CH349594A - Verfahren zur Herstellung von Dialkylthionothiolphosphorsäureestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DialkylthionothiolphosphorsäureesternInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Dialkylthionothiolphosphorsäureestern Es wurde gefunden, dass die leicht zugänglichen Nitrophenylmerkaptane, bei denen der Benzolkern gegebenenfalls ausser durch Nitro- und Mercaptogruppen weiter, z. B. durch Halogen- oder Alkylreste, substituiert sein kann, sich in glatter Reaktion mit 0,0 - Dialkylthionophosphorsäurechloriden zu O,O-Dialkyl-S-nitrophenyl-thiono-phosphaten umsetzen lassen. Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässigerweise in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B. Wasser, Alkoholen oder Ketonen, wie Aceton oder Methyläthylketon, und in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie z. B. tertiärer Amine, durchgeführt. Die verwendeten Reaktionstemperaturen können in weiten Grenzen variiert werden, z. B. zwi schen -20 bis 1500, obgleich es im allgemeinen vorteilhaft ist, im Temperaturbereich von 0500 zu arbeiten. Geeignete Nitrophenylmercaptane sind zum Beispiel das o-, m- und p-Nitrophenylmercaptan und ihre Substitutionsprodukte, wie die entsprechenden Alkyl- oder Halogenverbindungen. Die neuen Thionothiolphosphate zeichnen sich durch hohe Beständigkeit gegen hydrolytische Einflüsse und durch sehr gute kontaktinsektizide Wirkungen aus. Gegenüber den vergleichbaren Thiolphosphorsäureestern, die zum Beispiel aus der deutschen Patentschrift Nr. 817735 bekannt sind, zeigen die neuen Thionothiolphosphorsäureester eine wesentlich geringere Toxizität gegenüber Warmblütern. Sie können in üblicher Weise verwendet werden, indem sie zum Beispiel mit den bekannten inerten flüssigen oder festen Verdünnungsmitteln, wie zum Beispiel Talk, versetzt werden, gegebenenfalls unter Zusatz von Emulgiermitteln. Beispiel 1 EMI1.1 43 g p-Nitrothiophenol werden in 100 cm5 wasserfreiem Pyridin gelöst. Unter Rühren gibt man, bei Zimmertemperatur beginnend, 76 g O,O-Diäthyl- thiono-phosphors äure-monochlorid hinzu. Man sorgt durch Kühlen dafür, dass die Temperatur nicht über 400 steigt. Nach dem Ausreagieren lässt man noch 1-2 Stunden weiterrühren und giesst dann das Reaktionsprodukt in 100 cm3 konzentrierte Salzsäure, die mit 50 g Eisstückchen versetzt ist. Das ausgeschiedene Rohprodukt wird ausgeäthert, und die Ätherschicht wird 1-2mal mit einer 50/obigen wässrigen Bikarbonatlösung gewaschen. Dann wird die ätherische Schicht mit Natriumsulfat getrocknet, filtriert und der Ather abdestilliert. Bei 1 mm Hg bei einer Badtemperatur von 700 wird der Rückstand einige Stunden stehengelassen, bis der Rückstand in der Kälte kristallisch erstarrt. Das kristalline Rohprodukt wird aus Äthylalkohol umkristallisiert. Man erhält 64 g (entsprechend 80 /o d. Th.) des neuen Esters in Form von farblosen, langen Nadeln, die bei 49O schmelzen. Beispiel 2 EMI1.2 115 g o-Nitrothiophenol werden in 150 cm3 wasserfreiem Pyridin gelöst. Unter Rühren gibt man, bei 10 beginnend, 115 g Diäthyl-thionophosphorsäure monochlorid hinzu. Man hält die Temperatur weiter 2 Stunden bei etwa 400. Dann arbeitet man wie in Beispiel 1 angegeben auf und erhält nach dem Abdestillieren des Lösemittels 214 g des rohen Thionothiolphosphates in Form eines gelben, wasserunlöslichen Öles. Das Präparat lässt sich im Hochvakuum destillieren. Kochpunkt 0,05 mm/105-108". Beispiel 3 EMI2.1 80 g m-Nitrothiophenol werden in einem Gemisch von 20 cm3 Triäthylamin und 100 cm3 wasserfreiem Pyridin gelöst. Dann gibt man 95 g Diäthylthionophosphorsäuremonochlorid bei 400 hinzu und hält die Temperatur noch 3 Stunden bei 400. Nach dem üblichen Aufarbeiten werden 150 g rohes Thionothiolphosphat erhalten. Das wasserunlösliche gelbe Öl lässt sich auch im Hochvakuum nur unter Zersetzung destillieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von O,O-Dialkyl- thionothiolphosphorsäureestern, dadurch gekennzeichnet, dass O,O-Dialkylthionophosphorsäurechloride mit Nitrophenylmerkaptanen umgesetzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE349594X | 1955-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH349594A true CH349594A (de) | 1960-10-31 |
Family
ID=6258716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH349594D CH349594A (de) | 1955-10-04 | 1956-09-24 | Verfahren zur Herstellung von Dialkylthionothiolphosphorsäureestern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH349594A (de) |
-
1956
- 1956-09-24 CH CH349594D patent/CH349594A/de unknown
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