Patentanspruch angegebenen For mel verwendet, in denen R1 eine ketalisierte Oxo- gruppe bedeutet und die in 8a,9-Stellung eine Dop pelbindung aufweisen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe solche Verbindungen der genannten Konstitution verwendet, in denen R3 eine mit einer als R, vorhandenen Hydroxylgruppe lak- tonisierte Carboxylgruppe und R4 Wasserstoff oder eine veresterte Oxygruppe bedeuten.
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