CH356764A - Verfahren zur Herstellung stark progestativ wirksamer Carbonsäureester des 1,4 Pregnadien-17a-ol-3,20-dions - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stark progestativ wirksamer Carbonsäureester des 1,4 Pregnadien-17a-ol-3,20-dions

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CH356764A
CH356764A CH356764DA CH356764A CH 356764 A CH356764 A CH 356764A CH 356764D A CH356764D A CH 356764DA CH 356764 A CH356764 A CH 356764A
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dione
pregnadien
carboxylic acid
acid esters
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Emanuel Dr Kaspar
Martin Dr Schenck
Karl Prof Dr Junkmann
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Schering Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung stark     progestativ    wirksamer     Carbonsäureester     des d 1,4     Pregnadien-17a-ol-3,20-dions            Carbonsäureester    des     dl.-i-Pregnadien-17a-o1-          3,20-dions        sind    bisher nicht beschrieben, obwohl  diese Verbindung selbst schon länger bekannt ist  (vgl.     Joum.    Am.     Chem.        Soc.        Bd.    72, Seiten 1046  und 4081 [1950] und Britische Patentschrift Num  mer 685331).

   Dies mag darauf zurückzuführen sein,  dass Methoden zur     Veresterung    des schwer     verester-          baren    tertiären     17a-Hydroxyls    in Steroiden erst ver  hältnismässig spät gefunden worden sind. Die ersten  Hersteller der     unveresterten    Verbindung erwarteten  von ihr eine     antiarthritische    Wirksamkeit, da damals  dem     Pregnenolon    eine solche Wirkung zugeschrieben  wurde. Eine Bestätigung dieser Erwartungen ist aus  der späteren Fachliteratur allerdings nicht zu ent  nehmen.  



  Es wurde nun gefunden, dass die jetzt erstmalig  hergestellten     Carbonsäureester    des     41.4_pregnadien-          17a-ol-3,20-dions    eine starke     progestative    Wirkung  zeigen. Dies ist insofern überraschend, als die be  kannte     progestative    Wirksamkeit des Progesterons  durch Einführung einer     zusätzlichen    Doppelbindung  meist erheblich abgeschwächt wird (Fieser,     Natural          Products        related    to     Phenanthrene        S.394    [Ausgabe  1949]).  



  Die Herstellung der neuen Ester erfolgt nach  üblichen Methoden der Steroidchemie. So kann man  beispielsweise das freie     41.4-Pregnadien-17a-ol-          3,20-dion    unter Verwendung der zur     Veresterung     tertiärer     17a-ständiger        Hydroxylgruppen    in der  Steroidchemie heute üblichen verschärften Methoden  mit den gewünschten     Carbonsäuren    bzw. ihren reak  tionsfähigen Derivaten umsetzen.

   Man kann aber  auch von     17a-Carbonsäureestern    von     Pregnen-17a-          olen    der Formel  
EMI0001.0039     
    ausgehen     und    die Doppelbindung in     1(2)-Stellung    in  die letztlich gewünschte Gruppierung überführen.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Carbonsäureestern    des     d1,4-Pregna-          dien-17a-ol-3,20-dions,    das dadurch gekennzeichnet  ist,     d'ass    man entsprechende Ester des     Allopregnan-          17a-ol-3,

  20-dions    in Anwesenheit eines     halogenier-          ten    Kohlenwasserstoffes bei Zimmertemperatur     mit     2 Molen Brom in einem indifferenten organischen  Lösungsmittel umsetzt und aus dem hierbei gebil  deten     Dibromprodukt    durch Behandeln mit     einer     tertiären Base in der Wärme 2     Mol    Bromwasserstoff  abspaltet.  



  <I>Beispiel 1</I>       41,4-pregnadien-17a-ol-3,20-dion-acetat     18,73 g (50     mMol)        Allopregnan-17a-ol-3,20-          dion-acetat    werden in einem     Gemisch    von 350     cm3     Eisessig und 150     cm3        Methylenchlorid    gelöst,  0,65     cm3        32o/oige        Bromwasserstoffsäure    in Eis  essig hinzugefügt und bei Zimmertemperatur unter  Rühren 15,98 g Brom (in 61 cm-' Eisessig gelöst)

    innerhalb 25 Minuten     zugetropft.    Nach weiteren 20  Minuten Rühren wird mit weiteren     Methylenchlorid         versetzt, dann mit Wasser,     Bicarbonatlösung    und  Wasser gewaschen, die nun neutrale     Methylen-          chloridlösung    über Natriumsulfat getrocknet, im  Vakuum unter Stickstoff zur Trockne     eingeengt    und  der Rückstand mit     Pentan    verrieben.

   Die Ausbeute  an rohem     Dibromprodukt    beträgt 25,2 g; F. = 192  bis 193      (Zers.).    Dieses     Dibromprodukt    wird nun  mit 50     cms        Collidin    25 Minuten zum Sieden erhitzt,  anschliessend nach dem Abkühlen mit Wasser ver  dünnt, mit 2n     Salzsäure        angesäuert    und mit     Methy-          lenchlorid    ausgeschüttelt. Das     Methylenchlorid     wäscht man mit Wasser neutral, trocknet es mit  Natriumsulfat, engt es zur Trockne ein und filtriert  den Rückstand über 400 g Aluminiumoxyd (Fa.

         Woelm;    sauer) (enthält     111/o    Wasser) mit     Tetrachlor-          kohlenstoff-Methylenchlorid    1:1. Die erhaltenen  kristallinen Fraktionen werden aus Methanol um  kristallisiert und ergeben 12,7 g der gewünschten       z11.4    -     Pregnadienverbindung    mit F. = 2l3-216 .  Weitere Reinigung ergab einen F. = von 222-223   und eine     spez.    Drehung von [a122     -h    16,4  (C = 1;       CHCh).     



  <I>Beispiel 2</I>       41,4-Pregnadien-]Za-ol-3,20-dion-capronat     4,7g     Allopregnan    -17a -     o1    - 3,20-     dion-capronat     werden in einem Gemisch von 50     em3    Eisessig und  50     ein-        Methylenchlorid    gelöst und 3,48 g Brom in  12     cm3    Eisessig innerhalb 20 Minuten bei Zimmer-         temperatur    unter Rühren     zugetropft.    Nach weiteren  20 Minuten wird wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Das  erhaltene rohe     Dibromid    wird aus Äthanol umkristal  lisiert und hat einen Zersetzungspunkt von 191-192 .  



  Die nun folgende     Bromwasserstoff-Abspaltung     mittels     Collidin    geschieht ebenfalls wie im Beispiel 1  beschrieben. Nach analoger Aufarbeitung,     Chromato-          graphie    und Umkristallisation aus     80#%        o.igem    Me  thanol erhält man das     41,4-Pregnadien-17a-ol-3,20-          dion-capronat    mit einem Schmelzpunkt von 86 bis  87,5

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureestern des di.4-Pregnadien-17a-ol-3,20-dions, dadurch ge kennzeichnet, dass man entsprechende Ester des Allopregnan-17a-ol-3,20-dions in Anwesenheit eines halogenierten Kohlenwasserstoffes bei Zimmertempe ratur mit 2 Mol Brom in einem indifferenten orga nischen Lösungsmittel umsetzt und aus dem hierbei gebildeten Dibromprodukt durch Behandeln mit einer tertiären Base in der Wärme 2 Mol Bromwasserstoff abspaltet.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umsetzung mit Brom in Eis essig vorgenommen und bei der HBr-Abspaltung als tertiäre Base Collidin verwendet wird.
CH356764D 1956-06-20 1957-05-28 Verfahren zur Herstellung stark progestativ wirksamer Carbonsäureester des 1,4 Pregnadien-17a-ol-3,20-dions CH356764A (de)

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